Die UBS Group meldet einen entscheidenden Erfolg bei ihrer Expansion in den Vereinigten Staaten, der die strategische Position der Großbank nachhaltig verändern könnte. Gleichzeitig konkretisiert CEO Sergio Ermotti seine Nachfolgepläne und bringt damit Bewegung in die langfristige Ausrichtung des Instituts. Angesichts der jüngsten Kursrallye fragen sich Marktteilnehmer: Reicht dieser operative Fortschritt aus, um die regulatorischen Sorgen im Heimatmarkt Schweiz endgültig in den Hintergrund zu drängen?
- US-Expansion: Bedingte Genehmigung für nationale Banklizenz erhalten
- Führungswechsel: Ermotti favorisiert interne Lösung für Nachfolge
- Kursstärke: Aktie verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 18,32 %
Die US-Bankenaufsicht OCC hat der UBS eine erste bedingte Genehmigung für eine nationale Banklizenz erteilt. Dies ist weit mehr als eine bürokratische Randnotiz: Mit der finalen Lizenz wäre die UBS die erste Schweizer Bank, die in den USA das gesamte Spektrum an Bankdienstleistungen – von Girokonten bis zu Hypotheken – anbieten dürfte. Damit könnte das Institut künftig auf Augenhöhe mit den großen US-Platzhirschen konkurrieren. Der Antrag auf die Volllizenz wurde im Oktober 2025 eingereicht, die endgültige Genehmigung wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, sofern alle Auflagen erfüllt werden.
Ermotti ordnet die Nachfolge
Parallel zur US-Offensive schafft CEO Sergio Ermotti Klarheit über die Zukunft an der Konzernspitze. In einem Interview bestätigte der 64-Jährige seine Absicht, die Bank noch bis mindestens Ende 2026 oder Frühjahr 2027 zu führen, um die Integration der Credit Suisse abzuschließen. Dabei signalisierte er eine klare Präferenz für eine interne Lösung.
Marktbeobachter blicken nun verstärkt auf die potenziellen Kronprinzen. Als Favoriten gelten Asset-Management-Leiter Aleksandar Ivanovic, die Co-Leiter des Global Wealth Management Iqbal Khan und Robert Karofsky sowie Beatriz Martin. Letztere hat ihre Machtbasis jüngst erweitert und verantwortet seit Jahresbeginn als Group Chief Operating Officer zusätzlich die Technologiefunktion.
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Regulatorischer Gegenwind aus der Heimat
Während die Zeichen in den USA auf Wachstum stehen, bleibt die Situation in der Schweiz angespannt. Die Diskussion um verschärfte Eigenkapitalanforderungen belastet die Planungssicherheit. Die UBS warnt davor, dass die aktuellen Vorschläge des Bundesrats zusätzliche Kapitalanforderungen von rund 23 bis 26 Milliarden US-Dollar nach sich ziehen könnten. Dies würde der Bank im Vergleich zur internationalen Konkurrenz massive Nachteile aufbürden.
Allerdings gibt es Anzeichen für eine Entspannung an der politischen Front. Da sich Unterstützung für einen Kompromissvorschlag andeutet, reagierte der Markt zuletzt erleichtert. Diese Hoffnung auf eine moderatere Regulierung treibt auch den Aktienkurs, der am Donnerstag bei 47,47 USD schloss. Mit einem Anstieg von 24,40 % in den letzten 30 Tagen spiegelt das Papier den wachsenden Optimismus der Investoren wider.
Blick auf die Quartalszahlen
Für Anleger wird der 4. Februar 2026 zum nächsten entscheidenden Datum. Dann legt die UBS ihre Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Im Mittelpunkt stehen dabei der Fortschritt der Credit-Suisse-Integration und die Entwicklung der Kostenbasis, insbesondere vor dem Hintergrund des angekündigten Stellenabbaus von rund 3.000 Positionen in der Schweiz. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 dürfte jedoch endgültige Klarheit über die US-Lizenz und die Schweizer Kapitalregeln herrschen.
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