Deutsche Telekom Aktie: Technikchef geht
Der Technikchef der Deutschen Telekom scheidet nach nur sechs Monaten aus. Der CFO übernimmt vorerst die Aufgaben, während das Unternehmen Aktienrückkäufe und eine Rekorddividende plant.

Kurz zusammengefasst
- Abgang des Technologievorstands nach kurzer Amtszeit
- CFO Illek übernimmt Technikressort kommissarisch
- Weiteres Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden Euro
- Rekorddividende von 1,00 Euro zur Abstimmung
Sechs Monate im Amt — und schon wieder weg. Abdurazak „Abdu“ Mudesir, Technologievorstand der Deutschen Telekom, verlässt den Konzern zum 31. März 2026. Einen Nachfolger gibt es bislang nicht. Der Abgang kommt eine Woche vor der Hauptversammlung.
Laut offizieller Mitteilung verlässt Mudesir das Unternehmen auf eigenen Wunsch, um eine neue Rolle im Ausland anzunehmen. Der Aufsichtsrat hat der einvernehmlichen Vertragsauflösung zugestimmt. Auf Nachfragen zu den genauen Hintergründen schweigt der Konzern.
Streit um Kompetenzen?
Aus dem Umfeld des Unternehmens kursiert eine andere Lesart: Mudesir soll ein stärkeres Durchgriffsrecht in den Ländergesellschaften gefordert haben. Nur mit möglichst einheitlicher technischer Ausrüstung lassen sich in der Telekommunikation die nötigen Skaleneffekte erzielen — und genau daran soll es gehakt haben. Die Telekom-Pressestelle widerspricht klar: Mudesir habe die Auflösung selbst beantragt, nicht um einer Entlassung zuvorzukommen.
Der promovierte Telekommunikationsingenieur war 2018 von Huawei zur Telekom gewechselt und hatte sich auf Netzausbau sowie Künstliche Intelligenz konzentriert. Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt CFO Christian Illek die Aufgaben des Technologiechefs zusätzlich zu seinem eigenen Ressort.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Telekom?
Rückkauf, Dividende, Quartalszahlen
Trotz des personellen Einschnitts bleibt das fundamentale Bild der Telekom stabil. Die erste Tranche des laufenden Aktienrückkaufprogramms über 550 Millionen Euro endet Ende März — im Gesamtjahr 2026 sollen weitere Rückkäufe im Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro folgen. Auf der Hauptversammlung am 1. April steht eine Rekorddividende von 1,00 Euro je Aktie zur Abstimmung.
Mehrere Großbanken haben ihre Kursziele zuletzt angehoben: JPMorgan erhöhte das Ziel am 19. März auf 41,50 Euro mit dem Rating „Overweight“, Goldman Sachs folgte einen Tag später mit 42 Euro und „Buy“. Auch DZ Bank, Barclays, Deutsche Bank, UBS und Bernstein Research sprechen Kaufempfehlungen aus.
Die Aktie notiert aktuell bei 32,30 Euro und damit rund neun Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt — der Abgang Mudesirs hinterlässt im Chart vorerst keine nachhaltigen Spuren. Die offene Nachfolgefrage dürfte die Hauptversammlung in Bonn jedoch begleiten. Am 13. Mai legt die Telekom dann die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor — ein erster Gradmesser dafür, ob der Führungswechsel im Technologieressort operative Konsequenzen hat.
Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...