Die Erste Group Bank legt am morgigen Donnerstag, 26. Februar 2026, ihre Bilanz für das Gesamtjahr 2025 vor. Der Zeitpunkt ist brisant: Erstmals werden Investoren sehen, wie sich die Übernahme von Santander Bank Polska – eine der größten grenzüberschreitenden Bankentransaktionen Europas der vergangenen 20 Jahre – in den Büchern niederschlägt. Die Erwartungen sind hoch.
Was bisher bekannt ist
Nach neun Monaten 2025 stand ein Nettogewinn von 2,566 Milliarden Euro in den Büchern, ein Plus von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits im Oktober hatte die Bank ihre Prognose angehoben und eine Eigenkapitalrendite (ROTE) von über 15 Prozent für das Gesamtjahr in Aussicht gestellt.
Die wichtigsten Eckdaten aus dem Neun-Monats-Bericht zeigten eine solide Entwicklung: Der Zinsüberschuss sollte um mehr als 2 Prozent steigen, das Provisionsgeschäft um über 5 Prozent zulegen. Das Kreditvolumen wuchs ebenfalls um mehr als 5 Prozent, während die Aufwand-Ertrags-Relation bei rund 48 Prozent erwartet wurde. Die harte Kernkapitalquote (CET1) sollte zum Jahresende über 18,5 Prozent liegen – allerdings noch ohne die polnische Akquisition.
Polen als Wachstumsturbo
Am 9. Januar 2026 schloss die Erste Group die Übernahme von 49 Prozent an Santander Bank Polska ab. Die Transaktion hatte ein Volumen von rund 7,0 Milliarden Euro in bar. Die Bank prognostiziert dadurch einen Anstieg der Eigenkapitalrendite auf etwa 19 Prozent im Jahr 2026 und ein Wachstum des Gewinns je Aktie um mehr als 20 Prozent.
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Die Jahreszahlen 2025 liefern nun die Basis, an der sich die Effekte der Polen-Expansion messen lassen. Bereits im dritten Quartal hatte das Management mögliche Integrationskosten von rund 200 Millionen Euro sowie einen potenziellen Einfluss von 300 Millionen Euro auf die Risikovorsorge 2026 aufgrund von IFRS-Anpassungen genannt.
Worauf Anleger achten sollten
Mehrere Punkte rücken in den Fokus: Wie entwickelte sich das Schlussquartal 2025? Hielt der Zinsüberschuss trotz der Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank stand? Und wie sieht die Dividendenplanung aus? Die Bank hatte eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50 Prozent ab 2026 signalisiert.
Der vollständige Jahresabschluss erscheint am 13. März 2026, gefolgt von der Hauptversammlung am 17. April. Die Dividendenzahlung ist für den 24. April vorgesehen. Der erste Ausblick auf 2026 – inklusive der polnischen Aktivitäten – wird für erhebliches Interesse sorgen.
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