Die Aktie des Quantencomputing-Spezialisten bewegt sich weiterhin im Premium-Bereich – doch ausgerechnet jetzt trennen sich Top-Manager von ihren Anteilen. Zwischen dem 13. und 14. Januar 2026 verkauften zwei Führungskräfte Aktien im Gesamtwert von knapp einer Million Dollar. Was steckt dahinter?
Diane Nguyen, als Chief Legal Officer eine der Schlüsselfiguren im Unternehmen, veräußerte insgesamt 24.519 Aktien für rund 704.000 Dollar. Die Verkäufe erfolgten in zwei Tranchen: Am 13. Januar gingen 20.000 Papiere zu durchschnittlich 28,86 Dollar über den Tisch, einen Tag später weitere 4.519 Stück zu 28,06 Dollar. Nach den Transaktionen hält Nguyen noch 539.589 Aktien.
Parallel dazu reduzierte CFO John Markovich seinen Bestand um 9.179 Aktien, die ihm 257.583 Dollar einbrachten. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 28,06 Dollar, wobei einzelne Verkäufe zwischen 27,68 und 28,37 Dollar abgewickelt wurden.
Automatische Verkäufe oder kalkulierter Ausstieg?
Das Timing wirft Fragen auf. Nguyen hatte ihren Verkauf am 13. Januar bereits im August 2025 über einen automatisierten Handelsplan nach Rule 10b5-1 festgelegt – eine übliche Praxis, um Insiderhandelsvorwürfen vorzubeugen. Der zweite Verkauf sowie Markovichs Transaktion erfolgten zur Deckung von Steuerverpflichtungen aus fällig gewordenen Aktienoptionen.
Doch die nüchternen Zahlen erzählen nur die halbe Geschichte. Analysten von InvestingPro stufen die Aktie derzeit als überbewertet ein. Mit einer Beta von 1,56 zeigt das Papier eine deutlich höhere Volatilität als der Gesamtmarkt. Zwar kann D-Wave beeindruckende Bruttomargen von 82,8 Prozent und ein Umsatzwachstum von 156 Prozent vorweisen – profitabel ist das Unternehmen aber noch nicht.
Milliarden-Deal soll Wende bringen
Die strategische Ausrichtung könnte sich bald fundamental ändern. D-Wave hat die Übernahme von Quantum Circuits Inc. für 550 Millionen Dollar angekündigt – 300 Millionen in eigenen Aktien, 250 Millionen in bar. Die Akquisition soll D-Waves Annealing-Quantencomputer mit der fehlerkorrigierten Gate-Model-Technologie von Quantum Circuits verbinden.
Cantor Fitzgerald bewertet die Aktie mit „Overweight“ und einem Kursziel von 40 Dollar. Jefferies geht noch einen Schritt weiter: Die Analysten starteten ihre Coverage mit „Buy“ und einem Ziel von 45 Dollar. Als Katalysator nennen sie die kommerzielle Verfügbarkeit des Advantage2-Systems über die Leap-Plattform, die mehr Kundeninteresse und Experimente auslösen dürfte.
Zusätzlich gelang D-Wave im Januar ein technischer Durchbruch: Das Unternehmen demonstrierte erstmals die skalierbare kryogene Kontrolle von Qubits auf einem Chip – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu kommerziell nutzbaren Quantencomputern mit einer hohen Anzahl von Qubits.
Nach den jüngsten Insider-Verkäufen hält Markovich noch 1.462.133 Aktien, davon 496.542 noch nicht verfallene Restricted Stock Units.
D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 16. Januar liefert die Antwort:
Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
