Lange galt der Konzern als träge, doch die Zahlen zum vierten Quartal strafen alle Kritiker Lügen. IBM meldet nicht nur das stärkste Umsatzwachstum seit drei Jahren, sondern übertrifft auch bei Gewinn und Cashflow die Erwartungen der Wall Street deutlich. Nachdem die Aktie seit Jahresbeginn rund 11 Prozent an Wert verloren hatte, liefert der Tech-Riese nun den Beweis, dass die strategische Neuausrichtung auf künstliche Intelligenz und Cloud messbare Früchte trägt.
Die Zahlen im Detail
Die Ergebnisse für das vierte Quartal markieren eine klare Trendwende. Der Umsatz kletterte um 12 Prozent auf 19,69 Milliarden US-Dollar und ließ damit die Analystenschätzungen von 19,2 Milliarden US-Dollar hinter sich. Noch deutlicher fiel die Verbesserung beim Gewinn aus: Der Nettogewinn sprang von 2,9 Milliarden im Vorjahr auf nun 5,6 Milliarden US-Dollar.
Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS) von 4,52 US-Dollar übertraf die Prognosen, die sich im Bereich von 4,29 bis 4,32 US-Dollar bewegten. Verantwortlich für diesen Erfolg ist nicht nur ein einzelner Bereich, sondern ein breites Wachstum über fast alle Segmente hinweg. Insbesondere die Infrastruktur-Sparte profitierte vom aktuellen Mainframe-Zyklus und legte um 21 Prozent zu.
KI-Auftragsbuch füllt sich massiv
Das zentrale Thema für Investoren bleibt jedoch die künstliche Intelligenz. IBM konnte hier eindrucksvolle Fortschritte vermelden: Das Auftragsbuch für generative KI hat mittlerweile ein Volumen von über 12,5 Milliarden US-Dollar erreicht. CEO Arvind Krishna betonte die hohe Nachfrage nach entsprechenden Lösungen.
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Dabei entfällt der Löwenanteil von 10,5 Milliarden US-Dollar auf das Beratungsgeschäft, was die starke Position von IBM bei der Implementierung von KI-Strategien in Unternehmen unterstreicht. Aber auch die Software-Sparte trug mehr als 2 Milliarden US-Dollar zu diesem Volumen bei und wuchs insgesamt um 14 Prozent.
Analysten heben Kursziele an
Der Markt reagierte prompt auf die Nachrichten. Im vorbörslichen Handel schoss die Aktie um etwa 7 bis 8 Prozent nach oben und steuerte auf die Marke von 317 US-Dollar zu. Analystenhäuser wie Jefferies und RBC zeigten sich von der Dynamik beeindruckt und hoben ihre Kursziele auf eine Spanne von 350 bis 360 US-Dollar an. Ein kleiner Wermutstropfen blieb lediglich die Tochter Red Hat, deren Wachstum sich teilweise durch den US-Regierungsstillstand auf 8 bis 10 Prozent verlangsamte.
Das Management blickt dennoch optimistisch in die Zukunft und rechnet für 2026 mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Besonders die Cashflow-Prognose überzeugt: IBM plant, im laufenden Jahr einen freien Cashflow von über 15,7 Milliarden US-Dollar zu generieren – eine solide Basis für die angekündigte Dividende von 1,68 US-Dollar pro Aktie.
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