KOSPI: Tech-Riesen bremsen Erholung

Der südkoreanische Leitindex schloss die Woche mit einem Plus, konnte aber nicht nachhaltig über 5.800 Punkte steigen. Verkäufe bei Tech-Giganten und ein schwacher Won bremsten die Erholung.

Andreas Sommer ·
KOSPI Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Geopolitische Entspannungssignale stützten den Markt
  • Ausländische Investoren verkauften netto 2,67 Billionen Won
  • Samsung und SK Hynix gaben trotz KI-Boom nach
  • Institutionelle Anleger fokussieren sich auf KI-Infrastruktur

Der südkoreanische Leitindex KOSPI zeigte sich zum Wochenabschluss am Freitag resilient, getrieben von Hoffnungen auf eine diplomatische Deeskalation im Nahen Osten. Während politische Signale aus Israel und den USA für eine vorsichtige Entspannung sorgten, verhinderte ein anhaltender Verkaufsdruck bei den großen Technologiewerten einen deutlicheren Ausbruch nach oben.

Geopolitik trifft auf Verkaufsdruck

Die Entspannungssignale von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und US-Finanzminister Bessent sorgten im Handelsverlauf zunächst für deutliche Kursgewinne von fast einem Prozent. Dennoch blieb die Marke von 5.800 Punkten eine zu hohe Hürde. Ein wesentlicher Grund für die gebremste Dynamik war das Verhalten ausländischer Investoren, die sich mit Nettoverkäufen in Höhe von rund 2,67 Billionen Won weiterhin defensiv positionierten.

Zudem belastet der Wechselkurs zum US-Dollar, der mit über 1.500 Won auf einem Niveau verharrt, das am Markt als kritische psychologische Grenze gilt. Diese Schwäche der heimischen Währung verstärkt die Sorgen über den sogenannten „Korea-Discount“ und die allgemeine Makro-Volatilität.

Sektorrotation in Richtung KI-Infrastruktur

Auffällig war die relative Schwäche der Branchengrößen: Samsung Electronics und SK Hynix gaben jeweils rund ein halbes Prozent nach. Diese Bewegung steht im Kontrast zu den Einschätzungen vieler Analysten, die angesichts der ungebrochenen Nachfrage nach KI-Komponenten weiterhin von einem „Superzyklus“ bei Speicherchips sprechen.

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Das institutionelle Interesse verlagert sich derzeit verstärkt auf die breitere Infrastruktur hinter der Künstlichen Intelligenz. Marktbeobachter identifizieren hier vor allem Hardware-Zulieferer, Stromnetzbetreiber und Unternehmen aus dem Bereich der Kernkraft als Profiteure der aktuellen Umschichtungen.

Bewertung und Ausblick

Trotz der jüngsten Schwankungen bleibt die fundamentale Bewertung des Index mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 9,5 attraktiv, da sie unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 10,5 liegt. Nach einem Wochenplus von rund 3,55 Prozent sehen Analysten den KOSPI aktuell in einer Handelsspanne zwischen 5.500 und 6.100 Punkten.

In der kommenden Woche wird der Fokus vor allem auf der Entwicklung der globalen Ölpreise und den Kapitalflüssen aus dem Ausland liegen. Solange der Wechselkurs über der Marke von 1.500 Won bleibt, dürfte die Zurückhaltung internationaler Anleger anhalten. Stabilität versprechen vor allem Unternehmen mit langfristigen Verträgen im Bereich der KI-Speichertechnologie, die als Puffer gegen geopolitische Empfindlichkeiten dienen.

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