Microsoft hat im zweiten Fiskalquartal 2025/26 solide Ergebnisse geliefert — Umsatz und Gewinn stiegen deutlich. Trotzdem steht die Aktie seit Jahresbeginn unter Druck. Der Grund liegt in einem Spannungsfeld, das Investoren zunehmend beschäftigt: Die massiven KI-Investitionen sind enorm, die Rückflüsse aber noch weit entfernt.
Starkes Quartal, gedämpfte Kursreaktion
Der Umsatz kletterte im Quartal per Ende Dezember 2025 auf 81,3 Milliarden Dollar — ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis legte sogar um 21 Prozent auf 38,3 Milliarden Dollar zu. Zahlen, die auf den ersten Blick beeindrucken.
Azure, das Cloud-Kerngeschäft, wuchs um 39 Prozent. Allerdings hatte der Markt nach 40 Prozent im Vorquartal auf eine Fortsetzung des Tempos gehofft. Die minimale Verlangsamung reichte aus, um Fragen nach der Wachstumsdynamik aufzuwerfen.
Milliarden für KI — und ein konzentriertes Auftragspolster
Die Kapitalausgaben stiegen im selben Quartal auf 37,5 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Geld fließt vor allem in KI-Infrastruktur: GPUs, CPUs und Rechenzentrumskapazitäten. Wie schnell sich diese Investitionen amortisieren, bleibt offen.
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Das sogenannte Commercial RPO — also vertraglich gesicherte, noch nicht realisierte Erlöse — stieg auf 625 Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Rund 45 Prozent davon entfallen auf einen einzigen Kunden: OpenAI. Analysten sehen darin ein Klumpenrisiko, zumal ein Großteil dieser Erlöse erst in mehr als zwölf Monaten anfallen dürfte.
Dividende und Produktneuheiten
Am 10. März 2026 beschloss der Verwaltungsrat eine Quartalsdividende von 0,91 Dollar je Aktie, zahlbar am 11. Juni 2026. Zum 1. Mai 2026 sollen zudem Microsoft 365 E7 und Microsoft Agent 365 allgemein verfügbar werden — neue Produkte, die KI-Funktionen tiefer in die Unternehmensanwendungen integrieren sollen. Gestern veröffentlichte Microsoft außerdem einen Notfall-Hotpatch für Windows 11, der kritische Sicherheitslücken für Unternehmensgeräte schließt.
Die Aktie notiert aktuell rund 14,5 Prozent unter ihrem Stand vom Jahresbeginn. Ob das Auftragspolster von 625 Milliarden Dollar und die KI-Infrastruktur die erhofften Wachstumssprünge liefern, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen — und daran dürfte der Markt die Bewertung messen.
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