Die Husqvarna-Aktie zeigte zuletzt eine kurzfristige Stabilisierung, schloss am Freitag bei 4,40 EUR. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist inzwischen weniger die Strategieankündigung als die tatsächliche Umsetzung der im Dezember vorgestellten Finanzziele und der angekündigten „kulturellen Wende“. Reichen die Einsparungen und organisatorischen Änderungen, um die Margen zu stützen?
Preisstabilisierung nach Strategiewechsel
Am Freitag legte die Aktie 2,02% zu und erreichte 4,40 EUR (Tradegate). Das entspricht einer Marktkapitalisierung von rund 2,06 Mrd. EUR. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Minus bei 12,89%. Marktteilnehmer preisen die gesenkten Wachstumserwartungen ein: Statt früherer 5% strebt das Unternehmen jetzt jährliches organisches Wachstum von 3–5% an.
Trotz der jüngsten Erholung zeigt der mittelfristige Trend die strukturellen Herausforderungen. Ausschlaggebend für die Kursrichtung sind künftig belastbare Verbesserungen im operativen Geschäft statt neuer Strategieankündigungen.
Analysten und Kostenziele
Die überarbeitete Finanzplanung veranlasste Analysten zu Anpassungen. Handelsbanken senkte am 2. Januar das Kursziel auf 48 SEK (rund 4,25 EUR), beließ die Bewertung aber auf „Hold“. Im Zentrum der Bewertung steht das Sparprogramm bis 2030 mit angestrebten Einsparungen von 4 Mrd. SEK.
Beobachter sehen Risiken: Es ist offen, ob die Maßnahmen ausreichen, um Margen gegen den Preisdruck aus Asien zu verteidigen, ohne zusätzlichen Marktanteilsverlust in Kauf zu nehmen. Ob die Einsparungen greifen, wird sich an den nächsten Berichtszahlen zeigen.
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Wichtige Eckdaten
– Aktueller Kurs: 4,40 EUR (Close, Tradegate, Freitag)
– Tagesveränderung: +2,02%
– Analystenziel: 48 SEK (Handelsbanken, 2. Jan)
– Überarbeiteter Wachstumskorridor: 3–5% (Dez)
– Spartarget: 4 Mrd. SEK bis 2030
Fokus auf Februar-Zahlen
Am 4. Februar folgt der Jahresabschluss 2025 – der erste harte Test für die neue Erzählung. Anleger erwarten konkrete Hinweise, ob die Kostensenkungen das vierte Quartal entlasten, ob sich die Lagerbestände normalisiert haben und ob Husqvarna in einem saisonal schwachen Quartal eine operative Marge von über 10% erreichen kann.
Konkret: Lieferte der Bericht nachweisbare Effekte der Einsparungen und stabile Margen, könnte Vertrauen zurückkehren. Bleiben die Margen und der Lagerabbau hinter den Erwartungen zurück, dürfte der Kurs weiter unter Druck bleiben.
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