Nebius Aktie: Optimistische Markterwartungen!

Nebius erhält grünes Licht für sein US-Rechenzentrum in Missouri. Das Unternehmen verzeichnet extremes Umsatzwachstum und einen Auftragsbestand von über 20 Milliarden US-Dollar.

Kurz zusammengefasst:
  • Stadtrat genehmigt Förderpaket für KI-Campus
  • Auftragsbestand über 20 Milliarden US-Dollar
  • Extrem starkes Umsatzwachstum im Jahr 2025
  • Ambitionierte Ausbauziele für das Jahr 2026

Nebius hat in den USA eine zentrale Hürde genommen: In Independence (Missouri) hat der Stadtrat ein Förder- und Anreizpaket für das geplante KI-Rechenzentrumsprojekt „Project Independence“ genehmigt. Damit wird aus einer Ankündigung ein konkreter Standortbeschluss – und genau diese Planbarkeit hatte dem Markt bislang gefehlt. Wie viel Substanz steckt hinter dem Expansionskurs, wenn jetzt der Bau und die Auslastung geliefert werden müssen?

Missouri genehmigt 1,2-Gigawatt-Campus

Der Stadtrat von Independence stimmte für einen „Chapter 100“-Plan zur industriellen Förderung. Er umfasst auch steuerliche Anreize für den Bau des KI-Campus. „Project Independence“ soll nach Unternehmensangaben die bislang größte „AI Factory“ von Nebius in den USA werden – mit einer Kapazität von 1,2 Gigawatt.

Nebius

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An der Börse kam die Nachricht gut an: Am Mittwoch legte die Aktie um mehr als 12% zu. Der Kursverlauf der vergangenen zwölf Monate blieb dabei stark schwankungsanfällig, wie die große Spanne zwischen 52‑Wochentief (18,31 US‑Dollar) und 52‑Wochenhoch (141,10 US‑Dollar) zeigt.

Wachstum, Cashflow – und hoher Kapitaleinsatz

Für 2025 meldete Nebius (ungeprüfte) Zahlen mit extrem starkem Umsatzwachstum: Der Jahresumsatz stieg auf 529,8 Mio. US‑Dollar (+479% zum Vorjahr), im vierten Quartal auf 227,7 Mio. US‑Dollar (+547%). Operativ verbesserte sich das Bild ebenfalls: Das bereinigte EBITDA lag 2025 bei –64,9 Mio. US‑Dollar nach –226,3 Mio. US‑Dollar im Jahr 2024. Im vierten Quartal drehte das bereinigte EBITDA erstmals ins Plus und erreichte +15 Mio. US‑Dollar.

Parallel berichtet das Unternehmen für 2025 einen positiven operativen Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten von 401,9 Mio. US‑Dollar. Im vierten Quartal lag der operative Cashflow laut Nebius bei 834 Mio. US‑Dollar – „hauptsächlich“ getrieben von Vorauszahlungen aus langfristigen Verträgen. Dem gegenüber stand ein sehr hoher Investitionsbedarf: 4,1 Mrd. US‑Dollar flossen im vierten Quartal in Sachanlagen.

Auftragsbestand über 20 Milliarden – und ambitionierte Ziele für 2026

Ein zentraler Treiber für die Zuversicht am Markt ist der gesicherte Auftragsbestand. Nebius nennt zwei große Fünfjahresverträge: einen über 3 Mrd. US‑Dollar mit Meta (unterzeichnet im November 2025) sowie eine separate Vereinbarung mit Microsoft über mehr als 19 Mrd. US‑Dollar. Zusammen ergibt das einen zugesagten „Backlog“ von über 20 Mrd. US‑Dollar.

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Zum Jahresende 2025 lagen zudem 3,7 Mrd. US‑Dollar an Barmitteln und Äquivalenten in der Kasse. Bei der Auslastung betont Nebius, man sei in Q3 und Q4 „ausverkauft“ gewesen und auch im ersten Quartal 2026 bereits wieder ausverkauft; Kapazitäten seien oft schon vor Inbetriebnahme vollständig vergeben.

Für 2026 bleibt der Ausblick sehr sportlich: Erwartet werden 3,0 bis 3,4 Mrd. US‑Dollar Umsatz, mit dem Großteil der Kapazitätsauslieferungen in der zweiten Jahreshälfte. Zusätzlich bekräftigte das Management das Ziel, bis Ende 2026 eine annualisierte Run-Rate (ARR) von 7 bis 9 Mrd. US‑Dollar zu erreichen. Die bereinigte EBITDA-Marge auf Gruppenebene soll 2026 bei rund 40% liegen, während EBIT wegen Ausbau, GPU-Rollout und höherer F&E-Ausgaben weiter negativ erwartet wird.

Beim Ausbau plant Nebius, die Zahl der Rechenzentrumsstandorte 2026 auf 16 zu erhöhen (nach sieben in 2025) und die aktive Kapazität bis Ende 2026 auf 800 Megawatt bis 1 Gigawatt zu steigern. Die geplanten Investitionen für 2026 beziffert das Unternehmen auf 16 bis 20 Mrd. US‑Dollar. Finanziert werden soll das zunächst aus Cashflows und bereits erhaltenen beziehungsweise erwarteten Mitteln aus langfristigen Verträgen. Nebius gibt an, aktuell keine Schulden auf Konzernebene zu haben, erwartet 2026 aber eine Kapitalstruktur, die auch Fremdkapital einschließt.

Ergänzend kündigte Nebius an, Tavily zu übernehmen, um „agentic search“ in die AI-Cloud-Plattform zu integrieren. Tavily soll als Marke bestehen bleiben, das Team wechselt zu Nebius.

Im Kern verschiebt die Genehmigung in Missouri den Fokus: Die regulatorische Unsicherheit ist geringer, dafür rücken Zeitplan, Ausbau und die Umsetzung des Auftragsbestands in den Vordergrund – genau daran wird sich 2026 die Glaubwürdigkeit der Prognosen messen lassen.

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