Starke Vorgaben aus Asien und ein optimistischer Analystenkommentar rücken Infineon heute in den Fokus. Während der Branchenprimus TSMC die hohe Nachfrage nach KI-Hardware bestätigt, kürt die Investmentbank Jefferies den DAX-Konzern zum „Top Pick“ für 2026. Steht die Aktie kurz vor dem Ausbruch über das 52-Wochen-Hoch?
- Analysten-Votum: Jefferies erhöht Kursziel auf 52 Euro
- Sektor-Impuls: TSMC meldet starke Zahlen und KI-Nachfrage
- Trend: Plus 14,85 % in den letzten 30 Tagen
TSMC liefert Kaufsignale
Der wichtigste Impuls für den Technologiesektor kommt vom weltgrößten Auftragsfertiger TSMC. Die Taiwanesen legten überraschend starke Zahlen für das vierte Quartal vor und gaben einen optimistischen Ausblick auf das Jahr 2026. Besonders relevant für Infineon: Der KI-Boom treibt den Ausbau von Rechenzentren weiter voran. Diese Infrastruktur benötigt spezialisierte Leistungshalbleiter zur Energieversorgung, was direkt in das Kerngeschäft des deutschen Chipherstellers einzahlt.
Jefferies sieht „Top Pick“
Diese Einschätzung stützt eine aktuelle Analyse von Jefferies. Analyst Janardan Menon hob das Kursziel für Infineon von 48 auf 52 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Nach einem Strategie-Update mit CEO Jochen Hanebeck sieht das Analysehaus den Konzern hervorragend positioniert, um von der „zweiten Welle“ der KI-Entwicklung zu profitieren. Jefferies führt die Aktie nun als einen der Favoriten im europäischen Technologiesektor für das laufende Jahr.
Zusätzlich treibt Infineon seine langfristige Strategie voran. Im Rahmen einer Delegationsreise von Bundeskanzler Friedrich Merz nach Indien unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung mit dem Institut NIELIT. Ziel ist die Ausbildung von Fachkräften für die Halbleitermontage, um dem globalen Personalmangel entgegenzuwirken.
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Blick auf den Chart
Die positive Nachrichtenlage trifft auf ein konstruktives Chartbild. Zwar bewegt sich der Kurs heute mit 41,45 Euro kaum vom Fleck (-0,04 %), doch die mittelfristige Tendenz zeigt nach oben. Seit Jahresanfang legte das Papier bereits über 8 Prozent zu.
Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 42,53 Euro beträgt nur noch rund 2,5 Prozent. Marktbeobachter werten die Kombination aus fundamentalem Rückenwind durch TSMC und der Analystenaufstufung als potenziellen Treibstoff, um diesen Widerstand zu testen.
Entscheidend für den weiteren Kursverlauf werden die eigenen Quartalszahlen sein, die Anfang Februar erwartet werden. Anleger achten dann primär darauf, ob das starke Geschäft mit Rechenzentren die zyklische Schwäche im Automobilbereich überkompensieren kann. Gelingt hier eine positive Überraschung, wäre der Weg zu neuen Höchstständen fundamental untermauert.
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