UBS Aktie: AT1-Comeback

Die Schweizer Großbank platziert erstmals seit 2025 wieder nachrangige Anleihen. Die Transaktion erfolgt vor dem Hintergrund offener Gerichtsverfahren und erwarteter regulatorischer Lockerungen.

Kurz zusammengefasst:
  • Erste AT1-Emission einer globalen Bank im Jahr 2026
  • Zwei Tranchen mit Kupons über sieben Prozent
  • Ausgang von Gerichtsverfahren bleibt ungewiss
  • Aktienkurs erreicht höchsten Stand seit 2008

Die Schweizer Großbank wagt sich zurück an den Markt für nachrangige Anleihen – erstmals seit September 2025. Mit zwei Dollar-Tranchen und Kupons über 7% testet UBS die Anlegerstimmung. Doch der Zeitpunkt ist heikel: Das Gerichtsurteil zu den abgeschriebenen Credit-Suisse-Anleihen schwebt über dem Deal, und regulatorische Lockerungen bleiben vorerst Versprechen.

Die Eckdaten der Emission:

UBS

CH0244767585
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Heute: -
7 Tage: -
  • Zwei AT1-Tranchen in US-Dollar
  • Kupon von 7,125% (kündbar 2031) bzw. 7,5% (kündbar 2036)
  • Erste AT1-Transaktion am globalen Bankenmarkt 2026
  • Platzierung inmitten laufender Gerichtsverfahren

Timing zwischen Gericht und Parlament

Die Emission erfolgt in einem rechtlich und regulatorisch fragilen Umfeld. Am 1. Oktober 2025 hatte das Bundesverwaltungsgericht die Nullstellung von 17 Milliarden Dollar an Credit-Suisse-AT1-Anleihen aufgehoben. Die Finma kündigte Berufung an – der Ausgang ist offen.

Gleichzeitig diskutiert das Parlament Erleichterungen: UBS könnte künftig AT1-Anleihen statt Eigenkapital zur Unterlegung ausländischer Einheiten nutzen. Die Aktie reagierte Mitte Dezember mit einem Sprung auf 35,16 Franken – den höchsten Stand seit 2008. Aktuell notiert das Papier bei 36,94 Franken.

Analysten dämpfen Erwartungen

CreditSights-Analyst Simon Adamson warnt: Die offenen Fragen zu Kapitalanforderungen und Credit-Suisse-Anleihen „werden wahrscheinlich nicht bald gelöst und könnten weiterhin eine Belastung für die AT1-Spreads von UBS darstellen.“

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Die Bank profitiert allerdings vom insgesamt begrenzten AT1-Angebot 2026. Große Institute haben nur moderate Refinanzierungsbedürfnisse – die UBS-Emission dürfte daher auf solide Nachfrage treffen.

Konzernleitung im Umbau

Parallel zum Marktauftritt vollzieht UBS einen Management-Wechsel: Mike Dargan, Group Chief Operations and Technology Officer, verließ die Bank Ende Dezember. Die Technology-Funktion berichtet nun an Beatriz Martin als neue Group Chief Operating Officer. Chris Gelvin übernimmt interimistisch die Technologie-Leitung.

Am 4. Februar folgen die Quartalszahlen. Bis dahin beobachten Investoren sowohl die Platzierung der AT1-Anleihen als auch mögliche Signale aus Bern zu den Kapitalanforderungen. Am 12. Januar steht zudem die Rückzahlung von 1,75 Milliarden Dollar an vorrangigen Anleihen an.

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