Plug Power Aktie: Aktuelle Kursberichte

Plug Power benötigt die Zustimmung der Aktionäre zur Verdopplung der genehmigten Aktien, um die Finanzierung zu sichern. Ein Deal mit Walmart reduziert zudem ein Verwässerungsrisiko.

Kurz zusammengefasst:
  • Abstimmung über Verdopplung der genehmigten Aktien am 29. Januar
  • Walmart-Deal beseitigt potenzielle Verwässerung von 42 Millionen Aktien
  • CEO Andy Marsh kommuniziert Finanzierungsbedarf im Reddit-AMA
  • Bei Scheitern droht wahrscheinlich ein Reverse Stock Split

Plug Power versucht, seine größte Baustelle anzugehen: die Finanzierung der nächsten Jahre. Ein öffentliches Frageformat mit CEO Andy Marsh und ein überraschender Deal mit Walmart haben dem Papier neuen Schwung gegeben. Im Mittelpunkt steht nun eine entscheidende Abstimmung Ende Januar, von der die Spielräume des Unternehmens maßgeblich abhängen.

Finanzierung im Fokus

Auslöser der Kursbewegung am Donnerstag war ein einstündiges AMA („Ask Me Anything“) auf Reddit mit CEO Andy Marsh. Thema war ausschließlich die außerordentliche Hauptversammlung am 29. Januar 2026. Dort will Plug Power die Zustimmung der Aktionäre einholen, die Zahl der genehmigten Stammaktien von 1,5 auf 3,0 Milliarden zu verdoppeln.

Plug Power

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Das Management begründet den Schritt mit dem Bedarf an neuem Eigenkapital, größerer finanzieller Flexibilität und der Umsetzung des Geschäftsplans. Ohne zusätzliche genehmigte Aktien wären künftige Kapitalerhöhungen stark eingeschränkt. Marsh stellte klar, dass die Abstimmung daher eine zentrale Voraussetzung ist, um den laufenden Betrieb und geplante Projekte finanzieren zu können.

Brisant: Es ist bereits der zweite Anlauf. Auf der Hauptversammlung 2025 hatten zwar 84 % der abstimmenden Aktionäre die Maßnahme unterstützt, doch das gesetzlich geforderte Quorum – die Mehrheit aller ausstehenden Aktien – wurde verfehlt. Das Management warnt nun, dass bei einem erneuten Scheitern ein Reverse Stock Split wahrscheinlich wäre, um zukünftige Kapitalaufnahmen zu erleichtern.

Walmart-Deal reduziert Verwässerungsrisiko

Parallel zu der Kommunikationsoffensive legte Plug Power eine Vereinbarung mit Walmart vor, die einen lange schwelenden Verwässerungsfaktor ausräumt. Ein Options- bzw. Warrants-Deal aus dem Jahr 2017 wird vollständig aufgehoben. Damit entfallen sowohl bereits ausgeübte als auch noch nicht ausgeübte Warrants, die in Summe die Ausgabe von mehr als 42 Millionen neuen Aktien ermöglicht hätten.

Dieser Schritt beseitigt einen erheblichen potenziellen Verwässerungseffekt, den viele Investoren als Belastung wahrgenommen hatten. Im Gegenzug schließt Plug Power mit Walmart ein neues Technologie-Lizenzabkommen. Details zu Konditionen oder Umfang des Lizenzdeals wurden im vorliegenden Text nicht genannt, im Markt wurde die Strukturänderung aber als konstruktive Lösung gesehen, weil sie künftige Kapitalmaßnahmen planbarer macht.

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Der Nachrichtenmix sorgte für deutlich mehr Aktivität in der Aktie. Das Handelsvolumen kletterte am Donnerstag auf 183 Millionen Stück und lag damit rund drei Viertel über dem Drei-Monats-Durchschnitt, was auf stark erhöhtes Anlegerinteresse hindeutet. Im Umfeld dieser Nachrichten notiert die Aktie aktuell bei 2,49 US‑Dollar, womit sie sich klar von ihrem 52‑Wochen‑Tief entfernt hat, aber weiterhin deutlich unter dem Hoch der vergangenen zwölf Monate liegt.

Zwei zentrale Anleger-Sorgen adressiert

Inhaltlich zielen die Schritte auf zwei Kernprobleme, die Plug-Power-Aktionäre seit Monaten beschäftigen: den hohen Kapitalbedarf und das Risiko weiterer Verwässerung. Die geplante Ausweitung der genehmigten Aktien adressiert direkt die Finanzierungslücke – auch wenn neue Emissionen den Anteil bestehender Aktionäre verwässern würden.

Gleichzeitig nimmt die Aufhebung der Walmart-Warrants Druck von der strukturellen Seite. Ein potenzieller, bereits bekannter Verwässerungsblock verschwindet aus dem System. Marktbeobachter sehen darin eine Bereinigung, auch wenn das Gesamtbild weiterhin von der Notwendigkeit künftiger Kapitalmaßnahmen geprägt bleibt.

Trotz der jüngsten Erholung bleibt die historische Bilanz ernüchternd: Seit dem Börsengang hat die Aktie nach den vorliegenden Angaben rund 98 % an Wert eingebüßt. Das unterstreicht, wie sensibel der Markt auf jede Veränderung im Finanzierungs- und Strategiepfad reagiert.

Wichtige Termine und Ausblick

Der 29. Januar 2026 wird damit zum Schlüsseltermin: Fällt die Abstimmung über die Erhöhung der genehmigten Aktien positiv aus, verschafft das dem Management ein zentrales Instrument, um die nächsten Finanzierungsrunden zu organisieren. Scheitert der Antrag erneut, dürfte ein Reverse Stock Split folgen und die Unsicherheit über die mittelfristige Kapitalplanung anhalten.

Direkt im Anschluss rückt der bereits angekündigte Führungswechsel in den Vordergrund: Im März 2026 soll Jose Luis Crespo den CEO-Posten übernehmen, während Andy Marsh in die Rolle des Executive Chairman wechselt. Ebenfalls für Anfang März ist der nächste vollständige Quartalsbericht angekündigt, der einen detaillierten Einblick in Liquidität, Cashburn und operative Fortschritte liefern soll – und damit zeigen wird, ob die jetzt angestoßenen Weichenstellungen ausreichen, um das Unternehmen finanziell zu stabilisieren.

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