Die Integration des Polymerherstellers in die neue Muttergesellschaft XRG zeigt erste operative Ergebnisse. Wenige Monate nach der Übernahme sichert sich das Unternehmen über eine strategische Partnerschaft mit den Schwesterfirmen Fertiglobe und TA’ZIZ den Zugriff auf wichtige Rohstoffe. Während das operative Geschäft von der neuen Konzernstruktur profitiert, rückt für Aktionäre das endgültige Börsen-Aus näher.
- Partner: Absichtserklärung mit Fertiglobe und TA’ZIZ unterzeichnet.
- Rohstoff: Sicherung von Ammoniak für globale Standorte.
- Konzernstruktur: XRG hält inzwischen 95,1 Prozent der Anteile.
- Börsenstatus: Squeeze-out der Minderheitsaktionäre eingeleitet.
Versorgungssicherheit im Fokus
Die am 6. Februar unterzeichnete Absichtserklärung zielt auf die langfristige Versorgung mit Ammoniak ab, einem unverzichtbaren Vorprodukt für die Herstellung von MDI und TDI. Diese Komponenten bilden die Basis für Hart- und Weichschäume. Konkret prüfen die Partner zunächst Lieferungen von Fertiglobe an Covestro-Standorte in den USA und China.
Langfristig geht die Zusammenarbeit über reine Liefermengen hinaus. Im Mittelpunkt stehen kohlenstoffarmes und grünes Ammoniak, um die Dekarbonisierung der Produktion voranzutreiben. Zudem evaluieren die Unternehmen gemeinsam mit dem Chemie-Cluster TA’ZIZ Infrastrukturprojekte in Abu Dhabi, um die logistische Kette vom Persischen Golf bis zu den globalen Werken zu optimieren.
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Konzerneinbindung zeigt Wirkung
Der Deal verdeutlicht die strategische Logik hinter der im Dezember 2025 abgeschlossenen Übernahme durch XRG (ehemals ADNOC International). Da auch Fertiglobe Teil dieses Chemie-Netzwerks ist, bleiben Wertschöpfung und Logistik weitgehend im eigenen Haus. Für Covestro bedeutet dies einen direkten Zugriff auf die Kapazitäten des weltweit größten seeseitigen Exporteurs von Harnstoff und Ammoniak. CEO Markus Steilemann bewertet den Schritt als essenziell für die Rohstoffsicherheit und die Transformation zu nachhaltigeren Produktionsprozessen.
Das Endspiel für Aktionäre
Während die industrielle Integration voranschreitet, befindet sich die Aktie auf der Zielgeraden ihres Börsendaseins. XRG kontrolliert mittlerweile 95,1 Prozent der Anteile und hat das Verfahren zum Squeeze-out der verbliebenen Minderheitsaktionäre bereits gestartet. Der Streubesitz ist auf knapp 4,9 Prozent geschrumpft. Parallel dazu wurde der Wechsel vom Prime Standard in den weniger regulierten General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse angekündigt.
Für Anleger ist die operative Entwicklung damit kaum noch kursrelevant. Der Aktienkurs wird nun primär durch die Höhe der zu erwartenden Barabfindung im Rahmen des Squeeze-out-Verfahrens bestimmt, das die Notierung des Papiers endgültig beenden wird.
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