Der Konflikt um das Manono-Lithium-Projekt in der DR Kongo erreicht eine neue Eskalationsstufe. Während AVZ Minerals weiterhin vor internationalen Schiedsgerichten um seine Eigentumsrechte kämpft, hat der chinesische Konkurrent Zijin Mining nun einen konkreten Zeitplan für den Produktionsstart vorgelegt. Schafft der Rivale vor Ort vollendete Tatsachen, bevor ein juristisches Urteil fällt?
Die wichtigsten Punkte der aktuellen Entwicklung:
* Produktionsstart: Zijin Mining plant die erste Lithiumförderung für Juni 2026.
* Finanzspritze: AVZ Minerals sicherte sich im Januar 20 Millionen US-Dollar für die Prozesskosten.
* Behördendruck: Die australische Aufsicht ASIC verklagt das Unternehmen wegen mangelnder Transparenz.
* Börsenstatus: Die Aktie ist seit Mai 2024 nicht mehr an der ASX gelistet.
Operative Realität gegen juristische Hoffnung
Zijin Mining plant, im Juni 2026 die erste Lithiumproduktion des Kongo aus dem Manono-Vorkommen zu starten. Gemeinsam mit dem staatlichen Partner Cominiere sollen die Exporte unmittelbar nach Förderbeginn anlaufen. Für die Anteilseigner von AVZ Minerals ist dies eine besorgniserregende Entwicklung. Während das Unternehmen in langwierigen Schiedsverfahren feststeckt, schreiten die physischen Arbeiten auf dem Gelände voran.
Zijin hält über ein Joint Venture 61 Prozent an dem Projekt und betont, dass die laufenden Rechtsstreitigkeiten den operativen Zeitplan nicht beeinflussen. Sollte die Förderung tatsächlich im Sommer 2026 beginnen, entstünde eine vollkommen neue Faktenlage, die AVZ Minerals selbst bei einem späteren juristischen Erfolg vor massive Herausforderungen stellen würde.
Millionen für den Gerichtssaal
Trotz des operativen Rückstandes setzt AVZ Minerals seinen juristischen Kampf fort. Am 15. Januar bestätigte das Unternehmen den vollständigen Erhalt einer Finanzierung über 20 Millionen US-Dollar durch den Partner Suzhou CATH Energy Technologies. Dieses Kapital ist explizit für das Betriebskapital und die hohen Rechtskosten im Zusammenhang mit dem Manono-Projekt vorgesehen.
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Die Vereinbarung zeigt, dass Partner wie CATH weiterhin auf die Strategie von AVZ setzen. Im Falle eines erfolgreichen Ausgangs der Schiedsverfahren erhält CATH die Option auf eine indirekte Beteiligung von 30,5 Prozent am Projekt sowie die Zusage, die gesamte Lithiumproduktion über einen Zeitraum von fünf Jahren abzunehmen.
Zusätzliche Front in Australien
Neben dem internationalen Eigentumsstreit sieht sich die Unternehmensführung mit rechtlichem Druck in der Heimat konfrontiert. Die australische Wertpapieraufsicht ASIC leitete im November 2025 ein Zivilverfahren vor dem Bundesgericht ein. Der Vorwurf wiegt schwer: AVZ und zwei seiner Direktoren sollen ihre kontinuierlichen Offenlegungspflichten verletzt haben, indem sie den Markt nicht rechtzeitig über das Ausmaß des Manono-Konflikts informierten.
Die Lage für AVZ Minerals bleibt damit an mehreren Fronten prekär. Zwar sichert das frische Kapital den juristischen Fortbestand des Streits, doch die operative Hoheit liegt derzeit bei Zijin Mining. Mit dem anvisierten Produktionsstart im Juni 2026 und dem laufenden ASIC-Verfahren steht das Unternehmen unter erheblichem Zeitdruck, da eine gerichtliche Entscheidung im Schiedsverfahren weiterhin aussteht.
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