Mutares dreht im Januar gleich an mehreren Stellschrauben – und setzt mit einer Übernahme ein Ausrufezeichen: Der Deal mit SABIC ist die größte Transaktion der Firmengeschichte und eröffnet der Beteiligungsgesellschaft ein komplett neues Segment. Genau das macht die Meldung so spannend, denn Größe und Timing sind diesmal ungewöhnlich. Was steckt hinter dem schnellen Paket aus Zukäufen und Verkäufen?
SABIC-Übernahme: Neues Segment, neue Größenordnung
Im Zentrum steht die Vereinbarung vom 8. Januar 2026: Mutares will das Engineering-Thermoplastics-Geschäft (ETP) von SABIC übernehmen. Der Enterprise Value liegt bei USD 450 Millionen. Das ist nicht nur die größte Transaktion der Unternehmensgeschichte, sondern auch ein Schritt in eine neue Dimension beim Umsatz: Das ETP-Geschäft kommt laut Angaben auf rund USD 2,5 Milliarden Jahresumsatz.
Mit dem Zukauf richtet Mutares ein fünftes Segment ein: „Chemicals & Materials“. Zur Einheit gehören acht Produktionsstandorte in Amerika und Europa sowie rund 2.900 Mitarbeiter. Der Abschluss wird für das zweite Halbjahr 2026 erwartet – abhängig von üblichen behördlichen Genehmigungen.
Januar 2026: Einkauf und Kasse machen
Parallel zum SABIC-Deal hat Mutares weitere Transaktionen umgesetzt bzw. angestoßen – auf der Kauf- und auf der Verkaufsseite. Damit wird klar: Es geht nicht nur um Wachstum, sondern auch um Portfoliosteuerung.
Wichtige Fakten im Überblick:
– SABIC ETP-Geschäft: Vereinbart am 8. Januar 2026, USD 450 Mio. EV, Closing H2 2026
– Greer Steel (USA): Übernahme am 2. Januar 2026 abgeschlossen
– Mimovrste & Mall.hr: Vereinbarung vom 7. Januar 2026, ca. EUR 100 Mio. Umsatz, Closing Q1 2026
– Kalzip (Verkauf): Vereinbarung vom 8. Januar 2026, ca. EUR 75 Mio. Umsatz, Zufluss erwartet Q2 2026
– LiBCycle (Verkauf): Mehrheitsbeteiligung am 14. Januar 2026 verkauft, Umsatz 2025: EUR 4,1 Mio.
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Aktie: Erholung auf Monatssicht, aber weit weg vom Hoch
Am Markt spiegelt sich die Lage gemischt: Auf 30-Tage-Sicht steht ein Plus von 8,67%, kurzfristig gab es jedoch Gegenwind (7 Tage: -2,25%). Der Schlusskurs von gestern (Donnerstag) lag bei 32,60 Euro. Auffällig: Zum 52‑Wochen-Hoch bei 46,00 Euro bleibt ein Abstand von rund 29% – trotz klarer Erholung vom 52‑Wochen-Tief bei 25,40 Euro.
Zum Gesamtbild passt auch der Blick auf die Segmentstruktur: Künftig arbeitet Mutares in fünf Bereichen (inklusive „Chemicals & Materials“). Für 2024 wird ein Konzernumsatz von EUR 5,3 Milliarden genannt; zudem hatte die Hauptversammlung im Juli 2025 eine Dividende von EUR 2,00 je Aktie für das Geschäftsjahr 2024 beschlossen.
Unterm Strich ist der Januar für Mutares vor allem eines: ein Monat, in dem mit dem SABIC-ETP-Deal (Closing geplant für H2 2026) ein neues Segment aufgesetzt wurde – flankiert von weiteren Closings und angekündigten Mittelzuflüssen, darunter Kalzip mit erwartetem Kaufpreiszufluss im Q2 2026.
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