Nach einem Kursanstieg von über 300 Prozent binnen zwölf Monaten stellen sich Anleger die entscheidende Frage: Ist das Ende der Fahnenstange erreicht? Der anhaltende Mangel an Speicherchips und eine im Branchenvergleich überraschend moderate Bewertung deuten darauf hin, dass der durch Künstliche Intelligenz (KI) getriebene Zyklus für den US-Hersteller noch lange nicht vorbei sein könnte.
Speicherknappheit treibt Margen
Der massive Ausbau der globalen KI-Infrastruktur sorgt weiterhin für einen gravierenden Engpass bei Speicherchips. Als einer von nur drei großen Herstellern weltweit und einziger bedeutender US-Produzent von DRAM- und RAM-Hardware profitiert Micron überproportional von dieser Entwicklung. Die Auftragsbücher sprechen eine klare Sprache: Die Produktionskapazitäten für das gesamte Jahr 2026 sind bereits vollständig ausverkauft. Prognosen gehen für das Geschäftsjahr 2027 von einem Umsatz nahe der 100-Milliarden-Dollar-Marke aus, begleitet von historisch hohen Margen.
Bewertung im Vergleich
Trotz der enormen Kursgewinne wirkt die Aktie fundamental nicht überhitzt. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 12 handelt das Papier deutlich günstiger als der KI-Platzhirsch Nvidia, der auf einen Wert von rund 24 kommt.
Der Gewinnsprung im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf 5,2 Milliarden Dollar – eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr – untermauert die Wachstumserwartungen. Die Diskrepanz zwischen dem aktuellen KGV von 39 und der deutlich niedrigeren Forward-Bewertung signalisiert, dass der Markt von einer massiven Gewinnsteigerung ausgeht.
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Strategische Neuausrichtung
Das Management hat das Geschäftsmodell konsequent auf Profitabilität getrimmt:
* Fokus auf Enterprise: Die Einstellung der Konsumentenmarke Crucial ermöglicht eine Konzentration auf margenstarke KI- und Unternehmenskunden.
* Expansion: Neben der geplanten Übernahme einer Fertigungsstätte in Taiwan für 1,8 Milliarden Dollar startete im Januar der Bau einer 100-Milliarden-Dollar-Fabrik in New York. Diese soll nach Fertigstellung die größte Halbleiteranlage der USA werden.
Analysten euphorisch, Insider vorsichtig
Die Wall Street reagiert auf die veränderte Marktlage mit reihenweise erhöhten Kurszielen. Banken wie HSBC und Mizuho sehen den fairen Wert der Aktie mittlerweile bei bis zu 500 Dollar und verweisen auf steigende Preise für DRAM und NAND.
Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Insider nutzen das hohe Kursniveau für Verkäufe. So veräußerte Vorstandsmitglied Sumit Sadana Anfang Februar Aktienpakete im Wert von 10,7 Millionen Dollar. Anleger sollten trotz der positiven Fundamentaldaten die typische Zyklik der Speicherbranche nicht ignorieren. Entscheidend für die mittelfristige Kursentwicklung wird sein, wie lange der KI-Hunger das Angebot noch übersteigt, bevor eine Normalisierung der Lieferketten die Preise wieder drückt.
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