IonQ rückt gleich aus zwei Gründen in den Fokus: Der Quantum-Computing-Spezialist wurde in ein großes US-Verteidigungsprogramm aufgenommen – und heute Abend stehen Quartalszahlen an. Beides zusammen liefert frische Fakten in einer Phase, in der der Markt die Wachstumsstory zuletzt deutlich skeptischer bewertet hat.
SHIELD-Programm: Sichtbarkeit im öffentlichen Sektor
IonQ wurde als Anbieter für das SHIELD-Programm der Missile Defense Agency ausgewählt. Das Programm hat ein potenzielles Gesamtvolumen von bis zu 151 Milliarden US-Dollar. Wichtig ist dabei die Einordnung: IonQ ist einer von mehr als 2.400 zugelassenen Anbietern in dieser Initiative. Die Aufnahme ist damit vor allem ein nachprüfbarer Ausbau der Aktivitäten im öffentlichen Sektor – aber noch kein Beleg für gesicherte Großaufträge.
Quartalszahlen heute Abend: Darauf schaut der Markt
Der entscheidende Termin ist der Ergebnisbericht für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025, der heute nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden soll. Analysten rechnen für Q4 mit einem Verlust von 0,48 US-Dollar je Aktie. Beim Umsatz liegt die Konsensschätzung bei rund 40,38 Millionen US-Dollar – das entspräche einem Plus von 245% gegenüber dem Vorjahr.
Für das Gesamtjahr 2025 stellt das Management Umsätze am oberen Ende oder sogar oberhalb der bisherigen Prognosespanne von 106 bis 110 Millionen US-Dollar in Aussicht. Genau hier liegt der Hebel für die Aktie: Bestätigt der Bericht diese Richtung mit belastbaren Zahlen, würde das die Debatte um die Bewertung zumindest stabilisieren.
Insider-Verkäufe, Amazon-Kauf und neue Kursziele
Vor den Zahlen gab es zudem Signale aus Meldungen zu Aktienbewegungen: Amazon stieg im vierten Quartal 2025 wieder ein und kaufte 6.700 Aktien für rund 300.000 US-Dollar. Gleichzeitig verkauften Unternehmensinsider in den vergangenen drei Monaten insgesamt 125.000 Aktien im Wert von etwa 5,99 Millionen US-Dollar.
Auch bei Analysten gingen die Einschätzungen auseinander. Morgan Stanley senkte das Kursziel von 58 auf 35 US-Dollar und blieb bei „Hold“. Wedbush bestätigte „Outperform“ und ein Kursziel von 60 US-Dollar. Diese Spanne zeigt, wie stark die Erwartungen an Tempo und Skalierung der Technologie auseinanderlaufen.
An der Börse ist der Druck sichtbar: Seit Jahresbeginn liegt die Aktie mit -31,83% klar im Minus.
Expansion per Übernahme: Hardware stärker unter Kontrolle
Hinter der Neubewertung steckt auch ein strategisch großer Umbau. Ende Januar 2026 schloss IonQ die Übernahme von Skyloom Global ab und holte damit Know-how für Free-Space-Optik und sichere Kommunikation für Quanten-Netzwerke ins Haus.
Noch größer ist der geplante Zukauf von SkyWater Technology: Eine Cash-und-Aktien-Transaktion im Volumen von rund 1,8 Milliarden US-Dollar, Abschluss bis zum dritten Quartal 2026 erwartet. Ziel ist, Halbleiterfertigung stärker zu internalisieren und eine vertikal integrierte Hardware-Plattform aufzubauen. IonQ verbindet damit das ambitionierte Vorhaben, bis 2028 Tests von 200.000-Qubit-Chips zu ermöglichen.
Heute nach Börsenschluss liefert der Q4- und Jahresbericht 2025 den nächsten Prüfstein: Ob die Umsatzdynamik die eigene Jahresprognose tatsächlich ans obere Ende (oder darüber) hebt – und wie der Markt die teuren, aber strategisch zentralen Hardware-Schritte im selben Atemzug bewertet.
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