Zertifikate auf Pharmawerte: Frischer Wind in Pharmabranche - Zertifikateanalyse


24.04.14 11:38
Meldung
 
Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe Zertifikate auf Aktien der Pharmabranche vor.


Pharmawerte hätten viele Jahre als klassische Witwen- und Waisenpapiere gegolten. Grund dafür sei das relativ konjunkturunabhängige Geschäft gewesen. Denn krank werde bekanntlich jeder und Medikamente würden daher auch in einer wirtschaftlichen Schwächephase benötigt. Hinzugekommen sei, dass die entsprechenden Aktien historisch über sehr attraktive Dividendenrenditen verfügt hätten.

Doch das Bild des Gesundheitssektors habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Vor allem die Tatsache, dass es vielen Pharmakonzernen zuletzt nicht gelungen sei, neue Wirkstoffe zu entwickeln, habe die Branche gelähmt. So fehle es an neuen Bestsellern. Und schon seien die Gewinne der Konzerne gesunken. Denn die Hersteller von Nachahmer-Produkten kämen nach dem Ablauf von entsprechenden Patenten zügig mit dem passenden Generika-Medikament an den Markt. Und schon sei die Zeit der schönen Marge vorbei, denn auch der Originalhersteller müsse beim Preis dann nachgeben.

In den vergangenen Jahren habe die Pharmabranche auf diese Entwicklung reagiert - die Großen der Branche hätten sich zahlreiche Generika-Konzerne einverleibt und damit eine Schwachstelle beseitigt. Doch auch hier scheine nun ein Ende dieser Entwicklung in Sicht. Vielmehr zeichne sich ab, dass sich die Pharma-Bosse eine neue Strategie ausgedacht hätten. So sei es wahrscheinlich, dass eine neue Übernahmewelle die Branche erfasse, die den gesamten Sektor in Aufruhr versetze.

So plane der US-Riese Pfizer wohl noch immer die Übernahme des britischen Rivalen AstraZeneca, wenngleich hier derzeit Nachrichten die Runde machen würden, dass der angestrebte 100 Milliarden USD-Deal schon geplatzt sei.

Der Schweizer Pharma-Konzern Novartis habe sich hingegen bereits mit der britischen GlaxoSmithKline auf ein milliardenschweres Tauschgeschäft verständigt, bei dem auch der US-Konzern Eli Lilly eingebunden sei. Und der kanadische Pharmakonzern Valeant wolle den US-amerikanischen Botox-Hersteller Allergan für rund 47 Mrd. USD übernehmen.

Kein Wunder, dass die Pharmaaktien zuletzt deutlich an Wert hätten gewinnen können. Deutlich werde dies am STOXX Europe 600 Health Care NR Index, der binnen Wochenfrist in der Spitze um rund 5 Prozent habe zulegen können. Dieses Barometer enthalte die 32 größten Pharmagesellschaften aus Europa. Das Teilnehmerfeld werde angeführt von Novartis (27 Prozent), gefolgt von Roche mit 17,8 Prozent, Sanofi S.A. mit 12,1 Prozent und GlaxoSmithKline (10,4 Prozent).

Bei der HypoVereinsbank könne der STOXX Europe 600 Health Care Index (ISIN EU0009658731 / WKN 965873 ) via Tracker (ISIN DE000HV16FC7 / WKN HV16FC ) investiert werden. Dividenden würden dabei angerechnet, da sich das Zertifikat auf die Net Return-Variante des Basiswertes beziehe. Da aber auch Schweizer und britische Aktien enthalten seien, bestehe ein Währungsrisiko, denn der Index werde in Euro berechnet. Auf der Kostenseite werde der Anleger jedoch nicht mit Managementgebühren belastet.

Die Experten vom "ZertifikateJournal" gehen davon aus, dass sich die neue Übernahmewelle erst am Anfang befindet. Denn auch die anderen Player würden nun nachziehen und ihre Strategie entsprechend anpassen. Daher könne der Sektor tatsächlich noch eine geraume Zeit weiterlaufen. Das Index-Investment biete sich daher als längerfristige Lösung an. Wer allerdings etwas kurzfristiger investieren wolle, der greife zu Zertifikaten auf Einzelwerte, wenngleich nicht alle Basiswerte mit guten Produkten abgedeckt seien.

Der erste Blick falle auf die Schweizer Novartis. Dieser Titel habe sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessern können. Auf Sicht von drei Jahren stehe ein Plus von rund 50 Prozent. Auf Basis der Heimatwährung bewege sich das Papier aktuell knapp unterhalb des historischen Hochs, welches beispielsweise auf Euro-Basis längst pulverisiert worden sei.

