BMW steht vor ein paar entscheidenden Wochen – und die Gemengelage ist ungewöhnlich dicht. Auf der einen Seite wird das China-Geschäft politisch und wirtschaftlich zum Drahtseilakt. Auf der anderen Seite rückt mit der „Neuen Klasse“ die nächste Technologie-Stufe näher an den Markt. Kann BMW beides gleichzeitig liefern: Stabilität in China und einen überzeugenden Start der neuen Plattform?
China bleibt das Nadelöhr
Konzernchef Oliver Zipse warb zuletzt für eine enge Zusammenarbeit mit China. Hintergrund ist ein harter Wettbewerb vor Ort: Laut den Berichten kämpfen deutsche Hersteller wie BMW in China mit rückläufigen Verkaufszahlen, während subventionierte lokale E-Auto-Anbieter schnell wachsen. Genau hier liegt das Risiko für die Margen – und damit für die kurzfristige Stimmung rund um die Aktie.
Dass Zipse als Teil einer Wirtschaftsdelegation den Kanzler auf dessen erster China-Reise begleitet, unterstreicht vor allem eines: China bleibt für BMW nicht nur Absatzmarkt, sondern auch Innovations- und Investitionsstandort. Gleichzeitig macht der Preiskrieg deutlich, wie schnell sich dort Rahmenbedingungen drehen können.
Infineon als Baustein für die „Neue Klasse“
Parallel zur China-Debatte konkretisiert BMW die Technologiebasis der „Neuen Klasse“. Infineon soll dabei zentrale Halbleiterkomponenten für drei Bereiche liefern: Rechenleistung, Energiemanagement und Datenkonnektivität. Das passt zur strategischen Stoßrichtung der Plattform: eine zentralisierte Computerarchitektur und softwarebasierte Funktionen, die Over-the-Air-Updates ermöglichen und die Verkabelung vereinfachen sollen.
Der erste konkrete Termin steht ebenfalls: Der neue iX3 soll ab dem 7. März 2026 bei den Händlern verfügbar sein und damit den Auftakt der „Neue-Klasse“-Ära markieren. Für Anleger ist das weniger Marketing als ein Realitätscheck: Wie reibungslos kommt die neue Architektur in den Alltag – und wie gut ist BMW beim Thema Software tatsächlich aufgestellt?
Aktie stabil – wichtiger März-Fahrplan
Im Kursbild wirkt die Lage derzeit eher „geordnet“ als euphorisch. Am Freitag schloss die Aktie bei 90,48 Euro, nur knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt (90,24 Euro). Gleichzeitig liegt sie rund 6,84% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 97,12 Euro – ein Hinweis, dass der Markt trotz ordentlicher Erholung vom Jahrestief noch nicht wieder voll auf Wachstum dreht. Seit Jahresanfang steht ein Minus von 5,67% zu Buche.
Flankiert wird das Ganze durch das laufende Aktienrückkaufprogramm: Zwischen dem 9. und 15. Februar wurden laut Quelltext 224.847 Stammaktien über Xetra zurückgekauft, zu gewichteten Durchschnittspreisen von rund 88,15 bis 89,07 Euro.
Der nächste große Fixpunkt folgt am 12. März 2026 mit den Q4-2025-Zahlen. Der zuletzt kommunizierte Ausblick verwies bereits auf Gegenwind: eine leicht rückläufige Vorsteuermarge sowie eine Automotive-EBIT-Marge von 5–6%, belastet durch China-Schwäche und Zollrisiken.
Unterm Strich laufen bei BMW drei Themen auf einen Punkt zu: der iX3-Start am 7. März, die Quartalszahlen am 12. März und das politische Signal der China-Reise. Genau diese Kombination dürfte darüber entscheiden, ob die Aktie über dem Bereich um 90 Euro Stabilität findet – oder ob China die neue Plattform-Story kurzfristig überlagert.
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