Einst als reiner Bitcoin-Miner bekannt, vollzieht IREN derzeit eine fundamentale Transformation, die an der Wall Street für Aufsehen sorgt. Weg von der alleinigen Abhängigkeit volatiler Krypto-Märkte, hin zur stabilen Hochleistungs-Infrastruktur für Künstliche Intelligenz – dieser strategische Schwenk scheint aufzugehen. Während das Unternehmen massive Umsatzsprünge meldet, stellt sich für Anleger die Frage: Ist die aktuelle Bewertung nach der Rallye gerechtfertigt oder steht der eigentliche Wachstumsschub erst noch bevor?
Microsoft-Vertrag als Anker
Im Zentrum der Neubewertung steht ein gewaltiger 9,7-Milliarden-Dollar-Vertrag mit dem Tech-Schwergewicht Microsoft. Diese im November 2025 angekündigte Vereinbarung über fünf Jahre sichert IREN nicht nur stabile, wiederkehrende Einnahmen von geschätzt 1,94 Milliarden Dollar pro Jahr, sondern validiert auch die technologische Kompetenz des Unternehmens.
Besonders die prognostizierte EBITDA-Marge von rund 85 Prozent für dieses Projekt verdeutlicht, warum der Markt den Fokus auf Cloud-Dienstleistungen so positiv aufnimmt: Es schafft ein lukratives, planbares Gegengewicht zum zyklischen Mining-Geschäft. Konkret geht es dabei um den Einsatz von NVIDIA GB300 Grafikprozessoren am Standort Childress in Texas.
Zahlen bestätigen den Kurs
Dass die Neuausrichtung mehr als nur ein Plan auf dem Papier ist, belegen die jüngsten Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Der Umsatz explodierte im Jahresvergleich um 355 Prozent auf 240 Millionen Dollar. Begleitet wurde dieses Wachstum von einem bereinigten EBITDA von 92 Millionen Dollar.
Um diesen kapitalintensiven Ausbau zu stemmen, stärkte IREN Ende 2025 die Bilanz durch eine Wandelanleihe über eine Milliarde Dollar. Diese Liquidität fließt nun direkt in die Beschaffung neuer Hardware und die Entwicklung der Infrastruktur, was Analysten als notwendigen Schritt zur Sicherung der Marktposition werten.
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Der nächste Meilenstein: April 2026
Der Blick der Investoren richtet sich nun auf die operative Umsetzung der Expansion. Die Priorität liegt auf der Anlage in Sweetwater, deren Inbetriebnahme („Energization“) für April 2026 geplant ist.
- Kapazität: Das Projekt erweitert die Stromkapazität um 1,4 Gigawatt.
- Zielsetzung: Bis Ende 2026 plant das Management eine Flotte von 140.000 GPUs.
- Pipeline: Insgesamt verfügt das Unternehmen nun über rund 3 Gigawatt an gesicherter Stromkapazität – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in einem energiehungrigen Markt.
Die Aktie spiegelt diese Entwicklung wider: Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von rund 357 Prozent zu Buche, wobei der Kurs aktuell bei gut 46 Dollar konsolidiert und damit noch rund 30 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch notiert.
Fazit
IREN hat den Charakter einer reinen Krypto-Wette erfolgreich abgelegt und sich als kritischer Infrastruktur-Partner für Hyperscaler etabliert. Die Analystengemeinde sieht bei einem durchschnittlichen Kursziel von 67,64 Dollar noch deutliches Potenzial. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung ist nun die fehlerfreie Exekution: Die pünktliche Aktivierung des Standorts Sweetwater im April 2026 ist der nächste konkrete Prüfstein für das Management.
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