Autoliv Aktie: Ausblick enttäuscht

Der Sicherheitssysteme-Hersteller meldet solide Quartalszahlen, doch die vorsichtige Wachstumsprognose für das laufende Jahr belastet die Anlegerstimmung.

Kurz zusammengefasst:
  • Solides Umsatzwachstum im abgelaufenen Quartal
  • Vorsichtige Prognose für stagnierenden Umsatz 2026
  • Dividende deutlich erhöht und Aktienrückkäufe
  • Starker Fokus auf Wachstumsmarkt China

Autoliv hat solide Quartalszahlen vorgelegt, doch der Blick in die Zukunft trübt die Stimmung der Anleger. Trotz eines deutlichen Umsatzplus und Rekordwerten in Asien reagierte der Markt verschnupft auf die Prognose für 2026. Warum bremst der Weltmarktführer für Sicherheitssysteme ausgerechnet jetzt beim Wachstum so stark ab?

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

Autoliv

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  • Bereinigter Gewinn je Aktie: 3,19 USD (+5 %)
  • Nettoumsatz: 2,82 Mrd. USD (+7,7 %)
  • Organisches Umsatzwachstum: +4,2 %
  • Prognose organisches Wachstum 2026: ca. 0 %
  • Erwartete operative Marge 2026: 10,5–11 %

Starkes Quartal in Schwellenländern

Das abgelaufene vierte Quartal verlief für Autoliv operativ erfolgreich. Besonders in Indien und bei chinesischen Fahrzeugherstellern konnte das Unternehmen massiv punkten. Allein der Umsatz mit chinesischen OEMs (Original Equipment Manufacturers) kletterte im Schlussquartal um fast 40 %. Dieser regionale Fokus half dabei, das organische Wachstum weltweit auf über vier Prozent zu hieven.

Allerdings zeigt die Profitabilität leichte Risse. Das bereinigte operative Ergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % auf 337 Millionen US-Dollar. Damit ging auch die operative Marge von 13,4 % auf 12 % zurück. Dies verdeutlicht den anhaltenden Kostendruck in der Branche, dem Autoliv mit einem strikten Sparprogramm begegnet. Bisher wurden rund 100 Millionen der geplanten 130 Millionen US-Dollar an strukturellen Kosten eingespart.

Innovation und Dividende

Trotz der schwächeren Margen bleibt Autoliv bei der Aktionärsvergütung großzügig. Das Unternehmen erhöhte die Quartalsdividende um 24 % auf 0,87 US-Dollar je Aktie und kaufte für 150 Millionen US-Dollar eigene Anteile zurück.

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Strategisch setzt der Konzern verstärkt auf den chinesischen Markt und technologische Neuerungen. Ein neues Joint Venture mit Hangsheng Electric soll ab dem ersten Quartal 2026 die Entwicklung von Sicherheitselektronik in China vorantreiben. Zudem präsentierte Autoliv ein weltweit erstes faltbares Lenkrad für autonom fahrende Autos, dessen Serienproduktion für Ende 2026 geplant ist.

Vorsichtiger Blick auf 2026

Der Hauptgrund für den jüngsten Kursrückgang liegt in der unerwartet vorsichtigen Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Autoliv rechnet für 2026 mit einem organischen Umsatzwachstum von lediglich 0 %. Als Gründe nennt das Management geopolitische Unsicherheiten und eine abwartende Haltung der Automobilhersteller. Viele Kunden verschieben derzeit Entscheidungen über neue Fahrzeugplattformen und produzieren stattdessen bestehende Modelle länger weiter.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt Autoliv eine operative Marge zwischen 10,5 % und 11 % an. Der operative Cashflow soll bei etwa 1,2 Milliarden US-Dollar liegen. Anleger werden nun genau beobachten, ob die Effizienzmaßnahmen ausreichen, um die Stagnation beim Umsatz aufzufangen.

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