Eli Lilly dreht auf mehreren Hochtouren gleichzeitig: Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference verkündete der Pharmakonzern eine spektakuläre KI-Partnerschaft mit Nvidia – während zeitgleich die Markteinführung der oralen Abnehmpille unmittelbar bevorsteht. Die Kombination aus Technologie-Offensive und Pipeline-Reife könnte den Wettbewerb im Milliardenmarkt Adipositas neu ordnen.
KI-Labor mit Nvidia für eine Milliarde Dollar
Lilly und Nvidia investieren bis zu einer Milliarde Dollar über fünf Jahre in ein gemeinsames KI-Innovationslabor. Der Standort in der San Francisco Bay Area soll bereits Anfang 2026 die Arbeit aufnehmen und auf Nvidias BioNeMo-Plattform sowie der Vera Rubin-Architektur basieren.
Das Konzept: Lillys Biologen und Mediziner arbeiten direkt mit Nvidias KI-Ingenieuren zusammen. Dieser „Scientist-in-the-Loop“-Ansatz soll rund um die Uhr KI-gestützte Experimente ermöglichen – von der Wirkstoffsuche über die Fertigungsoptimierung bis zur klinischen Entwicklung.
Die Kooperation zielt darauf ab, die durchschnittliche Entwicklungszeit neuer Medikamente drastisch zu verkürzen. Angesichts der Tatsache, dass nur etwa 10 Prozent der Kandidaten aus Phase-1-Studien später eine Zulassung erhalten, könnte KI-basiertes Screening die Erfolgsquote erhöhen.
Orale Abnehmpille kurz vor Start
Parallel forciert Lilly die Markteinführung von Orforglipron, seiner oralen GLP-1-Alternative zu injizierbaren Präparaten wie Zepbound. Der Forschungsvorstand bestätigte, dass ausreichende Mengen für einen nahezu simultanen Launch in mehreren Ländern bereitstehen.
Entscheidender Vorteil gegenüber Novo Nordisk: Während Novos kürzlich zugelassenes orales Wegovy morgens nüchtern eingenommen werden muss – mit 30-minütiger Wartezeit – kommt Orforglipron ohne solche Einschränkungen aus. Diese Flexibilität könnte im Kampf um Marktanteile den Ausschlag geben. Lilly sieht zudem Potenzial als Erhaltungstherapie für Patienten, die von injizierbaren GLP-1-Präparaten umsteigen.
Ein Fast-Track-Gutschein könnte die FDA-Prüfung auf ein bis zwei Monate verkürzen.
Pipeline liefert weiter ab
Die jüngsten Studienerfolge stützen die Wachstumsstory:
- Taltz plus Zepbound: Phase-3b-Studie erreichte primären Endpunkt bei Psoriasis-Arthritis-Patienten mit Adipositas
- Retatrutide: Erzielte beispiellose 28,7 Prozent durchschnittlichen Gewichtsverlust in Phase-3-Studien
- Ventyx Biosciences: Am 7. Januar 2026 angekündigte Übernahme zur Stärkung oraler Entzündungstherapien
Lillys Direct-to-Consumer-Plattform „Lilly Direct“ hat mittlerweile über eine Million Patienten behandelt. Das Management bezeichnet Zepbound als „Killer-App“, die Verbraucher an die Plattform bindet – künftig sollen auch Alzheimer- und Herz-Kreislauf-Medikamente darüber vertrieben werden.
Ausblick auf die Zahlen
Für das vierte Quartal erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 7,47 Dollar – ein Plus von 40,4 Prozent im Jahresvergleich. Die Umsatzprognose liegt bei 18,18 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von 34,4 Prozent entspricht. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Konsens mit Gewinnen von rund 30,12 Dollar je Aktie, was einem Wachstum von etwa 33 Prozent gegenüber 2025 gleichkäme.
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