Der Hörgeräte-Spezialist Sonova kämpft derzeit mit spürbarem Gegenwind durch Wechselkurse und Schwächen in einzelnen Marktsegmenten. Während das Kerngeschäft solide wächst, signalisiert das Management beim Jahresumsatz eine Landung am unteren Ende der Erwartungen. Kann das angekündigte Strategie-Update im März die Wende für die unter Druck stehende Aktie einleiten?
Wechselkurse und Segment-Sorgen
Die Bilanz des laufenden Geschäftsjahres zeigt ein zweigeteiltes Bild. In Lokalwährungen steigerte Sonova den Umsatz zuletzt um 4,9 % auf rund 1,8 Milliarden CHF, doch der starke Schweizer Franken zehrte diesen Zuwachs fast vollständig auf. Besonders die Segmente Consumer Hearing und Cochlea-Implantate bereiteten Schwierigkeiten, da Zolleffekte und eine gedämpfte Nachfrage das Ergebnis belasteten.
Zwar hat das Unternehmen seine Jahresziele formal bestätigt, doch die jüngsten Signale dämpfen die Euphorie. Das Umsatzwachstum wird voraussichtlich lediglich das untere Ende der prognostizierten Spanne von 5 bis 9 % erreichen. Das bereinigte EBITA soll hingegen weiterhin deutlich um 14 bis 18 % zulegen, sofern die Wechselkurse stabil bleiben.
Hoffnungsträger Strategie-Update
Um die Effizienz zu steigern, hat der Konzern organisatorische Anpassungen vorgenommen. Die Bereiche Hörgeräte und Audiological Care wurden umstrukturiert, um schneller auf regionale Marktveränderungen reagieren zu können. Diese neue Struktur wird die Berichterstattung ab dem Geschäftsjahr 2026/27 prägen.
Ein zentraler Termin für Investoren ist der 23. März 2026. An diesem Tag wird Sonova eine Aktualisierung der Unternehmensstrategie präsentieren und die Mittelfristziele überprüfen. Dabei steht unter anderem die stärkere Ausrichtung auf Premium-Kopfhörer und Soundbars der Marke Sennheiser im Fokus, um die Profitabilität im Konsumentengeschäft zu stützen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Sonova?
Charttechnik: Bodenbildung gesucht
An der Börse spiegelt sich die aktuelle Unsicherheit deutlich wider. Mit einem Kurs von 213,80 € notiert das Papier heute zwar leicht im Plus (+0,75 %), liegt aber auf Sicht von 30 Tagen mit über 10 % im Minus. Die Aktie handelt damit weiterhin deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 238,26 €.
Immerhin konnte sich der Titel zuletzt stabilisieren und hält einen knappen Sicherheitsabstand zum 52-Wochen-Tief von 207,50 €. Für eine nachhaltige Erholung fehlen jedoch handfeste Impulse aus dem operativen Geschäft oder positive Überraschungen bei der Strategiepräsentation.
Der Fokus der Marktteilnehmer liegt nun auf dem 23. März. Das Strategie-Update muss konkrete Wege aufzeigen, wie Sonova die Wachstumsdynamik im KI-geprägten Hörgerätemarkt wieder beschleunigen will. Spätestens am 18. Mai 2026 wird die Veröffentlichung der Jahresergebnisse zeigen, ob die Kosteneffizienz ausreichte, um die schwächere Umsatzentwicklung auszugleichen.
Sonova-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Sonova-Analyse vom 24. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Sonova-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Sonova-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Sonova: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
