Siemens Healthineers Aktie: Dividenden-Knick

Siemens Healthineers meldet Umsatzwachstum, doch die Diagnostik-Sparte leidet unter dem schwachen China-Geschäft. Das Management hält an der Jahresprognose fest.

Kurz zusammengefasst:
  • Kurs fällt durch Dividendenabschlag auf Jahrestief
  • Umsatzwachstum, aber Ergebnis je Aktie gesunken
  • Diagnostik-Sparte durch China-Schwäche belastet
  • Management bestätigt Jahresziele trotz Herausforderungen

Der Blick auf die Kurstafel der Siemens Healthineers Aktie erfordert heute eine differenzierte Betrachtung. Während das Papier optisch deutlich tiefer notiert und rechnerisch ein neues 52-Wochen-Tief markiert, liegt die Ursache primär in der Gewinnausschüttung an die Aktionäre. Doch abseits der technischen Faktoren kämpft der Medizintechnik-Konzern operativ mit einer hartnäckigen Schwäche im chinesischen Markt, die auch die jüngsten Quartalszahlen belastete.

  • Ex-Dividende: Abschlag von 1,00 Euro je Aktie.
  • Kursniveau: Neues 52-Wochen-Tief bei 41,07 Euro.
  • Umsatz Q1: Anstieg um 4 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro.
  • Problemfeld: Diagnostik-Sparte leidet unter China-Geschäft.

Technischer Abschlag dominiert

Wer den heutigen Kurs von 41,07 Euro sieht, muss den sogenannten Ex-Dividenden-Handel berücksichtigen. Auf der gestrigen Hauptversammlung beschlossen die Anteilseigner eine Erhöhung der Ausschüttung auf 1,00 Euro. Dieser Betrag wird heute rechnerisch vom Kurs abgezogen.

Siemens Healthineers

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Obwohl die Aktie damit rein nominell unter den gestrigen Schlusskurs von 42,60 Euro fällt und ein neues Jahrestief markiert, zeigt sich operativ eine leichte Stabilisierung mit einem Tagesplus von 0,22 Prozent (bereinigt). Der optische Kursverlust spiegelt also keinen Unternehmenswertverlust wider, sondern den Geldfluss auf die Konten der Aktionäre.

Zweigeteilte Bilanz

Die gestern vorgelegten Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 untermauern die aktuelle Gemengelage. Während der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 4 Prozent zulegte, sank das bereinigte Ergebnis je Aktie leicht auf 0,49 Euro.

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Das Unternehmen zeigt dabei zwei Gesichter: Die Sparten Imaging (Bildgebung) und Precision Therapy (Varian) liefern solide Wachstumsraten von knapp 6 Prozent. Hier kann der Konzern seine Marktposition behaupten und von der Nachfrage nach moderner Medizintechnik profitieren.

Bremsklotz China

Sorgen bereitet hingegen weiterhin die Diagnostik-Sparte. Hier verzeichnete Siemens Healthineers einen Umsatzrückgang von 3,1 Prozent. Verantwortlich dafür ist primär das schwierige Umfeld in China. Eine laufende Anti-Korruptionskampagne im dortigen Gesundheitssektor führt zu spürbaren Verzögerungen bei der Auftragsvergabe. Diese regionale Schwäche drückt auf die Margen im Laborgeschäft und überlagert die Erfolge in anderen Bereichen.

Blick auf das zweite Halbjahr

Trotz des verhaltenen Jahresauftakts hält das Management an der Jahresprognose fest. Der Vorstand erwartet weiterhin ein Umsatzwachstum zwischen 5 und 6 Prozent sowie ein Ergebnis je Aktie von 2,20 bis 2,40 Euro. Diese Bestätigung fußt auf der Erwartung einer deutlichen Dynamikbeschleunigung in der zweiten Jahreshälfte sowie einem soliden Auftragsbestand, insbesondere aus dem US-Markt. Ob diese Aufholjagd gelingt, wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell sich die Situation in China normalisiert.

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