Im Detail sehe der nun veröffentlichte Deal wie folgt aus: Das Geschäft mit Tierarzneimitteln verkaufe Novartis an Eli Lilly und die Sparte für Impfstoffe ohne Grippemittel an GlaxoSmithKline. Hierfür würden von den Amerikanern rund 5,4 Mrd. USD und von den Briten ca. 7,1 Mrd. USD fließen. Novartis erwerbe im Gegenzug das Krebsmittelgeschäft von GlaxoSmithKline für rund 16 Mrd. USD. Anleger und Analysten fänden Gefallen an der Transaktion, die wohl auch über neue Anleihen finanziert werden solle.

Leider seien bei den Bonus-Zertifikaten derzeit keine attraktiven Produkte verfügbar. Überzeugen könne aber ein währungsgesicherter Discounter (ISIN DE000CZ654T2 / WKN CZ654T ) der Commerzbank auf Novartis (ISIN CH0012005267 / WKN 904278 ) mit Cap bei 78,00 CHF. Er werfe bis zum Laufzeitende im Juni 2015 eine Maximalrendite von 9,9 Prozent oder 8,4 Prozent p.a. ab, sofern der Titel dann über dem Cap-Niveau durchs Ziel gehe. Der Basiswert müsse also geringfügig vom aktuellen Niveau bei 75,70 CHF zulegen.

Auch die GlaxoSmithKline-Aktie habe von dem Deal profitiert. Sie sei nach Bekanntwerden um rund 5 Prozent an der Londoner Börse nach oben gesprungen. Trotzdem könne das aktuelle Chartbild nicht überzeugen, da sich der Titel noch in einem Abwärtstrendkanal bewege. So biete sich eine eher defensivere Herangehendweise an.

Die Experten vom "ZertifikateJournal" empfehlen einen Quanto-Discounter (ISIN DE000CB64YW9 / WKN CB64YW ) der Commerzbank auf GlaxoSmithKline (ISIN GB0009252882 / WKN 940561 ) mit Fälligkeit im Juni 2015. Sofern die Aktie ihr Niveau bei 16,51 Pfund behaupten könne und über dem Cap von 16,00 GBP durchs Ziel gehe, würden Anleger eine Maximalrendite von 7,3 Prozent oder 6,3 Prozent p.a. erzielen.

Bei der Pfizer-Aktie sei es zuletzt wieder etwas nach oben gekommen, obwohl die Übernahme der britischen AstraZeneca wohl nicht zustande komme. Geschuldet sei dies aber der Aufbruchstimmung in der Branche. Denn die jüngsten Ergebnisse von Pfizer hätten nicht überzeugt. So bewege sich der Titel auf USD-Basis in etwa auf demselben Niveau wie vor zwölf Monaten.

So biete sich ein Bonus-Zertifikat (ISIN DE000VZ22DF5 / WKN VZ22DF ) mit Cap von Vontobel auf Pfizer (ISIN US7170811035 / WKN 852009 ) ohne Währungssicherung an. Es laufe bis März 2015 und bringe - auf aktueller Basis der Relation des EUR zum USD - eine Bonus-Rendite von 10,3 Prozent oder 11,1 Prozent p.a. bei einem Puffer von 22,5 Prozent zur Barriere bei 24,00 USD. Mehr werde es nicht, da auf Höhe des Bonus-Niveaus von 42,00 USD der Cap eingezogen sei.

In Deutschland sei Bayer der größte Pharmakonzern, wenngleich nur rund die Hälfte des Konzernumsatzes aus dem Bereich Health Care stamme. Das Bonus-Papier (ISIN DE000US44H39 / WKN US44H3 ) der UBS auf Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001 ), welches ohne Cap auskomme, bleibe aber der Favorit der Experten.

Ebenfalls Pharma und Chemie vereine der Merck-Konzern, deren Aktie auf Jahressicht auf der Stelle trete. Allerdings sei im Januar ein neues Rekordhoch markiert worden. Dann sei dem Titel aber die Puste ausgegangen - auch weil Finanzvorstand Matthias Zachert überraschend seinen Wechsel zu LANXESS bekannt gegeben habe. Davon habe sich der Titel bis heute, auch wegen schwacher Daten, noch nicht erholt. Daher sollte defensiv investiert werden.

Der Tipp der Experten sei ein Bonus-Zertifikat (ISIN DE000US1BJG7 / WKN US1BJG ) mit Cap der UBS auf Merck (ISIN DE0006599905 / WKN 659990 ) mit Laufzeit bis März 2015. Es bringe 8,3 Prozent oder 9,0 Prozent p.a., sofern die Barriere bei 90,00 Euro (Abstand: 24,5 Prozent) unverletzt bleibe. (Ausgabe 16/2014) (24.04.2014/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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