Die Geschichte von CureVac als eigenständiges Börsenunternehmen ist vorbei. Nach der erfolgreichen Übernahme durch BioNTech wurde der Handel der Papiere ausgesetzt. Während für die Aktionäre das Kapitel damit endet, steht der neue Eigentümer bereits vor der nächsten juristischen Herausforderung, die den strategischen Wert des Deals beeinflussen könnte.
Handelsstopp und Delisting
Das Finale für die CureVac-Aktie begann am 6. Januar, als die Nasdaq den Handel vor Marktöffnung stoppte. Der letzte Kurs wurde bei 4,66 US-Dollar festgestellt – ein Plus von rund 40 Prozent seit der ersten Übernahmeankündigung im Juni 2025. Das Unternehmen hat bereits die nötigen Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.
Der weitere Fahrplan ist klar definiert: Am 16. Januar 2026 erfolgt das formale Delisting. Die vollständige Abmeldung bei der SEC wird innerhalb der nächsten 90 Tage wirksam.
BioNTech übernimmt das Steuer
BioNTech bewertete das Tübinger Unternehmen im Rahmen des reinen Aktientauschs mit rund 1,25 Milliarden US-Dollar. Aktionäre erhielten rechnerisch etwa 5,46 US-Dollar pro Anteilsschein, was einem Aufschlag von 55 Prozent auf den damaligen dreimonatigen Durchschnittskurs entsprach. Die Übernahme stieß auf breite Zustimmung: Bis Mitte Dezember waren fast 87 Prozent der Anteile angedient worden, der Rest folgte im Januar über einen Squeeze-out.
Mit dem Vollzug wurde auch die Führungsebene ausgetauscht. Das bisherige CureVac-Management ist zurückgetreten. BioNTech-CEO Ugur Sahin übernimmt zusammen mit seinem Führungsteam die Kontrolle über das operative Geschäft, das nun in der neuen Struktur vollständig integriert wird.
Strategisch sichert sich der Mainzer Konzern damit wertvolle Assets:
* Die Produktionsanlage in Tübingen.
* Die proprietäre „RNA Printer“-Technologie zur automatisierten Herstellung.
* Eine breite Patentbibliothek und Pipeline im Bereich Onkologie.
Neue juristische Hürden
Kaum ist der Deal vollzogen, droht neues Ungemach für den mRNA-Sektor. Bayer reichte am 6. Januar in den USA Klage gegen BioNTech, Pfizer und Moderna ein. Der Vorwurf: Verletzung von Patenten der Tochter Monsanto zur mRNA-Stabilisierung.
Da BioNTech nun Rechtsnachfolger von CureVac ist und alle bestehenden Verpflichtungen übernommen hat, erhöht dieser Rechtsstreit die Komplexität der Integration. Etwaige Prozesskosten könnten die kalkulierte strategische Wertschöpfung der Transaktion belasten.
Für die ehemaligen CureVac-Anleger ändert sich das Risikoprofil durch diesen Schritt grundlegend. Sie halten nun direkte Anteile an BioNTech und tauschen damit die Volatilität eines einzelnen Entwicklungspapiers gegen die breitere Aufstellung des Mainzer Konzerns. Der Fokus verlagert sich für sie nun vollständig auf die Pipeline und Performance der neuen Muttergesellschaft.
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