Newmont hat 2025 die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte vorgelegt – und investiert jetzt 800 Millionen Dollar in Argentinien. Der weltgrößte Goldproduzent steht unter neuer Führung vor einem Jahr, das die Weichen für das kommende Jahrzehnt stellen könnte.
Historische Zahlen, aber 2026 wird schwächer
Am 19. Februar 2026 legte Newmont die Bilanz für 2025 vor: 7,3 Milliarden Dollar Free Cashflow – ein Rekord. Allein im vierten Quartal waren es 2,8 Milliarden Dollar. Das Unternehmen produzierte 5,9 Millionen Unzen Gold, 28 Millionen Unzen Silber und 135.000 Tonnen Kupfer. Gleichzeitig baute der Konzern Schulden um 3,4 Milliarden Dollar ab und schloss das Jahr in einer Netto-Cash-Position.
Für 2026 rechnet Newmont jedoch mit einem Rückgang: Die Goldproduktion soll auf 5,3 Millionen Unzen sinken. Die All-in-Kosten werden bei 1.680 Dollar pro Unze erwartet. Rund 52 Prozent der Jahresproduktion werden erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet – getrieben von Minen wie Boddington, Tanami, Lihir und Cerro Negro.
Ein Grund für die Delle: Buschfeuer in Australien beschädigten im Dezember 2025 kritische Wasserinfrastruktur in der Boddington-Mine. Die Produktion lief seither mit gedrosselter Kapazität. Im ersten Quartal 2026 fehlen voraussichtlich rund 60.000 Unzen.
800 Millionen Dollar für Argentinien
Der bedeutendste strategische Schritt: Newmont investiert rund 800 Millionen Dollar über sechs Jahre in die Erweiterung der Cerro Negro-Mine in Argentinien. Das Projekt soll die Laufzeit der Mine über 2035 hinaus verlängern. Es zählt zu den größten Minenerweiterungs-Investitionen in Lateinamerika und signalisiert Vertrauen in Argentiniens Bergbausektor – trotz politischer Unsicherheiten in der Region.
Parallel wird im Jahr 2026 die Lihir-Nearshore-Barriere vorangetrieben, die den Zugang zu über fünf Millionen Unzen Gold freischalten und die Laufzeit bis über 2040 verlängern soll. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf 1,95 Milliarden Dollar für laufende Projekte und 1,4 Milliarden Dollar für Entwicklung.
Neue Chefin, neue Ära
Seit dem 1. Januar 2026 führt Natascha Viljoen den Konzern – als erste Frau an der Spitze des weltgrößten Goldproduzenten. Die ehemalige CEO von Anglo American Platinum gilt als technisch versiert und auf operative Effizienz fokussiert. Sie löste Tom Palmer ab, der nach erfolgreicher Integration der Newcrest-Übernahme in den Ruhestand ging.
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Viljoen bringt über 30 Jahre Branchenerfahrung mit und war seit 2023 als COO bei Newmont tätig. Ihr Schwerpunkt: Sicherheit, Disziplin im Betrieb und der Aufbau leistungsstarker Teams.
Dividende bleibt stabil
Für das vierte Quartal 2025 hat der Verwaltungsrat eine Dividende von 0,26 Dollar je Aktie beschlossen, zahlbar am 26. März 2026. Das Unternehmen hält an seiner Strategie fest, jährlich 1,1 Milliarden Dollar an die Aktionäre auszuschütten. Durch Aktienrückkäufe soll die Dividende je Aktie langfristig wachsen, ohne die absolute Verpflichtung zu erhöhen.
Streit um Barrick-Joint-Venture
Ein offener Punkt bleibt das Joint Venture mit Barrick Gold. Barrick bereitet einen Börsengang seiner nordamerikanischen Goldaktiva vor, darunter Anteile an Nevada Gold Mines (NGM), Pueblo Viejo und Fourmile. Newmont reagierte im Februar 2026 mit einer Stellungnahme: Jede Transaktion müsse die bestehenden Vereinbarungen respektieren, einschließlich Übertragungsbeschränkungen.
Der Konzern äußerte Bedenken über die Entwicklung von NGM. Die Performance und der Vermögenswert hätten sich in den vergangenen sechs Jahren verschlechtert. Newmont behält sich vor, seine Rechte zu wahren.
Exploration und Langzeitprojekte
Im Tanami-Projekt ist die Betonauskleidung des Schachts abgeschlossen. Der Förderturm und mechanische Arbeiten sollen Ende 2026 fertig sein, die Gesamtfertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant. In Ahafo South deuten Explorationen auf Vorkommen mit höheren Graden als im aktuellen Minendurchschnitt hin – möglicherweise vier bis fünf Millionen Unzen neue Reserven.
Am 23. April 2026 wird Newmont die Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Bis dahin dürfte vor allem die Erholung in Boddington und der Fortschritt in Argentinien im Fokus stehen.
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