Während der Aktienkurs von Stadler Rail seit Jahresbeginn deutlich unter die Räder gekommen ist, sendet das Unternehmen operativ ein positives Lebenszeichen. Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller meldet einen signifikanten Auftrag aus Ungarn, der ein wachsendes Geschäftsfeld in den Mittelpunkt rückt. Kann diese Nachricht die jüngste Talfahrt bremsen?
Zweites Leben für Schweizer Züge
Stadler Rail hat sich mit der ungarischen Staatsbahn MÁV-START auf ein umfangreiches Modernisierungs- und Verkaufsprojekt geeinigt. Konkret geht es um 93 Gelenktriebwagen (GTW), die ursprünglich beim Schweizer Regionalbahnbetreiber Thurbo im Einsatz waren. Stadler wird diese Fahrzeuge technisch komplett überholen und für den ungarischen Regionalverkehr fit machen.
Dieser Schritt unterstreicht die Strategie des Unternehmens, den gesamten Lebenszyklus von Schienenfahrzeugen profitabel zu begleiten. Das sogenannte Refurbishment-Geschäft gewinnt sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Sicht an Bedeutung, da es die Nutzungsdauer der Flotten erheblich verlängert.
Die Eckdaten des Auftrags:
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- Partner: Ungarische Staatsbahn (MÁV-START)
- Volumen: 93 Gelenktriebwagen (GTW)
- Herkunft: Ehemals Thurbo (Schweiz)
- Leistung: Modernisierung und Weiterverkauf
Fundamentale Stärke gegen den Trend
Die Nachricht trifft auf eine angespannte Stimmung bei den Anlegern. Die Aktie schloss gestern bei 21,15 Euro und verzeichnete auf Wochensicht ein Minus von rund 9,4 Prozent. Seit Jahresanfang summieren sich die Verluste auf fast 19 Prozent. In diesem volatilen Umfeld wirkt der Auftrag als stabilisierender Faktor für das Geschäftsmodell.
Durch die Modernisierung der Bestandsflotte sichert sich Stadler nicht nur Einnahmen abseits des reinen Neubaugeschäfts, sondern festigt auch seine Marktposition in Zentral- und Osteuropa. Die Ungarn-Kooperation ist dabei keine Premiere, sondern die Fortsetzung einer etablierten Partnerschaft, was das Risiko bei der Abwicklung minimiert.
Fazit
Operativ liefert Stadler Rail mit diesem Auftrag solide Arbeit ab und beweist Kompetenz im nachhaltigen Bestandsmanagement. An der Börse bleibt die Lage mit einer hohen Volatilität von über 73 Prozent jedoch fragil. Für eine nachhaltige Bodenbildung muss die Aktie nun beweisen, dass sie das Niveau um 21 Euro gegen den aktuellen Abwärtstrend verteidigen kann.
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