XRP: Institutionelle Käufer vs. Regulierungschaos

Die Investmentbank Goldman Sachs baut eine große XRP-Position auf, während in Washington die entscheidende Kryptoregulierung ins Stocken gerät. Der Kurs der Kryptowährung zeigt sich dennoch schwach.

Kurz zusammengefasst:
  • Goldman Sachs hält XRP-ETFs im Wert von 152 Mio. USD
  • Regulierungspaket droht an Stablecoin-Streit zu scheitern
  • XRP-Kurs fällt trotz institutioneller Zuflüsse
  • Chartanalyse sieht kritische Unterstützung bei 1,30 USD

Goldman Sachs setzt auf XRP – während der Kurs deutlich schwächelt. Laut aktuellen 13F-Filings der US-Börsenaufsicht SEC hält die Investmentbank XRP-ETFs im Wert von rund 152 Millionen Dollar. Zeitgleich herrscht in Washington Stillstand: Das geplante Krypto-Regulierungspaket droht am Streit um Stablecoin-Erträge zu scheitern. Für XRP-Anleger ergibt sich ein paradoxes Bild.

Goldman Sachs schichtet um

Die Positionierung der Investmentbank verteilt sich auf mehrere Anbieter: Bitwise (39,8 Millionen Dollar), Franklin Templeton (38,5 Millionen), Grayscale (37,9 Millionen) und 21Shares (35,9 Millionen). Finanziert wurde der Einstieg offenbar durch einen Abbau der Bitcoin-ETF-Positionen um knapp 40 Prozent im vierten Quartal 2025.

XRP

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Die Strategie deutet auf eine bewusste Diversifikation hin – trotz schwacher Kursentwicklung. Während institutionelle Investoren positionieren, fehlt der Preisentwicklung bislang die Dynamik.

Stillstand in Washington

Am 10. Februar diskutierten Vertreter der Regierung, Bankenlobby und Krypto-Industrie über den „CLARITY Act“ und die Regulierung von Stablecoins. Ripple-Chefjurist Stuart Alderoty sprach von einem „produktiven“ Treffen, ein Durchbruch blieb jedoch aus.

Der Knackpunkt: Traditionelle Banken warnen, dass verzinste Stablecoins bis zu 6 Billionen Dollar an Einlagen aus dem klassischen Bankensystem abziehen könnten. Die Biden-Administration drängt auf eine Einigung bis zum 1. März 2026 – ob diese kommt, ist offen.

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Zuflüsse trotz Kursrückgang

Während der XRP-Preis am 11. Februar um 3 bis 4 Prozent auf 1,35 bis 1,40 Dollar nachgab, zeigen die ETF-Daten ein anderes Bild. In der Woche vom 2. bis 9. Februar flossen US-basierten XRP-Produkten netto 51,3 Millionen Dollar zu – während Bitcoin- und Ethereum-Fonds Abflüsse verzeichneten.

Der Crypto Fear & Greed Index steht aktuell bei 10 Punkten („Extreme Angst“). Die Marktkapitalisierung von XRP liegt bei etwa 83 Milliarden Dollar.

Technische Weichenstellung steht bevor

Chartanalysten beobachten die Zone zwischen 1,30 und 1,34 Dollar als entscheidende Unterstützung. Nach dem gescheiterten Ausbruch über 1,55 Dollar handelt XRP unterhalb des 100-Stunden-Durchschnitts. Ein Bruch der 1,30-Dollar-Marke könnte weiteren Verkaufsdruck bis zur psychologisch wichtigen 1,00-Dollar-Schwelle auslösen. Für eine Erholung wäre eine Rückeroberung der 1,50-Dollar-Marke mit deutlich erhöhtem Volumen nötig.

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