Novo Nordisk kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig. Ein klinischer Fehlschlag bei einem wichtigen Hoffnungsträger löste einen massiven Kurssturz aus, während der Konzern parallel eine neue Milliarden-Partnerschaft und drastische Preissenkungen in den USA verkündete. Reicht dieser strategische Kurswechsel aus, um die Dominanz im Markt für Abnehmpräparate zu sichern?
Neue Allianz für orale Therapien
Heute gab das Unternehmen eine Kooperation mit dem US-Biotech-Unternehmen Vivtex bekannt. Das Ziel ist die Entwicklung neuer oraler Behandlungen für Adipositas und Diabetes. Der Deal hat ein Gesamtvolumen von bis zu 2,1 Milliarden US-Dollar und umfasst Vorabzahlungen, Forschungsförderung sowie erfolgsabhängige Meilensteine.
Novo Nordisk nutzt dabei eine KI-gestützte Plattform von Vivtex, um die Bioverfügbarkeit von Peptiden und Proteinen bei der oralen Einnahme zu optimieren. Das dänische Unternehmen übernimmt die volle Verantwortung für die weltweite Entwicklung und Vermarktung der daraus resultierenden Wirkstoffkandidaten.
Preisoffensive auf dem US-Markt
Bereits gestern kündigte der Hersteller signifikante Preissenkungen in den USA an. Ab Januar 2027 sinkt der Listenpreis für Wegovy um 50 Prozent, während die Preise für Ozempic und Rybelsus um 35 Prozent reduziert werden. Damit etabliert der Konzern einen einheitlichen Listenpreis von 675 US-Dollar pro Monat für diese Produkte.
Die Umstrukturierung zielt primär auf Patienten ab, deren Versicherungspläne hohe Selbstbeteiligungen vorsehen. Die Preise für Selbstzahler, die sich aktuell zwischen 149 und 499 US-Dollar bewegen, bleiben von dieser Änderung unberührt.
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Klinische Niederlage belastet den Kurs
Auslöser der jüngsten Marktturbulenzen waren enttäuschende Daten der Phase-3-Studie REDEFINE 4. Der Wirkstoffkandidat CagriSema konnte die angestrebte Nicht-Unterlegenheit gegenüber dem Konkurrenzprodukt Zepbound von Eli Lilly nicht nachweisen. CagriSema erzielte nach 84 Wochen einen Gewichtsverlust zwischen 20,2 und 23 Prozent, während die Probanden unter dem Konkurrenzmittel eine Reduktion von bis zu 25,5 Prozent erreichten.
Die Aktie verlor daraufhin in den jüngsten Handelstagen massiv an Boden und brach um 15 bis 21 Prozent ein. Seit dem Rekordhoch im Jahr 2024 hat das Unternehmen rund 475 Milliarden US-Dollar an Marktwert eingebüßt. Analysten reagierten prompt: JPMorgan senkte den Daumen und stufte den Titel auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 250 Dänischen Kronen (DKK) herab. Die Deutsche Bank sieht das Kursziel bei 275 DKK und rät zum Halten.
Die nächsten Monate bleiben für die Neubewertung der Pipeline entscheidend. In der zweiten Jahreshälfte 2026 startet eine Phase-3-Studie mit einer hochdosierten CagriSema-Variante. Ergebnisse der REDEFINE-11-Studie werden für das erste Halbjahr 2027 erwartet. Zuvor steht am 26. März 2026 die Jahreshauptversammlung an, bei der mit Jan van de Winkel und Ramona Sequeira neue Mitglieder für das Board nominiert sind.
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