SanDisk liefert starke Wachstumszahlen – und sorgt trotzdem für Stirnrunzeln. Auslöser sind ein Insiderverkauf und ein neues Branchenprojekt, das zwar strategisch spannend klingt, aber noch ganz am Anfang steht. Wie passt das zusammen?
Insiderverkauf sorgt für Gegenwind
Aus einer Pflichtmeldung geht hervor, dass Director Miyuki Suzuki 3.500 Aktien veräußert hat. Der Verkaufspreis lag im Schnitt bei 627,53 US-Dollar, das Transaktionsvolumen bei rund 2,20 Millionen US-Dollar. Ihre direkten Anteile sanken damit um etwa 26%.
Solche Verkäufe müssen nicht automatisch negativ sein. Aber nach einer langen Rally reicht oft schon ein einzelner Anlass, damit kurzfristig Gewinne mitgenommen werden.
Neuer Standard für „High Bandwidth Flash“
Parallel dazu hat SanDisk mit SK hynix im Rahmen des Open Compute Project eine gemeinsame Initiative gestartet. Ziel ist ein weltweiter Industriestandard für „High Bandwidth Flash“ – eine neue Speicher-Technologieebene, die speziell KI-Inferenz-Workloads in Rechenzentren und Infrastruktur unterstützen soll.
Der Hintergrund: In datenintensiven Umgebungen werden Skalierbarkeit und Energieeffizienz schnell zum Flaschenhals. Genau hier soll Standardisierung helfen, indem sie einen Rahmen für künftige Speicherarchitekturen setzt. Am Markt kam allerdings an, dass die Definitionen noch vorläufig sind – und damit eher Perspektive als kurzfristiger Ergebnistreiber.
Starke Zahlen, hohe Erwartungen
Dass Anleger überhaupt empfindlich reagieren, hat auch mit der Vorgeschichte zu tun. Zuletzt war die Aktie klar im Aufwärtstrend, gestützt durch ein sehr starkes Quartal: Der Umsatz lag im zweiten Geschäftsquartal bei 3,03 Milliarden US-Dollar (+61,2% zum Vorjahr). Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 6,20 US-Dollar, die Bruttomarge stieg auf 51,1%.
Besonders dynamisch zeigte sich das Rechenzentrumsgeschäft: Es wuchs sequenziell um 64% auf 440 Millionen US-Dollar. Zusätzlich meldete das Unternehmen operative Fortschritte, darunter die Qualifizierung seiner High-Performance-Laufwerke bei einem zweiten großen Hyperscaler. Zudem wurden weitere 750 Millionen US-Dollar Schulden zurückgeführt – übrig blieben 603 Millionen US-Dollar.
Für das dritte Geschäftsquartal setzte das Management die Messlatte hoch: Erwartet werden 4,4 bis 4,8 Milliarden US-Dollar Umsatz, eine bereinigte Bruttomarge von 65% bis 67% und ein bereinigtes EPS von 12,00 bis 14,00 US-Dollar.
Unterm Strich wirkt der Kursrückgang am Freitag vor allem wie ein kurzes Durchatmen nach dem starken Lauf: Die Aktie schloss bei 635,36 US-Dollar (-2,54%), nachdem sie seit Jahresanfang bereits um 130,84% zugelegt hat. In den kommenden Wochen dürfte entscheidend sein, ob SanDisk die sehr ambitionierte Q3-Prognose mit konkreten Fortschritten im Data-Center-Geschäft und bei neuen Speicher-Standards untermauern kann.
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