Erst ein Kursrutsch von fast 8 Prozent nach Börsenschluss, dann eine spektakuläre Rally um 16 Prozent am Folgetag: Die Coinbase-Aktie erlebte Anfang Februar einen der volatilsten Zwei-Tage-Zeiträume der jüngeren Vergangenheit. Auslöser war der Quartalsbericht für Q4 2025 – doch die anfängliche Enttäuschung wich schnell einer Neubewertung durch die Anleger.
Verfehlte Erwartungen, massive Buchverluste
Am 12. Februar 2026 veröffentlichte Coinbase seine Zahlen für das vierte Quartal 2025. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,66 US-Dollar und damit deutlich unter den erwarteten 1,05 US-Dollar. Auch beim Umsatz blieb die Krypto-Börse hinter den Prognosen zurück: 1,78 Milliarden US-Dollar standen Erwartungen von rund 1,83 bis 1,85 Milliarden gegenüber.
Besonders ins Auge stach der GAAP-Nettoverlust von 667 Millionen US-Dollar. Der Hauptgrund: ein nicht realisierter Buchverlust von 718 Millionen US-Dollar aus dem eigenen Krypto-Portfolio des Unternehmens. Die unmittelbare Reaktion an der Börse fiel entsprechend aus – die Aktie brach nachbörslich um 7,9 Prozent ein und schloss am 12. Februar bei 141,09 US-Dollar.
Aktienrückkäufe als Vertrauensanker
Doch bereits am 13. Februar drehte die Stimmung. Die Aktie eröffnete bei 153,70 US-Dollar und kletterte bis Handelsschluss auf 164,32 US-Dollar – ein Plus von etwa 16 Prozent gegenüber dem Vortag. Was hatte sich geändert?
Investoren richteten ihren Fokus zunehmend auf die aggressive Kapitalallokation des Unternehmens. Coinbase hatte bis zum 10. Februar 2026 bereits Aktien im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar zurückgekauft. Im Januar genehmigte der Verwaltungsrat zusätzliche 2 Milliarden US-Dollar für weitere Rückkäufe und Schuldenrückzahlungen.
Die finanzielle Basis dafür ist vorhanden: Das Unternehmen verfügte Ende 2025 über liquide Mittel von 11,3 Milliarden US-Dollar. Auf bereinigter Basis erzielte Coinbase ein positives EBITDA von 566 Millionen US-Dollar – das zwölfte Quartal in Folge mit positivem bereinigtem EBITDA.
Operative Stärke trotz Buchverlusten
Jenseits der Schlagzeilen um die Buchverluste zeigte sich das operative Geschäft robust. Das Handelsvolumen stieg im Jahresvergleich um 156 Prozent, die Premium-Mitgliedschaft Coinbase One überschritt die Marke von einer Million zahlenden Abonnenten. Zudem verdoppelte Coinbase seinen Marktanteil im Krypto-Handel gegenüber dem Vorjahr und verwahrt mittlerweile mehr als 12 Prozent aller Kryptowährungen weltweit.
Analysten reagierten am 13. Februar gemischt. Mehrere Investmentbanken senkten ihre Kursziele, verwiesen jedoch auf die zunehmende Diversifizierung durch das wachsende Derivate-Geschäft und die Stablecoin-Adoption. Benchmark-Analyst Mark Palmer behielt trotz reduziertem Kursziel seine Kaufempfehlung bei.
Auch Cathie Wood dreht bei
Selbst prominente Investoren wie Cathie Wood von ARK Invest änderten ihre Haltung. Noch am 5. und 6. Februar hatte ARK Coinbase-Aktien im Wert von etwa 17,4 Millionen US-Dollar während des breiteren Krypto-Ausverkaufs abgestoßen. Nach der Rally kehrte ARK zurück und kaufte am 17. und 18. Februar Aktien für rund 6,9 Millionen US-Dollar.
In den Tagen nach dem 13. Februar pendelte sich die Aktie in einer Spanne zwischen 160 und 166 US-Dollar ein. Die Episode zeigt: Bei Coinbase zählt für viele Investoren mittlerweile weniger der kurzfristige Gewinn als vielmehr die strategische Ausrichtung und die Kapitaldisziplin des Managements.
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