Diginex Aktie: Zeit für Neuausrichtungen?
Die geplante Akquisition von Resulticks führt zu massiven Kursverlusten bei Diginex, da Anleger eine starke Verwässerung durch neue Aktien fürchten. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen mit einer Rüge der Nasdaq.
Kurz zusammengefasst
- Massiver Kursverfall nach Übernahmeankündigung
- Finanzierung durch Aktienausgabe verursacht Verwässerung
- Nasdaq mahnt wegen zu niedrigem Aktienkurs
- Großinvestoren stocken trotz Skepsis Positionen auf
Ein milliardenschwerer Zukauf sollte eigentlich Euphorie auslösen. Bei Diginex passierte das Gegenteil. Der Markt straft die geplante Übernahme von Resulticks massiv ab. Die Anleger fürchten eine gigantische Flut neuer Aktien.
Am 16. April verkündete das Management den All-Share-Deal. Die Reaktion folgte prompt. Das Handelsvolumen explodierte auf über 70 Millionen Aktien. Das entspricht dem 57-Fachen des üblichen Tagesumsatzes.
Der Kurs schoss kurzzeitig auf 1,48 US-Dollar hoch. Wenig später stürzte das Papier auf 0,57 US-Dollar ab. Bis zum Wochenende verlor die Aktie weiter und landete bei rund 0,40 Euro.
Die Bewertungslücke irritiert Anleger
Das Kernproblem liegt in der Bewertung. Diginex finanziert den Kauf komplett über neue Aktien. Der Deal bewertet diese Papiere mit 1,32 US-Dollar das Stück. Das ist weit entfernt vom aktuellen Börsenkurs.
Die Anwaltskanzlei Baker McKenzie beriet Resulticks bei der Transaktion. Das Zielunternehmen ruft ambitionierte Ziele aus. Die KI-Sparte soll 2026 bis zu 210 Millionen US-Dollar umsetzen. Ein Jahr später plant das Management bereits mit 280 Millionen US-Dollar.
Das erfordert ein jährliches Wachstum von 70 Prozent. Die Folge: Skepsis bei den Privatanlegern.
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Befürworter verweisen auf die bisherigen Zahlen des Akquisitionsziels. Resulticks erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 150 Millionen US-Dollar Umsatz. Das operative Ergebnis lag bei 46 Millionen US-Dollar. Das entspricht einer starken Marge von 32 Prozent.
Einige Großinvestoren lassen sich von der drohenden Verwässerung nicht abschrecken. Jüngste Pflichtmitteilungen zeigen institutionelle Käufe. Banken wie UBS und Bank of America haben ihre Positionen zuletzt aufgestockt.
Frist an der Technologiebörse
Parallel dazu kämpft Diginex an einer weiteren Front. Ende März rügte die Technologiebörse Nasdaq das Unternehmen. Der Aktienkurs lag zuvor 30 Handelstage lang unter der Marke von einem US-Dollar.
Das Management hat nun bis zum 21. September Zeit. Bis dahin muss der Kurs die Mindestanforderung wieder dauerhaft erfüllen. Ansonsten droht der Rauswurf aus dem Index.
Am 9. Juli veröffentlicht Diginex die nächsten Quartalszahlen. Der Bericht liefert den ersten detaillierten Blick auf die neue Bilanzstruktur nach dem Zusammenschluss. Spätestens dann verlangt der Markt harte Fakten zur Integration der Übernahme.
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