Das Prestige-Projekt ist Geschichte. Das von Mercedes-Benz mitgetragene Gemeinschaftsunternehmen ACC hat das endgültige Aus für die geplante Batteriefabrik in Kaiserslautern verkündet. Statt Expansion herrscht Ernüchterung – ein klarer Indikator für die anhaltende Schwäche im europäischen Elektro-Sektor und ein Warnsignal für die gesamte Branche.
- Strategie-Stopp: ACC beerdigt Pläne für Gigafactories in Kaiserslautern und Italien.
- Hintergrund: Fehlende Wirtschaftlichkeit durch schwache E-Auto-Nachfrage.
- Kapitalmaßnahme: Aktienrückkaufprogramm läuft trotz Dämpfer weiter.
Milliarden-Pläne gestrichen
Die Entscheidung trifft den Industriestandort Deutschland hart. Am heutigen Montag bestätigte das Joint Venture ACC, an dem Mercedes-Benz neben Stellantis und TotalEnergies beteiligt ist, den Stopp der Expansionspläne. Verantwortlich dafür sind die realen Marktdaten: Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Europa bleibt weit hinter den Erwartungen zurück, was den Betrieb der geplanten Fabriken unwirtschaftlich machen würde.
Die Konsequenzen sind greifbar. Rund 2.000 in Aussicht gestellte Arbeitsplätze in der Pfalz entstehen nicht. Zudem verfallen zugesagte Subventionen in Höhe von insgesamt 1,3 Milliarden Euro für die Standorte in Deutschland und Frankreich. Der Partner Stellantis hatte bereits im Vorfeld massive Abschreibungen auf sein Elektro-Geschäft vorgenommen, was den Handlungsdruck auf das Konsortium erhöhte. ACC zieht sich nun auf den bestehenden Standort im französischen Douvrin zurück.
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Aktienrückkauf als Stütze
Während die operative Strategie bei Batterien den Rückwärtsgang einlegt, hält der Stuttgarter Autobauer an seiner Kapitalpflege fest. Trotz der negativen Nachrichtenlage treibt der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm voran. Allein in der ersten Februarwoche erwarb das Unternehmen über 714.000 eigene Anteile.
Diese Maßnahmen sowie das anhaltende Interesse von Großinvestoren wie Morgan Stanley (8,0 % Stimmrechte) und der Bank of America (5,06 %) verhindern derzeit einen stärkeren Kursverfall. Die Aktie notiert aktuell bei 58,31 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 5,85 % an Wert eingebüßt. Der technische Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von derzeit -3,00 % signalisiert eine anhaltende Konsolidierungsphase.
Der Blick der Anleger richtet sich nun auf den kommenden Donnerstag. Am 12. Februar 2026 werden neue Geschäftszahlen erwartet, die zeigen müssen, wie profitabel das Kerngeschäft in diesem schwierigen Umfeld tatsächlich noch ist und ob weitere strategische Anpassungen folgen.
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