Siemens Energy Aktie: Neue Ziele

Siemens Energy bekräftigt ambitionierte Jahresziele und stellt erstmals eine mittelfristige Marge von 14 bis 16 Prozent in Aussicht. Die Hauptversammlung fokussiert auf Profitabilität und die Zukunft der Windsparte Gamesa.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue mittelfristige Margenambition von 14 bis 16 Prozent
  • Investitionen von 3,5 Milliarden Euro in Standorte und Forschung
  • Starkes Rekordquartal mit Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro
  • Hauptversammlung entscheidet über Dividende und Gamesa-Strategie

Siemens Energy setzt vor der Hauptversammlung ein klares Signal: Die Jahresziele bleiben ambitioniert – und obendrauf kommt erstmals eine langfristige Margenambition. Genau das macht die Woche vor dem Aktionärstreffen spannend, denn neben Wachstum und Cashflow steht auch die Zukunft von Siemens Gamesa wieder auf der Agenda. Kann der Konzern die Profitabilität so deutlich nach oben schieben, wie es das Management jetzt skizziert?

Neue Margenambition – und 3,5 Milliarden Euro Investitionen

In den vorab veröffentlichten Reden zur Hauptversammlung am 26. Februar in Berlin bekräftigt CEO Christian Bruch die Prognose für das Geschäftsjahr 2026: Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent, eine Marge vor Sondereffekten von 9 bis 11 Prozent, ein Nettoergebnis von 3 bis 4 Milliarden Euro sowie ein Free Cashflow von 4 bis 5 Milliarden Euro.

Siemens Energy

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Neu ist vor allem der Blick darüber hinaus: Bruch nennt erstmals eine mittelfristige Margenambition von 14 bis 16 Prozent (vor Sondereffekten) für den Gesamtkonzern. Flankiert wird das durch geplante Investitionen von rund 3,5 Milliarden Euro in Standorte und Forschung im laufenden Geschäftsjahr. Damit macht das Management klar: Wachstum allein reicht nicht – die Marge soll zum nächsten großen Leistungsnachweis werden.

Rekordquartal liefert Rückenwind

Die Zuversicht stützt sich auf die starken Q1-Zahlen (Oktober bis Dezember 2025). Siemens Energy meldete einen Auftragseingang von 17,6 Milliarden Euro – Rekord. Treiber waren vor allem Gas Services mit 8,8 Milliarden Euro (+81%) sowie Grid Technologies mit 6 Milliarden Euro (+22%). Der Auftragsbestand kletterte auf 146 Milliarden Euro.

Auch operativ zeigte das Quartal Wirkung: 9,7 Milliarden Euro Umsatz (+12,8% vergleichbar) und 1,159 Milliarden Euro Ergebnis vor Sondereffekten bei 12% Marge. Unterm Strich standen 746 Millionen Euro Gewinn, dazu ein Free Cashflow vor Steuern von 2,869 Milliarden Euro – nahezu doppelt so viel wie im Vorjahr.

An der Börse spiegelt sich diese Dynamik in einer starken Strecke wider: Auf 12-Monats-Sicht liegt die Aktie 172,71% im Plus. Zuletzt schloss sie am Freitag bei 164,50 Euro, nur 0,75% unter dem 52-Wochen-Hoch. Gleichzeitig signalisiert ein RSI von 85,4, dass die Rally kurzfristig sehr heiß gelaufen ist.

Dividende, Rückkauf – und die Gamesa-Frage

Auf der Hauptversammlung wird über eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 abgestimmt. Der Ex-Dividenden-Tag ist für 27. Februar terminiert. Zusätzlich läuft das im November 2025 angekündigte Aktienrückkaufprogramm von bis zu 6 Milliarden Euro bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028.

Ein zentrales Diskussionsthema bleibt Siemens Gamesa. Laut Reuters halten die Großaktionäre DWS, Deka Investment und Union Investment eine Abspaltung der Windsparte derzeit für verfrüht und setzen zunächst auf Stabilisierung und Profitabilität. Operativ gab es zuletzt eine klare Verbesserung: Gamesa reduzierte den Verlust im Q1 deutlich auf -46 Millionen Euro (Vorjahr: -374 Millionen Euro). Das Management bekräftigte das Ziel, im Geschäftsjahr 2026 die Gewinnschwelle zu erreichen.

Zum Wochen-Setup gehört außerdem das Zollthema: Das US-Supreme-Court-Urteil gegen Trumps unter Notstandsrecht verhängte Zölle sorgte zwar für Rückenwind an Europas Aktienmärkten, doch Trumps Ankündigung eines höheren globalen Zollsatzes (von 10 auf 15 Prozent) bringt neue Unsicherheit zurück.

In den Kalender gehört damit vor allem eins: Am 26. Februar liefert die Hauptversammlung die nächste Standortbestimmung – mit Fokus auf die neue 14–16%-Margenambition, den Kurs bei Gamesa und die konkreten Signale, wie schnell Siemens Energy den Sprung von starkem Auftragseingang zu dauerhaft höherer Profitabilität schaffen will.

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