Oracle steht offenbar vor einem massiven Stellenabbau. Laut Medienberichten könnte der US-Technologiekonzern bereits im März tausende der derzeit rund 162.000 Mitarbeiter entlassen. Der Grund: Die milliardenschwere Expansion im KI- und Cloud-Geschäft verschlingt enorme Summen – und das Unternehmen sucht nun an anderer Stelle nach Einsparmöglichkeiten.
Die Nachricht hat die Aktie am Freitag vorbörslich leicht anziehen lassen. Das Papier notiert bei 155,70 Dollar und gewinnt 0,59 Prozent. Doch der Blick zurück zeigt die Nervosität der Anleger: Seit Jahresbeginn hat die Oracle-Aktie bereits 20,58 Prozent an Wert verloren. Die aggressive Investitionsstrategie des Konzerns zehrt an den Nerven der Investoren.
Milliarden-Investitionen belasten Cashflow
Oracle pumpt derzeit massiv Kapital in neue Rechenzentren, Hochleistungsserver und Cloud-Kapazitäten. Im Fokus stehen besonders KI-Workloads – ein lukratives Segment mit langfristigen, rechenintensiven Infrastrukturverträgen. Doch die Rechnung ist teuer: Die Investitionsausgaben dürften im Geschäftsjahr 2026 um mehrere Milliarden Dollar höher ausfallen als ursprünglich geschätzt, wie das Unternehmen bereits im Dezember einräumte.
Von den geplanten Stellenstreichungen sollen mehrere Unternehmensbereiche betroffen sein. Besonders im Fokus stehen Abteilungen, bei denen Oracle erwartet, dass sie durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz ohnehin schrumpfen werden. Zudem prüft der Konzern offene Stellenausschreibungen in seiner Cloud-Sparte – Neueinstellungen könnten sich deutlich verlangsamen oder ganz gestoppt werden.
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Starke Quartalszahlen erwartet
Die Analystengemeinschaft blickt mit Spannung auf den kommenden Dienstag. Dann legt Oracle seine Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. TD Cowen erwartet ein starkes Ergebnis: Das Wachstum bei Oracle Cloud Infrastructure dürfte auf etwa 80 Prozent in konstanter Währung beschleunigen – nach rund 65 Prozent im zweiten Quartal. Im vierten Quartal könnte die Rate sogar die 100-Prozent-Marke erreichen, wenn weitere Kapazitäten ans Netz gehen.
Die Analysten rechnen mit einem Umsatzplus von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings haben sie ihr Kursziel von 350 Dollar auf 250 Dollar gesenkt – bei unveränderter Kaufempfehlung. Das neue Ziel entspricht dem 27-fachen der erwarteten Gewinne für das Kalenderjahr 2027. Besonders kritisch dürften Investoren den freien Cashflow unter die Lupe nehmen.
TD Cowen erwartet, dass sich das Umsatzwachstum von etwa 12 Prozent in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 auf über 18 Prozent in der zweiten Hälfte beschleunigt. Beim operativen Gewinn könnte die Steigerung sogar von 10 auf etwa 20 Prozent zulegen. Ob Oracle bei der Bilanzvorlage auch offiziell Details zu den Stellenstreichungen bekannt gibt, bleibt abzuwarten.
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