Chevron steht vor einem einschneidenden Umbruch. Der US-Ölkonzern krempelt nicht nur seine Führungsriege um, sondern verhandelt parallel über eines der größten Energie-Deals des Jahres: den Kauf russischer Lukoil-Assets im Wert von 22 Milliarden Dollar. Die Uhr tickt – und die Konkurrenz schläft nicht.
Führungsspitze wird neu besetzt
Am Freitag gab Chevron umfassende Personalentscheidungen bekannt. Frank Mount, seit 33 Jahren im Unternehmen und derzeit Präsident für Corporate Business Development, geht im November in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Jake Spiering, aktuell Leiter der Investor Relations, der das Amt am 1. August übernimmt.
Zeitgleich wechselt Molly Laegeler, derzeitige Chief Strategy Officer, bereits am 1. März an die Spitze der Sparte Supply & Trading. Sie löst Patricia Leigh ab, die im Juli ausscheidet. Kevin Lyon, bisher mit der Integration von Hess betraut, rückt als neuer Strategiechef nach. Die Neuaufstellung deutet auf eine strategische Neuausrichtung für die zweite Hälfte des Jahrzehnts hin.
Poker um russische Öl-Assets
Deutlich brisanter ist die laufende Verhandlung um Lukoils internationale Vermögenswerte. Gemeinsam mit dem Partner Quantum Energy konkurriert Chevron um ein Paket, das das irakische Ölfeld West Qurna 2 und die Handelssparte Litasco umfasst – Gesamtwert: rund 22 Milliarden Dollar.
Das US-Finanzministerium hat laut Reuters-Quellen den 28. Februar als Frist für den Verkauf gesetzt. Zwar soll die Private-Equity-Gesellschaft Carlyle bereits eine Vorvereinbarung getroffen haben, doch Insider betonen: „Definitiv noch keine abgeschlossene Sache.“ Chevron verhandelt parallel direkt mit irakischen Behörden über verbesserte Konditionen für West Qurna 2.
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Dividende erhöht, Insider verkauft
Auf der Finanzseite zeigt sich Chevron großzügig: Die Quartalsdividende steigt auf 1,78 Dollar je Aktie, Auszahlung am 10. März. Im vierten Quartal 2025 lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 1,52 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 1,45 Dollar. Der Umsatz von 46,87 Milliarden Dollar verfehlte hingegen knapp die erwarteten 47,15 Milliarden.
Zugleich sorgt eine Insidertransaktion für Aufsehen: Andrew Benjamin Walz, ein hochrangiger Manager, verkaufte Anfang Februar Aktien im Wert von etwa 3,92 Millionen Dollar. JPMorgan hob das Kursziel zuletzt auf 181 Dollar an.
Entscheidende Wochen voraus
Die kommenden drei Wochen werden zeigen, ob Chevron den Zuschlag für die Lukoil-Assets erhält – und wie sich die Führungsumstellung auf die strategische Ausrichtung auswirkt. Am 28. Februar läuft die Frist ab.
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