Adidas Aktie: WM-Trikot trifft Zollrealität
Adidas meldet Rekordzahlen für 2025, doch neue Zölle und Währungseffekte belasten die Gewinnprognose für 2026 deutlich. Analysten und Insider bleiben optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Rekordumsatz und starkes operatives Ergebnis 2025
- Zölle und Währungseffekte drücken Jahresprognose
- Insider und Analysten empfehlen Kauf der Aktie
- Letztes WM-Trikot als kurzfristiger Verkaufsmotor
Ein Rekordergebnis im Rücken, ein Jahrestief gerade überwunden — und trotzdem liegt die Adidas-Aktie seit Jahresbeginn fast 20 Prozent im Minus. Das Unternehmen liefert starke operative Zahlen, kämpft aber gleichzeitig mit einer Prognose, die den Markt enttäuscht hat. Hinter diesem Widerspruch steckt eine strukturelle Abhängigkeit, die sich nicht schnell auflöst.
Zölle fressen den Gewinnzuwachs auf
2025 lief es für Adidas nahezu makellos: Der Umsatz kletterte auf einen Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro, das operative Ergebnis stieg um 54 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Unternehmen jedoch nur noch rund 2,3 Milliarden Euro an — Analysten hatten mit 2,72 Milliarden gerechnet. Die Lücke von etwa 15 Prozent hat zwei Namen: Zölle und Währungseffekte.
Der Grund dafür liegt geografisch fest verankert. Vietnam ist mit einem Anteil von rund 40 Prozent an der Schuhproduktion das wichtigste Beschaffungsland des Konzerns. Diese Konzentration macht Adidas anfällig für jedes neue Zollregime — und das lässt sich durch Lieferkettenanpassungen nicht kurzfristig beheben.
Insider kaufen, Analysten bleiben optimistisch
Nahe dem Jahrestief bei 130,60 Euro, den die Aktie am 7. April markierte, zeigten sich gleich zwei Signale aus dem Unternehmensinneren. Das Investmentvehikel von Großaktionär Nassef Sawiris erwarb Ende März Aktien im Wert von rund 11 Millionen Euro. CFO Harm Ohlmeyer stockte seine Beteiligung am 24. März mit einem Kauf im Wert von gut 332.000 Euro zum Preis von 132,85 Euro nach.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adidas?
Die Analystengemeinde sieht das ähnlich: Deutlich mehr als die Hälfte empfiehlt den Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 200 Euro — rund 50 Prozent über dem gestrigen Schlusskurs von 135,30 Euro.
Das letzte WM-Trikot als Verkaufsargument
Kurzfristig könnte die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 als kommerzieller Rückenwind wirken. Adidas rüstet unter anderem Argentinien und Spanien aus. Das neue DFB-Auswärtstrikot übertrifft laut Unternehmensangaben bereits jetzt die Absatzzahlen des EM-Trikots von 2024. Dass es das letzte WM-Turnier mit Adidas als DFB-Ausrüster ist — ab 2027 übernimmt Nike — verleiht dem Trikot zusätzliche emotionale Strahlkraft und dürfte die Nachfrage weiter befeuern.
Am 29. April legt Adidas die Zahlen für das erste Quartal vor. Dann wird sich zeigen, wie stark die Zollbelastungen tatsächlich zu Buche schlagen — und ob die Jahresprognose Spielraum nach oben lässt. Auf der Hauptversammlung am 7. Mai steht zudem eine um 40 Prozent erhöhte Dividende von 2,80 Euro je Aktie zur Abstimmung, flankiert von einem Rückkaufprogramm über bis zu eine Milliarde Euro.
Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 10. April liefert die Antwort:
Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Adidas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...