Vulcan Energy Resources hat die Finanzierung gesichert, die Bohrungen laufen – und ein milliardenschwerer US-Investor stockt seine Position auf. Nach der Euphorie über das 2,2-Milliarden-Euro-Paket richtet sich der Blick jetzt auf die Umsetzung des Lithium-Projekts in Deutschland.
Van Eck überschreitet Meldeschwelle
Van Eck Associates Corporation, Muttergesellschaft der VanEck-ETF-Familie, hat am 23. Januar 2026 die 5-Prozent-Schwelle bei Vulcan Energy überschritten. Laut Stimmrechtsmitteilung hält der US-Vermögensverwalter nun 5,04 Prozent der Stimmrechte – das entspricht rund 24,1 Millionen Aktien von insgesamt 477,9 Millionen. Zuvor lag die Position bei 3,92 Prozent.
Die Aufstockung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Investorenbasis verschiebt: Die Zahl der institutionellen Anteilseigner sank im letzten Quartal um 27,78 Prozent auf 26. Offenbar positionieren sich Investoren neu, während Vulcan von der Entwicklungs- in die Bauphase übergeht.
Lionheart-Projekt nimmt Gestalt an
In Landau haben neue geothermische Bohrarbeiten begonnen. CEO Cris Moreno bezeichnete den Start als entscheidenden Schritt im Zeitplan für die Lithium-Entwicklung im Oberrheingraben. Die erste Phase des Lionheart-Projekts zielt auf eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat ab, die kommerzielle Produktion soll 2028 starten.
Technisch läuft es besser als geplant: Die Fließrate der Bohrstelle LSC-1b liegt bei 105 bis 125 Litern Thermalwasser pro Sekunde – deutlich über den ursprünglich kalkulierten 84 bis 94 Litern. Das reduziert das Risiko für Phase Eins und stärkt die Ressourcenbasis.
Finanzierung steht, Fokus auf Ausführung
Das Finanzierungspaket von 2,2 Milliarden Euro umfasst 1,185 Milliarden Euro Fremdkapital von 13 Institutionen, darunter die Europäische Investitionsbank, sowie 204 Millionen Euro an deutschen Zuschüssen. Hinzu kommen eine 150-Millionen-Investition des KfW-Rohstofffonds und 133 Millionen Euro von strategischen Partnern wie Hochtief und Siemens Financial Services. Ende Dezember verfügte Vulcan über 523 Millionen Euro Cash.
Trotz dieser soliden Basis geriet die Aktie zuletzt unter Druck. Analysten führen das auf einen Perspektivwechsel zurück: Nachdem die Finanzierung gesichert ist, rücken nun Baukosten, Zeitpläne und Umsetzungsrisiken in den Vordergrund. Das Management selbst warnte, dass technische und marktbezogene Unsicherheiten nicht vollständig ausgeschlossen werden können – und dass zusätzliches Kapital nötig werden könnte.
Nächste Meilensteine im Blick
Analysten haben ihre durchschnittliche Kurszielschätzung zum 25. Februar 2026 auf 6,10 US-Dollar angehoben – ein Plus von 62,43 Prozent gegenüber der Dezember-Prognose von 3,76 Dollar. Die Spanne reicht von 3,00 bis 8,36 Dollar, was die binäre Natur des Projekts widerspiegelt.
Am 29. April 2026 folgt der nächste Quartalsbericht, am 28. Mai die Hauptversammlung. Mit laufenden Bohrungen, gesicherter Finanzierung und einem US-Großinvestor über der 5-Prozent-Marke entscheidet sich in den kommenden Quartalen, ob Vulcan den Sprung vom Entwickler zum Produzenten schafft.
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