Saudi-Arabiens Staatsfonds zieht die Fäden im Gaming-Portfolio neu. Die Beteiligung an Take-Two Interactive wandert nicht vom Tisch – sie wandert nur den Besitzer: weg vom Public Investment Fund (PIF) direkt hin zur Gaming-Tochter Savvy Games Group. Warum das Timing kurz vor dem heiß erwarteten „GTA VI“-Zyklus bemerkenswert ist, zeigt ein Blick auf die Strategie dahinter.
Interner Umbau statt Verkauf
Auslöser ist eine Pflichtmitteilung, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Darin wird sichtbar: Der PIF hat seinen Anteil von rund 11 Millionen Take-Two-Aktien (knapp unter 3 Milliarden US-Dollar bewertet) an Savvy Games Group übertragen.
Wichtig ist dabei die Einordnung: Es handelt sich um eine interne Umschichtung, nicht um einen Ausstieg. Saudi-Arabien bleibt über Savvy weiterhin substanziell an Take-Two beteiligt. Zuvor galt der PIF laut LSEG-Daten als zweitgrößter Aktionär.
Savvy als Sammelbecken für Gaming-Investments
Der Schritt passt zur breiteren Linie des Königreichs, Gaming-Investments unter einer spezialisierten Plattform zu bündeln. Savvy Games Group wurde 2021 als Vehikel für Engagements in Publishing, E-Sports und Entwicklung aufgebaut – und genau dort sollen diese Beteiligungen künftig zusammenlaufen.
Take-Two ist dabei kein Einzelfall. Laut Reuters und den Unterlagen wurden auch Beteiligungen an Unternehmen wie Nintendo, Bandai Namco und Square Enix systematisch zu Savvy verschoben. Das wirkt wie Aufräumen im Portfolio: weniger verstreute Einzelpositionen, mehr zentrale Steuerung über eine Gaming-Einheit.
GTA VI bleibt der Taktgeber
Der Zeitpunkt fällt in eine Phase, in der Take-Two stark über den nächsten großen Release-Zyklus wahrgenommen wird. „Grand Theft Auto VI“ ist weiterhin für einen Start im November 2026 vorgesehen – und damit ein potenzieller Umsatz- und Stimmungstreiber für die gesamte Branche.
Operativ lieferte das Unternehmen zuletzt ebenfalls Argumente: Anfang Februar meldete Take-Two für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 Netto-Bookings von 1,76 Milliarden US-Dollar und lag damit über der eigenen Prognose. Gleichzeitig wurde der Ausblick angehoben – auf Netto-Bookings von 6,65 bis 6,7 Milliarden US-Dollar für das Gesamtjahr.
Am Markt bleibt dennoch Nervosität ein Thema, weil Anleger Bewertung und Umsetzungsrisiken bis zum großen Launch gegeneinander abwägen.
In den Kursdaten spiegelt sich dieser Spagat: Trotz kleiner Tagesgewinne notiert die Aktie mit 199,80 US-Dollar deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch und liegt auf 30-Tage-Sicht klar im Minus.
Mit Blick nach vorn ist der Fahrplan recht klar abgesteckt: Entscheidend wird, ob Take-Two den angehobenen Jahresausblick bestätigt – und ob die Kommunikation rund um „GTA VI“ bis zum anvisierten November-Start 2026 die hohen Erwartungen weiter untermauern kann.
Take-Two-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Take-Two-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Take-Two-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Take-Two-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Take-Two: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...