Während sich an der Börse oft alles um Prozessoren dreht, wird ein entscheidendes Nadelöhr im KI-Sektor oft übersehen: der Speicherplatz. Micron Technology steuert nun aggressiv gegen den drohenden Mangel und kündigte eine gigantische Investition von 24 Milliarden Dollar an. Die Botschaft an den Markt ist eindeutig: Der Bedarf an KI-Hardware ist so hoch, dass die Kapazitäten drastisch ausgeweitet werden müssen.
Strategische Wette auf Speicherchips
Der US-Halbleiterriese erweitert seine Fertigungskapazitäten in Singapur erheblich. Die geplante Fabrik soll speziell fortschrittliche NAND-Speicherchips produzieren, die in modernen Rechenzentren für Künstliche Intelligenz unverzichtbar sind. Zwar ist der Produktionsstart erst für die zweite Jahreshälfte 2028 angesetzt, doch der Markt honoriert die langfristige Sicherung von Marktanteilen. Das Management betont, dass diese Erweiterung notwendig ist, um den enormen Speicherbedarf für das Training großer Sprachmodelle zu decken.
Analysten sehen Preismacht
Marktbeobachter werten die aggressive Investitionspolitik als Zeichen der Stärke. Das Bankhaus Mizuho hat das Kursziel für die Aktie kürzlich auf 480 US-Dollar angehoben. Analyst Vijay Rakesh begründet dies mit einem klaren Ungleichgewicht: Während die Nachfrage nach Speicherlösungen im Jahr 2026 voraussichtlich um über 20 Prozent steigen wird, bleibt das Angebot begrenzt. Diese Konstellation verleiht Herstellern wie Micron eine signifikante Preissetzungsmacht, die sich direkt in den Margen niederschlagen dürfte.
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Operative Stärke und ausverkaufte Bestände
Untermauert wird der Optimismus durch die jüngsten Geschäftszahlen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterte der Umsatz um 57 Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Ein entscheidender Treiber ist hierbei der High Bandwidth Memory (HBM), der für Hochleistungsprozessoren benötigt wird: Micron hat bereits gemeldet, dass die HBM-Bestände für das gesamte Kalenderjahr 2026 restlos ausverkauft sind.
Die Aktie spiegelt diese fundamentale Stärke wider und notiert nach einer Rally von über 400 Prozent auf Jahressicht im Bereich ihres Allzeithochs bei rund 432 US-Dollar.
Der Fokus der Investoren verlagert sich nun auf die exakte Umsetzung der Roadmap. Da die Auftragsbücher für 2026 bereits voll sind, werden vor allem die Produktionsausbeute (Yield Rates) und die pünktliche Belieferung von Schlüsselpartnern wie Nvidia darüber entscheiden, ob der Konzern die hohen Erwartungen auch in den kommenden Quartalen erfüllen kann.
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