Die Aktie von DeFi Technologies sendet derzeit gemischte Signale. Während die Tochtergesellschaft Valour mit Rekordzuflüssen das operative Geschäft stärkt und den Kurs am Montag antrieb, schwebt eine Sammelklage wie ein Damoklesschwert über dem Unternehmen. Gelingt der Spagat zwischen Wachstumskurs und juristischer Aufarbeitung?
Operatives Geschäft trotzt dem Bärenmarkt
Die Tochtergesellschaft Valour lieferte am Montag starke Argumente für die Bullen. Im Jahr 2025 verzeichnete der ETP-Anbieter Nettozuflüsse von geschätzten 138,2 Millionen US-Dollar – ein neuer Bestwert in der Firmengeschichte. Besonders bemerkenswert ist die Konstanz: Laut Unternehmensangaben gab es bisher keinen einzigen Monat mit Nettoabflüssen.
Allein im vierten Quartal flossen weitere 22 Millionen US-Dollar in die Produkte, wobei der November mit 12,1 Millionen US-Dollar besonders stark ausfiel. CEO Johan Wattenström sieht darin einen Beleg für die „echte Nachfrage“ und die Skalierbarkeit der Plattform, die mittlerweile 102 gelistete Produkte umfasst.
Der langfristige Trend zeigt ebenfalls nach oben. Die jährlichen Zuflüsse stiegen kontinuierlich von 38 Millionen (2022) auf den aktuellen Rekordwert. Das Management kalkuliert dabei mit einer Rendite von etwa 5 bis 7 Prozent durch Verwaltungsgebühren und Staking-Einnahmen.
Juristisches Nachspiel belastet
Doch die operativen Erfolge werden von juristischen Risiken überschattet. Bis zum 30. Januar 2026 läuft die Frist für den Hauptkläger in einer anhängigen Sammelklage. Der Vorwurf wiegt schwer: DeFi Technologies soll Verzögerungen bei der Arbitrage-Strategie verschwiegen und die Konkurrenzsituation unterschätzt haben.
Auslöser der Klage war vor allem die drastische Prognosekürzung im November 2025. Damals senkte das Unternehmen die Umsatzerwartung von 218,6 Millionen auf 116,6 Millionen US-Dollar, was einen Kurssturz von fast 28 Prozent innerhalb von zwei Tagen zur Folge hatte.
Bewertung und Marktstimmung
Nach der massiven Volatilität im Vorjahr zeigt sich die Aktie 2026 bisher erholt und liegt seit Jahresbeginn rund 33,5 Prozent im Plus. Mit einer Marktkapitalisierung von 388,2 Millionen US-Dollar und einem soliden Cash-Bestand von knapp 125 Millionen US-Dollar wirkt die Bewertung auf dem Papier moderat. Das Forward-KGV liegt bei niedrigen 6,01.
Analysten sehen trotz der jüngsten Turbulenzen Potenzial. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 3,96 US-Dollar, wenngleich das Analysehaus Benchmark sein Ziel im November von 8 auf 3 US-Dollar deutlich korrigierte, aber an der Kaufempfehlung festhielt.
Für Anleger bleiben kurzfristig zwei Termine entscheidend. Zunächst richtet sich der Fokus auf den 30. Januar, wenn die Frist im Rechtsstreit endet. Die nächsten offiziellen Quartalszahlen folgen am 26. März 2026. Vorbörslich notierte das Papier heute leicht schwächer bei 1,07 US-Dollar.
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