Gold bricht Rekorde, und Newmont profitiert direkt davon. Der Minenkonzern hängt stark am Goldpreis – und der hat in den vergangenen Wochen neue Höchststände markiert. Gleichzeitig wächst der Druck durch steigende Kosten und hohe Investitionen. Wie stabil ist dieser Lauf, wenn die Geldpolitik wieder in den Mittelpunkt rückt?
Historische Goldrally als Kurstreiber
Der wichtigste Faktor hinter der aktuellen Stärke der Newmont-Aktie ist der außergewöhnlich hohe Goldpreis. Das Edelmetall ist zuletzt über die Marke von 5.100 US-Dollar je Unze gestiegen und hat damit frühere Rekorde deutlich übertroffen. Auslöser sind breite Marktvolatilität und zunehmende geopolitische Spannungen, die viele Investoren zurück in vermeintlich sichere Häfen wie physisches Gold treiben.
Diese Preisexplosion wirkt direkt in die Bewertungen der Goldförderer hinein. Newmont profitiert als einer der großen Produzenten besonders stark. Der enge Schulterschluss zwischen Spotpreis und Aktienkurs zeigt sich in den deutlichen Aufschlägen der vergangenen Wochen und hat den Titel in den Fokus spekulativer wie langfristiger Anleger gebracht.
Über die letzten 30 Tage legte die Aktie rund 26 % zu; auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich das Plus auf mehr als 200 % – ein klarer Hinweis auf einen etablierten Aufwärtstrend, der weit über eine kurzfristige Reaktion hinausgeht.
Strategische Stärke gegenüber Barrick
Neben dem Rückenwind vom Goldmarkt spielt auch die strategische Position im Wettbewerb eine Rolle. Im Zentrum steht das Joint Venture Nevada Gold Mines (NGM), eines der wichtigsten Goldprojekte weltweit. Hier hält Barrick einen Anteil von 61,5 %, Newmont 38,5 %.
Entscheidend: Newmont besitzt ein Vorkaufsrecht, falls Barrick seinen Anteil an NGM veräußern möchte. Dieses Recht auf den ersten Zugriff verschafft Newmont erheblichen strategischen Spielraum. Sollte es zu einer Neuordnung der Beteiligungen kommen, könnte der Konzern seine Position in einem Kernasset der Branche ausbauen – und hätte gleichzeitig Einfluss auf mögliche Restrukturierungspläne des größten Rivalen.
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Operative Herausforderungen und Fortschritte
Trotz des starken Marktumfelds ist die Lage nicht frei von Risiken. Im operativen Geschäft zeigen sich Belastungsfaktoren:
- Steigende Kosten: Newmont kämpft mit höheren Produktionskosten. Sowohl die „Costs Applicable to Sales“ (CAS) als auch die „All-In Sustaining Costs“ (AISC) sind gestiegen und drücken potenziell auf die Margen, selbst bei hohem Goldpreis.
- Hohe Investitionen: Erhöhte Instandhaltungs- und Ausbauinvestitionen führen zu Sorgen um die kurzfristige Cashflow-Entwicklung. Die erhöhte Kapitalbindung begrenzt den finanziellen Spielraum, solange die Projekte noch keinen vollen Ertrag liefern.
- Neue Produktion in Ghana: Positiv dagegen: Die neue Ahafo-North-Mine in Ghana hat kürzlich den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Dort wird zusätzlich profitables Gold erwartet, das die Produktion im Jahr 2026 steigern und den Effekt der höheren Kosten teilweise ausgleichen dürfte.
- Starke Zahlen im letzten Quartal: Im jüngsten berichteten Quartal erzielte Newmont einen Umsatz von 5,52 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 20 % im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie (EPS) kletterte von 0,81 auf 1,71 US-Dollar und damit deutlich nach oben – ein Signal, dass das Unternehmen das aktuelle Preisumfeld bislang gut nutzen kann.
In Summe zeigt sich: Operative Gegenwinde sind klar sichtbar, werden derzeit aber noch von Preis- und Mengeneffekten überlagert.
Blick auf die Fed und den Zins
Kurzfristig richtet sich der Blick nun auf die Makroebene. Heute endet die aktuelle Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve. Aussagen zur weiteren Zinsentwicklung stehen im Mittelpunkt, weil sie direkt auf Gold durchschlagen.
Steigen die Zinsen weiter oder bleiben sie länger auf hohem Niveau, erhöht sich die Opportunitätskosten für das Halten von zinslosen Anlagen wie Gold. Das kann den Goldpreis belasten und damit auch die Rally der Newmont-Aktie ausbremsen. Signale für eine Lockerung oder eine längere Zinspause dagegen könnten das Momentum am Goldmarkt und damit auch bei Newmont stützen.
Für die nächsten Wochen bleibt damit entscheidend, wie sich die Kombination aus Rekord-Goldpreisen, operativen Kostensteigerungen und der US-Geldpolitik entwickelt – genau an dieser Schnittstelle wird sich zeigen, ob der eindrucksvolle Aufwärtstrend der Newmont-Aktie in die nächste Runde geht oder eine Konsolidierung einsetzt.
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