Lynas meldet einen Umsatzanstieg, kämpft aber gleichzeitig mit spürbaren operativen Problemen und einem anstehenden Führungswechsel. Nach einem kräftigen Kursplus in den vergangenen Wochen richtet sich der Blick nun stärker auf die Belastungen im Tagesgeschäft und die Zeit nach der langjährigen CEO Amanda Lacaze. Wie stabil ist dieser Aufschwung?
Führungswechsel an der Spitze
Ein zentraler Punkt für die weitere Entwicklung ist der angekündigte Rücktritt von CEO und Managing Director Amanda Lacaze. Nach mehr als zehn Jahren an der Unternehmensspitze steht beim Seltenerzeuger ein Generationenwechsel im Management an.
Das Unternehmen hat den Prozess zur Suche einer Nachfolge gestartet und prüft interne wie externe Kandidaten. Lacaze bleibt noch bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im Amt, um eine geordnete Übergabe sicherzustellen.
Umsatzplus trotz operativer Störungen
Das jüngste Quartalsupdate zeigt ein gemischtes Bild: Ein deutlich höherer Umsatz trifft auf rückläufige Produktion infolge technischer Probleme.
Lynas erzielte im Quartal einen Bruttoumsatz von 201,9 Mio. AUD. Rückenwind kam dabei vor allem von höheren Preisen für Seltene Erden. Der durchschnittliche Verkaufspreis sprang auf 85,60 AUD je Kilogramm und lag damit klar über dem Vorjahreswert von 49,20 AUD/kg.
Gleichzeitig meldete das Unternehmen operative Gegenwinde. Am Standort Kalgoorlie kam es zu erheblichen Störungen in der Stromversorgung, die die Produktion beeinträchtigten. Zusammen mit planmäßigen Wartungsarbeiten führte dies zu einem Rückgang bei wichtigen Materialien.
Wesentliche Kennzahlen des Quartals:
- Quartalsumsatz (brutto): 201,9 Mio. AUD
- Gesamtproduktion REO: 2.382 Tonnen
- NdPr-Produktion: 1.404 Tonnen, unter dem Wert des Vorquartals
- Hauptbelastung: Stromausfälle in der Anlage Kalgoorlie
Damit treffen höhere Preise und steigende Erlöse auf ein Produktionsniveau, das kurzfristig durch technische Einschränkungen gebremst wird.
Veränderungen im Großaktionariat
Zusätzlich zu den operativen und personellen Themen gab es Bewegung im Aktionariat. Die Australian Securities Exchange veröffentlichte am 23. Januar eine Mitteilung über eine Veränderung bei einer wesentlichen Beteiligung („Change in substantial holding“).
Solche Meldungen signalisieren, dass größere Investoren ihre Engagements anpassen. Vor dem Hintergrund der jüngsten Produktionsprobleme und des angekündigten CEO-Wechsels zeigt dies, dass auch institutionelle Adressen ihre Positionierung zur Aktie neu justieren. Damit bleibt Lynas im Segment kritischer Rohstoffe ein Titel, bei dem fundamentale Entwicklungen und Eigentümerstruktur eng zusammenspielen.
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