Bei Novo Nordisk rückt ein wichtiger Termin näher: In der Einladung zur Hauptversammlung geht es nicht nur um formale Beschlüsse, sondern um die künftige Führung und die Ausschüttungspolitik. Genau das schauen sich Anleger jetzt besonders genau an. Denn in einem umkämpften Marktumfeld kann die Zusammensetzung an der Spitze zum Standortvorteil werden.
Umbau im Board: Kontinuität plus neue Köpfe
Laut offizieller Mitteilung findet die Hauptversammlung am 26. März 2026 im Bella Center in Kopenhagen statt – als Hybrid-Format mit virtueller Teilnahme.
An der Spitze setzt das Unternehmen auf Kontinuität: Lars Rebien Sørensen soll als Chairman wiedergewählt werden, Cees de Jong als Vice Chair ebenfalls. Gleichzeitig stehen drei neue Kandidaten für das Board zur Abstimmung: Helena Saxon, Jan van de Winkel und Ramona Sequeira. Der Hintergrund ist klar: Novo Nordisk will zusätzliche Branchenerfahrung in die Leitung holen. Jan van de Winkel bringt laut Branchenberichten Führungserfahrung von Genmab mit, Ramona Sequeira kommt aus dem Umfeld von Takeda Pharmaceutical.
Auch weitere, von Aktionären gewählte Mitglieder stehen zur Wiederwahl: Britt Meelby Jensen, Stephan Engels und Kasim Kutay.
Dividende und Vergütung: Ausschüttung bleibt zentral
Neben Personalfragen dreht sich ein großer Teil der Agenda um die Kapitalverteilung für das Geschäftsjahr 2025. Vorgeschlagen ist eine Schlussdividende von 7,95 DKK je Aktie. Zusammen mit der im August 2025 gezahlten Zwischendividende von 3,75 DKK ergibt das 11,70 DKK für 2025 – ein Plus von 2,6% gegenüber der Gesamtausschüttung 2024.
Die vorgeschlagene Ausschüttung entspricht laut Unterlagen einer Payout-Ratio von 50,7%. Zusätzlich möchte das Board die Zustimmung der Aktionäre zu einer 3%igen Erhöhung der Basisvergütung für Board-Mitglieder im Jahr 2026. Die Grundvergütung würde damit von 865.200 DKK auf 891.150 DKK steigen. Als Begründung nennt das Management die allgemeine Lohninflation.
Warum das Timing wichtig ist
Die Governance-Themen kommen in einer Phase, in der sich der Pharmasektor spürbar verschiebt. Medien verweisen auf das anhaltende Wachstum im Markt für Adipositas-Therapien – und darauf, dass orale Behandlungen die potenzielle Patientenzahl eher ausweiten, statt nur Injektionen zu ersetzen.
Gleichzeitig bleibt das Umfeld hart: Der Wettbewerb mit Eli Lilly ist intensiv, dazu kommen Herausforderungen durch compounded Alternativen. Entsprechend wägen Marktteilnehmer die robuste Nachfrage nach Abnehmpräparaten gegen die zuletzt kommunizierten Leitplanken für das Geschäftsjahr 2026 ab.
Auf dem Kurszettel spiegelt sich die angespannte Gemengelage: Die Aktie schloss am Freitag bei 40,31 € und liegt damit über die letzten 30 Tage deutlich im Minus.
Am 26. März liefert die Hauptversammlung dann die formalen Signale: Ob die Aktionäre den vorgeschlagenen Board-Erweiterungen, der Dividendenlinie und der Vergütungsanpassung zustimmen – und wie geschlossen die Eigentümer hinter diesem Kurs in das neue Geschäftsjahr gehen.
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