Nach einem beeindruckenden Kursanstieg von rund 65 % im Jahr 2025 notiert die Alphabet-Aktie auf Rekordniveau und hat die historische Marke von 4 Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung durchbrochen. Während Analysten den Tech-Giganten als den dominierenden „AI-Trade“ feiern, mehren sich angesichts der sportlichen Bewertung jedoch auch kritische Stimmen. Ist der aktuelle Höhenflug nachhaltig fundiert oder bereits heißgelaufen?
König der AI-Trades
Der Kurs erreichte in der vergangenen Woche mit rund 330,54 US-Dollar ein neues Allzeithoch. Auslöser für den jüngsten Schub war eine Hochstufung durch das Analysehaus Cantor Fitzgerald auf „Overweight“. Die Experten bezeichneten Alphabet als den „König aller AI-Trades“ – eine Einschätzung, die auf der vertikalen Integration des Konzerns beruht. Von eigenen Rechenzentren und Chips über große Sprachmodelle bis hin zu Endanwendungen deckt Google die gesamte Wertschöpfungskette der Künstlichen Intelligenz ab.
Untermauert wird dieser Optimismus durch die Ergebnisse des dritten Quartals 2025. Der Umsatz kletterte erstmals in der Unternehmensgeschichte über die Marke von 100 Milliarden US-Dollar, wobei die Cloud-Sparte mit einem Wachstum von 34 % besonders hervorstach. CEO Sundar Pichai reagiert auf diese Dynamik mit massiven Investitionen: Für das Gesamtjahr 2025 sind Kapitalausgaben zwischen 91 und 93 Milliarden US-Dollar für den Ausbau der AI-Infrastruktur eingeplant.
Analysten heben Ziele an
Die Wall Street reagiert auf diese Entwicklung mit reihenweise erhöhten Kurszielen. Institute wie Mizuho (365 Dollar) und Canaccord Genuity (390 Dollar) haben ihre Prognosen in den letzten Tagen deutlich nach oben korrigiert. Aktuell empfehlen 86 % der Analysten die Aktie zum Kauf.
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Operativ treibt der Konzern die Monetarisierung voran:
* Gmail-Integration: KI-Funktionen für 3 Milliarden Nutzer, Werbeeinführung für kostenlose Nutzer geplant.
* Autonomes Fahren: Die Tochter Waymo verzeichnete 2025 Rekordzahlen mit über 14 Millionen jährlichen Fahrten.
* Energieversorgung: Die Übernahme von Intersect Power für 4,75 Milliarden US-Dollar soll den enormen Energiebedarf der Rechenzentren sichern.
Bewertung und Gegenwind
Trotz der Euphorie mahnen die Fundamentaldaten zur Vorsicht. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 30 liegt Alphabet deutlich über dem Sektorschnitt von 18. Zudem notiert die Aktie bereits nahe dem durchschnittlichen Analystenziel von 328 US-Dollar, was das kurzfristige Aufwärtspotenzial laut Konsensschätzungen limitiert. Einige Marktbeobachter erwarten für 2026 sogar eine unterdurchschnittliche Performance im Vergleich zu anderen großen Tech-Werten.
Zusätzlich droht regulatorisches Ungemach aus Europa. Am 10. Februar entscheidet die EU über die geplante 32-Milliarden-Dollar-Übernahme des Cybersecurity-Unternehmens Wiz. Sollte Brüssel hier harte Auflagen diktieren oder die laufenden Kartellverfahren verschärfen, könnte dies die aggressive Wachstumsstrategie im Cloud-Sektor empfindlich stören.
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