Beyond Meat bekommt gleich von zwei Seiten Gegenwind: Ein großer institutioneller Investor hat seine Position drastisch gekürzt, gleichzeitig laufen Fristen in einer Sammelklage. Das trifft ein Papier, das längst unter der 1-Dollar-Marke festhängt. Was steckt hinter dem Verkaufsignal – und wie hängt es mit den Bilanzthemen aus dem Vorjahr zusammen?
- Jane Street reduzierte den Bestand um rund 19,3 Mio. Aktien (–85,29%)
- Stichtag der Meldung: 31. Dezember 2025, verbleibend ca. 3,33 Mio. Aktien (0,7%)
- Frist im Verfahren: 24. März 2026 (Anträge auf „Lead Plaintiff“-Status)
- Auslöser im Zahlenwerk: 77,4 Mio. US-Dollar Wertminderung (Q3 2025, nicht zahlungswirksam)
- Kursniveau zuletzt: 0,67 bis 0,72 US-Dollar
Jane Street zieht sich stark zurück
Aus einer Anfang des Monats veröffentlichten 13G/A-Meldung geht hervor, dass Jane Street Group, LLC seine Beteiligung massiv abgebaut hat. Der Bestand sank von über 22 Millionen auf rund 3,33 Millionen Aktien (Stichtag 31. Dezember 2025). Unterm Strich entspricht das einem Rückgang um 85,29%.
Der Schritt fällt in eine Phase, in der sich die Aktie nicht über die 1,00-US-Dollar-Schwelle zurückkämpfen konnte. Zuletzt wechselten Stücke im Bereich von 0,67 bis 0,72 US-Dollar den Besitzer. Damit bleibt das Papier klar im Penny-Stock-Bereich.
Sammelklage: Frist läuft bis 24. März
Parallel dazu steht Beyond Meat in einem juristisch angespannten Umfeld. Mehrere Kanzleien weisen Aktionäre auf eine bundesweite Sammelklage hin. Bis 24. März können Investoren Anträge stellen, um als federführender Kläger („Lead Plaintiff“) aufzutreten.
Im Zentrum der Klage stehen Unternehmensangaben im Zeitraum 27. Februar 2025 bis 11. November 2025. Kläger werfen dem Unternehmen und bestimmten Führungskräften vor, Aussagen zur Fair-Value-Bewertung langlebiger Vermögenswerte seien wesentlich irreführend gewesen. Konkret: Diese Vermögenswerte seien zu hoch angesetzt worden, bevor es später zu einer negativen Korrektur kam.
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Der finanzielle Auslöser: 77,4 Millionen Dollar Wertminderung
Der juristische Streit knüpft an die Zahlen aus dem Herbst an. Im Q3-Bericht, der im November veröffentlicht wurde, verbuchte Beyond Meat nicht zahlungswirksame Wertminderungen von 77,4 Mio. US-Dollar. Der Abschreiber betraf vor allem Sachanlagen und trug dazu bei, dass der operative Verlust im dritten Quartal über 112 Mio. US-Dollar lag.
Damals reagierte der Markt negativ auf die Nachricht. Zusätzlich belastete, dass sich die Vorlage der Quartalszahlen verzögerte.
Im Fokus der nächsten Calls dürften vor allem Liquidität, der Umgang mit Wandelanleihen sowie das vom Management wiederholt genannte Ziel stehen, bis Ende 2026 ein positives EBITDA zu erreichen. Die nächste Wegmarke bleibt dabei kurzfristig klar: der 24. März als wichtige Frist im laufenden Verfahren.
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