Nike Aktie: Wachstum stockt

Nike verzeichnet stagnierende Umsätze und einen deutlichen Gewinneinbruch. Analysten reagieren mit gesenkten Kurszielen, während strukturierte Produkte auf die Aktie aufkommen.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatzwachstum von nur einem Prozent
  • Nettogewinn bricht um über 30 Prozent ein
  • Mehrere Analysten senken ihre Kursziele
  • Direktgeschäft verzeichnet deutliche Umsatzrückgänge

Nike steckt in einer schwierigen Phase. Das Umsatzwachstum kommt kaum voran, die Margen stehen unter Druck und der Umbau hin zu mehr Direktgeschäft verläuft holprig. Parallel dazu reagieren Analysten mit gesenkten Kurszielen, während der Markt zunehmend auf strukturierte Produkte rund um die Aktie setzt.

Schwache Dynamik im Kerngeschäft

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen, wie mühsam die Rückkehr auf einen klaren Wachstumspfad ausfällt. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 legte der Umsatz im Jahresvergleich lediglich um 1 % zu. Der Erlös erreichte 12,4 Milliarden US-Dollar und lag damit zwar leicht über den Erwartungen, blieb aber im Grunde genommen stagnierend.

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Deutlich problematischer ist die Ertragsseite. Der Nettogewinn brach um über 30 % ein, der Gewinn je Aktie sank um 32 % gegenüber dem Vorjahr. Die operative Profitabilität leidet damit deutlich stärker als der Umsatz.

Im Detail fällt insbesondere die Entwicklung im Direktgeschäft auf:

  • NIKE Direct-Umsätze: Rückgang um 8 % auf 4,6 Milliarden US-Dollar
  • NIKE Brand Digital: Minus 14 %
  • Großhandelsumsätze: Plus 8 % auf 7,5 Milliarden US-Dollar

Damit stützt ausgerechnet der klassische Großhandel die Zahlen, während das strategisch wichtige Direktgeschäft schwächelt. Die Umstellung des Geschäftsmodells auf Direktkanäle bleibt damit ein zentraler Knackpunkt. Auch im Bereich Bekleidung ist die Dynamik gedämpft: Das Wachstum verlangsamte sich im zweiten Quartal auf 4 %.

Analysten werden vorsichtiger

Die gemischte Entwicklung hat eine Reihe von Kurszielsenkungen ausgelöst. KeyBanc reduzierte sein Ziel von 90 auf 75 US-Dollar. Daiwa Capital Markets senkte auf 61 US-Dollar, Robert W. Baird auf 85 US-Dollar. Insgesamt spiegelt sich darin eine vorsichtige Erwartung an das kurzfristige Kurspotenzial wider.

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Gleichzeitig gibt es weiterhin optimistische Stimmen. Jefferies etwa bezeichnet die Aktie als „Top Pick“ für 2026 und setzt ein Kursziel von 110 US-Dollar. Die Spannbreite der Einschätzungen zeigt, wie groß die Unsicherheit über Tempo und Erfolg des operativen Turnarounds ist.

Strukturierte Produkte auf die Nike-Aktie

Das aktuelle Umfeld hat auch zu neuen, komplexen Anlageprodukten geführt. Die Bank of Montreal hat Senior Medium-Term Notes emittiert, die an die Wertentwicklung der Nike Class B-Aktie gekoppelt sind und heute fällig gestellt werden.

Diese sogenannten „digital return barrier notes“ funktionieren mit einer klaren Schwelle: Bleibt die Aktie über einer definierten Barriere, erhalten Investoren eine feste Auszahlung. Fällt der Kurs unter diese Marke, drohen hingegen deutliche Verluste. Dadurch adressiert das Produkt Investoren mit sehr spezifischen Erwartungen an die Kursentwicklung und einer erhöhten Risikobereitschaft.

Langfristige Signale und Ausblick

Trotz der operativen Gegenwinde gibt es einzelne positive langfristige Aspekte. Nike steht kurz davor, 2026 in den Kreis der sogenannten „Dividend Aristocrats“ aufzusteigen. Voraussetzung sind 25 aufeinanderfolgende Jahre mit Dividendenerhöhungen, die der Konzern bislang erfüllt. Das könnte die Attraktivität für einkommensorientierte Anleger erhöhen.

Zudem wurden zuletzt Insiderkäufe durch Führungskräfte gemeldet, was als Hinweis auf Vertrauen in die langfristige Entwicklung gewertet wird. Kurzfristig überwiegen jedoch die Risiken: Die Prognose für das dritte Quartal deutet auf mögliche weitere Umsatzrückgänge und eine zusätzliche Margenbelastung hin. Solange Nike keinen klaren Beweis für eine operative Wende liefert, bleibt die Aktie in einem Abwärtstrend gefangen.

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