Plug Power steckt mitten in einer Übergangsphase – und das zeigt sich nicht nur in den Zahlen, sondern auch an der Spitze des Unternehmens. Das vierte Quartal brachte operativ spürbare Verbesserungen, gleichzeitig bleibt der Blick auf das große Ganze ernüchternd: Ein hoher Jahresverlust und ein klarer Zeitplan bis 2026 prägen die Story.
Quartal: Besser als befürchtet
Im Schlussquartal 2025 fiel der bereinigte Verlust geringer aus als am Markt erwartet. Plug Power meldete einen adjusted Nettoverlust von 0,06 US-Dollar je Aktie, während zuvor 0,10 US-Dollar im Raum standen. Nach GAAP lag der Verlust allerdings deutlich höher bei 0,63 US-Dollar je Aktie.
Auch auf der Umsatzseite gab es Rückenwind: Mit 225,2 Millionen US-Dollar übertraf Plug Power die Prognose von 217 Millionen US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach das einem Wachstum von 17,6%.
Der auffälligste operative Schritt nach vorn kam bei der Marge. Die Bruttomarge drehte auf +2,4% – nachdem sie im Vorjahresquartal noch bei extrem schwachen -122,5% gelegen hatte. Das ist kein Schönheitsfehler, sondern ein klarer Hinweis, dass Kosten- und Projektstruktur im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger aus dem Ruder laufen.
Ganzes Jahr: Wachstum, aber tiefe rote Zahlen
Für das Gesamtjahr 2025 weist Plug Power rund 710 Millionen US-Dollar Umsatz aus, ein Plus von 12,9%. Dem steht jedoch ein Nettoverlust von etwa 1,63 Milliarden US-Dollar gegenüber. Genau diese Diskrepanz macht die Lage so heikel: Wachstum ist da, aber die Profitabilität ist noch weit entfernt.
Zum Jahresende lag der Bestand an frei verfügbarem Cash bei 368,5 Millionen US-Dollar. Das gibt kurzfristig Luft, ändert aber nichts daran, dass der Turnaround vor allem über bessere Margen und effizientere Abläufe kommen muss.
Neuer CEO, klares Ziel bis 2026
Zeitgleich mit dem Bericht wurde der Chefwechsel offiziell: Jose Luis Crespo hat den CEO-Posten übernommen und folgt auf Andrew Marsh. Das neue Management richtet den Fokus laut Bericht auf eine geschärfte Ausrichtung und Effizienz – und verknüpft das mit einem messbaren Zwischenziel.
Kernpunkt der Prognose: Plug Power will bis zum vierten Quartal 2026 ein positives EBITDA erreichen. Genau daran dürfte sich in den kommenden Quartalen viel messen lassen – denn nach einem Jahr mit Milliardenverlusten braucht es nicht nur Umsatzwachstum, sondern vor allem nachhaltige Verbesserungen in der Ertragsqualität.
Am Freitag schloss die Aktie bei 1,83 Euro und gab damit am Tag 7,04% nach – ein Zeichen, dass die operative Verbesserung zwar gesehen wird, der Markt aber weiterhin wenig Geduld mit dem Tempo Richtung Profitabilität hat.
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