IBM Aktie: Spannung steigt!

Die Vorstellung eines KI-Tools zur Modernisierung alter COBOL-Systeme löste einen historischen Kursverfall bei IBM aus und erschütterte den gesamten Tech-Sektor.

Kurz zusammengefasst:
  • Historischer Tagesverlust für IBM-Aktie
  • KI-Tool bedroht lukratives Mainframe-Geschäft
  • Schockwellen im gesamten Aktienmarkt
  • Management versucht zu beschwichtigen

Jahrzehntelang galt das Mainframe-Geschäft von „Big Blue“ als uneinnehmbare Festung der globalen Finanzinfrastruktur. Diese Gewissheit löste sich gestern schlagartig in Luft auf. Die Aktie erlebte ihren heftigsten Tagesverlust seit über 25 Jahren, nachdem das KI-Startup Anthropic ein Tool vorstellte, das direkt auf das Herzstück der IBM-Legacy-Umsätze zielt.

Angriff auf die Cashcow

Auslöser des massiven Abverkaufs, der rund 31 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung vernichtete, war die Ankündigung von „Claude Code“ durch Anthropic. Das neue KI-Tool verspricht, die Modernisierung alter COBOL-Codebasen zu automatisieren und Zeitpläne von Jahren auf wenige Quartale zu verkürzen.

IBM

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Für IBM ist dies eine fundamentale Bedrohung. COBOL ist tief in der Finanzwelt verwurzelt und verarbeitet geschätzte 95 Prozent aller Geldautomatentransaktionen in den USA. Diese Systeme laufen überwiegend auf IBM-Mainframes – eine äußerst lukrative Einnahmequelle für die Hardware-, Software- und Beratungssparten des Konzerns. Die Aussicht auf eine beschleunigte, automatisierte Migration weg von diesen Systemen hat die Erwartungen an künftige Wartungserlöse über Nacht radikal verändert.

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Die Reaktion des Managements

IBM versuchte umgehend, die Wogen zu glätten. Software-Vorstand Rob Thomas betonte in einer Stellungnahme, dass eine reine Code-Übersetzung nicht mit einer umfassenden Systemmodernisierung gleichzusetzen sei. Der eigentliche Wert liege in der Plattformarchitektur des Mainframes, nicht nur in der Programmiersprache. Zudem verwies das Management auf die eigene Lösung, den „watsonx Code Assistant“. Dennoch spiegelt der Kursrutsch von rund 11 Prozent auf Wochensicht die tiefe Skepsis der Anleger wider.

Kollateralschäden im Tech-Sektor

Die Schockwellen beschränkten sich nicht auf IBM. Die Sorge vor einer schnellen KI-gestriebenen Disruption zog den gesamten Markt nach unten. Der Dow Jones verlor über 800 Punkte, und auch der S&P 500 rutschte für das Jahr 2026 ins Minus. Besonders hart traf es indische IT-Dienstleister wie Infosys und Wipro, deren Geschäftsmodelle stark auf der Wartung von Legacy-Systemen basieren.

Paradoxerweise meldete IBM erst kürzlich starke Fundamentaldaten für das vierte Quartal 2025 mit einem Umsatzsprung von 12 Prozent. Doch an der Börse wird die Zukunft gehandelt, und diese sieht sich nun mit einer konkreten technologischen Bedrohung konfrontiert. Ob die Barrieren des Mainframe-Geschäfts tatsächlich so schnell fallen, wie Anthropic suggeriert, wird die zentrale Debatte der kommenden Monate sein.

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