MP Materials liefert im vierten Quartal gemischte Zahlen – und legt gleichzeitig ein Investitionsprogramm vor, das die strategische Richtung klar macht. Der Umsatz fiel deutlich, während die Profitabilität spürbar anzog. Entscheidend ist dabei auch der Umbau weg vom reinen Rohstoffgeschäft hin zu mehr Wertschöpfung in den USA.
Quartalszahlen: Umsatz runter, Ergebnis besser
Im vierten Quartal 2025 meldete das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,09 US-Dollar. Damit lag MP Materials über der Analystenerwartung von 0,02 US-Dollar.
Beim Umsatz zeigte sich jedoch die Kehrseite: Erlöse von 52,7 Mio. US-Dollar bedeuteten ein Minus von 14% gegenüber dem Vorjahr und blieben klar unter der Prognose von 89,9 Mio. US-Dollar. Hauptgrund war laut Unternehmen der bewusst vollzogene Stopp von Verkäufen von Seltene-Erden-Konzentrat nach China, der im Juli 2025 begonnen hatte.
Unter dem Strich drehte MP Materials wieder in die Gewinnzone. Der Nettogewinn lag bei 9,4 Mio. US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 22,3 Mio. US-Dollar angefallen war. Das bereinigte EBITDA stieg auf 39,2 Mio. US-Dollar. Rückenwind kam dabei aus einer Vereinbarung mit der US-Regierung: Aus einem Preisabsicherungsmechanismus, der seit Oktober 2025 gilt, verbuchte das Unternehmen 51 Mio. US-Dollar.
Zusätzlich trug ein neuer Umsatzposten bei: 19,9 Mio. US-Dollar stammten aus dem Verkauf von „magnetic precursor“-Produkten; einen vergleichbaren Vorjahreswert gab es hier nicht.
10X-Campus in Texas: 1,25 Milliarden Dollar
Parallel zu den Zahlen kündigte MP Materials ein Großprojekt an: Für mehr als 1,25 Mrd. US-Dollar soll in Northlake (Texas) auf rund 120 Acres ein neuer Magnetproduktionsstandort entstehen – der „10X“-Campus. Der Aufbau soll die inländische Fertigungskapazität deutlich erweitern und laut Management mehr als 1.500 direkte Jobs in Fertigung und Engineering schaffen.
Die Inbetriebnahme („commissioning“) ist ab 2028 vorgesehen. Nach Fertigstellung peilt der Standort eine Jahreskapazität von rund 10.000 Tonnen Neodym-Eisen-Bor-Magneten an. Unterstützt wird das Vorhaben durch staatliche Anreize, darunter ein Zuschuss über 53,4 Mio. US-Dollar aus dem Texas Semiconductor Innovation Fund sowie 12,8 Mio. US-Dollar aus dem Texas Enterprise Fund.
Produktion, Capex und Abnahmeverträge
Für das Gesamtjahr 2025 meldete MP Materials eine Rekordproduktion von 2.599 Tonnen NdPr-Oxid, ein Plus von 101% gegenüber dem Vorjahr. Um den Ausbau fortzusetzen, rechnet das Unternehmen für 2026 mit Investitionsausgaben (Capex) von 500 bis 600 Mio. US-Dollar – vor allem für Northlake und weitere Wachstumsinitiativen.
Auf der Nachfrageseite verweist MP Materials auf zusätzliche Absicherung: Im vierten Quartal erhielt das Unternehmen eine Vorauszahlung von 32 Mio. US-Dollar von Apple für Ausbauvorhaben. Außerdem wurde ein neuer langfristiger Abnahmevertrag („offtake agreement“) mit einem strategischen OEM geschlossen. Das passt zur angekündigten Verlagerung von der Rohstoffverarbeitung hin zur Magnetproduktion für US-Abnehmer in Elektronik, Autoindustrie und Verteidigung.
Der nächste konkrete Taktgeber ist der Investitionspfad für 2026 (500–600 Mio. US-Dollar) sowie der Zeitplan Richtung Inbetriebnahme ab 2028, an dem sich Fortschritt und Umsetzung der „10X“-Pläne messen lassen.
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