Nike startet ins neue Börsenjahr mit gemischten Signalen. Während Goldman Sachs dem Sportartikelhersteller weiter Vertrauen schenkt, zeigen sich institutionelle Investoren zurückhaltend. Gleichzeitig läutet der Konzern eine strategische Neuausrichtung im wichtigen indischen Markt ein.
Goldman Sachs passt Kursziel an
Am 29. Januar bestätigte Goldman Sachs seine „Buy“-Empfehlung für Nike, senkte das Kursziel aber leicht von 77 auf 76 Dollar. Die Einschätzung erfolgt vor dem Hintergrund einer schwachen Kursentwicklung: Während der S&P 500 in den vergangenen zwölf Monaten zulegen konnte, verzeichnete die Nike-Aktie deutliche Verluste.
Institutionelle Anleger reduzieren Positionen
Die jüngsten Pflichtmitteilungen für das dritte Quartal offenbaren unterschiedliche Bewegungen bei institutionellen Investoren. Audent Global Asset Management trennte sich von einem Großteil seiner Nike-Anteile und hält nun noch Papiere im Wert von rund 922.000 Dollar. Auch Truist Financial Corp baute seine Position um 5,4 Prozent ab und verkaufte über 20.000 Aktien. Trotz des Verkaufs bleibt die Beteiligung mit knapp 25 Millionen Dollar substanziell.
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Neustart in Indien mit Nykaa
Ab Februar 2026 übernimmt der E-Commerce-Händler Nykaa die Verwaltung von Nikes Online-Plattform in Indien. Die Partnerschaft soll durch lokale Logistik-Expertise schnellere Lieferzeiten und einfachere Retouren ermöglichen. Im Gegenzug werden Services wie die Produktanpassung „Nike By You“ und die SNKRS-Web-Plattform in Indien eingestellt.
China-Geschäft bleibt Belastung
Die strategischen Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund durchwachsener Quartalszahlen. Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026, das am 30. November 2025 endete, meldete Nike Ergebnisse, die ein gemischtes Bild zeichneten. Besonders die anhaltenden Umsatzrückgänge in der Region Greater China belasten. Das Management setzt auf Innovation im Sport-Performance-Segment, um in diesem Schlüsselmarkt wieder Tritt zu fassen.
Die nächsten Quartalszahlen werden im März 2026 erwartet und dürften zeigen, ob die strategischen Weichenstellungen greifen.
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