Intel startet mit einem Paukenschlag ins Jahr 2026: Die Aktie legt am ersten Handelstag rund 5-7% zu und notiert bei etwa 38,79 US-Dollar. Drei Faktoren treiben den Halbleiter-Veteranen gleichzeitig an: die bevorstehende Präsentation der neuen Panther-Lake-Prozessoren auf der CES, Nvidias abgeschlossene 5-Milliarden-Dollar-Investition und wachsendes Vertrauen in die Fertigungswende des Konzerns.
Erholung nimmt Fahrt auf
Seit dem Tief im April 2025 bei 17,67 US-Dollar hat sich die Intel-Aktie mehr als verdoppelt – ein Plus von rund 84% auf Jahressicht. Damit liegt der Chip-Riese deutlich vor dem S&P 500 und nähert sich seinem 52-Wochen-Hoch von 44,02 US-Dollar aus dem Dezember.
Die Rally fügt sich in eine Stabilisierung des gesamten Halbleitersektors ein, nachdem viele Titel Ende 2025 unter Druck gerieten. Investoren prüfen jetzt, ob Intel seine Fortschritte in der Fertigung tatsächlich in bessere Zahlen und neue Großkunden übersetzen kann.
Panther Lake als Lackmustest
Auf der Consumer Electronics Show steht Intel im Rampenlicht: Das Unternehmen präsentiert seine Core Ultra Series 3 „Panther Lake“ – die ersten Prozessoren, die im hochmodernen 18A-Fertigungsprozess entstehen. Der kommerzielle Verkaufsstart ist für Januar 2026 geplant.
Entscheidend wird die Resonanz der PC-Hersteller sein. Panther Lake zielt auf den wachsenden Markt für AI-PCs ab, also Geräte, die KI-Anwendungen lokal verarbeiten. Hier liefert sich Intel ein Wettrennen mit AMD und Qualcomm. Ein erfolgreicher Start würde Intels Fertigungswende erstmals konkret unter Beweis stellen.
Nvidia setzt auf Intel
Am 26. Dezember hat Nvidia seine lange angekündigte Beteiligung abgeschlossen: Für 5 Milliarden US-Dollar erwarb der KI-Chip-Marktführer rund 214,8 Millionen Intel-Aktien zum Preis von 23,28 US-Dollar pro Stück – deutlich unter dem aktuellen Kursniveau. Nvidia hält nun etwa 4% der Anteile, ohne Sonderrechte bei der Unternehmensführung.
Die Transaktion ist mehr als eine Finanzinvestition: Beide Konzerne arbeiten an gemeinsamen Lösungen für Rechenzentren und PC-Plattformen. Die Partnerschaft signalisiert, dass selbst Nvidias Management Intel langfristig eine Rolle im globalen Chip-Ökosystem zutraut.
Hinzu kommen 8,9 Milliarden US-Dollar an US-Regierungsförderung für heimische Fertigung sowie 2 Milliarden US-Dollar von SoftBank. Zusammen verschaffen diese Mittel Intel deutlich mehr Spielraum für den Ausbau seiner Foundry-Ambitionen.
Foundry-Geschäft mit Fragezeichen
Das Auftragsfertiger-Geschäft bleibt der Knackpunkt. Reuters berichtete, Nvidia habe Intels 18A-Prozess getestet, aber keine Produktionsaufträge erteilt. Intel kontert, die Arbeiten an 18A liefen planmäßig und es gebe Interesse an der nachfolgenden 14A-Technologie.
Der Maßstab bleibt Taiwan Semiconductor Manufacturing. Ob Intel hier Boden gutmachen kann, dürfte die Aktie in den kommenden Monaten prägen – neben makroökonomischen Daten und Zinsentwicklungen. Die nächsten Quartalszahlen werden für den 29. Januar erwartet.
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