Strategy Aktie: Milliarden für neue Bitcoins
Strategy Inc. setzt trotz Buchverlusten von fünf Milliarden Dollar seine aggressive Bitcoin-Strategie fort und sichert sich 44,1 Milliarden Dollar für weitere Zukäufe.
Kurz zusammengefasst
- Neues Finanzierungsprogramm über 44,1 Milliarden Dollar
- Aktueller Buchverlust von rund fünf Milliarden Dollar
- Größter unternehmerischer Bitcoin-Bestand der Welt
- Aktienkurs verliert seit Jahresbeginn über 23 Prozent
Nach einer ungewöhnlichen Pause von einer Woche öffnet Strategy Inc. wieder die Kassen für den Kryptomarkt. Obwohl das Unternehmen auf einem Milliardenverlust bei seinen bisherigen Beständen sitzt, signalisiert Executive Chairman Michael Saylor die Fortsetzung seiner aggressiven Akquisitionsstrategie. Ein gigantisches Finanzierungsprogramm soll die nötige Liquidität für die nächsten Käufe liefern.
Gigantisches Finanzierungsprogramm
Am Sonntag setzte Saylor mit dem Satz „Back to Work“ auf der Plattform X ein klares Zeichen. In der Vergangenheit kündigte diese Formulierung stets neue Zukäufe an. Zuvor hatte eine SEC-Meldung bestätigt, dass das Unternehmen in der letzten Märzwoche weder Bitcoin erworben noch eigene Aktien verkauft hatte.
Um die erwartete Wiederaufnahme der Käufe zu stemmen, greift Strategy auf ein massiv aufgestocktes Finanzierungsprogramm im Volumen von 44,1 Milliarden US-Dollar zurück. Dieses Konstrukt umfasst neben Stammaktien auch spezielle Vorzugsaktien. Besonders die „Stretch“-Papiere (STRC) mit einer variablen Dividende von 11,5 Prozent dienen als zentrales Instrument der Kapitalbeschaffung. Analysten schätzen, dass die jüngste Emission ausreicht, um auf dem aktuellen Preisniveau mindestens 1.821 weitere Bitcoin zu erwerben.
Rote Zahlen im Portfolio
Aktuell verwaltet das Unternehmen mit 762.099 Token den weltweit größten unternehmerischen Bitcoin-Bestand. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 75.694 US-Dollar, was einem Gesamtinvestment von rund 57,7 Milliarden US-Dollar entspricht. Da der Bitcoin-Kurs am Montag bei etwa 69.100 US-Dollar notiert, verzeichnet Strategy einen Buchverlust von ungefähr fünf Milliarden US-Dollar.
Saylor verteidigt das Geschäftsmodell allerdings mit dem Verweis auf die langfristige Performance. Seit der Umstellung auf den Bitcoin-Standard im August 2020 betrage die jährliche Rendite 36 Prozent. Damit übertreffe man traditionelle Anlagen wie Gold oder den S&P 500 im selben Zeitraum deutlich.
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Chartbild trübt sich ein
An der Börse spiegelt sich Saylors Optimismus derzeit nur bedingt wider. Die Aktie beendete die Vorwoche bei knapp 119,83 US-Dollar und hat seit Jahresbeginn 2026 mehr als 23 Prozent an Wert verloren. Damit folgt das Papier der allgemeinen Volatilität an den Kryptomärkten.
Technische Indikatoren zeichnen ein negatives Bild. Der Kurs verharrt seit Monaten unter dem Supertrend-Indikator, zudem bildete sich kürzlich ein sogenanntes Todeskreuz – die 50-Tage-Linie fiel unter den 200-Tage-Durchschnitt. Marktbeobachter richten ihren Blick nun auf die psychologisch wichtige Unterstützungsmarke von 100 US-Dollar.
Ein Bruch dieser 100-Dollar-Marke könnte den Weg für weitere Abverkäufe in Richtung der 80-Dollar-Zone ebnen. Während institutionelle Kritiker den Bewertungsaufschlag der Aktie gegenüber dem reinen Bitcoin-Bestand weiterhin skeptisch sehen, zementiert das Management seine Ausrichtung. Mit dem 44-Milliarden-Dollar-Finanzierungsprogramm im Rücken verfügt Strategy über die notwendigen Mittel, um die eigenen Bestände unabhängig von der aktuellen charttechnischen Schwäche weiter auszubauen.
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