TKMS Aktie: Rekordjagd geht weiter

Die TKMS-Aktie erreicht neue Höchststände, angetrieben von der Aufnahme in den MDAX und einer strategischen KI-Partnerschaft für ein Milliardenprojekt in Kanada. Analysten bewerten die Entwicklung jedoch unterschiedlich.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Hoch
  • Strategische KI-Allianz für Kanada-U-Boot-Deal
  • Rekord-Auftragsbestand von 18,2 Milliarden Euro
  • Analysten uneins über faire Bewertung

Der Höhenflug des Marineschiffbauers scheint derzeit keine Grenzen zu kennen. Angetrieben von der jüngsten MDAX-Aufnahme und einer strategischen KI-Allianz jagt der Kurs von einem Hoch zum nächsten und nähert sich der psychologisch wichtigen 100-Euro-Marke. Doch rechtfertigen die fundamentalen Daten diese Bewertungsexplosion oder überhitzt der Titel langsam?

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
* Kursentwicklung: +8,08 % am Freitag auf 97,00 Euro
* Jahresperformance: +39,77 % seit Jahresbeginn
* Auftragsbestand: Rekordwert von 18,2 Milliarden Euro
* Katalysator: Strategische Partnerschaft für Kanada-Großauftrag

Dynamik nimmt zu

Die Aktie beendete den Handel am Freitag mit einem deutlichen Plus und markierte bei 97,00 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Damit ist der Abstand zum 52-Wochen-Tief von rund 57 Euro inzwischen auf fast 69 Prozent angewachsen.

Treibende Kraft hinter dieser Entwicklung ist unter anderem die am 22. Dezember 2025 vollzogene Aufnahme in den MDAX. Dieser Schritt zwingt Indexfonds zum Kauf des Papiers und erhöht die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren signifikant. Die Marktkapitalisierung kletterte parallel auf rund 5,2 Milliarden Euro.

Wette auf den Kanada-Deal

Operativ sorgt eine neue Kooperation für Fantasie. TKMS hat sich mit dem kanadischen KI-Spezialisten Cohere verbündet, um die Chancen im Rennen um das „Canadian Patrol Submarine Project“ zu verbessern. Bei diesem Vorhaben geht es um bis zu 12 neue U-Boote – ein Auftragsvolumen in Milliardenhöhe.

Durch die Integration von KI-Systemen zur Entscheidungsunterstützung und Informationsverarbeitung will sich der deutsche Anbieter gegen den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean durchsetzen. TKMS spielt dabei gezielt die Karte der NATO-Kompatibilität aus. Diese technologische Aufrüstung wird von Marktbeobachtern als entscheidender Schachzug gewertet, um im technologisch anspruchsvollen nordamerikanischen Markt zu punkten.

Bewertung spaltet Experten

Die rasante Kursentwicklung ruft unterschiedliche Reaktionen hervor. Während die Deutsche Bank ihr Kursziel am 13. Januar auf 99 Euro anhob und weiteres Potenzial im Rüstungssektor sieht, mahnen andere zur Vorsicht. Analysten von mwb research stuften den Titel zuletzt auf „Halten“ herab, da der Kurs den fairen Wert erreicht habe.

Ein Warnsignal kommt zudem von der Seite der Leerverkäufer. Aktuelle Transparenzmeldungen weisen auf den Aufbau von Short-Positionen hin. Dies deutet darauf hin, dass Teile des Marktes die aktuelle Bewertung – das KGV liegt bei etwa 64 – als ambitioniert einstufen und auf eine Korrektur spekulieren.

Anleger sollten den späten Februar im Blick behalten. Am 25. Februar legt der Konzern seine nächsten Quartalszahlen vor, gefolgt von der Hauptversammlung am 27. Februar. Diese Termine werden zeigen, ob die operative Entwicklung mit dem vorauseilenden Aktienkurs Schritt halten kann.

TKMS: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 18. Januar liefert die Antwort:

Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Neueste News

Alle News

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten