TUI Aktie: Blockade beendet!
TUI Cruises hat zwei im Persischen Golf blockierte Schiffe freibekommen, muss aber Fahrten streichen und zieht sich aus dem Nahen Osten zurück. Die Aktie notiert trotz Rekordzahlen im Minus.

Kurz zusammengefasst
- Zwei Kreuzfahrtschiffe passieren Straße von Hormus
- Sommersaison startet verspätet mit gestrichenen Fahrten
- Rekord-EBIT im Quartal, Aktie verliert dennoch
- Halbjahresbericht im Mai soll Klarheit bringen
Wochenlang saßen die „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ im Persischen Golf fest. Nun haben die beiden Kreuzfahrtschiffe die kritische Straße von Hormus erfolgreich passiert. Für den Reisekonzern endet damit ein logistischer Albtraum — die wirtschaftlichen Nachwehen der Blockade dürften TUI allerdings noch länger beschäftigen.
Bangen um die Sommersaison
Die Passage gelang trotz einer bereits wieder gemeldeten Sperrung der Meerenge durch den Iran. Zuvor lagen die Schiffe über einen Monat in den Häfen von Doha und Abu Dhabi auf Eis. Die Passagiere wurden bereits im März nach Deutschland ausgeflogen, an Bord verblieb lediglich eine Rumpfcrew. Jetzt nehmen beide Ozeanriesen Kurs auf den Oman.
Der wochenlange Stillstand zwingt TUI Cruises zu harten Schnitten. Die Sommersaison im Mittelmeer startet verspätet, zahlreiche Abfahrten bis Anfang Mai sind bereits gestrichen. Ob die Schiffe für ihre Überführung den Suezkanal oder die weite Route um das Kap der Guten Hoffnung wählen, lässt der Konzern offen.
Parallel dazu kassiert das Unternehmen das Wintergeschäft im Nahen Osten. Wegen der anhaltenden Spannungen zieht TUI die „Mein Schiff Flow“ komplett aus dem Orient ab. Alle dort geplanten Fahrten zwischen Oktober 2026 und Mai 2027 fallen ersatzlos aus.
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Rekordzahlen treffen auf Kursverluste
An der Börse klaffen operative Leistung und Kursentwicklung spürbar auseinander. Im ersten Quartal meldete TUI noch ein Rekord-EBIT von rund 77 Millionen Euro bei fast fünf Milliarden Euro Umsatz. Der Vorstand hält bislang an seinen Jahreszielen fest und peilt ein einstelliges Gewinnwachstum an.
Das Papier spiegelt diese Zuversicht nur bedingt wider. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 15 Prozent auf der Kurstafel. Die Nachricht der befreiten Schiffe sorgte zum Wochenausklang immerhin für Erleichterung: Am Freitag kletterte die Aktie um gut fünf Prozent auf 7,55 Euro.
Im Mai legt TUI den Halbjahresbericht vor. Dann müssen die Hannoveraner konkrete Zahlen zu den Stornierungskosten und den schwächeren Sommerbuchungen auf den Tisch legen. Hält das Management trotz der massiven Fahrplankürzungen an seiner Jahresprognose fest, könnte das dem Kurs einen erneuten Angriff auf die 200-Tage-Linie bei gut 8 Euro ermöglichen.
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