Der Energiehunger künstlicher Intelligenz könnte zum neuen Wachstumsmotor für klassische Versorger werden. Genau darauf setzen nun Analysten bei RWE und prognostizieren eine Neubewertung der Aktie. Während die Strategen das Kursziel nach oben schrauben, schafft der Konzern mit massiven Infrastruktur-Investitionen bereits Fakten.
- Neues Kursziel: Goldman Sachs sieht Potenzial bis 60 Euro.
- Der Treiber: Steigender Strombedarf durch KI-Rechenzentren.
- Reale Umsetzung: Baustart für Großbatteriespeicher in Lingen.
- Starke Performance: Aktie notiert mit 53,44 Euro in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch.
Goldman Sachs sieht KI als Kurstreiber
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Einschätzung für den Essener Energiekonzern am Montag deutlich optimiert. Analyst Alberto Gandolfi hob das Kursziel von 53,50 auf 60 Euro an. Der Hintergrund dieser Aufwertung ist fundamentaler Natur: Der Experte erwartet, dass der rapide wachsende Energiebedarf von KI-Rechenzentren die Gewinne der Versorger stärker antreiben wird, als es der Markt derzeit erwartet.
Diese Perspektive trifft auf eine ohnehin schon starke Marktstimmung. Die RWE-Aktie hat seit Jahresanfang bereits 13,92 Prozent zugelegt und notierte zum gestrigen Schlusskurs bei 53,44 Euro. Damit trennen das Papier nur wenige Cent vom 52-Wochen-Hoch bei 53,52 Euro.
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Fakten statt nur Fantasie: Das Lingen-Projekt
Dass RWE die Energiewende und Netzstabilität aggressiv vorantreibt, zeigt die jüngste Investitionsentscheidung vom 29. Januar. Am Kraftwerkstandort Lingen entsteht der größte Batteriespeicher Niedersachsens. Mit einer Leistung von 400 Megawatt und einer Kapazität von 800 Megawattstunden soll die Anlage ab 2028 Netzschwankungen im Millisekundenbereich ausgleichen. Der Baubeginn ist noch für diesen Monat angesetzt.
Das Projekt ist Teil einer breiteren Offensive. RWE baut die Speicherkapazitäten international massiv aus. Während bereits 1.200 Megawatt am Netz sind, befinden sich weitere 2.700 Megawatt im Bau – darunter ein vergleichbares 400-Megawatt-Projekt im bayerischen Gundremmingen, das bereits 2027 in Betrieb gehen soll.
Wichtige Termine für Anleger
Ob die fundamentalen Daten mit der Kursfantasie Schritt halten, wird sich in Kürze zeigen. Am 12. März 2026 legt der Konzern seinen Geschäftsbericht für 2025 vor. Anleger dürften hier besonders auf den Ausblick und die Bestätigung der geplanten Dividende von 1,20 Euro je Aktie achten. Die Hauptversammlung folgt am 30. April in Essen.
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