Puma Aktie: Anta-Deal trifft Zahlen-Tag
Puma erwartet einen deutlichen EBIT-Rückgang im ersten Quartal, während der Einstieg von Anta Sports und neue Zollregelungen die Perspektiven prägen.
Kurz zusammengefasst
- Analysten prognostizieren starken EBIT-Einbruch
- Anta Sports erwirbt strategischen Minderheitsanteil
- Neue Führungskraft für kreative Ausrichtung
- WM-Kollektion als wichtiges Markensignal
Ende April wird es konkret. Am 30. April legt Puma die Q1-Zahlen vor — und die Erwartungen sind alles andere als rosig. Analysten von mwb research rechnen mit einem EBIT zwischen 20 und 35 Millionen Euro, nach 70 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ein deutlicher Einbruch, der den Umbau des Unternehmens in Zahlen sichtbar macht.
Hinter dem Rückgang stecken zwei strukturelle Baustellen: die Bereinigung im nordamerikanischen Großhandel und anhaltende Schwäche im China-Geschäft. Pumas Management hat das offen kommuniziert — Profitabilität ist erst ab 2027 das Ziel, nicht 2026.
Zölle: Geld in der Warteschleife
Obendrein bleibt der US-Zollstreit ungelöst. Puma hatte gemeinsam mit über 1.000 Unternehmen auf Rückzahlung von Zöllen geklagt — die bisherige Belastung liegt bei rund 80 Millionen Euro vor Steuern. Nach einem Supreme-Court-Urteil im Februar ordnete ein Bundesgericht Rückerstattungen an. Allerdings müssen Importeure ihre Ansprüche aktiv über ein Portal anmelden, das die US-Zollbehörde bis Ende April starten soll.
Marktbeobachter warnen davor, diese Rückzahlungen bereits in Finanzmodelle für 2026 einzurechnen. Die US-Regierung bereitet auf anderer Rechtsgrundlage bereits neue Zölle vor — die Entlastung könnte sich als temporär erweisen.
Anta kauft sich ein — Carnes kommt von Adidas
Im Hintergrund läuft eine Transaktion, die Pumas Eigentümerstruktur grundlegend verändert: Anta Sports erwirbt von der Pinault-Investmentgesellschaft Groupe Artémis einen Anteil von 29,06 Prozent für 1,5 Milliarden Euro. Der Deal soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden.
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Parallel dazu hat Puma James Carnes als neuen Senior Vice President Creative Direction ernannt. Carnes verbrachte fast 20 Jahre bei Adidas, zuletzt als Senior Vice President of Global Design, und war seit 2021 als unabhängiger Berater tätig. Seine neue Rolle ist eigens geschaffen: Creative Direction berichtet nun direkt an Chief Brand Officer Maria Valdes — eine strukturelle Aufwertung gegenüber dem bisherigen Setup.
WM-Kollektion als Markensignal
Auf der Markenseite setzt Puma mit der WM-2026-Trikotkollektion ein sichtbares Zeichen. Bei einem Straßenevent in New York City präsentierte das Unternehmen Trikots für elf Nationalmannschaften, darunter Portugal, Marokko und die Schweiz. Puma stattet damit fast ein Viertel aller WM-Teams aus und ist bei afrikanischen Verbänden stärker vertreten als jeder Wettbewerber.
Die Aktie hat seit Ende März rund 19 Prozent zugelegt und Mitte April ein Sechsmonatshoch bei 24,91 Euro markiert. Die Q1-Zahlen am 30. April werden zeigen, ob das operative Fundament diesen Kursanstieg trägt — oder ob der Markt zu früh gefeiert hat.
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