Alibaba schärft seinen Kurs Richtung KI – und rückt dabei ausgerechnet eine Sparte ins Rampenlicht, die viele Anleger bisher kaum auf dem Schirm hatten. Medienberichte bringen einen möglichen Börsengang der Chip-Einheit T-Head ins Spiel. Parallel legt das Unternehmen mit einem neuen KI-Prozessor nach, der im Wettlauf um Rechenleistung mitmischen soll.
T-Head im Schaufenster: Abspaltung und IPO als Option
Laut Berichten der South China Morning Post und von Bamboo Works prüft Alibaba eine Abspaltung und separate Börsennotierung von T-Head. Ziel wäre es, „verborgene“ Werte sichtbar zu machen und so den Aktionären mehr Substanz zu liefern. Die Chip-Sparte soll zuletzt ohnehin zunehmend eigenständig gearbeitet haben.
Brisant ist der Zeitpunkt: Während Alibaba frühere Pläne – etwa die Ausgliederung der Cloud-Intelligence-Sparte – wieder auf Eis gelegt hatte, haben Chip-Unternehmen in China zuletzt teils deutlich höhere Bewertungen gesehen. Das könnte eine T-Head-Notierung aus Investorensicht attraktiver machen. T-Head entwickelt laut den Berichten „vollständig eigenentwickelte“ Parallel-Processing-Units (PPUs), zugeschnitten auf KI-Training und KI-Inferenz.
Zhenwu 810E: Der passende technologische Unterbau
Die IPO-Spekulationen fallen zusammen mit der Veröffentlichung von Details zum neuen KI-Chip Zhenwu 810E. In den Berichten wird er als High-Bandwidth-Prozessor beschrieben – ausgelegt auf den extremen Datendurchsatz, den generative KI-Modelle benötigen.
Wichtige Punkte aus den Angaben:
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alibaba?
- Leistung: soll sich laut Berichten mit Nvidias H20 messen können
- Einsatz: sowohl für KI-Training als auch Inferenz, mit Unterstützung für High-Bandwidth-Memory
- Strategischer Nutzen: soll Alibabas „AI+ Cloud“-Ansatz stärken und die Abhängigkeit von externen Zulieferern senken
Die Logik dahinter ist klar: Wenn Alibaba zentrale Hardware selbst kontrolliert, kann das die eigene Cloud-Infrastruktur besser auf KI-Workloads zuschneiden – und im besten Fall Kostenstruktur und Angebot für Unternehmenskunden verbessern.
Fokus unter Eddie Wu – und der nächste Prüfstein im Februar
Seit CEO Eddie Wu an der Spitze steht, betont das Management eine stärker „KI-getriebene“ Ausrichtung. Eigene Chips wie der Zhenwu 810E sollen dabei eine Schlüsselrolle spielen, weil sie direkt in die Rechenzentren der Cloud-Sparte integriert werden können. Auch Chairman Joe Tsai hatte die Bedeutung technologischer Eigenständigkeit und breiter KI-Nutzung innerhalb des Konzerns hervorgehoben.
Für den Markt wird nun entscheidend, ob aus Berichten bald belastbare Aussagen werden: Spätestens mit den Zahlen zum fiskalischen dritten Quartal, die Alibaba später im Februar veröffentlichen will, dürften Investoren vor allem auf drei Signale achten – Wachstum im Cloud-Geschäft (inklusive KI-Beitrag), Aussagen zu einem möglichen T-Head-Fahrplan sowie die Margenwirkung der KI-Investitionen. An der Börse steht die Aktie derweil kurzfristig unter Druck: Der Kurs liegt aktuell bei 139,80 Euro, nach 143,20 Euro gestern.
Alibaba-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alibaba-Analyse vom 3. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Alibaba-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alibaba-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Alibaba: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
