BASF Aktie: US-Übernahme fixiert

BASF übernimmt AgBiTech, um die Agrarsparte für den Börsengang 2027 aufzustellen. Analysten sehen langfristiges Potenzial, warnen aber vor einem schwachen Jahresauftakt 2026.

Kurz zusammengefasst:
  • Vollständige Übernahme des US-Unternehmens AgBiTech
  • Strategische Vorbereitung auf Börsengang der Agrarseite
  • Analysten halten Kursziel von 51 Euro für realistisch
  • Prognose für holprigen operativen Jahresstart 2026

Der Chemieriese treibt den Konzernumbau entschlossen voran. Mit dem Kauf des US-Unternehmens AgBiTech stärkt BASF gezielt die Agrarsparte, um sie für den geplanten Börsengang im Jahr 2027 in Stellung zu bringen. Doch abseits der langfristigen strategischen Weichenstellungen mahnen Analysten kurzfristig zur Vorsicht: Der operative Start in das Geschäftsjahr 2026 könnte holpriger verlaufen als erhofft.

  • Expansion: Übernahme von AgBiTech für die Agrarsparte
  • Kursziel: Bernstein sieht Potenzial bis 51 Euro
  • Technologie: Neue Hochleistungs-Kunststoffe für E-Autos
  • Status: Aktie notiert bei 44,58 Euro (-0,45 % seit Jahresstart)

Agrar-Offensive für den Börsengang

Das Management arbeitet konsequent an der Verselbstständigung der Sparte BASF Agricultural Solutions. Die vollständige Übernahme des in Texas ansässigen Unternehmens AgBiTech ist dabei ein wichtiger Baustein. Der bisherige Eigentümer, die Private-Equity-Gesellschaft Paine Schwartz Partners, gibt damit einen Spezialisten für biologische Schädlingsbekämpfung ab.

BASF

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AgBiTech fokussiert sich auf Technologien für kritische Anbaukulturen wie Sojabohnen und Baumwolle. Für BASF ist dieser Zukauf mehr als nur eine Portfolioerweiterung: Er soll die Attraktivität der Sparte für Investoren erhöhen, bevor diese 2027 an die Börse gebracht wird. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen bereits für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet.

Analysten sehen Aufholpotenzial

Trotz der strategischen Fortschritte bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Das Analysehaus Bernstein Research bestätigte am 13. Januar zwar die Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 51 Euro, Analyst James Hooper dämpfte jedoch die kurzfristigen Erwartungen. Er prognostiziert einen schwachen Jahresauftakt für den Chemiekonzern, sieht aber im weiteren Jahresverlauf eine spürbare operative Erholung.

An der Börse wird dieses Szenario derzeit abgewogen. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 44,58 Euro bewegt sich die Aktie kaum verändert und weist auf Jahressicht ein leichtes Minus von 0,45 Prozent auf. Sollte das Szenario von Bernstein eintreten, bietet das aktuelle Niveau bis zum Kursziel von 51 Euro ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von über 14 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei knapp 54 Euro verdeutlicht jedoch, dass die Aktie noch Boden gutzumachen hat.

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Innovation und China-Start

Neben dem M&A-Geschäft setzt BASF auf technische Innovationen im E-Mobilitäts-Sektor. Neue Polyamide der Marke Ultramid sollen in Elektrofahrzeugen eine Lebensdauer von über 100.000 Stunden erreichen – eine Verdopplung gegenüber bisherigen Industriestandards.

Parallel dazu meldet das Unternehmen Fortschritte im asiatischen Markt. Berichten zufolge startet im Januar der Betrieb des neuen „Mixed-Gas-Crackers“ am Verbundstandort Zhanjiang. Diese Anlage gilt als Herzstück der chinesischen Produktionsbasis und soll die Position im weltweit größten Chemiemarkt langfristig absichern.

Die kommenden Monate dürften für Anleger eine Geduldsprobe darstellen. Während die Integration von AgBiTech und der Hochlauf in China die langfristige Story untermauern, müssen Investoren zunächst den prognostizierten schwachen Jahresstart verdauen, bevor die operative Wende in den Zahlen sichtbar wird.

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