Der Anbieter von Go-to-Market-Intelligence-Lösungen präsentierte am 9. Februar 2026 seine Quartalszahlen – und das mit durchaus beachtlichen Ergebnissen. Der Umsatz kletterte um 3 Prozent auf 319,1 Millionen Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 309,25 Millionen Dollar. Beim Gewinn je Aktie sprang ein Plus von 14,3 Prozent heraus: 0,32 Dollar statt der erwarteten 0,28 Dollar. Dennoch rutschte die Aktie im nachbörslichen Handel um 1,9 Prozent auf 7,17 Dollar ab. Die Reaktion mag auf den ersten Blick verwundern – dahinter steckt aber mehr als nur die nackten Zahlen.
Upmarket-Strategie trägt Früchte
Ein zentraler Lichtblick: Das Geschäft mit Großkunden entwickelt sich solide. Im vierten Quartal 2025 wuchs das Upmarket-Segment um 6 Prozent – dreimal schneller als vor einem Jahr. Mittlerweile stammen 74 Prozent des Gesamtumsatzes aus diesem Bereich, ein Anstieg um vier Prozentpunkte binnen Jahresfrist. Die Zahl der Kunden mit Vertragsvolumen über 100.000 Dollar legte auf 1.921 zu, das siebte Quartal in Folge mit Zuwächsen in dieser Gruppe. Mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes entfällt nun auf diese zahlungskräftige Kundschaft.
Neue Verträge gab es unter anderem mit Hilton Hotels, Edward Jones, Kaseya und Randstad. Ein besonders lukrativer Deal: Ein Fortune-500-Konzern beauftragte Zoominfo nach einer Ausschreibung mit der Verwaltung von 25 Millionen Kontakten über das gesamte 20-Milliarden-Dollar-Geschäft. Der beauftragte Berater urteilte, kein Wettbewerber komme auch nur ansatzweise heran.
Fokus auf KI und neue Produkte
CEO Henry Schuck betont die wachsende Bedeutung hochwertiger Daten für KI-Anwendungen: „Die Qualität der Daten wird zu einer immer wichtigeren Kennzahl, die Kunden bei der Einführung von KI-Agenten berücksichtigen.“ Das Unternehmen positioniert sich als Datenfundament für moderne KI-Workflows. Mit GTM Studio und GTM Workspace hat Zoominfo zwei neue Plattformen entwickelt, die KI-native Arbeitsumgebungen schaffen und den Nutzern ermöglichen, eigene KI-Agenten mit Zoominfo-Daten zu betreiben.
Bereits über 20 Prozent des Gesamtumsatzes stammen aus der KI-Plattform Copilot – nach einer Verdopplung im Jahr 2025. Kunden, die auf Copilot migriert wurden, zeigen deutlich höhere Verlängerungsraten als jene auf den älteren Produkten. Der Operations-Bereich, der Daten-as-a-Service anbietet, legte im vierten Quartal erneut um über 20 Prozent zu und macht nun fast ein Fünftel des Gesamtumsatzes aus.
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Konservative Prognose dämpft Stimmung
Der Ausblick dürfte den Kursrückgang erklären. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Zoominfo mit Erlösen zwischen 1,247 und 1,267 Milliarden Dollar – ein Wachstum von gerade einmal 1 Prozent. Finanzvorstand Graham O’Brien räumte ein, das Unternehmen befinde sich inmitten der „Peak-Negativität“ im Software-Sektor. Die Guidance berücksichtigt bewusst keine Umsatzbeiträge aus den neuen Produkten GTM Studio und Workspace, während deren Kosten bereits einkalkuliert sind.
Positiv zu vermerken: Der freie Cashflow je Aktie stieg 2025 um 12 Prozent auf 1,20 Dollar. Das Unternehmen generierte im vierten Quartal 135 Millionen Dollar an unbelastetem freiem Cashflow – eine Konversionsrate von 110 Prozent. Mit einem angekündigten zusätzlichen Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Dollar – rund 50 Prozent der Marktkapitalisierung – signalisiert das Management Vertrauen in die eigene Bewertung. Seit Anfang 2023 wurden bereits fast 25 Prozent der ausstehenden Aktien zurückgekauft.
Die Nettoerlös-Retention lag im vierten Quartal bei 90 Prozent, wobei Großkunden weiterhin eine Rate von 100 Prozent erreichten. Der Anteil von Umsätzen aus sitzplatzbasierten Preisen sinkt seit 2022 kontinuierlich zugunsten verbrauchsbasierter Modelle – ein struktureller Wandel, der langfristig für stabileres Wachstum sorgen könnte.
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