Die japanische Investmentfirma Metaplanet präsentiert für das Geschäftsjahr 2025 eine Bilanz der Extreme: Während der operative Gewinn explodierte, riss eine massive Abwertung des Bitcoin-Bestands ein tiefes Loch in das Nettoergebnis. Gleichzeitig erhält die Unternehmensstrategie unerwartete Schützenhilfe durch einen traditionellen Industrieakteur, der nun ebenfalls auf Bitcoin als Reservewährung setzt.
Neue Unterstützung für das Bitcoin-Modell
Am 28. Februar verkündete CEO Simon Gerovich, dass sich die Ära der Bitcoin-Treasuries ausbreitet. Auslöser war die Ankündigung von Daido Limited, einem 1879 gegründeten Traditionsunternehmen, Bitcoin in die Bilanz aufzunehmen. Der Konzern plant den Kauf von Bitcoin im Wert von bis zu einer Milliarde Yen, um sich gegen Inflation und eine mögliche Yen-Abwertung abzusichern. Für Metaplanet ist dies eine wichtige Bestätigung: Die institutionelle Überzeugung wächst, ungeachtet der aktuellen Marktbedingungen.
Operativer Sprung trifft auf Bewertungsverlust
Die Finanzzahlen für das Fiskaljahr 2025 zeigen eine gespaltene Realität. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 738 Prozent auf 8,9 Milliarden Yen (ca. 58 Millionen USD). Noch stärker legte der operative Gewinn zu, der um über 1.600 Prozent auf 6,29 Milliarden Yen stieg. Dieser Zuwachs stammt fast ausschließlich aus Erträgen der Optionshandelsstrategie des Unternehmens.
Unter dem Strich steht jedoch ein massiver Nettoverlust von 95,05 Milliarden Yen. Verantwortlich hierfür ist eine nicht zahlungswirksame Abschreibung in Höhe von 102,2 Milliarden Yen auf den Bitcoin-Bestand. Diese buchhalterische Anpassung war notwendig, da der Bitcoin-Kurs von seinem Höchststand bei knapp 125.000 USD bis Ende 2025 auf unter 90.000 USD gefallen war. Da digitale Assets nach aktuellen Standards zum Marktwert bilanziert werden müssen, schlägt die Volatilität direkt auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung durch, selbst wenn keine Coins verkauft wurden.
Aggressive Expansionspläne
Trotz der roten Zahlen hält das Unternehmen an seiner Strategie fest. Metaplanet besitzt aktuell 35.102 Bitcoin im Wert von rund 2,5 Milliarden USD bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 107.000 USD. Damit rangiert die Firma weltweit auf Platz vier der börsennotierten Bitcoin-Halter. Der „555 Million Plan“ sieht vor, die Bestände bis Ende 2026 auf 100.000 Bitcoin und bis 2027 auf 210.000 Bitcoin auszubauen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Metaplanet?
Zur Finanzierung nutzt das Unternehmen neben Optionsscheinen nun auch unbefristete Vorzugsaktien („MERCURY“ und „MARS“). Allein die Ausgabe der MERCURY-Papiere spülte 21,2 Milliarden Yen in die Kasse. Diese Diversifizierung der Finanzierungsinstrumente spiegelt das Vorgehen von US-Vorbildern wie Strategy Inc. (ehemals MicroStrategy) wider.
Ausblick und Marktreaktion
Der Aktienkurs spiegelt die Skepsis der Anleger wider: In den letzten sechs Monaten verlor das Papier rund 63 Prozent an Wert und notierte zuletzt bei 319 Yen, weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 1.930 Yen. Auch Analysten reagierten verhalten; Cantor Fitzgerald senkte das Kursziel am 18. Februar von 6,00 auf 3,00 USD, behielt aber die Einstufung „Overweight“ bei.
Für das laufende Geschäftsjahr bis März 2026 gibt sich das Management optimistisch und prognostiziert einen Umsatz von 16 Milliarden Yen sowie einen operativen Gewinn von 11,4 Milliarden Yen. Die Bewertung der Aktie wird künftig davon abhängen, ob das Unternehmen beweisen kann, dass sein operatives Geschäft stark genug ist, um die Volatilität des Kryptomarktes dauerhaft abzufedern und die Bilanz zu stabilisieren.
Metaplanet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Metaplanet-Analyse vom 1. März liefert die Antwort:
Die neusten Metaplanet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Metaplanet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Metaplanet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...