Evonik Aktie: Zoll-Rückzahlung winkt

Der Spezialchemiekonzern Evonik prüft die Rückforderung bereits gezahlter US-Zölle nach einem wegweisenden Gerichtsurteil. Die lokale Produktion in den USA schützt den Konzern vor neuen Abgaben.

Kurz zusammengefasst:
  • Prüfung von Zollrückforderungen im zweistelligen Millionenbereich
  • Supreme Court kippt alte Zölle auf Basis des IEEPA-Gesetzes
  • Starke lokale US-Produktion als Schutz vor neuen Abgaben
  • Management fokussiert auf Effizienzsteigerung und strategische Neuausrichtung

Der Spezialchemiekonzern Evonik wittert Millionen-Chancen in den USA. Nach einem wegweisenden Urteil des Supreme Court prüft das Unternehmen die Rückforderung bereits gezahlter Zölle. Die Summe könnte sich auf einen kleineren zweistelligen Millionenbetrag belaufen.

Management konkretisiert Erstattungspotenzial

Interims-Finanzchef Claus Rettig bestätigte am Donnerstag, dass Evonik seine Optionen zur Rückforderung von US-Zöllen aktiv evaluiert. Die direkte finanzielle Betroffenheit durch die restriktiven Handelsmaßnahmen bleibt für den Konzern allerdings überschaubar. Der Grund: Ein Großteil der US-Verkäufe stammt aus lokaler Produktion vor Ort – ein strategischer Vorteil, der grenzüberschreitende Abgaben weitgehend vermeidet.

Evonik

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Trotz dieser Resilienz positioniert sich Evonik klar als Befürworter offener, globaler Märkte. Die lokale Wertschöpfungsstrategie erweist sich in Zeiten handelspolitischer Turbulenzen als Schutzschild gegen plötzliche Zollerhöhungen.

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Supreme Court kippt Zölle – neue folgen sofort

Der juristische Hintergrund ist brisant: Am 20. Februar 2026 erklärte der US Supreme Court einen Großteil der auf dem IEEPA-Gesetz von 1977 basierenden Zölle für unrechtmäßig. Das Gesamtvolumen potenziell rückforderbarer Summen wird auf 130 bis 175 Milliarden US-Dollar geschätzt – ein Betrag, der zahlreiche internationale Konzerne zur Prüfung ihrer Ansprüche veranlasst.

Die US-Regierung reagierte prompt und verhängte umgehend neue Importabgaben auf Basis des Trade Act von 1974, zunächst für 150 Tage. Für Evonik mit seiner starken US-Präsenz dürfte dieser Schachzug weniger schmerzhaft ausfallen als für exportabhängige Wettbewerber.

Fundamentale Einordnung

Mit einem Börsenwert von rund 7,4 Milliarden Euro und einer Dividendenrendite von etwa 6,4 Prozent für 2024 bietet die Aktie eine attraktive Ausschüttung. Die Kapitalrendite verbesserte sich zuletzt auf 7,1 Prozent. Allerdings: Die Gewinne sind über die vergangenen fünf Jahre zurückgegangen – ein Trend, den das Management durch Effizienzsteigerungen und strategische Neuausrichtung brechen will. Die mögliche Zoll-Erstattung würde diesem Vorhaben zusätzlichen Rückenwind verleihen.

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