BP Aktie: Sachliche Einsichten

BP-Tochter BPX Energy plant Produktionssteigerung um 8% in den USA und will gleichzeitig die Investitionsausgaben um 800 Mio. US-Dollar senken.

Kurz zusammengefasst:
  • Produktionsziel von 500.000 Barrel pro Tag
  • Strategische Abkehr von klassischen Investitionszyklen
  • Marktkapitalisierung noch deutlich unter Niveau von 2019
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch

BP geht in den USA in die Offensive – und schwimmt damit gegen den Strom. Während viele Schieferöl-Produzenten angesichts möglicher Überversorgung auf die Bremse treten, plant der Konzern über seine Tochter BPX Energy ein spürbares Produktionsplus. Die Logik dahinter: weniger „Zyklus“, mehr verlässliche Taktung wie in einer Fabrik.

Gegen den Branchentrend

Im US-Schieferölsektor dreht sich aktuell vieles um eine Frage: Wachstum oder Disziplin? Große Namen wie Diamondback Energy und EOG Resources halten sich mit zusätzlicher Förderung zurück. Hintergrund sind Warnungen vor einem weltweiten Ölüberangebot, das die Preise belasten könnte.

BP

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BP wählt den konträren Weg. Das Management verkauft den Schritt als Abkehr von klassisch schwankenden Investitionszyklen hin zu einem gleichmäßigeren, planbaren Betriebsmodell. Kurz: konstante Abläufe statt hektischer Anpassungen je nach Ölpreis-Laune.

Was BPX konkret vorhat

BPX-CEO Kyle Koontz hat bestätigt, dass die Produktion in diesem Jahr um 8% steigen soll. Ziel sind 500.000 Barrel Öläquivalent pro Tag – das entspricht laut BP rund 20% der weltweiten Konzernförderung. Bis Ende des Jahrzehnts soll BPX auf 650.000 Barrel pro Tag wachsen.

Bemerkenswert ist vor allem die Kapitalbotschaft: BPX will den Wachstumspfad Richtung 2030 schaffen und dabei die Investitionsausgaben um 800 Mio. US-Dollar senken. Der Hebel soll aus Effizienz, niedrigeren Betriebskosten und höherer Ausbeute aus bestehenden Feldern kommen.

Strategiewechsel mit Vorgeschichte

Die stärkere Fokussierung auf Schieferöl ist auch eine Kurskorrektur. Nach der strategischen Neuausrichtung 2020 in Richtung Low-Carbon hatte BP seine Förderung deutlich zurückgefahren – unter anderem durch den Verkauf von Öl- und Gas-Assets und geringere Upstream-Investitionen. Die Folge: Die Marktkapitalisierung liegt laut Bericht noch immer knapp 40% unter dem Niveau von Anfang 2019 und damit hinter einigen Branchenkollegen.

Dazu kommt: Das jüngste Programm folgt auf ein unruhiges Jahr, in dem aktivistische Investoren Druck für tiefgreifende Änderungen machten. Mehr Wachstum in den USA wird damit zum sichtbaren Baustein, um frühere Rückgänge zu drehen.

Zum Rahmen der Planung nennt BP eine Annahme von 70 US-Dollar je Barrel. Kurzfristige Preisrutscher unter diese Marke sollen die langfristige Bohr-Agenda laut Management nicht kippen. Konkrete Break-even-Preise für Permian, Eagle Ford und Haynesville nennt BP hingegen nicht.

Die Aktie notiert heute bei 5,48 € und liegt damit nur knapp unter ihrem 52‑Wochen‑Hoch – der Markt scheint den Schwenk zunächst nicht grundsätzlich abzulehnen. Entscheidend wird nun, ob BPX die Kombination aus mehr Förderung und gleichzeitig niedrigerem Kapitaleinsatz wie angekündigt umsetzen kann.

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