Technologisch läuft es beim Stuttgarter Nutzfahrzeughersteller rund, doch der Aktienkurs erzählt aktuell eine ganz andere Geschichte. Während ein prominenter Großauftrag von Lidl die E-Mobilitätsstrategie eindrucksvoll bestätigt, ziehen dunkle Wolken am Chart-Himmel auf. Ignoriert der Markt das langfristige Potenzial oder warnen Analysten zurecht vor tieferen strukturellen Problemen?
Operativer Durchbruch vs. Analysten-Skepsis
Operativ liefert der Konzern handfeste Argumente für seine Zukunftsfähigkeit. Mit einer Großbestellung von Lidl Österreich über 42 batterieelektrische Lkw vom Typ eActros 600 gelingt ein wichtiger „Proof of Concept“: Der Discounter will damit Diesel-Lkw im Fernverkehr 1:1 ersetzen. Parallel dazu gewinnt die Wasserstoff-Strategie an Fahrt, da der GenH2 Truck nun von Schwergewichten wie DHL im realen Logistikalltag getestet wird.
Doch an der Börse verpuffen diese Erfolge aktuell nahezu wirkungslos. Die Stimmung wird von makroökonomischen Sorgen dominiert, was sich in den jüngsten Reaktionen der Experten zeigt:
- Großauftrag: Lidl Österreich bestellt 42 eActros 600 bis Mitte 2027.
- Technologie: GenH2-Wasserstoff-Truck startet Phase-2-Tests mit Partnern.
- Gegenwind: JPMorgan kappt das Kursziel von 50 auf 45 Euro („Overweight“).
- Bewertung: DZ Bank senkt den fairen Wert auf 38 Euro („Halten“).
Der Grund für die Zurückhaltung liegt weniger in der Technik als in der Konjunktur: Ein Umsatzminus von 13 Prozent im dritten Quartal und ein schwächelnder US-Markt lasten schwer auf dem Sentiment.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Daimler Truck?
Chartbild: Kritische Zone erreicht
Diese Diskrepanz zwischen strategischem Fortschritt und harter Marktstimmung spiegelt sich gnadenlos im Kurs wider. Mit einem Schlusskurs von 36,51 Euro am Freitag (-1,54 %) hat sich das Papier spürbar von seinen Höchstständen entfernt.
Besonders alarmierend für technische Analysten: Der Kurs notiert inzwischen rund 4 Prozent unter dem wichtigen 200-Tage-Durchschnitt. Hier droht ein nachhaltiger Trendbruch, wenn die Bullen das Ruder nicht bald herumreißen und die Unterstützungszonen verteidigen.
Für Anleger beginnt am Montag eine Zitterpartie um die Stabilisierung im Bereich der 36-Euro-Marke. Die zentrale Frage für die kommenden Wochen bis zum Jahresende bleibt: Reicht die technologische Führungsrolle aus, um den zyklischen Gegenwind und die sinkenden Absatzzahlen zu kompensieren, oder setzen sich die Bären endgültig durch?
Daimler Truck-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Daimler Truck-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:
Die neusten Daimler Truck-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Daimler Truck-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Daimler Truck: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
