Silber: Crash trifft Angebotsengpass

Ein Kurssturz bei Silber trifft auf einen strukturell angespannten Markt mit physischen Beständen auf Tiefstständen, was zu einer Backwardation an der COMEX führt.

Eduard Altmann ·

Kurz zusammengefasst

  • Starker Tageseinbruch von fast zwölf Prozent
  • Physische Vorräte auf Mehrjahrestiefs gesunken
  • Markt zeigt Backwardation als Knappheitssignal
  • Chinesische Exportbeschränkungen verknappen Angebot

Ein Tageseinbruch von fast 12 Prozent, Backwardation an den Terminmärkten und physische Bestände auf Mehrjahrestief — der Silbermarkt liefert gerade ein ungewöhnlich klares Bild davon, wie sich fundamentale Knappheit und makroökonomische Schocks gegenseitig verstärken können.

Wenn Papier auf knappes Metall trifft

Am 23. März löste die Ankündigung eines fünftägigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran eine Kapitalrotation aus, die Edelmetalle empfindlich traf. Investoren schichteten um, der Silberpreis rutschte zeitweise unter wichtige technische Marken — und in Indien beschleunigten automatisierte Verkaufsprogramme den Rückgang, als die Notierungen am MCX psychologisch kritische Niveaus unterschritten.

Was den Einbruch besonders brisant macht: Er trifft einen Markt, der strukturell bereits angespannt ist. Die an der COMEX als „Registered“ geführten Silbervorräte — also jene Bestände, die unmittelbar für Lieferverpflichtungen bereitstehen — sind auf 78,95 Millionen Unzen gesunken. Ausgerechnet beim auslaufenden März-Kontrakt übersteigt das offene Interesse an physischen Auslieferungen die verfügbaren Bestände deutlich. Das Ergebnis: Der Markt ist in eine Backwardation-Struktur übergeglitten, bei der Spot-Preise über den Terminkontrakten notieren — ein klassisches Signal für akute physische Knappheit.

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Ein fester US-Dollar-Index nahe 99,4 und hohe Anleiherenditen verstärken den Druck zusätzlich, da zinslose Anlagen wie Silber in diesem Umfeld strukturell benachteiligt sind.

Käufer nutzen das Preistief

Am heutigen Dienstag stabilisiert sich Silber im Bereich von 68 bis 69 US-Dollar pro Feinunze. Die Erholung deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer das gesunkene Preisniveau gezielt nutzen, um physische Bestände aufzubauen — gestützt durch eine Investmentnachfrage in Barren und Münzen, die laut aktuellen Daten seit Jahresbeginn 2026 deutlich gestiegen ist. Chinesische Exportbeschränkungen für raffiniertes Silber engen das globale Angebot zusätzlich ein.

Der eigentliche Test kommt mit den nächsten Lieferterminen an der COMEX. Sollte das offene Interesse an physischer Lieferung die verfügbaren Registered-Bestände weiter unter Druck setzen, dürfte die Backwardation-Struktur bestehen bleiben — und die Preisbildung an den Terminbörsen vor eine ernsthafte Belastungsprobe stellen.

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