BayWa Aktie: Rückschlag bei Sanierung

Die BayWa AG muss ihre Sanierungspläne überdenken, da die Ökostromtochter BayWa r.e. ihre Ziele verfehlt. Dies gefährdet die geplanten Verkaufserlöse, obwohl die Liquidität aktuell gesichert ist.

Kurz zusammengefasst:
  • Ökostromtochter verfehlt Geschäftsplanung deutlich
  • Verkaufserlöse für Sanierung gefährdet
  • Vorsorgliche Gespräche mit Finanzierungspartnern
  • Veröffentlichung Jahresabschluss verzögert sich

Der Sanierungsprozess beim Agrar- und Energiekonzern BayWa AG gerät ins Stocken. Probleme bei der wichtigen Ökostromtochter BayWa r.e. AG zwingen den Vorstand dazu, vorsorglich Gespräche mit Finanzierungspartnern und Hauptaktionären aufzunehmen. Die zentrale Frage für Investoren lautet nun: Hält das Rettungskonzept den neuen Belastungen stand?

Sorgenkind Ökostrom-Tochter

Auslöser der aktuellen Unruhe sind veränderte Marktbedingungen für erneuerbare Energien in den USA und Europa. Diese Entwicklungen führen dazu, dass die Geschäftsplanung der Tochtergesellschaft BayWa r.e. AG voraussichtlich deutlich verfehlt wird. Eine entsprechende Pflichtmitteilung veröffentlichte das Unternehmen am Montagabend.

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Diese Abweichung trifft den Konzern an einer empfindlichen Stelle. Der geplante Verkauf der Beteiligung an der BayWa r.e. bis Ende 2028 ist ein Kernbestandteil der finanziellen Gesundung. Das Management befürchtet nun, dass die Erlöse aus diesem Exit niedriger ausfallen könnten als ursprünglich im Sanierungsgutachten kalkuliert. Konkrete Zahlen zum Ausmaß der Lücke nannte die Führungsebene bislang nicht.

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Keine akute Liquiditätskrise

Trotz der notwendigen Gespräche mit den Geldgebern betont der Vorstand, dass die operative Handlungsfähigkeit nicht gefährdet ist. Es gebe keine direkten negativen Auswirkungen auf die Liquidität oder das laufende Geschäft der Muttergesellschaft. Zudem seien bis zum geplanten Verkaufszeitpunkt 2028 keine Geldflüsse zwischen der BayWa AG und ihrer Tochtergesellschaft vorgesehen.

Die Unternehmensführung zeigt sich weiterhin zuversichtlich, die Sanierung erfolgreich abzuschließen. Allerdings haben die notwendigen Anpassungen administrative Folgen: Die für Ende April 2026 geplante Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2025 wird sich voraussichtlich verzögern.

Die Fakten im Überblick

  • Kernproblem: Die Tochter BayWa r.e. verfehlt ihre Geschäftsplanung aufgrund schwieriger Märkte in den USA und Europa.
  • Finanzielle Folge: Der für die Sanierung essenzielle Verkaufserlös der Tochter könnte geringer ausfallen als geplant.
  • Reaktion: Vorsorgliche Gespräche mit Banken und Aktionären wurden eingeleitet.
  • Status: Liquidität und operatives Geschäft sind laut Vorstand aktuell nicht beeinträchtigt.

Investoren müssen sich auf eine Phase der Unsicherheit einstellen, bis der neue Termin für den Jahresabschluss feststeht. Erst die dort präsentierten Zahlen werden zeigen, wie stark die Bewertung der Ökostromtochter korrigiert werden muss und ob das Sanierungskonzept in seiner jetzigen Form Bestand hat.

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