Die bestätigte Einstufung auf „Outperform“ klingt auf den ersten Blick positiv, doch der Teufel steckt im Detail. Bernstein Research liefert zum Jahresstart 2026 eine Analyse, die mehr Warnung als Ermutigung enthält. Während der Sportartikelhersteller im Vergleich zur Konkurrenz günstig bewertet scheint, fragen sich Anleger angesichts der trüben Konsumstimmung: Reicht das für eine nachhaltige Erholung oder droht der nächste Rücksetzer?
Das Wichtigste in Kürze:
* Analystenvotum: Bernstein bestätigt „Outperform“, belässt das Kursziel aber bei konservativen 24 Euro.
* Marktumfeld: Experten erwarten für 2026 anhaltende Kaufzurückhaltung in Europa.
* Chartbild: Die Aktie stabilisiert sich nach dem massiven 12-Monats-Verlust (-49,06 %).
Begrenztes Potenzial
Im Kern der aktuellen Diskussion steht die Diskrepanz zwischen Rating und Kursziel. Bernstein-Analyst William Woods hält zwar an seiner positiven Einstufung für den Konzern aus Herzogenaurach fest, doch sein Kursziel von 24 Euro lässt kaum Spielraum für Fantasie. Gemessen am gestrigen Schlusskurs von 22,28 Euro impliziert dies lediglich ein Aufwärtspotenzial von unter zehn Prozent.
Diese zurückhaltende Bewertung ist kein Zufall. Woods sieht den Sportartikelhersteller zwar im Vergleich zu direkten Wettbewerbern als attraktiv bewertet an, ordnet dies jedoch in ein insgesamt schwaches Sektorumfeld ein. Das „Outperform“ wirkt in diesem Kontext eher wie das Prädikat „Einäugiger unter Blinden“ als wie eine aggressive Kaufansage.
Konsumflaute belastet Ausblick
Der Hauptgrund für die Skepsis liegt in den makroökonomischen Rahmenbedingungen. Für das Jahr 2026 rechnet Bernstein mit einem weiterhin schwierigen Konsumklima in Europa. Die Kombination aus Inflation und Kaufzurückhaltung dürfte dazu führen, dass Verbraucher ihr Geld eher im Lebensmittelhandel lassen als für neue Sneaker oder Sportbekleidung auszugeben.
Diese Einschätzung trifft Puma in einer ohnehin fragilen Phase. Nach einem turbulenten Jahr 2025, in dem die Aktie fast die Hälfte ihres Wertes einbüßte, kämpft das Unternehmen weiterhin mit den Folgen hoher Lagerbestände und schwächelnder Nachfrage in Schlüsselmärkten wie China und Nordamerika. Zwar sorgte die im Dezember gesicherte Finanzierung über 500 Millionen Euro für kurzfristige Entspannung bei der Liquidität, die operative Wende im Kerngeschäft muss jedoch erst noch bewiesen werden.
Technische Erholung unter Vorbehalt
Trotz der fundamentalen Bedenken zeigt die Aktie Lebenszeichen. Seit dem 52-Wochen-Tief bei 15,48 Euro im November konnte sich der Kurs spürbar erholen. Aktuell notiert das Papier komfortabel über dem 50-Tage-Durchschnitt von 19,76 Euro, was kurzfristig für eine gewisse Stabilisierung spricht.
Allerdings mahnt der RSI (Relative Strength Index) mit einem Wert von 73,2 zur Vorsicht – dieses Niveau deutet oft auf eine kurzfristige Überhitzung hin. Sollte die Stimmung kippen, fungiert der Bereich um 20 bis 21,50 Euro als wichtige Unterstützungszone. Fällt die Aktie darunter, könnte der Verkaufsdruck schnell wieder zunehmen.
Klarheit über den weiteren Jahresverlauf werden erst die vorläufigen Zahlen für 2025 und der konkrete Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr im Februar bringen. Bis dahin bleibt die Aktie ein Spielball der volatilen Marktstimmung, bei dem das begrenzte Aufwärtspotenzial des Analystenziels wie ein Deckel wirken könnte.
Puma-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Puma-Analyse vom 7. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Puma-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Puma-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Puma: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
