Xiaomi kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig um das Vertrauen der Anleger. Während der Konzern mit aggressiven Aktienrückkäufen gegen den Kursverfall ankämpft, droht in Indien ein juristisches Nachspiel mit erheblichen finanziellen Risiken. Gelingt mit der bevorstehenden Produktvorstellung in Barcelona der notwendige Befreiungsschlag für die angeschlagene Aktie?
Juristisches Ringen und eingefrorene Gelder
Der Konflikt mit den indischen Behörden hat eine neue Eskalationsstufe erreicht und liegt nun vor dem Supreme Court. Xiaomi wehrt sich gegen den Vorwurf, Zollabgaben in Höhe von 72 Millionen US-Dollar auf Lizenzgebühren hinterzogen zu haben. Sollte das Gericht gegen den Technologiekonzern entscheiden, könnten sich die Forderungen inklusive Strafen auf über 150 Millionen US-Dollar mehr als verdoppeln.
Für die indische Tochtergesellschaft ist dies ein substanzielles Risiko, da der geforderte Betrag den dortigen Jahresgewinn um ein Vielfaches übersteigt. Erschwerend kommt hinzu, dass indische Behörden bereits seit 2022 Bankguthaben von Xiaomi in Höhe von rund 610 Millionen US-Dollar eingefroren haben. Diese rechtlichen Unsicherheiten treffen das Unternehmen in einer Phase, in der es ohnehin Marktanteile verliert: Im ehemals starken indischen Markt hält Xiaomi nur noch 12 Prozent, ein massiver Rückgang gegenüber früheren Höchstwerten.
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Aktienrückkäufe und Lichtblick E-Auto
Das Management versucht, dem Vertrauensverlust an den Märkten aktiv entgegenzusteuern. Zuletzt erwarb der Konzern eigene Aktien im Wert von 200 Millionen Hongkong-Dollar. Diese Stützungsmaßnahmen erscheinen angesichts der Kursentwicklung notwendig: Mit einem aktuellen Preis von 3,79 Euro notiert das Papier nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 3,62 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf über 15 Prozent.
Operativ gibt es jedoch positive Signale abseits des kriselnden Smartphone-Geschäfts. Die Elektrofahrzeug-Sparte (EV) schrieb im dritten Quartal 2025 erstmals schwarze Zahlen und erzielte einen operativen Gewinn von 700 Millionen Yuan. Mit über 410.000 ausgelieferten Fahrzeugen im Gesamtjahr 2025 übertraf Xiaomi die eigenen Ziele deutlich und plant für 2026 eine weitere Steigerung auf 550.000 Einheiten.
Hoffnungsträger Barcelona
Kurzfristig richten sich die Blicke nun auf den Mobile World Congress in Barcelona. Dort präsentiert Xiaomi am 28. Februar die neue 17er-Serie, die mit leistungsstärkeren Akkus und neuer Chip-Architektur punkten soll. Analysten bewerten diesen Launch als wichtigen Indikator dafür, ob der Konzern im Premium-Segment wieder Boden gutmachen kann. Die endgültige Bilanzierung der aktuellen Lage erfolgt am 24. März 2026, wenn Xiaomi die vollständigen Finanzdaten vorlegt und zeigen muss, ob die Gewinne aus der Autosparte die Schwäche im Kerngeschäft kompensieren können.
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