PayPal Aktie: Ultimatum für Aktionäre

Nach einem massiven Kursverfall und dem überraschenden Wechsel an der Konzernspitze läuft für PayPal-Aktionäre die Frist, sich einer US-Sammelklage anzuschließen. Das Unternehmen setzt auf Venmo, um die Umsatzlücken zu schließen.

Andreas Sommer ·

Kurz zusammengefasst

  • Frist für Sammelklage-Beitritt endet am 20. April
  • Kursverlust von über 20 Prozent nach Quartalszahlen
  • Klage wirft unrealistische Wachstumsziele vor
  • Venmo-Expansion als zentraler Wachstumsmotor

Für geschädigte PayPal-Aktionäre tickt die Uhr. Nach dem massiven Kursrutsch Anfang Februar und dem überraschenden Abgang von CEO Alex Chriss formiert sich juristischer Widerstand. Wer sich der laufenden US-Sammelklage wegen angeblicher Falschaussagen anschließen möchte, hat nur noch wenige Tage Zeit.

Der Auslöser des Kurssturzes

Ursprung der rechtlichen Auseinandersetzung ist der 3. Februar 2026. An diesem Tag präsentierte der Zahlungsdienstleister enttäuschende Zahlen für das vierte Quartal 2025. Der Umsatz verfehlte mit 8,68 Milliarden US-Dollar die Markterwartungen um 120 Millionen US-Dollar, und auch der bereinigte Gewinn pro Aktie blieb hinter den Schätzungen zurück. Zeitgleich verkündete das Unternehmen den Rücktritt von CEO Alex Chriss.

Die Kombination aus verfehlten Zielen und Führungsvakuum schickte die Papiere auf Talfahrt. Der Kurs brach an einem einzigen Tag um über 20 Prozent ein. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust mittlerweile auf über 22 Prozent, wobei das Papier aktuell bei 38,62 Euro notiert.

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Unrealistische Wachstumsziele im Fokus

Mehrere US-Kanzleien werfen dem Management nun vor, Investoren systematisch in die Irre geführt zu haben. Im Zentrum der Klageschriften steht die Behauptung, PayPal habe die Leistungsfähigkeit seines Vertriebsteams massiv überschätzt. Die ehrgeizigen Wachstumsziele für 2027 seien unter den gegebenen Marktbedingungen unrealistisch gewesen. Anleger, die in den vergangenen zwei Jahren PayPal-Papiere erworben haben, können noch bis zum 20. April als Hauptkläger (Lead Plaintiff) in dem Verfahren auftreten.

Venmo soll die Wende bringen

Abseits der juristischen Schauplätze versucht der Konzern, operativ gegenzusteuern. Um dem Druck auf das Umsatzwachstum zu begegnen, forciert das Management neben strikter Kostenkontrolle die internationale Expansion. Ein zentraler Baustein ist dabei die Zahlungs-App Venmo, die kürzlich erstmals für 90 internationale Märkte geöffnet wurde. Mit einem abgewickelten Zahlungsvolumen von 85 Milliarden US-Dollar im Schlussquartal 2025 – einem Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr – stellt Venmo weiterhin einen der wichtigsten operativen Lichtblicke dar.

Bis zum Stichtag am 20. April wird sich formieren, wer die Klägergruppe in den USA anführt. Unabhängig vom Ausgang des juristischen Streits muss das Management in den kommenden Monaten beweisen, dass die internationale Venmo-Expansion die aktuellen Umsatzlücken im Kerngeschäft verlässlich schließen kann.

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PayPal Aktie

38,58 EUR

– 0,70 EUR -1,78 %
KGV 8,50
Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 0,61 %
Marktkapitalisierung 42,33 Mrd. EUR
ISIN: US70450Y1038 WKN: A14R7U

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