Die Bilanz des Verpackungsspezialisten Gerresheimer gleicht einem Trümmerfeld: In nur einem Jahr hat die Aktie fast 60 Prozent ihres Wertes verloren – ein Absturz von rund 70 Euro auf zeitweise 23,50 Euro. Jetzt zeigt der Kurs erste Lebenszeichen und notiert bei knapp 28 Euro. Doch kann das der Anfang einer Erholung sein, oder droht die nächste Abwärtswelle?
Drei Faktoren bestimmen aktuell die Gemengelage:
- Massive Vorjahresverluste: -59,87 Prozent auf Jahressicht
- Belastung durch Bilanzkorrektur: 28 Millionen Euro drücken auf das 2024er-Ergebnis
- Nachfrageüberhang: Xetra-Orderbuch zeigt mehr Kauf- als Verkaufsinteresse
Buchungskorrektur zieht Bilanz nach unten
Der Grund für den anhaltenden Druck ist nun offiziell beziffert: Eine notwendige „Bill-and-Hold-Buchungskorrektur“ hat das Ergebnis für 2024 mit rund 28 Millionen Euro belastet. Die Marktkapitalisierung ist auf 957 Millionen Euro geschrumpft – ein Wert, der die Unsicherheit der Investoren widerspiegelt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gerresheimer?
Die Analystenhäuser reagieren verhalten: mwb research bleibt beim Votum „Halten“, während einige Finanzmedien bereits von einem möglichen „Rebound-Favoriten für 2026“ sprechen. Die Kluft zwischen diesen Einschätzungen zeigt, wie gespalten die Meinungen sind.
Technische Lage: Widerstand bei 28 Euro
Auf Xetra schloss die Aktie am Freitag mit einem Plus von 0,80 Prozent bei 27,80 Euro. Das Orderbuch zeigte dabei ein auffälliges Bild: Kaufaufträgen für über 15.000 Aktien standen nur rund 3.600 Verkaufsorders gegenüber. Dieser kurzfristige Nachfrageüberhang deutet zumindest auf eine gewisse Stabilisierung hin.
Die entscheidende Frage lautet nun: Hält die Marke von 27 Euro als neuer Boden? Der massive Abverkauf von 70 auf 23,50 Euro hat viel Pessimismus eingepreist. Ob die aktuelle Erholung Substanz hat, wird sich zeigen, wenn die Zahlen für 2024 vorliegen und das Ausmaß der Korrekturbelastung konkret bezifferbar wird.
Gerresheimer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gerresheimer-Analyse vom 5. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Gerresheimer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gerresheimer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gerresheimer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...