Salesforce liefert Rekordzahlen, erhöht die Dividende und startet ein massives Aktienrückkaufprogramm. Dennoch gehört das Papier im Jahr 2026 zu den großen Verlierern am Markt. Hinter dieser Diskrepanz steckt eine grundlegende Angst der Investoren: Macht die generative Künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell des Software-Riesen langfristig obsolet?
Ein Lichtblick im Abwärtstrend
Am Dienstag sorgte eine Analyse der Citigroup für leichte Entlastung. Die Bank hob ihr Kursziel moderat an, was der Aktie kurzzeitig Auftrieb gab. Doch dieser Anstieg ändert wenig am übergeordneten Bild: Seit Jahresanfang summieren sich die Verluste auf über 21 Prozent.
Das Analystenlager ist gespalten. Während einige Experten ihre Kursziele senken – teils drastisch von fast 400 auf unter 300 US-Dollar –, behalten andere ihre Kaufempfehlungen bei. Diese Uneinigkeit spiegelt die Unsicherheit wider, die den gesamten Softwaresektor derzeit im Griff hält.
Rekordergebnisse treffen auf Marktskepsis
Rein operativ läuft es für Salesforce besser als erwartet. Das Unternehmen meldete für das abgelaufene Geschäftsjahr Rekordwerte. Der Umsatz im vierten Quartal wuchs um 12 Prozent – die höchste Wachstumsrate seit zwei Jahren. Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie übertraf mit 3,81 US-Dollar die Prognosen der Wall Street deutlich.
Ein wesentlicher Treiber ist dabei die neue Plattform „Agentforce“. Die jährlichen wiederkehrenden Umsätze in diesem Bereich verzeichneten einen sprunghaften Anstieg von 169 Prozent. Das Management argumentiert, dass Salesforce durch KI nicht verdrängt, sondern als „Betriebssystem“ für autonome Unternehmens-Agenten noch wertvoller wird.
Untermauert wird dieser Optimismus durch massive Kapitalrückflüsse. Im letzten Geschäftsjahr flossen 99 Prozent des freien Cashflows an die Aktionäre zurück. Zudem wurde ein neues Rückkaufprogramm über 50 Milliarden US-Dollar sowie eine Dividendenerhöhung um 5,8 Prozent beschlossen.
Die Angst vor der Disruption
Trotz dieser fundamentalen Stärke steht die Aktie unter enormem Druck. Der Grund liegt im „Warum“ der Verkäufe: Investoren fürchten, dass generative KI die Art und Weise, wie Unternehmen Datenanalysen und Vertriebssteuerung betreiben, grundlegend verändern könnte.
Die These der Skeptiker lautet, dass KI-Modelle künftig viele Aufgaben übernehmen könnten, für die bisher teure Enterprise-Software nötig war. Diese strukturelle Sorge wiegt für den Markt derzeit schwerer als die aktuellen Gewinne oder die durch Kostensenkungen auf über 26 Prozent gestiegene Nettogewinnmarge.
Salesforce befindet sich damit in einer Zwickmühle. Auf der einen Seite stehen Rekordgewinne und eine günstige Bewertung, auf der anderen Seite die Angst vor einer technologischen Disruption. Das Unternehmen muss in den kommenden Quartalen beweisen, dass seine Integration von KI die Kundenbindung tatsächlich stärkt und nicht schwächt.
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