Ein wilder Ritt für Aktionäre des australischen Rüstungsunternehmens Electro Optic Systems (EOS). Nach schweren Vorwürfen des Shortsellers Grizzly Research drohte am Dienstag zunächst ein massiver Kursabsturz, doch die Käufer schlugen eindrucksvoll zurück. Hat das Management die Zweifel am umstrittenen 80-Millionen-Dollar-Deal damit ausräumen können?
Extreme Volatilität im Handel
Der Handelstag am Dienstag war nichts für schwache Nerven. Nachdem die Aktie im frühen Handel zeitweise um bis zu 16 Prozent eingebrochen war und ein Zweimonatstief markierte, drehte die Stimmung am Markt komplett. Zum Handelsschluss stand laut Reuters ein Plus von 11,8 Prozent auf der Kurstafel. Damit wurden die Verluste vom Freitag, als der Shortseller-Report erstmals veröffentlicht wurde, fast vollständig wettgemacht. Auslöser für die Erholung war eine scharfe Zurückweisung der Vorwürfe durch die EOS-Führung.
Der Streit um den Korea-Vertrag
Im Zentrum des Konflikts steht ein im Dezember 2025 angekündigter Vertrag über 80 Millionen US-Dollar für die Produktion von Laserwaffen mit einem namentlich nicht genannten koreanischen Kunden. Grizzly Research bezeichnete diesen Deal in der vergangenen Woche als „irreführend und völlig unrealistisch“.
EOS reagierte am Dienstag mit einer offiziellen Börsenmitteilung und nannte die Attacke „manipulativ“. Das Unternehmen prüft nun rechtliche Schritte in Australien und Deutschland, da Grizzly Research als Leerverkäufer direkt von fallenden Kursen profitiert.
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Marktbeobachter werten die positive Kursreaktion nicht zwingend als klassischen Short Squeeze. Billy Leung, Stratege bei Global X ETFs, sieht darin eher einen Vertrauensbeweis für das Management. Investoren scheinen die Gegendarstellung des Unternehmens derzeit höher zu gewichten als die Zweifel der Leerverkäufer.
Operative Entwicklung im Fokus
Ungeachtet der Störfeuer treibt EOS seine strategische Ausrichtung voran. Der Titel blickt auf eine massive Rallye zurück und legte in den letzten zwölf Monaten rund 350 Prozent zu, getrieben durch das weltweit steigende Interesse am Verteidigungssektor.
- Expansion in Asien: Erst am 6. Februar eröffnete das Unternehmen ein neues Technologiezentrum in Singapur, das als Drehkreuz für Innovationen im Bereich der Lasertechnologie dienen soll.
- Neue Partnerschaften: Eine Kooperation mit dem estnischen Robotik-Spezialisten Milrem Robotics soll die Entwicklung unbemannter Bodenfahrzeuge vorantreiben.
- Möglicher Umzug: Berichten zufolge erwägt EOS, den Hauptsitz und die Börsennotierung mittelfristig nach Europa zu verlegen, um näher an der wachsenden Nachfrage auf dem Kontinent zu sein.
Die globale Aufrüstung spielt dem Unternehmen fundamental in die Karten. Nach eigenen Angaben konnte EOS die Bilanz zuletzt stärken und die Auftragseingänge seit der strategischen Neuausrichtung 2022 steigern. Für die nachhaltige Beruhigung des Kurses wird entscheidend sein, ob das Management die Validität des Korea-Auftrags in den kommenden Wochen auch operativ untermauern kann.
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