Redcare Pharmacy Aktie: Alarmbereitschaft erfordert!

Die Versandapotheke knackte erstmals die Milliardengrenze im Rezeptgeschäft, doch einbrechende OTC-Erlöse und gesenkte Margenziele führen zu massiven Kursverlusten.

Kurz zusammengefasst:
  • Rezepterlöse übersteigen erstmals eine Milliarde Euro
  • OTC-Wachstum verlangsamt sich deutlich im Jahresverlauf
  • Mittelfristiges Margenziel von 8 auf 5 Prozent gesenkt
  • Aktie verliert über 20 Prozent nach Veröffentlichung

Europas größte Versandapotheke hat 2025 erstmals die Milliardengrenze bei Rezepteinnahmen geknackt – und trotzdem einen zweistelligen Kursverlust hinnehmen müssen. Der Grund: Das einst starke Nicht-Rezept-Geschäft schwächelt, und der Ausblick für 2026 enttäuschte die Erwartungen deutlich.

Rekorderlöse, aber der Markt bleibt skeptisch

Am 4. März veröffentlichte Redcare Pharmacy die testierten Jahreszahlen für 2025. Der Konzernumsatz kletterte um 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, das Rezeptgeschäft durchbrach die Milliardenmarke. In Deutschland verdoppelten sich die Einnahmen aus verschreibungspflichtigen Medikamenten nahezu auf 503 Millionen Euro.

Redcare Pharmacy

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Doch hinter den Zahlen zeigt sich ein Problem: Das margenstärkere Nicht-Rezept-Geschäft (OTC) verlor im Jahresverlauf deutlich an Tempo. Im vierten Quartal wuchs dieser Bereich nur noch um 9,3 Prozent – nach 19,7 Prozent zu Jahresbeginn. Redcare führt das auf niedrigere Marketingausgaben und ein insgesamt schwaches Marktumfeld zurück. Die OTC-Erlöse im Schlussquartal blieben rund 9 Prozent unter den Analystenerwartungen.

Verluste trotz Margenerholung

Beim bereinigten EBITDA zeigt sich ein hellerer Fleck: Es stieg um 72 Prozent auf 57 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich von 1,4 auf 2,0 Prozent. Die Kundenbasis wuchs auf 13,9 Millionen aktive Käufer, der durchschnittliche Warenkorbwert erhöhte sich auf knapp 66 Euro.

Trotzdem rechnet das Unternehmen für 2025 unterm Strich mit einem Nettoverlust von rund 35 Millionen Euro.

Ausblick verfehlt die Erwartungen

Für 2026 stellt Redcare ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent in Aussicht, bei Rezepterlösen in Deutschland von mehr als 670 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll auf mindestens 2,5 Prozent steigen.

Das Non-Rx-Geschäft soll mittelfristig nur noch mit 8 bis 10 Prozent wachsen – eine weitere Abschwächung. Besonders enttäuschend: Das mittelfristige Margenziel wurde von 8 auf 5 Prozent gesenkt. Beide Kennzahlen lagen unter den Konsensschätzungen der Bloomberg-Analysten.

Kurs unter Druck

Die Aktie verlor allein am Mittwoch über 20 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 34 Prozent, über zwölf Monate sind es fast 64 Prozent. Der Kurs notiert aktuell bei 44,48 Euro – exakt auf dem 52-Wochen-Tief.

Was folgt

Die Wachstumsgeschichte bei E-Rezepten in Deutschland bleibt intakt, doch die Geduld des Marktes mit der Profitabilität schwindet. Redcare investiert weiter massiv in Logistik und Automatisierung. Am 15. April steht die Hauptversammlung an, am 6. Mai folgt die Quartalsmitteilung für Q1 2026.

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