Hecla liefert Rekordzahlen – und nutzt den Rückenwind für einen klaren Strategiewechsel. Der größte Silberproduzent der USA will sich stärker auf Silber konzentrieren und trennt sich dafür von einem wichtigen Gold-Asset. Was steckt hinter dem Kurswechsel, und wie solide ist die neue Ausgangslage?
Rekordjahr mit viel Cash
2025 war finanziell ein Ausrufezeichen: Der Umsatz stieg auf einen Rekordwert von 1,4 Milliarden Dollar – ein Plus von 53% gegenüber 2024. Besonders auffällig ist der Sprung beim freien Cashflow: 310 Millionen Dollar nach lediglich 4 Millionen Dollar im Vorjahr. Auch die Profitabilität zog kräftig an, untermauert durch einen Nettogewinn von 321 Millionen Dollar (0,49 Dollar je Aktie) und ein bereinigtes EBITDA von 670 Millionen Dollar.
Im vierten Quartal meldete Hecla zudem 448,1 Millionen Dollar Umsatz und lag damit deutlich über den Markterwartungen von rund 361 Millionen Dollar. Das erklärt, warum die Zahlen am Markt Beachtung fanden: Es war nicht nur „gut“, sondern spürbar besser als gedacht.
Bilanz wird spürbar leichter
Das starke Cash-Polster floss vor allem in den Schuldenabbau. Ende 2025 lagen die Gesamtschulden bei 276 Millionen Dollar. Entscheidend ist aber der Hebel: Die Netto-Verschuldungskennzahl (Net Leverage) sank auf 0,1x – nach 1,6x früher im Jahr. Gleichzeitig standen 242 Millionen Dollar an Cash in der Kasse. Unterm Strich: mehr finanzieller Spielraum für Dividende, Investitionen oder weitere Portfolio-Schritte.
Verkauf der Goldmine – Silber rückt ins Zentrum
Operativ traf Hecla 2025 das obere Ende der eigenen Förderprognose und produzierte 17 Millionen Unzen Silber. Die Mine Lucky Friday steuerte dabei mit 5,3 Millionen Unzen einen neuen Rekordbeitrag bei. Zusätzlich wurden 150.000 Unzen Gold gefördert.
Strategisch wird nun jedoch klar sortiert: Hecla finalisiert den Verkauf der Casa-Berardi-Goldmine an Orezone Gold. Der Deal hat ein Volumen von bis zu 593 Millionen Dollar und soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Danach erwartet das Unternehmen, dass Silber rund 73% des Umsatzes ausmacht – nach 59% im vierten Quartal 2025. Die Stoßrichtung ist damit eindeutig: weniger Mischkonzern, mehr „Pure Play“ auf Silber.
Ausblick 2026: etwas weniger Förderung, mehr Exploration
Für 2026 stellt Hecla eine Silberproduktion von 15,1 bis 16,5 Millionen Unzen in Aussicht – also unter dem Niveau von 2025. Gleichzeitig soll aber stärker in die Zukunft investiert werden: Das Budget für Exploration und Vorentwicklung will das Unternehmen nahezu verdoppeln, auf 45 bis 55 Millionen Dollar.
An der Börse zeigt sich das Papier zuletzt dennoch eher zäh: Auf 30 Tage steht ein Minus von 21,71% bei einem Kurs von 19,34 Euro.
Zum Kalender gehört außerdem: Der Vorstand hat eine Quartalsdividende von 0,00375 Dollar je Aktie beschlossen, zahlbar Ende März 2026. Der nächste wichtige Meilenstein ist der avisierte Abschluss des Casa-Berardi-Verkaufs im ersten Quartal 2026 – denn daran hängt, wie schnell Hecla den angekündigten Silber-Fokus auch in den Umsatzanteilen sichtbar macht.
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