Microsoft Aktie: Entspannung bei KI-Kosten

Microsoft verzeichnet starkes Umsatz- und Gewinnwachstum, während sich die Sorgen über explodierende KI-Infrastrukturkosten leicht abschwächen. Regulierer schauen jedoch genauer auf den Cloud-Markt.

Kurz zusammengefasst:
  • Starke Umsatz- und Gewinnsteigerung im letzten Quartal
  • Sorgen über KI-Investitionskosten nehmen leicht ab
  • Azure-Wachstum weiterhin von KI-Workloads getrieben
  • Wettbewerbsbehörden untersuchen Cloud-Geschäftspraktiken

Microsoft profitiert gerade von einem Stimmungsumschwung rund um das große KI-Thema. Nicht neue Produkte stehen im Vordergrund, sondern eine Frage, die Anleger seit Monaten umtreibt: Wie teuer wird der Ausbau der KI-Infrastruktur wirklich – und wann normalisieren sich die Investitionen?

Dass sich die Lage etwas beruhigt, hat weniger mit Euphorie zu tun als mit nachlassenden Sorgen über Energie- und Hardwarekosten für riesige Rechenzentren.

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Warum der Markt wieder ruhiger wird

Rückenwind kam zuletzt aus zwei Richtungen: Erstens sorgt eine Initiative aus dem Weißen Haus, die den Schutz von Stromkunden vor KI-bedingten Energiekosten adressiert, für etwas weniger Angst vor explodierenden Stromrechnungen im Umfeld großer Datenzentren. Zweitens wirkte ein Kommentar von Anthropic dämpfend auf die ganz großen Erwartungen: KI werde eher ergänzen als vollständig ersetzen. Das nimmt kurzfristig Druck aus den Extrem-Szenarien – und damit auch aus den Bewertungsdebatten.

Gleichzeitig bleibt klar: Die Investitionswelle ist real. Laut TrendForce sollen die Investitionen der acht größten Cloud-Anbieter 2026 zusammen über 710 Mrd. US-Dollar steigen – ein Plus von 61% zum Vorjahr, getrieben durch Hardware-Nachfrage. Bei Microsoft lagen die Investitionen im jüngsten Quartal bei 37,5 Mrd. US-Dollar, 66% mehr als vor einem Jahr. Goldman Sachs verweist dabei auf einen möglichen Wendepunkt: Wenn das Wachstum dieser Ausgaben 2026 seinen Höhepunkt erreicht und danach nachlässt, könnte das Mega-Caps wie Microsoft wieder mehr Rückenwind geben. Entscheidend ist also, ob aus „immer mehr“ bald „kontrollierter“ wird.

Starlink-Ausbau trifft Azure-Edge

Parallel treibt Microsoft die Anbindung in schwer erreichbaren Regionen voran und baut die Kooperation mit SpaceX’ Starlink aus. Ziel ist nicht nur besseres Internet, sondern auch mehr Möglichkeiten für „Azure Edge Computing“, also Rechenleistung näher am Nutzer.

Das Programm hat das ursprüngliche Ziel bereits übertroffen: Statt 250 Millionen Menschen bis Ende 2025 sind inzwischen weltweit über 299 Millionen angebunden. Neu ist ein Pilotprojekt in Kenia, bei dem 450 Community-Hubs über Starlink-Infrastruktur und den lokalen Anbieter Mawingu Networks vernetzt werden.

Starke Zahlen – aber mehr Regulierung

Operativ liefert der Konzern weiterhin kräftiges Wachstum. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (bis 31. Dezember 2025) stieg der Umsatz auf 81,3 Mrd. US-Dollar (+17%). Der Cloud-Umsatz überschritt erstmals die Marke von 50 Mrd. US-Dollar und legte um 26% zu. Azure wuchs um 39% – wobei KI-Workloads laut Unternehmen 22 bis 26 Prozentpunkte zu diesem Wachstum beitrugen.

Auch die Gewinne zogen deutlich an: Das operative Ergebnis stieg um 21% auf 38,3 Mrd. US-Dollar, der Nettogewinn sprang um 60% auf 38,5 Mrd. US-Dollar. Trotzdem bleibt ein Störfaktor: Regulierer schauen genauer hin. In Japan gab es eine Razzia der Wettbewerbsbehörde wegen möglicher wettbewerbswidriger Praktiken rund um Azure. In den USA diskutiert die FTC in einem Workshop den Cloud-Markt – Kritiker bemängeln dort unter anderem hohe Migrationsgebühren und zusätzliche Lizenzkosten, die einen Anbieterwechsel erschweren könnten.

Zum Kursbild: Trotz der heutigen leichten Erholung notiert die Aktie auf 30-Tage-Sicht deutlich tiefer (−14,68%). Das zeigt, dass der Markt die KI-Investitionsfrage zwar etwas entspannter sieht, aber noch nicht als erledigt abhakt.

In den kommenden Wochen dürfte der Blick vor allem auf zwei Punkte fallen: auf die Umsatzprognose für das dritte Quartal (80,65 bis 81,75 Mrd. US-Dollar) – und darauf, ob sich bei den Investitionsplänen erste Signale einer Verlangsamung abzeichnen, ohne dass das Azure-Wachstum spürbar nachgibt.

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