Adobe Aktie: Auf 52-Wochen-Tief

Die Adobe-Aktie erreicht ein neues 52-Wochen-Tief, obwohl die Quartalszahlen solide sind. Grund sind Marktängste, dass KI-Tools traditionelle Softwaremodelle disruptieren könnten.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie fällt auf neues Jahrestief
  • KI-Ängste belasten gesamten Software-Sektor
  • Solide Quartalszahlen mit Gewinnüberschuss
  • Institutionelle Investoren halten Positionen

Die Adobe-Aktie hat am Dienstag ein neues Jahrestief markiert – und steht damit exemplarisch für eine Branche unter Druck. Während die Zahlen des Softwarekonzerns solide ausfallen, treibt eine andere Sorge die Anleger um: Künstliche Intelligenz könnte traditionelle Softwaremodelle grundlegend infrage stellen.

KI-Disruption belastet gesamten Sektor

Adobe ist Teil eines branchenweiten Ausverkaufs. Hedgefonds haben nach Angaben von CNBC im laufenden Jahr bereits 24 Milliarden US-Dollar mit Leerverkäufen von Softwareaktien verdient. Der iShares Expanded Tech-Software ETF ist seit Jahresbeginn um über 21 Prozent gefallen, die Marktkapitalisierung des Sektors schrumpfte um rund eine Billion Dollar.

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Die Befürchtung: KI-Tools könnten Funktionen replizieren, für die Unternehmen bisher teure Softwarelizenzen zahlen. Ein Beispiel lieferte Anfang Februar ein Experiment von CNBC-Reportern. Mit Anthropics KI-Tool „Claude Code“ erstellten sie in unter einer Stunde eine funktionierende Projektmanagement-Anwendung – für Kosten zwischen 5 und 15 Dollar. Solche Demonstrationen nähren Zweifel an der Zukunftsfähigkeit etablierter Geschäftsmodelle.

Analysten senken Erwartungen

Die Verunsicherung spiegelt sich in Analystenbewertungen wider. BMO Capital Markets stufte Adobe im Januar von „Outperform“ auf „Market Perform“ herab und senkte das Kursziel von 400 auf 375 Dollar. Goldman Sachs startete die Coverage mit „Sell“ und einem Kursziel von 290 Dollar. Der Konsens liegt aktuell bei „Hold“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 401 Dollar.

Geschäft läuft weiter rund

Die operativen Zahlen stehen im Kontrast zur Kursentwicklung. Im jüngsten Quartal erzielte Adobe einen Gewinn je Aktie von 5,50 Dollar und übertraf damit die Analystenerwartung von 5,40 Dollar. Der Umsatz kletterte um 10,5 Prozent auf 6,19 Milliarden Dollar – ebenfalls über den Prognosen.

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Für das erste Quartal 2026 stellt das Management einen Gewinn zwischen 5,85 und 5,90 Dollar je Aktie in Aussicht, für das Gesamtjahr 23,30 bis 23,50 Dollar. Die Eigenkapitalrendite liegt bei über 61 Prozent, die Nettomarge bei 30 Prozent.

Institutionelle bleiben an Bord

Trotz der Kursturbulenzen halten institutionelle Investoren an Adobe fest. Norges Bank erwarb im zweiten Quartal eine neue Position im Wert von rund 2 Milliarden Dollar. Arrowstreet Capital stockte im dritten Quartal um 53 Prozent auf 5,6 Millionen Aktien auf. Dodge & Cox vervielfachte seine Position auf 1,59 Millionen Aktien.

Am 12. März folgen die nächsten Quartalszahlen. Sie werden zeigen müssen, ob Adobe dem KI-Narrativ etwas entgegensetzen kann – oder ob die Disruptions-Ängste berechtigt sind.

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