Zwei Großaufträge innerhalb weniger Tage, ein Rekordauftragseingang von 10,2 Gigawatt im Jahr 2025 und eine EBITDA-Marge, die sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt hat — Nordex liefert derzeit auf breiter Front. Heute markiert die Aktie mit 44,18 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.
Bürgerwindpark Heek-Strönfeld: Mehr als ein Routineauftrag
Am 12. März erhielt Nordex den Zuschlag für sieben Windenergieanlagen im münsterländischen Projekt Heek-Strönfeld — 49 Megawatt Gesamtleistung, Inbetriebnahme ab 2027 geplant. Rund 1.300 Bürger sind über eine Genossenschaft beteiligt. Entscheidend für die Bewertung ist aber weniger das Projektvolumen selbst als der beigefügte Premium-Servicevertrag über 25 Jahre.
Genau diese Kopplung von Projektgeschäft und langfristiger Wartung ist das Muster, das Nordex konsequent verfolgt. Serviceverträge gelten als margenstärker und stabiler als das zyklische Anlagengeschäft. Bereits am 10. März hatte Kunde wpd 40 Turbinen für neun deutsche Projekte mit einer Gesamtleistung von 279 MW bestellt — ebenfalls inklusive Premium-Serviceverträgen. Das Servicegeschäft entwickelt sich damit zum strukturellen Fundament der Ergebnisverbesserung.
Starke Zahlen, ambitionierte Ziele
Das Geschäftsjahr 2025 verlief für Nordex außergewöhnlich stark: Der Konzernumsatz erreichte 7,6 Milliarden Euro, die EBITDA-Marge stieg von 4,1 auf 8,4 Prozent — mit einer Beschleunigung auf 12,1 Prozent im vierten Quartal. Der freie Cashflow lag bei 863 Millionen Euro.
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Für 2026 plant das Management einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro sowie eine EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0 Prozent. Ab 2027 sollen Aktionäre erstmals von Kapitalrückführungen profitieren — mindestens 50 Millionen Euro jährlich, als Dividende oder Aktienrückkauf.
Bernstein zieht die Reißleine — Kurs überholt das Kursziel
Nicht alle teilen den Optimismus. Bernstein Research stufte Nordex zuletzt von „Buy“ auf „Neutral“ herab und begründete das mit begrenztem Aufwärtspotenzial nach den jüngsten Kursgewinnen. Das Kursziel von 40,00 Euro liegt damit bereits deutlich unter dem aktuellen Kursniveau. Auch institutionelle Leerverkäufer haben meldepflichtige Positionen aufgebaut.
Die Aktie hat seit dem Tief im April 2025 mehr als das Dreifache ihres Wertes erreicht — ein Lauf, der Bewertungsfragen naturgemäß aufwirft. Klarheit über die Qualität der jüngsten Auftragswelle liefern die Q1-Zahlen am 27. April 2026: Dann zeigt sich, ob die operative Dynamik des starken Schlussquartals 2025 ins neue Jahr trägt.
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