DAX: Einschränkungen voraus?

Der deutsche Leitindex gibt frühe Gewinne ab, angetrieben durch anhaltende Spannungen im Iran-Konflikt und schwache Unternehmenszahlen. Die Unsicherheit am Energiemarkt bleibt der dominierende Faktor.

Kurz zusammengefasst:
  • DAX verliert nach kurzer Erholung erneut
  • Blockade der Straße von Hormus belastet Ölmarkt
  • Rheinmetall und Henkel mit enttäuschenden Zahlen
  • Wacker Chemie sticht mit positivem Ausblick hervor

Der gestrige Kursanstieg war offenbar nur ein kurzes Aufflackern. Heute Morgen dreht der DAX wieder ins Minus – und die Ursachen sind dieselben wie zuvor.

Iran-Krieg lässt keine Ruhe einkehren

Der deutsche Leitindex verlor in der ersten Handelsstunde rund 1,6 Prozent und rutschte auf etwa 23.585 Punkte. Das Vortagsplus ist damit wieder Geschichte. Marktbeobachter werten den gestrigen Anstieg als rein technische Gegenbewegung ohne fundamentale Grundlage – von einer echten Trendwende sei man noch weit entfernt. Eine belastbare Bodenbildung, so die Einschätzung einiger Experten, sei frühestens in ein bis zwei Wochen zu erwarten.

DAX

DE0008469008
-
Heute: -
7 Tage: -

Das eigentliche Problem bleibt der Energiemarkt. Die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öls fließt, ist de facto blockiert – in der vergangenen Woche passierten jeweils nur einzelne Schiffe die strategisch wichtige Wasserstraße. Brent-Rohöl kostet derzeit rund 89,64 Dollar pro Fass, nachdem der Preis zu Wochenbeginn zeitweise bis auf nahezu 120 Dollar geklettert war. Die Internationale Energieagentur plant offenbar die größte Reservenfreigabe ihrer Geschichte – doch selbst das gilt an den Märkten lediglich als temporäre Maßnahme, die das strukturelle Problem nicht löst.

Rheinmetall und Henkel unter Druck

Auf Unternehmensebene gab es heute kaum positive Überraschungen. Rheinmetall verlor rund fünf Prozent, nachdem Umsatz und operatives Ergebnis für 2025 leicht unter den Analystenerwartungen lagen und der Wachstumsausblick für 2026 die nach der Rally der Vorjahre hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen konnte.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?

Henkel büßte rund 3,5 Prozent ein. Der Konsumgüterkonzern präsentierte ein schwaches Jahresergebnis 2025 und gibt für 2026 einen vorsichtigen Ausblick. Kritisch aufgenommen wurde dabei vor allem die ungewöhnlich breite Spanne beim Margenausblick – ein Signal, das Anleger als mangelnde Planungssicherheit werten. SAP verlor ebenfalls rund 2,5 Prozent, obwohl der US-Konkurrent Oracle starke KI-Zahlen lieferte – der positive Impuls kam beim deutschen Softwarekonzern schlicht nicht an.

Positiv stach Wacker Chemie mit einem Kurssprung von knapp 7,6 Prozent heraus. Analysten attestierten dem Spezialchemiekonzern einen beruhigenden Ausblick, der die zuletzt gebeutelten Aktionäre sichtlich erleichterte.

US-Inflation und der nächste Datenpunkt

Am Nachmittag rückt die US-Inflationsrate für Februar in den Fokus. Erwartet wird eine Jahresrate von 2,4 Prozent – allerdings ohne Berücksichtigung der durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Energiekosten, die erst in künftigen Daten sichtbar werden dürften. Technisch gesehen hat der DAX zuletzt ein Kaufsignal im überverkauften Bereich geliefert, doch die gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Handelstage zeigen weiterhin nach unten. Der Markt steckt zwischen technischer Erholungsfantasie und fundamentalem Gegenwind – und die Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt dürfte so schnell nicht verschwinden.

DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:

Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu DAX

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu DAX

Neueste News

Alle News

DAX Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten