Advanced Micro Devices hat sich zwei Mega-Aufträge gesichert, die das Wachstum der kommenden Jahre prägen dürften. Mit Meta und OpenAI stehen Lieferungen von insgesamt 12 Gigawatt GPU-Leistung an – ein Volumen, das ein Vielfaches des bisherigen Jahresumsatzes erreichen könnte. Doch die Aktie bleibt volatil und notiert deutlich unter ihrem Jahreshoch.
Rekordzahlen aus dem Rechenzentrum
Das Geschäftsjahr 2025 beendete AMD mit Bestmarken: Der Umsatz kletterte auf 34,6 Milliarden Dollar, das vierte Quartal allein steuerte 10,3 Milliarden Dollar bei. Das Rechenzentrumsgeschäft entwickelte sich zum Wachstumsmotor: 16,6 Milliarden Dollar Umsatz im Gesamtjahr bedeuteten ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich dafür sind vor allem die EPYC-Serverprozessoren und die Instinct-GPU-Beschleuniger.
Der freie Cashflow verdoppelte sich im Schlussquartal nahezu auf 2,1 Milliarden Dollar. Über das Gesamtjahr summierte sich der operative Mittelzufluss auf rekordhohe 5,5 Milliarden Dollar – eine direkte Folge der boomenden Nachfrage im Rechenzentrumsbereich.
Meta ordert für bis zu 6 Gigawatt
Das gewichtigste Ereignis der vergangenen Wochen ist die mehrjährige Partnerschaft mit Meta Platforms. Der Social-Media-Konzern will AMD-Instinct-GPUs mit einer Gesamtleistung von bis zu 6 Gigawatt für seine KI-Infrastruktur einsetzen. Die ersten Lieferungen für das erste Gigawatt sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen und nutzen einen angepassten MI450-basierten Grafikprozessor sowie EPYC-CPUs der sechsten Generation.
Als Teil der Vereinbarung hat AMD Optionsscheine über bis zu 160 Millionen eigene Aktien an Meta ausgegeben. Diese werden mit jeder Gigawatt-Lieferung wirksam und sind an den AMD-Aktienkurs gekoppelt. Zusammen mit dem bereits bestehenden OpenAI-Vertrag hat AMD nun GPU-Zusagen über 12 Gigawatt in den Büchern – ein Volumen, das mehr als das Zehnfache des Umsatzes von 2025 erreichen könnte.
Nutanix-Allianz zielt auf Unternehmens-KI
Neben den Hyperscalern adressiert AMD auch den Enterprise-Markt. Mit Nutanix wurde eine mehrjährige strategische Partnerschaft geschlossen, um eine offene KI-Infrastrukturplattform für Unternehmensanwendungen zu entwickeln. AMD investiert 150 Millionen Dollar in Nutanix-Aktien zu einem Kaufpreis von 36,26 Dollar je Anteilsschein und stellt weitere 100 Millionen Dollar für gemeinsame Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten bereit.
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Die erste gemeinsam entwickelte Plattform für agentenbasierte KI-Anwendungen soll Ende 2026 auf den Markt kommen. Damit positioniert sich AMD auf zwei entscheidenden Schlachtfeldern: dem hyperscale KI-Training bei den großen Internetkonzernen und der KI-Inferenz in Unternehmensrechenzentren.
Nvidia bleibt dominierend
Die Ambitionen treffen auf harte Konkurrenz. Nvidia kontrolliert zwischen 80 und 95 Prozent des KI-GPU-Marktes und profitiert von seinem CUDA-Software-Ökosystem sowie etablierten Kundenbeziehungen. Für AMD geht es nicht nur um technische Leistungsfähigkeit – das Unternehmen muss Kunden davon überzeugen, in eine alternative Infrastruktur zu investieren, obwohl Wechselkosten und Ökosystem-Vorteile klar beim Marktführer liegen.
Hinzu kommen regulatorische Risiken: AMD verbuchte 2025 rund 440 Millionen Dollar an Lager- und Nebenkosten im Zusammenhang mit US-Exportbeschränkungen für den Instinct MI308. Exportrestriktionen für China-gebundene KI-Chips bleiben eine operative Variable.
Ausblick auf die zweite Jahreshälfte
CEO Lisa Su skizzierte auf der Morgan Stanley-Konferenz im März 2026 den weiteren Wachstumskurs und nannte eine angestrebte jährliche Wachstumsrate von 35 Prozent für die kommenden Jahre. Die Marktschätzungen für KI-Beschleuniger beziffern das Gesamtvolumen bis 2030 auf eine Billion Dollar.
Mit den Venice-CPUs steht in der zweiten Jahreshälfte 2026 die nächste Prozessorgeneration in den Startlöchern. Die Chips nutzen TSMCs 2-Nanometer-Chiplet-Architektur und sollen AMD weitere Marktanteile im traditionellen Server-Computing sichern. Nach eigenen Angaben verfügt das Unternehmen über ausreichende CoWoS-Packaging-Kapazitäten, um den erwarteten Volumenanstieg im vierten Quartal 2026 zu bewältigen.
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