Die Verbio-Aktie hat sich innerhalb eines Jahres verdreifacht und notiert nahe ihrem neuen 52-Wochen-Hoch. Analysten reagieren auf die operative Erholung – aber nicht alle sehen darin eine Kaufgelegenheit. Jefferies erhöht zwar das Kursziel auf 25 Euro, bleibt aber bei seiner „Hold“-Empfehlung. Die Begründung: Vieles sei bereits eingepreist.
Jefferies zögert trotz Kurszielanhebung
Analyst Constantin Hesse hebt das Kursziel von 21 auf 25 Euro an, belässt es aber bei „Hold“. Ein verbessertes Marktumfeld könnte zu einem höheren Unternehmensausblick für 2026 führen – doch genau das erwarte der Markt bereits. Jefferies bleibt an der Seitenlinie.
Bemerkenswert: Es ist die zweite Anhebung binnen weniger Monate. Im Januar hatte das Haus das Ziel bereits von 16 auf 21 Euro hochgesetzt. Der Biokraftstoffhersteller profitiert von attraktiveren Finanzierungsbedingungen und einer lockeren Geldpolitik.
Klare Divergenz unter Analysten
Während Jefferies vorsichtig bleibt, sieht mwb research deutlich mehr Potenzial. Die Analysten erhöhen ihr Kursziel von 18 auf 28 Euro und stufen die Aktie von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch. Treiber sind die Erwartungen an weiteres Umsatzwachstum im zweiten Quartal, getragen durch den Produktionshochlauf in den USA.
mwb research verweist zudem auf steigende Preise für Treibhausgasquoten, die Biomethan in der EU stützen. Auch die Marktpreise für Bioethanol und Biodiesel stabilisieren sich. Die Einschätzung: Der Markt hat seinen Tiefpunkt hinter sich.
Operative Zahlen bestätigen Turnaround
Die operativen Daten geben den optimistischen Stimmen Recht. Im zweiten Quartal meldete Verbio ein EBITDA von 30,1 Millionen Euro – ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 95 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Verantwortlich dafür waren starke Ethanolspreads und eine Erholung der Biokraftstoffquotenpreise.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 lagen die Umsätze bei 896 Millionen Euro. Der Nettoverlust schrumpfte auf 0,7 Millionen Euro. Gleichzeitig berichtete das Unternehmen von Rekordproduktionsvolumina in Europa und einer verbesserten Auslastung der US-Anlagen.
Regulatorisches Umfeld als Schlüsselfaktor
Neben den Zahlen bleibt das regulatorische Umfeld entscheidend. EU-Vorgaben wie RED II und Diskussionen um RED III bestimmen, wie viel Biokraftstoff beigemischt werden darf. Zudem hatten Betrugsfälle den Markt für THG-Zertifikate belastet. Politisch wurde entschieden, die Nutzung von Überschussquoten für 2025 und 2026 auszusetzen.
Bitterfeld-Hochlauf als Prüfstein
Die operative Erholung trifft auf eine Bewertungsdebatte. Während Jefferies vieles bereits im Kurs sieht, argumentieren andere Häuser deutlich optimistischer. Der nächste Prüfstein liegt in der Bestätigung der verbesserten Marktdynamik – und in der planmäßigen Umsetzung des Bitterfeld-Hochlaufs in der zweiten Jahreshälfte 2026.
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