Stellantis Aktie: Milliardengrab ACC

Stellantis bucht 22,2 Milliarden Euro an Belastungen und stoppt den Bau der ACC-Batteriefabrik in Kaiserslautern, was zu einem massiven Kursverfall führte.

Kurz zusammengefasst:
  • Strategiewende führt zu Milliardenbelastung
  • Stopp der Batteriefabrik in Kaiserslautern
  • Aktienkurs bricht um bis zu 30 Prozent ein
  • Gewerkschaft kritisiert Entscheidung scharf

Der Autobauer Stellantis hat Anfang 2026 mit einer drastischen Strategiewende für Aufsehen gesorgt. CEO Antonio Filosa, der vor rund einem halben Jahr den Chefposten übernahm, kündigte für das zweite Halbjahr 2025 ergebniswirksame Belastungen von 22,2 Milliarden Euro an. Die Reaktion der Börse ließ nicht auf sich warten: Die Aktie brach zeitweise um 30 Prozent ein.

Hinter den Zahlen steht eine grundlegende Neuausrichtung, die das Unternehmen schmerzlich zu spüren bekommt. Der VW-Konkurrent kämpft nicht nur mit einem massiven Kursverfall, sondern auch mit einer anhaltend schwachen Nachfrage nach Elektroautos in Europa.

Stellantis

NL00150001Q9
-
Heute: -
7 Tage: -

Batteriewerk-Aus in Kaiserslautern

Besonders brisant: Das Gemeinschaftsunternehmen ACC – gemeinsam mit Mercedes-Benz und Total Energies betrieben – zieht den Stecker bei der geplanten Großfabrik für Autobatterien in Kaiserslautern. Die bereits 2024 auf Eis gelegten Standorte in Deutschland und Italien rechnen sich nach Unternehmensangaben nicht mehr. Auch das Partnerprojekt im italienischen Termoli wird eingestellt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Stellantis?

Am Opel-Standort Kaiserslautern sollten rund 2.000 Arbeitsplätze entstehen. Deutschland und Frankreich hatten ACC Fördermittel von insgesamt 1,3 Milliarden Euro zugesagt, davon allein 437 Millionen Euro für das deutsche Werk. Die rheinland-pfälzische Landesregierung steht nun vor der Aufgabe, eine alternative Nutzung für das Gelände zu finden.

Gewerkschaft spricht von Verantwortungslosigkeit

Der Frankfurter IG-Metall-Bezirkschef Jörg Köhlinger bezeichnete das Vorgehen als „irrational und verantwortungslos“. Jahrelang hätten sich Betriebsräte und Gewerkschaft für die Ansiedlung eingesetzt und innovative tarifliche Regelungen getroffen. „Wir haben dem Unternehmen weit entgegengekommen. Und jetzt will ACC den Abgesang einleiten“, so der Gewerkschafter.

Nur der Standort Billy-Bercleau/Douvrin in Frankreich soll als „primärer Innovationshub“ bestehen bleiben. Die Stellantis-Aktie arbeitet nach dem drastischen Einbruch derzeit an einer Stabilisierung oberhalb von sechs Euro. Ob die Wende von CEO Filosa gelingt, bleibt abzuwarten – die ersten Monate seiner Amtszeit jedenfalls verlaufen alles andere als ruhig.

Stellantis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Stellantis-Analyse vom 9. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Stellantis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Stellantis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Stellantis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu Stellantis

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu Stellantis

Neueste News

Alle News

Stellantis Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten