Gerresheimer Aktie: BaFin-Eskalation!

Die Finanzaufsicht untersucht den Verpackungsspezialist nun für zwei Zeiträume aufgrund von Verdachtsmomenten. Die Bilanzvorlage bleibt verschoben, die Aktie verliert weiter an Wert.

Kurz zusammengefasst:
  • BaFin startet zweite parallele Bilanzuntersuchung
  • Verdacht auf Fehler in der Rechnungslegung
  • Bilanzvorlage auf unbestimmte Zeit verschoben
  • Aktienkurs fällt auf Rekordtief

Der Alptraum bei Gerresheimer nimmt kein Ende. Nachdem der Verpackungsspezialist erst Anfang Februar seine Bilanzvorlage verschieben musste, legt die Finanzaufsicht BaFin jetzt nach – und wie. Die Behörde weitet nicht nur eine laufende Prüfung aus, sondern startet parallel eine weitere Untersuchung. Für die ohnehin gebeutelten Anleger ein neuer Tiefschlag: Die Aktie taumelt weiter in Richtung Rekordtief.

Was die BaFin konkret plant

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat dem Düsseldorfer Unternehmen am Mittwochabend mitgeteilt, dass sie ihre bereits laufende Bilanzkontrolle zum Geschäftsjahr 2023/24 erweitern wird. Doch damit nicht genug: Zusätzlich nimmt die BaFin nun auch den Zeitraum vom 1. Dezember 2024 bis zum 31. Mai 2025 unter die Lupe. Die Behörde hat offenbar „konkrete Anhaltspunkte“ für Fehler in der Rechnungslegung gefunden – ein Wording, das in der Finanzbranche aufhorchen lässt.

Gerresheimer

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Der Hintergrund: Bereits Anfang Februar musste Gerresheimer einräumen, dass es Hinweise auf Verstöße gegen Rechnungslegungsstandards durch einzelne Mitarbeiter gibt. Die für heute angesetzte Bilanzvorlage wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Management beauftragte eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer Sonderuntersuchung – ein ungewöhnlicher Schritt, der die Brisanz der Situation unterstreicht.

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Anleger stehen vor Trümmern

Die Börse reagiert gnadenlos. Die Aktie, die ohnehin seit Wochen unter Druck steht, sackte nach der jüngsten Mitteilung erneut deutlich ab. Manche Marktbeobachter sprechen bereits davon, dass erste Investoren mögliche Schadenersatzansprüche prüfen lassen. Kein Wunder: Wer auf eine schnelle Klärung der Bilanzprobleme gehofft hatte, sieht sich nun mit einer neuen Eskalationsstufe konfrontiert.

Besonders bitter für Langfristanleger ist die Ungewissheit. Niemand weiß derzeit, wie tief die Probleme tatsächlich reichen und wann endlich Klarheit herrscht. Die ausgeweiteten BaFin-Prüfungen legen nahe, dass sich die Aufarbeitung noch über Monate hinziehen könnte. Solange bleibt die Aktie wohl toxisch – ein Investment für hartgesottene Zocker, aber nichts für schwache Nerven.

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