Stora Enso hat heute den Geschäftsbericht für 2025 sowie einen detaillierten Klimaplan veröffentlicht. Das Zahlenwerk bestätigt den laufenden Transformationsprozess und konkretisiert die strategische Neuausrichtung des Konzerns. Besonders die für 2027 geplante Abspaltung der schwedischen Forstflächen rückt damit näher in das Sichtfeld der Investoren.
- Umsatz 2025: 9,3 Milliarden Euro
- Bereinigtes EBIT: 528 Millionen Euro
- CEO-Vergütung: Anstieg auf 2,165 Millionen Euro
- CO2-Reduktion (Scope 1 & 2): -61 % gegenüber 2019
- Strategisches Ziel: Abspaltung schwedischer Waldaktiva für 2027 geplant
Kennzahlen und Vergütungsfragen
Der Konzern schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Euro ab. Das bereinigte EBIT lag bei 528 Millionen Euro, was einem Ergebnis je Aktie von 0,88 Euro entspricht. Während die operativen Zahlen die Stabilisierung des Geschäfts widerspiegeln, liefert der Vergütungsbericht Diskussionsstoff für die kommende Hauptversammlung.
Die Gesamtbezüge des CEO stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 1,64 Millionen Euro auf 2,165 Millionen Euro an. Doch wie passt die steigende Vorstandsvergütung zur Kursentwicklung der letzten Jahre? Der Blick auf den Kapitalmarkt zeigt eine Diskrepanz: Der Total Shareholder Return (TSR) über einen Zeitraum von drei Jahren liegt bei minus 11 Prozent. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Vergütung der Mitarbeiter im Konzern wurde mit 49.000 Euro angegeben.
Fortschritte beim Klimaschutz
Parallel zu den Finanzdaten präsentierte das Management einen aktualisierten Klimaresilienzplan. Das Unternehmen konnte seinen CO2-Fußabdruck zuletzt deutlich verkleinern. Die Emissionen in den Bereichen Scope 1 und 2 sanken im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 61 Prozent. Auch bei den indirekten Emissionen der Wertschöpfungskette (Scope 3) verzeichnet Stora Enso einen Rückgang von geschätzt 38 Prozent.
Bis zum Jahr 2030 strebt die Konzernleitung eine Reduzierung der Gesamtemissionen um 50 Prozent an. Ein wesentlicher Hebel bleibt der Ausstieg aus der Kohlenutzung. Im Jahr 2025 machte Kohle nur noch 2 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Gruppe aus. Der neue Plan sieht vor, Klimarisiken künftig noch stärker direkt in die Finanz- und Strategieplanung einzubinden.
Fokus auf die Wald-Abspaltung
Die strategische Agenda sieht für die kommenden Jahre tiefgreifende Veränderungen in der Unternehmensstruktur vor. Stora Enso bereitet derzeit aktiv die Abspaltung seiner schwedischen Forstbestände vor. Dieser strukturelle Umbau gilt als Kernstück der aktuellen Strategie und soll nach derzeitigem Zeitplan im Jahr 2027 umgesetzt werden.
Die Integration von Nachhaltigkeitszielen in die finanzielle Steuerung soll die langfristige Wertschöpfung absichern. Für Anleger bleibt die effiziente Vorbereitung der Wald-Abspaltung der zentrale Faktor für die künftige Bewertung des Konzerns.