Amazon Aktie: AWS-Milliarden, neuer Aufschlag
Amazon investiert 25 Milliarden Dollar in AWS-Infrastruktur in Mississippi und führt gleichzeitig einen neuen Logistikaufschlag für Händler ein. Die starken KI-Umsätze von AWS stützen die Investitionsoffensive.

Kurz zusammengefasst
- AWS investiert 25 Milliarden Dollar in Mississippi
- Neuer Logistikaufschlag für US- und Kanada-Händler
- KI-Dienste erreichen 15 Mrd. Dollar Umsatzrate
- Investoren fokussieren auf Cashflow-Entwicklung
AWS wächst, die Kassen klingeln — und trotzdem steht Amazon vor einer heiklen Gleichung. Während der Konzern Milliarden in KI-Infrastruktur pumpt, sorgt ein neuer Kostenaufschlag für Marketplace-Händler für Gesprächsstoff. Beides zusammen erklärt, warum die Aktie diese Woche deutlich zulegen konnte.
25 Milliarden Dollar für Mississippi
Amazon Web Services hat seine geplanten Gesamtinvestitionen im US-Bundesstaat Mississippi auf 25 Milliarden Dollar beziffert. Allein 11 Milliarden Dollar fließen in den Madison County, weitere 1 Milliarde in den Hinds County — dort entsteht in einem ehemaligen Delphi-Fertigungswerk ein neues Rechenzentrum. Hinzu kommt eine bereits früher angekündigte Investition von 3 Milliarden Dollar im Warren County.
Das Projekt ist eine der größten Infrastrukturzusagen, die AWS je in einem einzelnen Bundesstaat gemacht hat. Begleitend investiert Amazon in fünf Erneuerbare-Energie-Projekte, die zusammen 616 Megawatt CO₂-freie Kapazität aus Solar- und Windkraft liefern sollen.
Neuer Aufschlag trifft Marketplace-Händler
Ab dem 17. April erhebt Amazon einen Kraftstoff- und Logistikaufschlag von 3,5 Prozent auf Fulfillment-by-Amazon-Sendungen in den USA und Kanada. Im Schnitt entspricht das rund 17 Cent pro Einheit — je nach Größe und Gewicht des Artikels kann der Betrag abweichen.
Hintergrund sind gestiegene Betriebskosten, die Amazon auf den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran zurückführt. Der Konflikt hat den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz — durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öls fließt — erheblich gestört. Ab Mai gilt der Aufschlag auch für das Buy-with-Prime-Programm sowie den Multi-Channel-Fulfillment-Service. Endkunden sind formal nicht betroffen, könnten aber indirekt höhere Preise zahlen, wenn Händler die Mehrkosten weitergeben.
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AWS als Gewinnmaschine
Die Investitionsoffensive hat eine solide Grundlage: AWS erzielte im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von 35,6 Milliarden Dollar — ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis stieg auf 12,5 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2025 summierte sich der AWS-Umsatz auf 128,7 Milliarden Dollar.
CEO Andy Jassy legte diese Woche erstmals eine konkrete Zahl vor: KI-Dienste innerhalb von AWS laufen bereits auf einer Umsatzrate von 15 Milliarden Dollar pro Jahr. Analyst Nick Jones von BNP Paribas stützt die These, dass der geplante Capex von 200 Milliarden Dollar für 2026 vom Markt unterschätzt wird — ein Großteil davon werde erst 2027 und 2028 monetarisiert, für einen beträchtlichen Teil lägen bereits Kundenzusagen vor.
Mit den Q1-2026-Zahlen wird sich zeigen, ob die aggressive Infrastrukturwette erste Spuren im freien Cashflow hinterlässt — das dürfte der entscheidende Maßstab für Investoren in den kommenden Monaten sein.
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