Unerwartet kühle Inflationsdaten aus den USA haben dem Immobilien-Sektor am Freitag einen kräftigen Schub verliehen. Sinkende Anleiherenditen befeuerten die Hoffnung auf Zinssenkungen bereits im Frühsommer, was besonders zinssensitive Real Estate Investment Trusts (REITs) beflügelte. Während Gesundheits- und Einzelhandelswerte glänzten, blieb die Stimmung in anderen Teilbereichen jedoch getrübt.
- Inflation sinkt: Die US-Teuerungsrate fiel im Januar auf 2,4 % (erwartet: 2,5 %).
- Zins-Wetten: Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Juni stieg auf 83 %.
- Milliarden-Deal: Nuveen übernimmt Schroders für rund 13,5 Milliarden US-Dollar.
Makrodaten und Übernahmen bewegen
Der Hauptauslöser für die positive Sektor-Entwicklung war der US-Verbraucherpreisindex. Dass die Inflation stärker als erwartet zurückging, drückte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,06 %. Diese Bewegung löste automatisierte Käufe bei renditestarken Immobilienwerten aus, da Kapital aus Cash-Positionen zurück in Dividendenwerte rotierte.
Zusätzlich sorgte eine Großakquisition für hohes Handelsvolumen: Der Vermögensverwalter Nuveen kauft Schroders für umgerechnet 13,5 Milliarden US-Dollar. Durch den Zusammenschluss entsteht ein Branchenriese mit einem verwalteten Vermögen von über 2,5 Billionen US-Dollar. Diese Konsolidierung am Markt stützte das Vertrauen der institutionellen Anleger in den gesamten Sektor.
Gewinner und Verlierer im Vergleich
Innerhalb des Sektors zeigten sich jedoch deutliche Unterschiede. Die Healthcare Realty Aktie führte die Gewinnerliste an, nachdem das Unternehmen ein starkes Nettobetriebsergebnis und solide Quartalszahlen vorgelegt hatte. Auch im Einzelhandelssegment herrschte Optimismus. Die Kimco Realty Aktie profitierte von einer Rekord-Vermietungsquote von 96,4 %, was die Widerstandsfähigkeit hochwertiger Einkaufszentren unterstreicht.
Realty Income sorgte ebenfalls für positive Schlagzeilen durch eine neue 1,5-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit dem Staatsfonds GIC, die den Fokus auf Logistikimmobilien und Expansionen in Mexiko legt. Doch reicht das für eine dauerhafte Trendwende im gesamten Markt?
Im Gegensatz dazu gerieten Wohnungs-REITs unter Druck. Trotz solider operativer Daten bei Unternehmen wie UDR belasten Sorgen über ein hohes Neuangebot an Wohnungen und ein moderates Jobwachstum die Stimmung. Laut Analysten von Piper Sandler hat das Sentiment für dieses Teilsegment den tiefsten Stand seit 30 Jahren erreicht.
Charttechnik und Ausblick
Technisch gesehen testet der Sektor aktuell den Ausbruch aus einer mehrwöchigen Konsolidierungsphase. Da die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen unter ihren 50-Tage-Durchschnitt gefallen ist, hat sich das Momentum kurzfristig verbessert. Die Relative-Stärke-Indikatoren (RSI) signalisieren zudem, dass trotz der jüngsten Gewinne noch Spielraum nach oben besteht, bevor der Markt als überkauft gilt.
Zum Handelsstart am Dienstag liegt der Fokus der Marktteilnehmer weiterhin auf den Anleiherenditen. Ein nachhaltiges Sinken der zehnjährigen Rendite unter die psychologisch wichtige Marke von 4,00 % könnte die nächste Aufwärtswelle im REIT-Sektor einleiten. Sollten jedoch Signale einer hartnäckigen Kerninflation die Zinssenkungshoffnungen dämpfen, droht ein erneuter Test der Unterstützungslinien vom vergangenen Freitag.
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