Siemens Aktie: Uneinigkeit wächst

Die Siemens-Aktie zeigt einen klaren Aufwärtstrend, doch Analysten bewerten das Potenzial extrem unterschiedlich, mit Kurszielen zwischen 195 und 264 Euro.

Kurz zusammengefasst:
  • Starke Kursperformance über wichtige Durchschnitte
  • Analystenmeinungen reichen von Kauf bis Underweight
  • Digitalisierung und Industrial Metaverse als Treiber
  • Hohe Volatilität signalisiert weiteres Bewegungspotenzial

Siemens profitiert von Rückenwind in der Industrie-Digitalisierung, doch an der Börse herrscht alles andere als Einigkeit. Während einige Großbanken den DAX-Konzern nahe am Kursziel sehen, warnt eine andere vor deutlichem Rückschlagpotenzial. Wie passt das zusammen?

Die Fakten im Überblick

Zum Wochenschluss behauptete die Siemens Aktie ihr hohes Niveau und schloss am Freitag bei 260,25 Euro. Damit liegt der Titel rund 8 % über dem 50-Tage-Durchschnitt und gut 13 % über der 200-Tage-Linie – ein klares Zeichen für einen etablierten Aufwärtstrend. Gleichzeitig bleibt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch von 287,96 Euro mit knapp 10 % überschaubar.

Siemens

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Auffällig ist dabei die Mischung aus Trendstärke und Normalisierung:

  • Schlusskurs Freitag: 260,25 Euro
  • Veränderung 30 Tage: +11,98 %
  • Performance 12 Monate: +33,46 %
  • Abstand zum 52‑Wochen-Tief: +48,94 %
  • RSI (14 Tage): 48,7 (neutraler Bereich)

Der neutrale RSI deutet darauf hin, dass der Titel trotz der starken Zwölfmonatsbilanz kurzfristig weder überkauft noch überverkauft ist. Die hohe annualisierte 30‑Tage-Volatilität von gut 79 % unterstreicht allerdings, dass schnelle Bewegungen in beide Richtungen möglich bleiben.

Analysten mit deutlich unterschiedlichen Kurszielen

Die Kursstärke wird vor allem von der Story rund um Digitalisierung und Automatisierung getragen. Genau daran knüpfen auch die optimistischen Analysten an – allerdings nicht alle.

Goldman Sachs bleibt klar auf der positiven Seite. Die US-Investmentbank bestätigt ihre Einstufung „Buy“ und sieht das Kursziel bei 264 Euro. Begründung: Siemens soll von der fortschreitenden Digitalisierung der Industrie überdurchschnittlich profitieren.

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Ähnlich, wenn auch etwas vorsichtiger, argumentiert UBS. Die Schweizer Bank belässt ihre Kaufempfehlung bei einem Kursziel von 255 Euro. Besonders hervorgehoben wird die Stärke in der Industrie-Automatisierung, während das Umfeld in China aufmerksam beobachtet wird.

Deutlich zurückhaltender zeigt sich dagegen Barclays. Die britische Investmentbank stuft die Aktie weiterhin mit „Underweight“ ein und nennt ein Kursziel von 195 Euro. Damit liegt ihre Bewertung fast 70 Euro unter dem Ziel von Goldman Sachs. Die Diskrepanz spiegelt die gegensätzlichen Einschätzungen wider: Auf der einen Seite Technologieführerschaft und KI-Fantasie, auf der anderen Seite Sorgen um die globale Konjunktur.

Technologischer Rückenwind als Kernstory

Operativ bleibt der technologische Fokus der wichtigste Treiber der Anlagestory. Im Zentrum steht das Konzept des „Industrial Metaverse“: reale Produktionsprozesse werden mit digitalen Zwillingen verknüpft, um Planung, Steuerung und Wartung zu optimieren. Siemens positioniert sich hier als Anbieter kompletter Lösungen aus Hard- und Software.

Zusätzlichen Schub liefern Kooperationen im KI-Bereich, die im Umfeld der CES 2026 hervorgehoben wurden. Marktteilnehmer sehen darin die Chance, das bestehende Automatisierungs-Kerngeschäft um datengetriebene Services zu erweitern – ein Argument, das vor allem die optimistischen Analysten in ihren Kurszielen widerspiegeln.

Fazit: Rückenwind mit Spannbreite

Die Siemens Aktie geht mit klar positivem Trend, aber stark auseinanderliegenden Analystenmeinungen in die neue Woche. Auf der einen Seite stehen ein stabiler Kurs über den wichtigen Durchschnitten, ein neutraler RSI und die Story rund um Industrial Metaverse und KI-Kooperationen. Auf der anderen Seite signalisiert das niedrige Barclays-Kursziel von 195 Euro, dass konjunkturelle Risiken und Bewertungssorgen nicht vom Tisch sind. Entscheidend wird nun, ob Siemens in den kommenden Monaten mit konkreten Fortschritten in der Industrie-Digitalisierung die optimistischen Erwartungen der Mehrzahl der Analysten untermauern kann.

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