Goldman Sachs vollzieht eine bemerkenswerte Kehrtwende bei Evonik. Direkt von „Sell“ auf „Buy“ – und das Kursziel springt von 11,60 auf 18,00 Euro. Die Aktie des Spezialchemiekonzerns reagiert prompt und legt am Mittwoch über ein Prozent zu, während der DAX schwächelt. Doch was steckt hinter dem plötzlichen Sinneswandel der US-Investmentbank?
Vom Verkaufen zum Kaufen
Analystin Georgina Fraser begründet ihre drastische Neubewertung mit verbesserten Konjunktursignalen aus der Eurozone. Der Sentix-Index erreichte im Februar den höchsten Stand seit Juli 2025. Für Evonik könnte das eine Trendwende bedeuten: Der Konzern ist stark von der Industrienachfrage abhängig, die zuletzt schwächelte.
Die Fakten zur Goldman-Einschätzung:
- Rating-Sprung von „Sell“ auf „Buy“
- Kursziel steigt um 55 Prozent auf 18,00 Euro
- Begründung: Bessere Konjunkturindikatoren für Eurozone
- Mögliche Belebung der Industrienachfrage erwartet
Nicht alle teilen die Euphorie
Die DZ Bank bleibt deutlich vorsichtiger. Analyst Peter Spengler bestätigte heute sein „Halten“-Votum mit einem fairen Wert von 16,00 Euro. Seine Einwände: Der vorsichtige Ausblick des Managements für 2026 und die anhaltende Schwäche der globalen Industrienachfrage.
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Erst am 5. Februar hatte Evonik vorläufige Zahlen für 2025 präsentiert. Das bereinigte EBITDA erreichte rund 1,87 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr peilt der Konzern eine Spanne von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro an – eine Bandbreite, die Raum für Interpretation lässt.
Geänderte Dividendenpolitik
Gleichzeitig passte das Management die Ausschüttungsstrategie an. Die Dividende für 2025 soll auf 1,00 Euro je Aktie sinken, nach 1,17 Euro im Vorjahr. Künftig will Evonik 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses ausschütten – eine flexiblere Regelung als zuvor.
Am 4. März folgt der vollständige Geschäftsbericht 2025. Bis dahin dürfte die Aktie zwischen den gegensätzlichen Einschätzungen der Analysten pendeln. Goldman sieht Potenzial bis 18,00 Euro, die DZ Bank hält den fairen Wert bereits bei 16,00 Euro für erreicht.
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