Der Start des neuen CEO Christoph Jurecka verläuft an der Börse stürmisch. Trotz laufender Aktienrückkäufe rutscht der Titel weiter ab und markierte heute einen neuen Tiefpunkt. Während das Management Zuversicht verbreitet, liefern Experten der UBS nun eine Einschätzung, die fundamentale Sorgen bei den Anlegern weckt.
- Votum: UBS bestätigt „Neutral“ mit Kursziel 575 Euro
- Warnsignal: Analysten rechnen mit sinkenden Preisen bei Vertragserneuerungen
- Charttechnik: Aktie markiert neues 52-Wochen-Tief
- Termin: Quartalszahlen folgen am 26. Februar 2026
Preismacht in Gefahr?
Die Schweizer Großbank UBS hat ihre neutrale Haltung zur Münchener Rück bekräftigt, dämpft jedoch die Erwartungen an die kurzfristige Dynamik. Analyst Will Hardcastle verweist in einer aktuellen Studie auf Risiken in der anstehenden Vertragserneuerungsrunde. Seine Prognose sinkender Preise könnte die Margen des Rückversicherers belasten.
Im direkten Branchenvergleich positioniert sich die UBS daher selektiv. Hardcastle bevorzugt derzeit die Papiere der Hannover Rück gegenüber der Münchener Rück, der französischen Scor oder der Swiss Re. Auch Goldman Sachs agiert zurückhaltend und senkte das Kursziel zuletzt leicht auf 574 Euro.
Bären dominieren das Parkett
Diese Skepsis spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Nach einer scharfen Korrektur von 23,08 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage fiel die Aktie heute auf den Schlussstand von 507,00 Euro. Dies entspricht exakt dem neuen 52-Wochen-Tief. Vom erst vor einem Monat markierten Jahreshoch bei über 671 Euro hat sich der Titel damit fast 25 Prozent entfernt.
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Der seit dem 1. Januar amtierende Konzernchef Christoph Jurecka hält dennoch an seiner positiven Einschätzung fest und bezeichnete das Marktumfeld zuletzt als weiterhin attraktiv.
Stabilisierungsversuch durch Rückkäufe
Das Management versucht, durch Kapitalmaßnahmen gegenzusteuern. Allein zwischen dem 12. und 20. Januar erwarb das Unternehmen rund 360.000 eigene Anteile. Insgesamt beläuft sich das Volumen seit Programmstart auf über 3 Millionen Stück. Angesichts der massiven Verkäufe am Markt verpuffte die stützende Wirkung dieser Maßnahmen zuletzt jedoch weitgehend.
Ob die Befürchtungen bezüglich der Preissetzungsmacht berechtigt sind, wird sich am 26. Februar 2026 zeigen. Dann präsentiert der Konzern die detaillierten Zahlen für das Schlussquartal 2025 und dürfte einen konkreten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr geben.
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