Die Lufthansa-Belegschaft rüstet sich für einen harten Arbeitskampf. Nach dem Scheitern der ersten Tarifrunde droht ab Mitte Februar der nächste große Warnstreik – genau in der Zeit, in der der Konzern eigentlich seine ambitionierten Wachstumsziele umsetzen will. Die Fronten zwischen Gewerkschaft ver.di und Management sind verhärtet.
20.000 Beschäftigte im Tarifkonflikt
Ver.di verhandelt für das Bodenpersonal in mehr als 20 Konzerngesellschaften – von der Passagierabfertigung über die Flugzeugwartung bis zur Fracht. Die Gewerkschaft fordert:
- 6 Prozent mehr Gehalt, mindestens 250 Euro monatlich
- 175 Euro höhere Ausbildungsvergütung
- Jobticket-Zuschuss
- Ausgliederungsschutz für Beschäftigte in Frankfurt und München
Nullrunde statt Gehaltsplus
Bei der ersten Verhandlungsrunde am 19. Januar legte die Arbeitgeberseite nach Gewerkschaftsangaben kein konkretes Angebot vor. Stattdessen fordere der Konzern eine mehrjährige Nullrunde und weitere Verschlechterungen. Ver.di-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky warf dem Management vor, nicht bereit zu sein, Geld für die Belegschaft in die Hand zu nehmen.
Die zweite Verhandlungsrunde findet am 11. und 12. Februar statt. Sollte auch diese ohne Einigung enden, sind Warnstreiks ab der zweiten Februarhälfte möglich. Die Friedenspflicht endet Mitte Februar.
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Erinnerungen an 2024 werden wach
Der letzte große Tarifkonflikt 2024 führte zu massiven Flugausfällen und endete erst nach einem Schlichtungsverfahren. Angesichts der verhärteten Fronten könnte sich ein ähnliches Szenario wiederholen – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Lufthansa ein Kapazitätswachstum von sechs Prozent auf der Langstrecke plant und eine operative Marge von acht bis zehn Prozent anstrebt.
Das Problem: Diese Ziele sollen unter anderem durch produktivere Personaleinsätze erreicht werden – ein Konzept, das den Gewerkschaftsforderungen fundamental widerspricht. Zusätzlich schwelt ein Konflikt mit der Pilotengewerkschaft VC um höhere Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge.
Am 6. März veröffentlicht Lufthansa den Geschäftsbericht 2025. Bis dahin könnte sich entscheiden, ob der Konzern seinen Wachstumskurs unbeschadet fortsetzen kann oder erneut in einen kostspieligen Arbeitskampf schlittert.
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