Der Softwarekonzern aus Walldorf gerät in den Abwärtssog des gesamten Tech-Sektors. Das Papier fiel auf ein 23-Monats-Tief – ausgerechnet kurz nach starken Quartalszahlen und der Ankündigung eines milliardenschweren Aktienrückkaufs. Doch führende Investmentbanken halten den Ausverkauf für übertrieben.
Goldman und BofA verteidigen den Titel
Goldman Sachs bekräftigte am Mittwoch das „Buy“-Rating, senkte aber das Kursziel von 320 auf 260 Euro. Die Bank reagiert damit auf das veränderte Marktumfeld, sieht aber weiterhin Potenzial.
Deutlicher positioniert sich die Bank of America. Analyst Frederic Boulan rechnet vor: Die aktuelle Bewertung unterstellt ein jährliches Umsatzschrumpfen von 3 Prozent nach 2030. Eine Annahme, die er für unrealistisch hält. Seine Argumente:
- Tiefe Kundenbindung durch Integration in Geschäftsprozesse
- Über 50 Prozent der Cloud-Buchungen nutzen bereits KI-Dienste
- Operatives Momentum bleibt intakt
Der Auslöser: KI-Disruptions-Angst
Der S&P North American Software Index brach innerhalb einer Woche um rund 15 Prozent ein. Verantwortlich sind Befürchtungen, dass autonome KI-Agenten von Anthropic oder OpenAI klassische Software-as-a-Service-Modelle verdrängen könnten. Die Verkaufswelle traf auch Microsoft und ServiceNow.
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SAP rutschte zeitweise auf 162,10 Euro – obwohl das Unternehmen erst am 29. Januar solide Zahlen vorgelegt hatte: 23 Prozent Cloud-Wachstum auf 21,0 Milliarden Euro, ein mehr als verdoppelter operativer Gewinn und ein Rückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden Euro.
Fundamentaldaten vs. Marktstimmung
Die Diskrepanz zwischen operativer Leistung und Kursentwicklung ist ungewöhnlich. Der Free Cash Flow erreichte 2025 stolze 8,24 Milliarden Euro. Die Cloud-Sparte wächst robust. Dennoch dominiert derzeit die Angst vor strukturellen Veränderungen durch generative KI die Bewertung.
Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die Analysten mit ihrer Einschätzung richtig liegen oder ob der Markt tatsächlich eine fundamentale Neubewertung von Enterprise-Software vornimmt.
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