Leonardo hat zum Wochenausgang eine bedeutende Übernahme abgeschlossen und verstärkt sich damit im Bereich Wetterradar und Satelliten-Bodenstationen. Parallel dazu sehen Analysten erhebliches Kurspotenzial für den italienischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzern.
Strategische Akquisition und neue Kursziele
Am Freitag, 16. Januar 2026, machte Leonardo den Erwerb von 84 Prozent an der Enterprise Electronics Corporation (EEC) offiziell. Das US-Unternehmen ist spezialisiert auf Wetterradar-Systeme und Satelliten-Bodenstationen – Bereiche, die für Leonardos Divisionen „Space“ und „Electronics“ strategisch wertvoll sind. Finanzielle Details zur Transaktion wurden nicht genannt.
Parallel dazu veröffentlichte ein Bewertungsmodell am Samstag ein Kursziel von 71 Euro bis Ende 2027. Bei einem aktuellen Kurs um 58 Euro entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 21 Prozent. Die Prognose basiert auf soliden Fundamentaldaten: Im Geschäftsjahr 2024 erzielte Leonardo einen Umsatz von 18 Milliarden Euro bei einem Betriebsergebnis von 1,4 Milliarden Euro. Das Modell kalkuliert mit einem Umsatzwachstum von jährlich 15,2 Prozent und einer steigenden operativen Marge auf 8,5 Prozent.
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Auftragsbuch wächst weiter
Neben der Übernahme sicherte sich Leonardo als Teil eines Konsortiums den Zuschlag für die Metro-Linie 10 in Neapel. Der Auftragswert liegt bei über 600 Millionen Euro und zeigt, wie der Konzern sein Geschäft über klassische Verteidigungsprojekte hinaus diversifiziert.
Auch die US-Tochter Leonardo DRS entwickelt sich positiv. Die Stephens Investment Management Group erhöhte ihre Beteiligung im dritten Quartal um über 20 Prozent auf nun 817.465 Aktien im Wert von rund 37 Millionen Dollar. Leonardo DRS selbst steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 18,2 Prozent auf 960 Millionen Dollar und übertraf die Gewinnerwartungen.
Ausblick auf die kommende Woche
Mit Handelsstart am Montag dürfte der Markt die Details der EEC-Übernahme genauer bewerten. Die Aktie notiert nahe ihrer Höchststände – ein Zeichen von Stärke, das aber auch Fragen zur Bewertung aufwirft. Entscheidend wird sein, ob Leonardo die angepeilten Margen von über acht Prozent bei gleichzeitiger Integration neuer Vermögenswerte halten kann. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, wie der Konzern den wachsenden Auftragsbestand abarbeitet.
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