Nach einem durchwachsenen 2025 setzt der Brennstoffzellenspezialist klar auf Verteidigung und Sicherheit. Die vorläufigen Zahlen zeigen: Das vierte Quartal war das stärkste des Jahres, doch makroökonomische Gegenwinde bremsten das Gesamtergebnis. Jetzt soll eine strategische Neuausrichtung den Turnaround bringen.
Starkes Schlussquartal, schwaches Gesamtjahr
Das Geschäftsjahr 2025 endete für SFC Energy bei 143,3 Millionen Euro Umsatz – unter der eigenen Prognose von 146,5 bis 161 Millionen Euro. Währungseffekte von rund 4 Millionen Euro und protektionistische Tendenzen bei US-Zöllen belasteten das Ergebnis. Das bereinigte EBITDA sank auf 16,7 Millionen Euro nach 22 Millionen Euro im Vorjahr, die Marge fiel von 15,1 auf 11,6 Prozent.
Das vierte Quartal lieferte jedoch einen Lichtblick: Mit 40,6 Millionen Euro erzielte SFC den höchsten Quartalsumsatz des Jahres. Beim bereinigten EBITDA überraschte das Unternehmen sogar positiv gegenüber den Erwartungen. Der Auftragseingang ging allerdings deutlich zurück – von 167,8 auf 118,5 Millionen Euro.
Fokus auf Verteidigung und Sicherheit
Für 2026 plant SFC ein Umsatzwachstum auf 150 bis 160 Millionen Euro. Der entscheidende Hebel: Verteidigung und Sicherheit sollen von 50 auf 60 Prozent der Erlöse steigen. Das reine Defense-Segment plant das Management von 14 Millionen Euro auf 23 bis 33 Millionen Euro zu steigern – eine mehr als Verdopplung.
Das bereinigte EBITDA soll überproportional auf 20 bis 24 Millionen Euro wachsen, das bereinigte EBIT auf 11 bis 15 Millionen Euro. Die Margensteigerung soll durch höherpreisige Defense-Produkte und operative Effizienz gelingen. Bereits 2025 etablierte SFC neue Produkte wie Power-Management-Plattformen für Drohnenabwehr-Lasersysteme und arktische Energielösungen für Verteidigungsanwendungen.
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Analysten zeigen sich zuversichtlich
Warburg Research erhöhte das Kursziel von 18 auf 20 Euro. Analyst Malte Schaumann hob hervor, dass selbst die untere Spanne der EBITDA-Prognose von 20 Millionen Euro über seiner Erwartung von 19 Millionen Euro liegt. First Berlin zog das Kursziel von 21 auf 22 Euro nach und bekräftigte „Buy“. Berenberg stufte auf „Buy“ hoch, senkte aber das Kursziel leicht von 18 auf 17 Euro.
Schaumann sieht die schwache Umsatzentwicklung bereits im Kurs reflektiert – die starke Profitabilität und mittelfristigen Aussichten aber noch nicht.
Geschäftsbericht als nächster Prüfstein
Am 26. März legt SFC den vollständigen Geschäftsbericht vor. Dann werden die vorläufigen Zahlen durch geprüfte Daten ersetzt. Entscheidend wird sein, wie sich der Auftragseingang in tatsächliche Umsätze wandelt und ob die Defense-Strategie die versprochenen Margenverbesserungen liefert. Die Aktie notiert mit 14,20 Euro aktuell noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 26,35 Euro aus dem Mai.
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