ImmunityBio Aktie: Fatales Heilversprechen
Die US-Gesundheitsbehörde FDA rügte irreführende Werbung für das Krebsmedikament Anktiva, was zu einem massiven Kurssturz und Sammelklagen führte. Das operative Geschäft läuft weiter.

Kurz zusammengefasst
- FDA kritisiert irreführende Heilversprechen in Podcast
- Kursverlust von über 21 Prozent nach Warnbrief
- Anwaltskanzleien sammeln Aktionäre für Sammelklage
- Zulassungsprozess für Blasenkrebs-Medikament läuft weiter
Ein unbedachtes Versprechen in einem Podcast hat für ImmunityBio weitreichende Konsequenzen. Weil das Management die Wirkung seines Medikaments Anktiva massiv übertrieben dargestellt haben soll, schaltete sich die US-Gesundheitsbehörde FDA ein. Nun formiert sich eine breite juristische Front gegen das Biotech-Unternehmen, die den jüngsten Milliardenverlust an der Börse aufarbeiten will.
Teure Aussagen rufen Kanzleien auf den Plan
Auslöser der aktuellen Turbulenzen ist ein öffentlicher Warnbrief der FDA vom März. Die Behörde rügte Werbeauftritte des Unternehmens, darunter einen Podcast mit dem Aufsichtsratschef Patrick Soon-Shiong. Darin wurde laut FDA der irreführende Eindruck erweckt, das Blasenkrebs-Medikament Anktiva könne sämtliche Krebsarten heilen und sogar verhindern. Solche absoluten Heilversprechen rufen in der streng regulierten Pharmabranche umgehend die Aufsichtsbehörden auf den Plan.
Die Quittung der Börse folgte prompt. Nach Bekanntwerden des FDA-Schreibens am 24. März brach der Kurs um mehr als 21 Prozent ein. Dabei lösten sich fast zwei Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung in Luft auf. Diese enorme Kapitalvernichtung mobilisiert nun spezialisierte Anwaltskanzleien. Mehrere große Adressen, darunter Kessler Topaz Meltzer & Check sowie Robbins Geller Rudman & Dowd, sammeln aktuell geschädigte Aktionäre für eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs. Der Vorwurf lautet, die Verantwortlichen hätten die Fähigkeiten von Anktiva künstlich aufgebläht und Investoren damit in die Irre geführt.
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Operatives Geschäft läuft weiter
Abseits der juristischen Auseinandersetzungen treibt das Unternehmen sein operatives Geschäft allerdings weiter voran. Am 9. März reichte ImmunityBio einen ergänzenden Zulassungsantrag für Anktiva bei einer bestimmten Form von Blasenkrebs ein. Die FDA hat diesen bereits akzeptiert, ohne neue klinische Studien zu fordern.
Gleichzeitig sicherte sich das Unternehmen einen wichtigen kommerziellen Meilenstein. Die Kostenerstattung durch US-Krankenkassen deckt mittlerweile über 100 Millionen Versicherte ab. Dieser Schritt ist essenziell, um die Marktdurchdringung des Medikaments in den USA zu beschleunigen.
Die juristische Aufarbeitung erreicht mit dem gerichtlich festgelegten Stichtag für die Hauptkläger-Bewerbung am 26. Mai 2026 ihren ersten formellen Höhepunkt. Bis zu diesem Datum formiert sich die Klägerseite endgültig. Gleichzeitig läuft der Zulassungsprozess für die erweiterte Anktiva-Anwendung bei der FDA regulär weiter. Die Bewertung der Aktie hängt nun maßgeblich davon ab, wie teuer der kommunikative Fehltritt des Managements am Ende wird.
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