Silber: Liquidationsspirale erzwingt Absturz

Der Silberpreis erleidet einen massiven Absturz, angetrieben durch restriktive Zinspolitik, hohe Energiekosten und erzwungene Verkäufe am Terminmarkt. Die nächste charttechnische Unterstützung liegt bei 70 US-Dollar.

Dr. Robert Sasse ·
Silber Preis Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Massiver Preisverfall von über 15 Prozent
  • Fed signalisiert nur eine Zinssenkung für 2026
  • Explodierende Ölpreise treiben Inflation an
  • Charttechnische Unterstützung bei 70 US-Dollar

Eine Kombination aus restriktiver Notenbankpolitik und explodierenden Energiekosten hat den Silbermarkt in dieser Woche schwer getroffen. Anstatt als sicherer Hafen in geopolitischen Krisen zu glänzen, geriet das Edelmetall in einen massiven Abwärtsstrudel, der durch erzwungene Positionsverkäufe am Terminmarkt weiter beschleunigt wurde.

Hauptverantwortlich für den Preisverfall ist die US-Notenbank. Die Fed beließ den Leitzins am Mittwoch zwar unverändert, signalisierte für das restliche Jahr 2026 jedoch nur noch eine einzige Zinssenkung. Diese restriktive Haltung resultiert direkt aus den jüngsten geopolitischen Eskalationen: Die faktische Blockade der Straße von Hormus hat die Ölpreise für Brent auf über 112 US-Dollar getrieben. Um eine neue, energiegetriebene Inflationswelle abzuwehren, müssen die Zentralbanken die Zinsen länger auf einem hohen Niveau belassen. Parallel dazu stieg der US-Dollar-Index an, was Silber für Käufer außerhalb des Dollarraums spürbar verteuert.

Kettenreaktion am Terminmarkt

Diese makroökonomischen Gegenwinde lösten bei den Edelmetallen eine gefährliche Kettenreaktion aus. Einem aktuellen Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zufolge zwangen Margin-Erhöhungen zahlreiche Anleger dazu, ihre gehebelten Positionen glattzustellen. Allein an einem Handelstag wurden Futures im Wert von über drei Milliarden US-Dollar liquidiert.

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Dieser mechanische Verkaufsdruck drückte die Notierung innerhalb von fünf Tagen um mehr als 15 Prozent nach unten. Zeitweise fielen die Futures am Freitag auf 68,20 US-Dollar und markierten damit den tiefsten Stand seit Dezember. Gleichzeitig verzeichneten Analysten massive Kapitalabflüsse aus Silber-ETFs.

Charttechnische Schlüsselmarken

Nach dem Verlust der 20-Tage-Linie bei 81,22 US-Dollar hat sich das charttechnische Bild deutlich eingetrübt. Aktuell konzentriert sich das Marktinteresse auf die psychologisch wichtige Unterstützungszone bei 70,00 US-Dollar. Sollte der Spot-Preis, der am Freitag bei rund 73,00 US-Dollar notierte, diese Marke nachhaltig nach unten durchbrechen, liegt das nächste Kursziel am 200-Tage-Durchschnitt im Bereich von 62,00 US-Dollar. Auf dem Weg nach oben bilden nun die Niveaus bei 76,50 und 81,00 US-Dollar die ersten soliden Widerstände für mögliche Erholungsversuche.

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