Ab heute gelten im chinesischen App Store neue Provisionssätze — Apple senkt die Standardgebühr von 30 auf 25 Prozent. Der Schritt ist kein freiwilliges Entgegenkommen, sondern das Ergebnis von Gesprächen mit der chinesischen Kartellbehörde, die Anfang 2025 eine Untersuchung der App-Store-Gebühren eingeleitet hatte.
Regulatorischer Druck als Treiber
Das Muster ist bekannt: Apple passt seine Konditionen an, wenn Regulatoren Druck machen. In der EU erzwangen Wettbewerbsbehörden ähnliche Zugeständnisse, in Japan senkte Apple zuletzt ebenfalls Provisionen für bestimmte Drittanbieter-Zahlungen. China folgt nun demselben Weg.
Neben der Standardprovision sinkt auch der reduzierte Satz für kleine Entwickler und automatisch verlängerte Abonnements — von 15 auf 12 Prozent. Entwickler müssen dafür keine neuen Vertragsbedingungen akzeptieren.
Dass die Einigung geräuschlos verlief, ist kein Zufall. China ist Apples drittgrößter Markt und trägt rund 17 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Im ersten Quartal 2026 wuchs der Umsatz in Greater China um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr — getragen von einem Rekordquartal beim iPhone. Diesen Markt zu riskieren wäre für Apple keine Option gewesen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Apple?
Auswirkungen auf das Services-Geschäft
Die Provisionskürzung trifft direkt das margenstarke Services-Segment, das Apple zunehmend als Wachstumstreiber positioniert. Jede Transaktion im chinesischen App Store — ob Spielekauf, Abonnement oder In-App-Zahlung — bringt künftig weniger ein.
Besonders relevant ist die Senkung des Satzes für Mini Apps, also Transaktionen innerhalb von Super-Apps wie WeChat. Dieses Ökosystem generiert in China erhebliche Transaktionsvolumina. Ein konkretes Beispiel für die bisherigen Reibungsverluste: Ein Umsatzbeteiligungsvertrag mit Tencent für Mini Games auf iOS scheiterte zuletzt genau an der 30-Prozent-Gebühr.
Ob der neue Satz von 25 Prozent dauerhaft gilt oder als Ausgangspunkt für weitere Verhandlungen mit Peking dient, lässt Apple offen. Analysten werden die Auswirkungen auf die Services-Marge spätestens in den Quartalszahlen für Q2 2026 beziffern können.
Apple-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Apple-Analyse vom 15. März liefert die Antwort:
Die neusten Apple-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Apple-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Apple: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...