Strategy treibt ihre Bitcoin-Strategie unbeirrt weiter – und setzt dafür erneut auf frisches Kapital aus dem Aktienmarkt. Der jüngste Zukauf ist nicht nur ein Signal an Krypto-Fans, sondern auch ein Hinweis darauf, wie stark die Aktie als „Hebel“ auf die Bitcoin-Stimmung funktioniert. Was steckt hinter dem Deal – und warum reagiert der Markt trotzdem so sensibel?
Neuer Kauf – und ein gewaltiger Bestand
Laut einer diese Woche eingereichten Pflichtmitteilung (Form 8-K) kaufte Strategy zusätzliche 3.015 Bitcoin für insgesamt 204,1 Mio. US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei rund 67.700 US-Dollar je Bitcoin.
Damit steigt der Gesamtbestand auf 720.737 Bitcoin. Gemessen an der maximalen Bitcoin-Menge von 21 Millionen entspricht das mehr als 3,4% der späteren Gesamtausgabe – eine Größenordnung, die den Kurs der Aktie noch stärker an den Kryptomarkt kettet.
Finanzierung über Aktien und Vorzugsaktien
Bezahlt wurde der Zukauf nicht aus dem laufenden Geschäft, sondern über den Kapitalmarkt: Strategy nahm dafür laut Meldung rund 229,9 Mio. US-Dollar durch Verkäufe von Stammaktien ein. Zusätzlich flossen 7,1 Mio. US-Dollar netto über eine Vorzugsaktie (Variable Rate Series A Perpetual Stretch Preferred Stock, Kürzel STRC).
Ein kleiner Restbetrag von rund 7 Mio. US-Dollar kam aus „at-the-market“-Verkäufen der „Stretch“-Vorzugsaktien, die dabei mit Abschlag zum Nennwert platziert wurden. Der Executive Chairman Michael Saylor hatte den bevorstehenden Kauf bereits am Sonntag über ein Update des unternehmenseigenen Bitcoin-Trackers angedeutet – ein Muster, das bei Strategy inzwischen fast schon zur Routine geworden ist.
Kursreaktion: Bitcoin-Erholung und Short-Eindeckungen
Am Markt wirkte diesmal vor allem das Zusammenspiel aus Bitcoin-Erholung und Positionierung: Der Titel ist seit Jahresanfang mit -13,30% im Minus. Gleichzeitig hat die Aktie in den letzten sieben Tagen um 9,92% zugelegt – ein Hinweis darauf, wie schnell die Stimmung drehen kann, wenn Bitcoin anzieht.
Im Quelltext wird zudem ein weiterer Treiber genannt: Rund 14% der frei handelbaren Aktien waren zuletzt leerverkauft. Steigt der Kurs, müssen Short-Seller häufig eindecken – das kann Kursbewegungen verstärken, ohne dass sich fundamental etwas am Unternehmen ändert.
STRC-Dividende erneut angehoben
Parallel zum Bitcoin-Kauf schraubt Strategy weiter an der Attraktivität der STRC-Vorzugsaktie. Der Vorstand hob die jährliche Dividendenrate auf 11,5% an (von 11,25%) – gültig für monatliche Perioden ab dem 1. März. Es ist bereits die siebte Erhöhung in Folge seit Juli 2025.
Unterm Strich zeigt sich: Strategy ist nicht nur eine Bitcoin-Treasury-Story, sondern auch eine „Kapitalstruktur-Story“ – also ein Titel, dessen Bewertung stark davon abhängt, wie aggressiv das Unternehmen Kapital aufnimmt, um weiter Bitcoin zu kaufen.
Zum Vergleich: Erst im Februar hatte Strategy in zwei Tranchen bereits 1.734 Bitcoin für rund 130 Mio. US-Dollar erworben – und genau dieses wiederkehrende Tempo dürfte auch in den nächsten SEC-Meldungen den Takt vorgeben.
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