Gold: Rekord-Rally am Ende?

Nach einer Rallye mit über 60 Prozent Kursplus 2025 steht der Goldmarkt am Scheideweg. Experten sehen für 2026 moderate Gewinne, aber auch Risiken durch Zinsen und Recycling.

Kurz zusammengefasst:
  • Goldpreis stieg 2025 um mehr als 60 Prozent
  • Zentralbanken waren zentrale Nachfragetreiber
  • Experten rechnen mit moderatem Aufwärtspotenzial
  • Risiken durch Reflation und Goldrecycling

Das gelbe Edelmetall erlebte 2025 eine spektakuläre Rallye mit über 50 neuen Allzeithochs und einem Kursplus von mehr als 60 Prozent bis Ende November. Doch zum Jahresende folgte ein abrupter Stimmungsumschwung – massive Verwerfungen erschütterten den Markt. Können die Bullen den Aufwärtstrend retten oder droht nun die Wende?

Zentralbanken als Kaufmotor

Die beispiellose Kursentwicklung wurde maßgeblich von geopolitischen Spannungen und der Schwäche des US-Dollars befeuert. Besonders die weltweiten Notenbanken agierten als zentrale Nachfragetreiber. Ihre Käufe bewegten sich zwar unter den Rekordniveaus der drei vorangegangenen Jahre, lagen jedoch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. In Zeiten steigender Unsicherheit suchten sowohl institutionelle als auch private Investoren verstärkt sichere Häfen.

Gold

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Was kommt 2026?

Experten des World Gold Council rechnen mit einer moderaten Aufwärtsbewegung zwischen 5 und 15 Prozent. Die Prognose stützt sich auf die Erwartung anhaltender geopolitischer Turbulenzen, einen schwächeren Dollar sowie niedrigere Zinsen. Zudem könnte neues Kapital aus China und Indien zusätzlichen Rückenwind liefern. Die aktuellen Preiserwartungen spiegeln allerdings bereits eine enge Handelsspanne wider – viele makroökonomische Faktoren sind eingepreist.

Extrem-Szenarien im Blick

Sollten die Spannungen weltweit eskalieren und Anleger massiv in sichere Anlagen flüchten, kalkulieren Analysten mit einem Preissprung von 15 bis 30 Prozent. Gold-ETFs würden in diesem Fall erneut als Hauptnachfragemotor fungieren. 2025 verzeichneten globale Gold-ETFs Zuflüsse von rund 77 Milliarden US-Dollar, die Bestände stiegen um über 700 Tonnen. Seit Mai 2024 summiert sich der Zuwachs auf etwa 850 Tonnen – weniger als in früheren Bullenmärkten.

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Gefahr durch Reflation

Das Gegenrisiko: Greift die Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung und beschleunigt sich das Wachstum stärker als erwartet, droht eine Reflation. Steigende Inflation würde die US-Notenbank 2026 zwingen, Zinsen stabil zu halten oder sogar anzuheben. Höhere Renditen und ein erstarkender Dollar würden die Attraktivität des Edelmetalls mindern. In diesem Szenario rechnen Experten mit Kursverlusten zwischen 5 und 20 Prozent sowie Abflüssen aus Gold-ETFs.

Recycling-Risiko unterschätzt?

Ein oft übersehener Faktor könnte 2026 Brisanz entwickeln: das Goldrecycling. Aktuell bleibt es gering, da viele Besitzer ihr Gold als Sicherheit für Kredite nutzen – allein in Indien wurden 2025 über 200 Tonnen Schmuck verpfändet. Bei einem scharfen Wirtschaftseinbruch könnten Zwangsverkäufe das Angebot schlagartig erhöhen und die Notierungen unter Druck setzen.

Die chaotischen letzten Handelstage 2025 offenbarten die Nervosität am Markt. Ob die Bullen das Momentum ins neue Jahr retten können, hängt maßgeblich davon ab, wie sich Dollar, Zinsen und geopolitische Risiken entwickeln.

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