Netflix drückt beim geplanten Kauf von Warner Bros. Discovery (WBD) aufs Tempo. Schon im März soll die Abstimmung der WBD-Aktionäre über das Übernahmeangebot stattfinden. Entscheidend ist dabei: Netflix hat sein Angebot auf eine reine Barzahlung umgestellt – und erhöht damit den Druck, dass es schneller zu einer Entscheidung kommt.
Aktionärsvotum im März erwartet
Laut CNBC dürfte die WBD-Hauptversammlung zur Abstimmung über das Netflix-Angebot im März stattfinden. Die beschleunigte Zeitleiste folgt auf eine zentrale Änderung: Netflix wandelte das ursprünglich aus Bargeld und Aktien bestehende Angebot in ein reines Cash-Angebot um – zu 27,75 US-Dollar je Aktie.
Der WBD-Vorstand empfiehlt den Aktionären einstimmig, dem Deal zuzustimmen. Eine konkurrierende, als feindlich bezeichnete Offerte von Paramount Skydance habe das Gremium dem Bericht zufolge zudem zweimal zurückgewiesen.
Wichtige Punkte im Überblick:
– Angebot: 27,75 US-Dollar je Aktie (nur Cash)
– Abstimmung: voraussichtlich im März
– Bewertungsrahmen: 72 bis 83 Mrd. US-Dollar (Eigenkapitalwert)
Was Netflix sich sichern will – und wie es finanziert wird
Mit der überarbeiteten Offerte bewertet Netflix die Streaming- und Studio-Assets von WBD laut Bericht mit rund 72 bis 83 Milliarden US-Dollar (Equity Value). Damit würde Netflix unter anderem Kontrolle über HBO Max, das Warner-Bros.-Filmstudio sowie eine umfangreiche Content-Bibliothek inklusive Marken wie „Game of Thrones“, „Harry Potter“ und DC-Franchises erhalten.
Für die Finanzierung hat Netflix laut Reuters bereits Anfang Dezember 2025 Zusagen für einen 59-Milliarden-Dollar-Brückenkredit erhalten. Später sei dieses Commitment um 8,2 Milliarden US-Dollar aufgestockt worden, um das reine Barangebot zu stützen.
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Ein zentraler Hintergrund: Netflix-Co-CEO Ted Sarandos sagte laut CNBC, die Cash-Struktur ermögliche einen schnelleren Weg zur Aktionärsabstimmung und bringe mehr finanzielle Planungssicherheit. Doch reicht das, um den Deal auch gegen Widerstände durchzubekommen?
Konkurrenz und Regulierer als Bremsklötze
Gegenwind kommt von Paramount Skydance. Das Unternehmen startete kurz nach Netflix’ erster Ankündigung im Dezember 2025 einen Versuch, WBD insgesamt zu übernehmen. Laut Bericht läuft dazu ein Proxy-Fight, zusätzlich habe Paramount eine Klage eingereicht, um Informationen im Zuge der Offerte zu erhalten.
Parallel zeichnet sich eine intensive kartellrechtliche Prüfung ab. Besonders Europa dürfte den Zusammenschluss laut Bericht genau unter die Lupe nehmen. Netflix zeigt sich dennoch zuversichtlich: Sarandos bezeichnete die Transaktion in der Telefonkonferenz zu den Zahlen am 20. Januar als „pro-consumer, pro-innovation, pro-worker“.
Netflix’ letzte Quartalszahlen liefern zumindest Rückenwind: Im Q4 2025 meldete der Konzern 12,05 Milliarden US-Dollar Umsatz und einen Gewinn je Aktie von 56 Cent, jeweils leicht über den Markterwartungen. Zudem nannte Netflix 325 Millionen weltweit zahlende Abonnenten. Für 2026 stellte das Unternehmen einen Umsatz von 50,7 bis 51,7 Milliarden US-Dollar in Aussicht; die Werbeerlöse sollen sich im Jahresvergleich etwa verdoppeln.
Im März dürfte sich damit eine erste Weiche stellen: Dann zeigt das Aktionärsvotum, ob WBD den reinen Cash-Deal mit Netflix tatsächlich abnickt – oder ob die Gegenwehr (und später die Regulierung) den Zeitplan wieder nach hinten schiebt.
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