Solana vollzieht einen strategischen Kurswechsel. Die Blockchain positioniert sich nicht mehr als NFT- und Gaming-Plattform, sondern als Infrastruktur für institutionelles Finanzwesen. Mit der Partnerschaft des Blockchain-Unternehmens R3 und wachsenden Netzwerkaktivitäten rückt SOL in den Fokus traditioneller Finanzakteure.
R3 setzt auf Solana für institutionelle Finanzprodukte
Am 24. Januar 2026 gab das Blockchain-Unternehmen R3 bekannt, Solana als strategische Basis für institutionelle Vermögenswerte zu nutzen. R3 verwaltet über seine Corda-Plattform mehr als 10 Milliarden US-Dollar und arbeitet mit Institutionen wie HSBC, Bank of America und der Monetary Authority of Singapore zusammen.
Das Ziel: Hochverzinsliche Produkte wie Private Credit und Handelsfinanzierungen mit rund 10 Prozent Rendite auf die Blockchain bringen. R3-Mitgründer Todd McDonald bezeichnet Solana als „Nasdaq der Blockchains“ – die hohe Transaktionsgeschwindigkeit und das auf Trading ausgerichtete Design waren ausschlaggebend für die Entscheidung.
Netzwerkaktivität steigt deutlich
Die Netzwerkdaten zeigen ein markantes Wachstum im Januar 2026. Laut DefiLlama stiegen die aktiven Adressen von 4,7 Millionen in der ersten Januarwoche auf 18,9 Millionen in der Folgewoche. Die wöchentlichen Transaktionen kletterten im selben Zeitraum von 390 Millionen auf 530 Millionen.
Getrieben wurde die Aktivität teilweise durch Spekulationen rund um Claude-Code-verknüpfte Token, die über den Solana-Launchpad Bags eingeführt wurden. Zudem flossen laut Cross-Chain-Bridge-Daten Ende Januar rund 80 Millionen US-Dollar auf Solana – über 50 Millionen davon von Ethereum.
Strategischer Fokus auf Finanzinfrastruktur
„Menschen beginnen, Blockchains als neue Form der Finanzinfrastruktur zu verstehen“, erklärte Backpack-CEO Armani Ferrante am 25. Januar gegenüber CoinDesk. Das Solana-Ökosystem habe das vergangene Jahr genutzt, um sich auf Finanzinfrastruktur zu konzentrieren – weg von NFTs und Gaming, hin zu dezentraler Finanzierung, Handel und Zahlungsverkehr.
Parallel dazu schloss Solana Mobile am 21. Januar den SKR-Token-Airdrop für Seeker-Phone-Nutzer ab. Der Token dient Governance- und Staking-Funktionen innerhalb des mobilen Ökosystems, 20 Prozent der Gesamtmenge gingen an berechtigte Nutzer und Entwickler.
ETF-Zuflüsse und technische Neuerungen
Die ETF-Aktivität zeigt gemischte Signale. Während Bitcoin- und Ethereum-Produkte laut CoinShares Ende Januar Abflüsse von 1,09 Milliarden bzw. 630 Millionen US-Dollar verzeichneten, flossen in Solana-Produkte 17,1 Millionen US-Dollar.
Technisch stellte die Solana Foundation Ende Januar den PropAMM-Mechanismus vor – ein automatisiertes Market-Making-System, das die Handeleffizienz zwischen dezentralen und zentralen Börsen verbessern soll. Das System kombiniert Offline-Preismodelle mit Smart-Contract-Logik und verspricht 99 Prozent der Effizienz zentraler Börsen bei niedrigeren Kosten.
Ausblick auf Consensus Hong Kong
Mit der R3-Partnerschaft, wachsenden ETF-Zuflüssen und steigender Netzwerkaktivität baut Solana die Grundlage für breitere institutionelle Beteiligung. Auf dem Solana Accelerate Event bei der Consensus Hong Kong im Februar 2026 dürfte das Unternehmen weitere Details zur institutionellen Roadmap vorstellen.
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