Der norwegische Aluminiumproduzent Norsk Hydro sieht sich mit wachsender Skepsis am Finanzmarkt konfrontiert. Nachdem bereits zu Wochenbeginn namhafte Banken ihre Einschätzungen revidiert hatten, folgte gestern mit einer drastischen Herabstufung durch Kepler Capital Markets das nächste Warnsignal. Doch wie tief kann der Kurs nach den jüngsten Millionenverlusten noch sinken?
Analysten senken den Daumen
Die Herabstufung durch Kepler Capital Markets von „Hold“ auf „Strong Sell“ markiert den vorläufigen Tiefpunkt in der Gunst der Analysten. Diese Entscheidung steht am Ende einer für das Unternehmen schwierigen Woche: Bereits am Montag senkte Goldman Sachs das Rating auf „Sell“, während RBC Capital Markets die Einstufung auf „Sector Perform“ korrigierte.
Die Marktreaktion ließ nicht lange auf sich warten. Bereits am Dienstag startete das Papier mit einem deutlichen Kursabschlag in den Handel. Gestern notierte die Aktie bei etwa 8,58 USD. Damit spiegelt der Kurs die zunehmend pessimistische Haltung der Broker wider, bei denen Verkaufsempfehlungen inzwischen gegenüber Kaufempfehlungen deutlich überwiegen.
Verluste belasten die Bilanz
Hintergrund der massiven Neubewertungen sind die enttäuschenden Zahlen für das vierte Quartal 2025. Norsk Hydro wies einen Nettoverlust von 2,36 Milliarden NOK aus. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Gewinn von 1,91 Milliarden NOK in den Büchern. Auch der Umsatz ging auf 48,86 Milliarden NOK zurück.
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Trotz der roten Zahlen im Abschlussquartal plant der Vorstand, die Aktionäre am Ergebnis zu beteiligen. Vorgeschlagen wurde eine Dividende von 3,0 NOK pro Aktie für das Geschäftsjahr 2025, was etwa 60 Prozent des bereinigten Nettoeinkommens entspricht. Die Zustimmung der Aktionäre wird auf der Hauptversammlung am 7. Mai 2026 erwartet.
Düstere Branchenprognosen
Zusätzlich zum internen Ergebnisdruck belasten sektorweite Herausforderungen die Aussichten. Marktbeobachter von InCred Equities warnen vor sinkenden Rohstoffpreisen und prognostizieren für das kommende Jahr einen Rückgang der Aluminiumpreise um etwa 20 Prozent. Dieser negative Ausblick auf das globale Preisniveau gilt als wesentlicher Treiber für die vorsichtige Haltung der Institutionen gegenüber Norsk Hydro.
Für Anleger rücken nun die kommenden Termine in den Fokus. Die Dividendenauszahlung ist für den 19. Mai 2026 geplant, der Ex-Tag ist der 8. Mai. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird jedoch sein, ob das Unternehmen die operativen Margen angesichts sinkender Weltmarktpreise stabilisieren kann.
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