Die Aktie von Strategy legt vorbörslich am Montag deutlich an Handelsaktivität zu. Auslöser ist ein neuer Aufschwung beim Bitcoin, der heute die Marke von 92.000 US‑Dollar überschritten hat. Parallel dazu steckt der Titel eine deutliche Kurszielsenkung von Clear Street weg – eine Kombination, die für einen nervösen Handelsstart sorgt.
- Bitcoin über 92.000 US‑Dollar
- Clear Street senkt Kursziel von 443 auf 268 US‑Dollar, Rating bleibt „Buy“
- MSCI verzichtet auf Ausschluss aus Indizes, Entlastungseffekt hält an
- Strategy verfolgt weiter aggressiven Bitcoin-Aufbau mit „42/42 Plan“
Bitcoin-Rally trifft Kursziel-Cut
Der wichtigste Treiber der Aktie ist heute die Erholung am Kryptomarkt. Bitcoin stieg in den vergangenen 24 Stunden um rund 1,5 % und notiert bei etwa 92.054 US‑Dollar. Strategy gilt als einer der zentralen börsennotierten Stellvertreter für Bitcoin-Exposure, die Aktie reagiert daher oft überproportional auf Bewegungen der Kryptowährung.
Gegenwind kommt von einer neuen Analyse aus dem Haus Clear Street. Analyst Brian Dobson senkte sein Kursziel für die Aktie von 443 auf 268 US‑Dollar. Das Votum bleibt trotz dieser deutlichen Reduktion bei „Buy“. Begründet wird der Schritt mit angepassten Annahmen zur zukünftigen Bitcoin-Preisentwicklung und zu den Renditen am Anleihemarkt.
Wichtig dabei: Auch das neue Kursziel signalisiert aus Analystensicht weiterhin ein deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau. Dobson verweist darauf, dass die Aktie nahe am modifizierten Nettoinventarwert (mNAV) gehandelt wird und damit aus seiner Sicht einen Einstiegszeitpunkt für langfristig orientierte Anleger bieten könnte.
Zusätzlich wirkt noch die Entscheidung von MSCI nach. Der Indexanbieter hatte am vergangenen Dienstag bestätigt, digitale-Asset-Treasury-Unternehmen nicht aus seinen globalen Indizes zu entfernen. Damit entfiel das Risiko erzwungener Verkäufe in einer Größenordnung von geschätzt knapp 9 Mrd. US‑Dollar. Diese Klarheit stützt den Basiswert der Aktie und federt den Effekt des gesenkten Kursziels ab.
„42/42 Plan“ und Bitcoin-Bestand
Strategy treibt seine Kapitalallokationsstrategie weiter voran. Das Unternehmen hat seinen bisherigen „21/21“-Ansatz auf den neuen „42/42 Plan“ ausgeweitet. Ziel ist es, über Eigen- und Fremdkapitalemissionen zusätzliche Mittel einzuwerben, um weitere Bitcoin zu erwerben.
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Laut aktuellen Angaben beläuft sich der Bitcoin-Bestand inzwischen auf rund 673.783 BTC. In dieser Größenordnung schlagen Kursbewegungen direkt und spürbar auf die Bilanz durch. Mit dem jüngsten Anstieg des Bitcoin über 92.000 US‑Dollar haben sich die nicht realisierten Bewertungsgewinne ausgeweitet. Das stützt den Buchwert je Aktie und ist ein zentraler Faktor in der aktuellen Marktbetrachtung.
Anleger gewichten damit kurzfristige Wertzuwächse aus dem Bitcoin-Bestand gegen die vorsichtigeren Annahmen, die im neuen Bewertungsmodell von Clear Street unterstellt werden.
Hohe Volatilität und Bewertung
Die Aktie zeigte zu Beginn des Jahres 2026 ausgeprägte Kursschwankungen. Nach einem Absturz von den 52‑Wochen-Hochs im Zuge der „Krypto-Winter“-Korrektur Ende 2025 befindet sich der Titel zwar in einer Erholungsphase, der Rückgang um rund 50 % in den vergangenen 90 Tagen unterstreicht aber das Risiko der stark gehebelt wirkenden Bitcoin-Strategie.
Diskussionen gibt es auch um die Bewertung. Teilweise wird ein niedriges KGV von etwa 6,2x ausgewiesen. Kritiker sehen darin vor allem Skepsis des Marktes gegenüber der Qualität und Nachhaltigkeit der aus Neubewertungen digitaler Assets resultierenden, nicht zahlungswirksamen Gewinne. Befürworter der Aktie argumentieren dagegen, klassische Kennzahlen bildeten den Wert des stetigen Bitcoin-Zukaufs je Aktie nur unzureichend ab.
Ausblick auf den Handel
Zum regulären Börsenstart dürfte sich die Aktie erneut eng an der Intraday-Entwicklung des Bitcoin orientieren. Hält sich die Kryptowährung über der Marke von 92.000 US‑Dollar, könnte der Markt die Kurszielsenkung von Clear Street kurzfristig in den Hintergrund rücken.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Handelsvolumen in der ersten Stunde, um mögliche Aktivitäten institutioneller Investoren nach der neuen Analystenstudie einschätzen zu können. In den kommenden Wochen erwarten Marktteilnehmer weitere Detailinformationen zur Umsetzung des „42/42 Plan“, während sich die technische Lage verbessert, seit die MSCI-Entscheidung dem Kurs geholfen hat, ein höheres Zwischentief auszubilden.
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