Alphabet baut sein AI-Geschäft massiv aus – mit Robotik-Integration, gigantischen Rechenzentren und einer Schuldenlast, die Investoren aufhorchen lässt. Während die Quartalszahlen stark ausfielen, rückt die Finanzierung der 185-Milliarden-Dollar-Investitionen in den Fokus.
Robotik wird Google-Sache
Das Unternehmen hat diese Woche seine Robotik-Tochter Intrinsic in Google integriert. Die Einheit, die seit 2021 eigenständig unter „Other Bets“ lief, entwickelt mit Flowstate eine webbasierte Plattform für Robotik-Anwendungen ohne aufwendige Programmierung. Künftig arbeitet Intrinsic eng mit Google DeepMind zusammen und nutzt die Gemini-Modelle sowie die Cloud-Infrastruktur.
Der Schritt zeigt: Alphabet will seine physische KI-Strategie unter einem Dach bündeln und sich im Wettbewerb mit Amazon und Tesla für Industrieroboter positionieren. Eine Partnerschaft mit Foxconn zur Automatisierung der Elektronikfertigung in US-Werken läuft bereits.
1,9 Gigawatt Energie für Minnesota
Parallel dazu kündigte Google sein erstes Rechenzentrum in Minnesota an – gespeist von 1,9 Gigawatt sauberer Energie. Der Standort Pine Island südöstlich von Minneapolis wird mit dem weltweit größten Batteriespeicher ausgestattet: 300 Megawatt Leistung, 100 Stunden Kapazität, gebaut vom Startup Form Energy mit Eisen-Luft-Technologie.
Die Technik basiert auf rostenden und wieder entrostenden Eisenpellets – weniger effizient als Lithium-Ionen, aber mit angestrebten Kosten von nur 20 Dollar pro Kilowattstunde mindestens dreimal günstiger. Google sichert sich die Energie über 1,4 Gigawatt Windkraft und 200 Megawatt Solar, entwickelt von Partner Xcel Energy. Ein „Clean Transition Tariff“ schützt dabei reguläre Stromkunden vor den Kosten riskanter neuer Technologien.
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Die Kehrseite: 32 Milliarden Dollar frische Schulden
Was beeindruckt, hat einen Preis. Anfang Februar emittierte Alphabet Anleihen im Wert von knapp 32 Milliarden Dollar – darunter eine seltene 100-jährige Sterling-Anleihe. Die geplanten Investitionsausgaben von 175 bis 185 Milliarden Dollar für 2026 entsprechen fast 50 Prozent des Jahresumsatzes – eine Quote, die Kreditinvestoren historisch als ungewöhnlich einstufen.
Laut UBS-Daten dürften die kombinierten AI-Investitionen der großen Hyperscaler 2026 auf über 770 Milliarden Dollar steigen, 23 Prozent mehr als erwartet. Das bedeutet 40 bis 50 Milliarden Dollar zusätzliche Kreditaufnahme. Die Frage: Können die Umsätze mit den Ausgaben Schritt halten?
Starke Zahlen, aber unter Beobachtung
Das vierte Quartal 2025 lieferte Alphabet Rückenwind: 113,8 Milliarden Dollar Umsatz (plus 18 Prozent), Google Cloud wuchs um 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar. Die Gemini-App zählt über 750 Millionen monatlich aktive Nutzer. Mit der nächsten Zahlenvorlage Ende April werden Investoren genau prüfen, ob sich die massive Investitionswelle in nachhaltiges Umsatzwachstum übersetzt – oder ob die Schuldenstrategie erste Risse zeigt.
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