Die Deutsche Pfandbriefbank stürzt heute auf ein historisches Tief. Mit einem Minus von rund zehn Prozent ist die Aktie klares Schlusslicht im SDAX – zeitweise notierte das Papier bei nur noch 3,59 Euro. Der Grund: Vorstandschef Kay Wolf verschiebt seine Mittelfristziele von 2027 auf 2028 oder später. Die Erholung des Immobilienmarkts lässt auf sich warten, und die Bank kommt nach ihrem teuren US-Ausstieg einfach nicht aus der Krise.
Verlust höher als befürchtet
Die vorläufigen Zahlen für 2025 fallen ernüchternd aus. Die Pfandbriefbank verbuchte einen Verlust vor Steuern von 250 Millionen Euro – mehr als Analysten erwartet hatten. Zum Vergleich: In den Jahren 2023 und 2024 hatte das Institut noch jeweils rund 100 Millionen Euro verdient, obwohl die Krise bereits durchschlug. Die operativen Erträge sanken 2025 um mehr als ein Fünftel auf 422 Millionen Euro, auch wegen des Rückzugs aus den USA.
Für 2026 stellt Wolf einen Vorsteuergewinn von nur 30 bis 40 Millionen Euro in Aussicht. Branchenexperten hatten mit rund 100 Millionen mehr gerechnet. Die operativen Erträge dürften im laufenden Jahr mit 375 bis 425 Millionen Euro eher sinken als steigen.
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US-Ausstieg bremst länger als gedacht
„Die Transformation der Bank erfordert aufgrund des US-Exits und der schleppenden Markterholung mehr Zeit, als wir ursprünglich erwartet haben“, räumt Wolf ein. Analyst Andreas Pläsier von Warburg Research hält trotz der Rückschläge an seiner Kaufempfehlung mit Kursziel 7 Euro fest. Die „Bremsstrecke“ des US-Ausstiegs sei länger als gedacht, die Kosten für die Risikovorsorge in den USA und die schleppende Markterholung wögen schwerer als erwartet.
Immerhin ein Lichtblick: Das Neugeschäft zog 2025 um knapp ein Viertel auf rund 6,3 Milliarden Euro an. Für 2026 peilt Wolf einen weiteren Anstieg auf 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro an. Doch ohne stärkeren Rückenwind aus dem Markt wird die Bank ihre strategischen Finanzziele – 600 Millionen Euro operative Erträge und acht Prozent Rendite auf das materielle Eigenkapital – voraussichtlich nicht vor 2028 erreichen.
Weitere Details will die Pfandbriefbank am 5. März veröffentlichen, den vollständigen Geschäftsbericht am 23. März vorlegen.
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