Evonik Aktie: Analysten sehen Rot

Der Spezialchemiekonzern Evonik verzeichnet deutliche Kursverluste und erhält von Analysten wie Berenberg eine Verkaufsempfehlung. Schwache Prognosen und das China-Risiko belasten die Aktie.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie verliert fast 30 Prozent in einem Jahr
  • Berenberg stuft mit Kursziel von 11,60 Euro auf Sell
  • Gewinnprognosen für 2027 massiv gesenkt
  • China-Markt entwickelt sich zum Risikofaktor

Der Spezialchemiekonzern steckt in der Krise. Binnen zwölf Monaten hat die Evonik-Aktie fast 30 Prozent an Wert verloren – und ein Ende des Abwärtstrends ist nicht in Sicht. Jüngste Analystenstimmen verschärfen den Druck: Berenberg stuft auf „Sell“ ab und setzt das Kursziel bei nur 11,60 Euro an. Das läge nochmal rund zehn Prozent unter dem aktuellen Niveau von etwa 13 Euro.

Die Faktenlage im Überblick:

Evonik

DE000EVNK013
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Heute: -
7 Tage: -
  • 52-Wochen-Performance: Minus 28 Prozent
  • Abstand zum Jahreshoch: Über 40 Prozent
  • Neues Allzeittief: 12,57 Euro am 20. Januar 2026
  • Gewinn je Aktie (5 Jahre): Durchschnittlich minus 31 Prozent p.a.
  • Aktuelles KGV: Über 60

China-Risiko belastet die Prognosen massiv

Berenberg hat seine Gewinnschätzung für 2026 um fünf Prozent auf 1,07 Euro je Aktie gesenkt. Noch härter trifft Evonik die Revision für 2027: Hier streichen die Analysten ihre Prognose um fast 20 Prozent zusammen – auf nur noch 1,04 Euro.

Der Grund: Das hauseigene ChemCast-Tool der Privatbank zeigt, dass Evonik weder Preise verteidigen noch Volumenwachstum generieren kann. Besonders der chinesische Markt entwickelt sich zum Risikofaktor. Die Konsensschätzungen für das bereinigte EBITDA ab 2026 dürften nach Einschätzung von Berenberg zu optimistisch sein.

Auch andere Häuser zeigen sich skeptisch. JP Morgan senkte die EPS-Schätzung für 2026 um knapp 13 Prozent auf 1,18 Euro und verharrt bei „Neutral“. Goldman Sachs und Jefferies empfehlen den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten liegt bei 15,27 Euro – doch die Spanne reicht von 11,60 bis 20,40 Euro.

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Technisch angeschlagen

Die Aktie notiert deutlich unter allen relevanten gleitenden Durchschnitten. Die 50-Tage-Linie wurde Ende Januar kurzzeitig überschritten, nur um einen Tag später wieder zu unterschreiten. Der langfristige Abwärtstrend seit Juni 2025 bleibt intakt.

Wer vor fünf Jahren eingestiegen ist, sitzt mittlerweile auf einem Verlust von über 50 Prozent – selbst inklusive Dividenden beträgt der Total Shareholder Return minus 37 Prozent. Die für 2026 erwartete Dividende von 1,17 Euro würde beim aktuellen Kurs eine Rendite von neun Prozent ergeben. Fraglich bleibt allerdings, ob diese Ausschüttung angesichts der schwachen Ertragslage dauerhaft haltbar ist.

Die nächsten Quartalsberichte dürften zeigen, ob sich die düsteren Prognosen bestätigen oder ob Evonik doch noch eine Trendwende gelingt. Der Verband der Chemischen Industrie erwartet für 2026 allerdings eine Stagnation der gesamten Branche in Deutschland.

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