Norma Group hat den Verkauf seines Wassermanagement-Geschäfts im Februar abgeschlossen und dafür netto 650 Millionen Euro eingenommen. Die Transaktion mit dem US-Konzern Advanced Drainage verändert das Profil des Verbindungstechnik-Spezialisten grundlegend – das Unternehmen ist nun schuldenfrei und will bis zu 260 Millionen Euro an die Aktionäre ausschütten.
Zahlen bleiben durchwachsen
Die vorläufigen Zahlen für 2025 zeigen ein schwieriges Jahr: Der Umsatz erreichte 822 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge lag bei mageren 0,8 Prozent. Im vierten Quartal überraschte Norma mit einem Umsatz, der zwei Prozent über den Erwartungen lag, und einer bereinigten EBIT-Marge von 0,2 Prozent – Analysten hatten mit minus zwei Prozent gerechnet. Grund für den Gewinnrückgang waren schwächere Nachfrage, hohe Personal- und Logistikkosten sowie negative Währungseffekte.
Positiv hervorzuheben ist der operative Cashflow von 96 Millionen Euro, den MWB-Analyst Leon Mühlenbruch als robust bezeichnet. Das Analysehaus bestätigte heute seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 20 Euro – die Eckdaten hätten den Erwartungen entsprochen.
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Schuldenfreier Neustart
Mit dem Verkaufserlös will Norma zunächst Schulden tilgen und das Kerngeschäft in der Verbindungstechnik für Fahrzeuge stärken. Die geplante Aktionärsausschüttung von bis zu 260 Millionen Euro dürfte bei Investoren auf positives Echo stoßen. Norma positioniert sich damit als fokussierter, schuldenfreier Industriezulieferer.
Allerdings belastete im Januar noch eine nicht-liquiditätswirksame Wertminderung von 102 Millionen Euro im Zusammenhang mit bestimmten EMEA-Investitionen. Die konkreten Jahresziele für 2026 will das Unternehmen erst am 31. März mit dem Geschäftsbericht vorlegen. Analysten rechnen derzeit mit einem Umsatz von 879 Millionen Euro und einer EBIT-Marge von rund drei Prozent – deutlich besser als 2025.
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