Barrick Gold bereitet den wohl größten Konzernumbau seiner Geschichte vor – und stellt dafür die Führungsebene neu auf. Am 24. Februar 2026 hat der kanadische Gold- und Kupferproduzent zwei neue Top-Positionen geschaffen. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Noch in diesem Jahr soll ein Teil der nordamerikanischen Goldminen an die Börse gebracht werden.
Zwei neue Schlüsselpositionen besetzt
Das Unternehmen ernannte James J. McGuire zum Chief Legal and Policy Officer und beförderte Woo Lee zum Chief Global Affairs Officer. Beide berichten direkt an CEO Mark Hill und gehören künftig dem Executive Committee an.
McGuire kommt von der Kanzlei Greenspoon Marder, wo er als Litigation Partner und Managing Partner des New Yorker Büros tätig war. Mit über 30 Jahren Erfahrung – darunter als Bundesstaatsanwalt im Southern District of New York – verantwortet er künftig alle Rechts-, Compliance- und Regulierungsfragen sowie die öffentliche Politik.
Lee arbeitet bereits seit über elf Jahren für Barrick und leitete zuletzt als Senior Vice President die Regierungs- und Unternehmensbeziehungen im asiatisch-pazifischen Raum. Der ehemalige US-Diplomat mit Stationen in Washington, China und Ostasien übernimmt nun die globale Strategie für Regierungsbeziehungen – eine Aufgabe, die bei einem Konzern mit Aktivitäten in 17 Ländern über fünf Kontinente an Gewicht gewinnt.
IPO der nordamerikanischen Assets rückt näher
Die Führungserweiterung ist direkt mit dem geplanten Börsengang verknüpft. Anfang Februar hatte Barrick angekündigt, seine erstklassigen nordamerikanischen Goldminen in eine neue Gesellschaft („NewCo“) auszugliedern und diese noch 2026 an die Börse zu bringen. Dazu zählen die Joint-Venture-Anteile an Nevada Gold Mines, die Mine Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik sowie das Fourmile-Goldprojekt in Nevada.
Barrick will nach dem IPO die Kontrolle über NewCo behalten. Die getrennten Positionen für Recht und internationale Beziehungen deuten darauf hin, dass sich der Konzern auf die Komplexität zweier börsennotierter Einheiten vorbereitet – besonders nach den jüngsten Auseinandersetzungen mit der Militärregierung in Mali.
Starke Quartalszahlen im Rücken
Die Umstrukturierung erfolgt aus einer Position der Stärke. Im vierten Quartal 2025 meldete Barrick Rekordergebnisse: Der operative Cashflow erreichte mit 2,73 Milliarden US-Dollar einen Höchstwert, der freie Cashflow lag bei 1,62 Milliarden Dollar. Die Goldproduktion stieg auf 871.000 Unzen, der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 79 Prozent auf 1,04 Dollar. Die Dividende wurde um 140 Prozent auf 0,42 Dollar je Aktie erhöht.
Für 2026 plant Barrick eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen und eine Kupferproduktion von 190.000 bis 220.000 Tonnen. Die prognostizierten All-in-Kosten für Gold liegen bei 1.760 bis 1.950 Dollar je Unze – bei einer Preisannahme von 4.500 Dollar.
Der Börsengang wird zeigen, ob die neue Führungsstruktur den erhöhten Anforderungen gewachsen ist. Die Weichen sind gestellt.
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