Air Canada steuert auf einen richtungsweisenden Monat zu. Während am vergangenen Mittwoch die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Unifor begannen, rückt der Termin für die Jahresbilanz 2025 immer näher. Anleger müssen nun abwägen, wie stark die drohenden Personalkosten und die kommenden Finanzdaten den Kurs beeinflussen werden.
- Tarifverhandlungen: Vertrag für 6.000 Bodenmitarbeiter läuft am 28. Februar aus.
- Quartalszahlen: Veröffentlichung der Ergebnisse für 2025 am 13. Februar.
- Netzwerkausbau: Neue Verbindungen nach Ecuador und Ganzjahresflüge nach Europa angekündigt.
Tarifkonflikt unter Zeitdruck
Die Stabilisierung der Belegschaft ist derzeit das drängendste Thema für das Unternehmen. Seit dem 28. Januar verhandelt die Fluggesellschaft mit Unifor über einen neuen Kollektivvertrag für rund 6.000 Kundendienstmitarbeiter an Flughäfen, in Callcentern und der Aeroplan-Sparte. Da der aktuelle Vertrag bereits am 28. Februar ausläuft, ist der Zeitplan eng gesteckt.
Sollte keine Einigung erzielt werden, sieht das kanadische Arbeitsrecht eine obligatorische Schlichtungsphase von 60 Tagen vor, gefolgt von einer 21-tägigen Abkühlungsperiode, bevor Streiks rechtlich möglich sind. Parallel dazu laufen Schiedsverfahren mit dem Kabinenpersonal, was die Unsicherheit über die künftige Kostenstruktur für das Jahr 2026 erhöht.
Jahresbilanz am 13. Februar
Inmitten dieser Verhandlungen sorgt die Bekanntgabe der Finanzergebnisse für Klarheit über die wirtschaftliche Verfassung. Am Freitag, den 13. Februar, wird die Konzernleitung die Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 präsentieren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Air Canada?
Wird Air Canada die potenziell steigenden Personalkosten durch ein effizienteres Streckennetz auffangen können? Die Marktteilnehmer erwarten von CEO Michael Rousseau und CFO John Di Bert vor allem konkrete Prognosen dazu, wie die neuen Tarifabschlüsse die Margen im laufenden Geschäftsjahr beeinflussen könnten.
Expansion trotz administrativer Hürden
Operativ setzt Air Canada jedoch weiterhin auf Wachstum. Erst kürzlich kündigte das Unternehmen einen Ausbau des Winterflugplans 2026/27 an. Dazu gehört eine neue saisonale Verbindung von Toronto und Montreal nach Quito ab Dezember 2026. Zudem werden strategisch wichtige Strecken wie Manchester und Kopenhagen künftig ganzjährig bedient, während die Flüge zwischen Calgary und Mexiko wieder aufgenommen werden.
Der Schlusskurs von 18,85 CAD am vergangenen Freitag zeigt, dass die Aktie weiterhin deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 23,72 CAD notiert. Die Bilanzvorlage am 13. Februar wird der erste wichtige Indikator für die kurzfristige Kursrichtung sein. Spätestens mit Ablauf der Unifor-Frist am 28. Februar wird sich entscheiden, ob das Unternehmen einen operativ reibungslosen Start in das Frühjahr bewältigen kann oder ob Arbeitskämpfe die Erholung bremsen.
Air Canada-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Air Canada-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Air Canada-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Air Canada-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Air Canada: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
