Die Deutsche Bank geht mit einer Atempause in die entscheidende Berichtssaison. Nach einer starken Rally in den vergangenen Monaten tritt der Kurs kurzfristig auf der Stelle – während der Markt bereits auf das nächste Signal Ende Januar blickt. Kommen zur PayPal-Expansion bald milliardenschwere Aktienrückkäufe hinzu?
Am Freitag schloss die Aktie bei 33,55 Euro und damit nur leicht im Minus. Auf Sicht von zwölf Monaten steht dennoch ein deutlicher Anstieg von über 80 Prozent, der Titel notiert klar über allen wichtigen Durchschnittslinien. Die Konsolidierung verläuft damit bislang geordnet.
PayPal-Kooperation als Ertragsanker
Inhaltlich prägte in dieser Woche vor allem die vertiefte Kooperation mit PayPal das Bild. Die bereits am Dienstag bekanntgegebene Erweiterung der Zusammenarbeit wird von Marktteilnehmern als strategisch wichtiger Schritt gewertet, um wiederkehrende Erträge im Zahlungsverkehr zu stärken.
Die Deutsche Bank soll für PayPal künftig:
- erweiterte Zahlungslösungen bereitstellen – nicht nur in Europa, sondern auch in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum
- in den USA verstärkt Händlerzahlungen und Auszahlungen abwickeln
- das bestehende Mandat der Corporate Bank global ausbauen und so stabile Transaktionsvolumina sichern
Damit festigt das Institut seine Position in einem hart umkämpften Markt für Zahlungsabwicklung. Die Kooperation knüpft an eine langjährige Beziehung zu PayPal an und stützt insbesondere die Corporate-Bank-Sparte, die auf wiederkehrende, volumenbasierte Erträge setzt.
Erwartung an neue Aktienrückkäufe
Parallel zur strategischen Expansion rückt das Thema Kapitalrückführung in den Mittelpunkt. Das letzte Aktienrückkaufprogramm über 250 Millionen Euro wurde bereits im Oktober 2025 abgeschlossen, aktuell läuft kein aktives Programm.
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Mehrere Analysten – darunter die Bank of America – rechnen nun damit, dass der Vorstand zusammen mit den Geschäftszahlen am 29. Januar 2026 ein neues, deutlich größeres Rückkaufvolumen vorstellen könnte. Diskutiert wird ein Umfang von rund einer Milliarde Euro.
Diese Perspektive wirkt wie ein Sicherheitsnetz unter dem Kurs. Ein neues Rückkaufprogramm würde:
- den Gewinn je Aktie stützen
- ein Signal für Kapitalstärke senden
- die Rendite für Aktionäre neben der Dividende erhöhen
Kein Wunder, dass die Erwartung weiterer Maßnahmen zur Kapitalrückführung die Aktie trotz kurzfristiger Schwankungen stützt.
Quartalszahlen als Nächstes im Fokus
Der entscheidende Termin steht fest: Am 29. Januar 2026 legt die Deutsche Bank Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Dann dürfte sich entscheiden, ob die aktuelle Bewertung und die Hoffnungen auf Kapitalmaßnahmen gerechtfertigt sind.
Im Mittelpunkt stehen aus Sicht von Beobachtern vor allem drei Punkte:
- Ertragsqualität im Investmentbanking: Wie stabil sind die Erträge nach dem starken Vorjahr?
- Kosteneffizienz: Kommt die Bank mit ihren Sparzielen wie geplant voran?
- Ausschüttungspolitik: Wird eine höhere Dividende bestätigt und ein neues Rückkaufprogramm offiziell angekündigt?
Charttechnisch dient das aktuelle Niveau um 33,55 Euro als Basis nach der vorangegangenen Rally. Mit einem Abstand von rund 16 Prozent zum 52‑Wochen-Hoch und einem Kurs klar über dem 200‑Tage-Durchschnitt bleibt nach oben Spielraum, sofern Zahlen und Kapitalplan am 29. Januar überzeugen. Andernfalls dürfte genau dieser Tag zum Gradmesser dafür werden, wie belastbar die zuletzt aufgebaute Zuversicht im Markt tatsächlich ist.
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