Die SAP-Aktie konnte sich zum Wochenstart spürbar erholen – angetrieben durch eine neue Bestätigung ihrer Wettbewerbsposition im KI-getriebenen Beschaffungsgeschäft. Während einige Analysten noch über die disruptive Kraft Künstlicher Intelligenz für etablierte Softwareanbieter grübeln, liefert Marktforscher Gartner nun konkrete Argumente für die Zukunftsfähigkeit des Walldorfer Konzerns.
Die wichtigsten Fakten:
– Schlusskurs am Montag: 200,95 Euro (+1,53% Xetra, +3,71% NYSE)
– Gartner stuft SAP als „Leader“ im Bereich Source-to-Pay ein
– Strategie 2026: KI-native Architektur und „Agentic AI“ über Joule-Assistenten
– Quartalszahlen folgen am 29. Januar 2026
Gartner bestätigt Spitzenposition
Die Auszeichnung kommt zum richtigen Zeitpunkt. Gartner platzierte SAP am Montag als „Leader“ im Magic Quadrant for Source-to-Pay Suites – eine Bewertung, die sowohl SAP Ariba als auch das SAP Business Network umfasst. Entscheidend für die Marktreaktion war jedoch die explizite Hervorhebung der Modernisierungsstrategie: SAP setzt für 2026 auf eine KI-native Plattformarchitektur und den Einsatz sogenannter „Agentic AI“ durch den Assistenten Joule.
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Diese technologische Ausrichtung adressiert direkt die Sorge, traditionelle Softwareanbieter könnten im KI-Zeitalter den Anschluss verlieren. Barclays hatte zuletzt noch auf Risiken durch KI-Disruption und hohe Cloud-Ausgaben im Sektor hingewiesen.
Quartalszahlen als Lackmustest
Am Donnerstag, dem 29. Januar, folgt der eigentliche Härtetest. SAP legt dann die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Zwei Kennzahlen stehen dabei im Fokus: Das währungsbereinigte Cloud-Wachstum lag im dritten Quartal bei 27 Prozent. Wichtiger noch dürfte die Entwicklung des Cloud Backlog sein – der Auftragsbestand gilt als Frühindikator für die mittelfristige Nachfrage.
Morgan Stanley erwartet robuste Daten, BNP Paribas stuft die Aktie im Vorfeld als widerstandsfähig ein. Investoren warten nun darauf, ob der Konzern seine Wachstumsziele für 2026 bestätigen wird. Die Aktie notiert aktuell rund 28 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch bei 280,40 Euro.
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