Worthington Steel fehlt nur noch ein kleiner Schritt zur Mehrheit an Klöckner & Co. Der US-Konzern hat die Mindestannahmeschwelle auf 57,5 % gesenkt und die Annahmefrist bis zum 26. März verlängert – bei bereits gesicherten 56,92 % der Anteile. Gleichzeitig präsentiert der Düsseldorfer Stahlhändler für 2025 ein deutlich verbessertes operatives Ergebnis.
Übernahme auf der Zielgeraden
Die Absenkung der Schwelle von ursprünglich höheren Anforderungen auf 57,5 % ist ein klares Signal, dass die Transaktion abgeschlossen werden soll. CEO Kerkhoff bezeichnete den Schritt als „logisch und üblich“, um die Transaktionssicherheit zu erhöhen. Zudem werden Managementanteile von rund 4,5 % eingebracht, die aufgrund der Quiet Period erst jetzt angedient werden können – was die Lücke zur Schwelle weiter schließt.
Gelingt die Vollziehung bis Ende März, endet die eigenständige Börsengeschichte von Klöckner vorerst.
Solide Zahlen als Fundament
Das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten stieg 2025 auf 171 Mio. Euro, nach 136 Mio. Euro im Vorjahr – innerhalb der Guidance und ein klarer Aufwärtstrend. Der operative Cashflow war zum vierten Jahr in Folge positiv und erreichte 110 Mio. Euro. Die Netto-Finanzschulden sanken auf 709 Mio. Euro, den niedrigsten Stand seit dem zweiten Quartal 2023.
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Der Umsatz lag bei 6,4 Mrd. Euro, leicht unter Vorjahr – bedingt durch niedrigere Durchschnittspreise und Währungseffekte. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine stabile Dividende von 0,20 Euro je Aktie vor.
Für 2026 erwartet das Unternehmen einen erheblichen EBITDA-Anstieg sowie einen deutlich positiven operativen Cashflow über dem 2025er-Niveau. Rückenwind könnte dabei aus Nordamerika kommen: CEO Americas John Ganem rechnet mit einer Zunahme der Stahlnachfrage um 1–2 %, ein positives Ergebnis der USMCA-Überprüfung könnte zurückgehaltene Investitionen in der zweiten Jahreshälfte freisetzen.
Das neue Aluminiumflachwalzwerk in Columbus, Mississippi, wird seinen operativen Betrieb erst im zweiten Quartal 2027 aufnehmen – ein nennenswerter Ergebnisbeitrag ist für 2026 daher nicht einzuplanen. Die Aktie hat seit ihrem 52-Wochen-Tief im November 2025 rund 130 % zugelegt und notiert aktuell auf einem neuen Jahreshoch von 11,88 Euro – getragen von der Übernahmefantasie und den verbesserten Fundamentaldaten.
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