Bergbau ist längst nicht mehr nur das Fördern von Rohstoffen, sondern zunehmend auch geopolitische Diplomatie. Genau hier setzt die Barrick Gold Corporation an und holt zwei hochkarätige Strategen direkt in die Führungsetage. Der Konzern reagiert damit auf die wachsenden regulatorischen Herausforderungen in seinen globalen Märkten und rüstet sich personell für die nächste Expansionsphase.
Fokus auf Geopolitik und Recht
Mit James J. McGuire und Woo Lee beruft CEO Mark Hill zwei Experten in das Executive Committee, die sich explizit um die Beziehungen zu Regierungen und rechtliche Rahmenbedingungen kümmern sollen. Diese Personalentscheidungen sind keine reine Verwaltungsmaßnahme, sondern eine direkte Antwort auf die Komplexität des operativen Geschäfts in 17 verschiedenen Ländern.
Die Aufteilung der Verantwortlichkeiten signalisiert dabei eine neue Ernsthaftigkeit: McGuire, ein ehemaliger Bundesstaatsanwalt mit jahrzehntelanger Erfahrung, übernimmt als Chief Legal and Policy Officer die rechtliche Absicherung. Woo Lee, ein ehemaliger US-Diplomat mit Schwerpunkt Asien, wird als Chief Global Affairs Officer die politischen Beziehungen steuern. Dass diese Bereiche nun als eigenständige Vorstandsressorts geführt werden, unterstreicht, wie entscheidend die politische „License to operate“ für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens ist.
Marktbeobachter sehen darin auch eine Konsequenz aus jüngsten Ereignissen: Erst im Februar konnte Barrick einen langwierigen Streit mit der Regierung von Mali beilegen und sich so den Weiterbetrieb des wichtigen Loulo-Gounkoto-Komplexes sichern. Ähnliche diplomatische Herausforderungen warten bei Großprojekten wie Reko Diq in Pakistan.
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Starke Zahlen als Fundament
Die strategische Neuausrichtung erfolgt aus einer Position der Stärke heraus. Die Aktie konnte in den letzten 12 Monaten um über 139 % zulegen und notiert nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Rückenwind geben die jüngsten Q4-Zahlen für 2025. Mit einem Gewinn je Aktie von 1,04 US-Dollar übertraf Barrick die Analystenschätzungen deutlich. Auch der operative Cashflow erreichte mit 2,73 Milliarden US-Dollar im Quartal einen Rekordwert. Diese finanzielle Stabilität ermöglicht es dem Konzern, die Dividende massiv anzuheben. Für das abgelaufene Quartal wurde eine Ausschüttung von 0,42 US-Dollar je Aktie beschlossen – eine Steigerung von 140 % gegenüber dem Vorquartal. Anleger sollten beachten, dass die Notierung bereits am morgigen 27. Februar „ex Dividende“ gehandelt wird.
Ausblick: IPO-Pläne im Visier
Die Stärkung der Rechts- und Politikabteilung dürfte auch Vorbote für weitreichende Unternehmensveränderungen im laufenden Jahr sein. Laut Analystenkreisen plant Barrick im weiteren Verlauf des Jahres 2026 Börsengänge (IPOs) für seine Joint-Venture-Beteiligungen an Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo sowie für das Fourmile-Projekt. Die neu formierte Führungsriege wird gefordert sein, diese komplexen Transaktionen in einem volatilen regulatorischen Umfeld erfolgreich umzusetzen.
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