Die Aktie des Pharmariesen Eli Lilly hat zuletzt deutlich an Boden verloren und notiert technisch tief im überverkauften Bereich. Doch während der Kurs schwächelt, senden Analysten weiterhin positive Signale und verweisen auf eine prall gefüllte Pipeline sowie strategische Fortschritte. Bietet der aktuelle Rücksetzer angesichts der langfristigen Wachstumsperspektiven eine Gelegenheit oder überwiegen die Risiken durch die erstarkende Konkurrenz?
Korrekturmodus und Bewertung
Der jüngste Kursverlauf verlangt Anlegern einiges ab. Mit einem Wochenminus von gut 12 Prozent und einem Schlusskurs von 913,50 Euro ist der Titel technisch angeschlagen. Der RSI-Indikator von 28,5 signalisiert mittlerweile eine stark überverkaufte Situation. Marktbeobachter sehen in den Abverkäufen jedoch weniger Panik, sondern vielmehr eine Korrektur der zuvor hohen Bewertung. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 50 bleibt die Aktie ambitioniert bewertet, was die hohen Erwartungen des Marktes an das zukünftige Wachstum in den Bereichen Diabetes und Adipositas widerspiegelt.
Experten sehen Aufwärtspotenzial
Trotz der roten Vorzeichen halten institutionelle Anleger an ihrer positiven Einschätzung fest. Das Analysehaus Bernstein bestätigte kürzlich das Rating „Outperform“ und sieht – ebenso wie der breite Marktkonsens – deutliches Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau. Haupttreiber für diesen Optimismus sind:
- Produkt-Pipeline: Die erwartete globale Einführung einer oralen Abnehmpille im Sommer 2026.
- Wachstum: Ein massiver Umsatzanstieg von fast 54 Prozent im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr.
- Diversifizierung: Erfolge abseits der reinen GLP-1-Produkte.
Erfolge in der Onkologie und KI-Partnerschaften
Abseits des Hypes um Abnehmspritzen punktet der Konzern auch in der Krebsforschung. Die US-Arzneimittelbehörde FDA verlieh dem Wirkstoff Sofetabart Mipitecan kürzlich den Status als „Breakthrough Therapy“ zur Behandlung von schwer therapierbarem Eierstockkrebs. Dies könnte die Zulassung beschleunigen und neue Einnahmequellen erschließen.
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Parallel dazu rüstet Eli Lilly technologisch auf. Neue Allianzen mit Nvidia und anderen Tech-Unternehmen sollen mittels Künstlicher Intelligenz die Wirkstoffforschung und Produktionsprozesse optimieren – ein klares Signal für die langfristige digitale Strategie des Unternehmens.
Wettbewerbsdruck nimmt zu
Anleger dürfen die Risiken jedoch nicht ausblenden. Der Konkurrent Novo Nordisk setzt Eli Lilly mit der Zulassung einer eigenen Schlankheitspille unter Druck, und erste Verschreibungsdaten deuten auf eine starke Nachfrage hin. Zudem drohen in internationalen Märkten erste Generika-Versionen von Konkurrenzprodukten, was mittelfristig auf die Margen im Sektor drücken könnte.
Der nächste entscheidende Impuls steht unmittelbar bevor: Am 4. Februar 2026 öffnet der Konzern seine Bücher für das Gesamtjahr 2025. Sollte Eli Lilly die Gewinnerwartungen erneut übertreffen, könnte dies die nötige Initialzündung sein, um den aktuellen Abwärtstrend zu stoppen.
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