Netflix legte am Freitag um 2,17 Prozent auf 78,67 Dollar zu. Doch die Kursgewinne können nicht darüber hinwegtäuschen: Der Streaming-Riese steckt mitten in einem Bietergefecht um Warner Bros. Discovery – und die Zeit drängt. Bis zum 23. Februar läuft ein kritisches Zeitfenster, das über die Zukunft der geplanten Übernahme entscheiden könnte.
Sieben Tage für Klarheit
Netflix räumte Warner Bros. Discovery am 17. Februar eine befristete Ausnahmeregelung ein: Sieben Tage Zeit, um mit dem Konkurrenten Paramount Skydance zu verhandeln. Der Hintergrund: Paramount hatte zuvor ein feindliches Übernahmeangebot für den gesamten Konzern vorgelegt und damit für Unruhe unter den WBD-Aktionären gesorgt.
Co-CEO Ted Sarandos machte gegenüber CNBC deutlich, worum es geht: „Paramount hat massiv Lärm gemacht und die Aktionäre mit Verwirrung überflutet. Wir geben ihnen jetzt die Chance, absolute Klarheit und Gewissheit zu bekommen.“
Die Zahlen hinter dem Poker
Netflix bietet 27,75 Dollar je Aktie – in bar – für die Streaming- und Studiogeschäfte von WBD, darunter HBO und HBO Max. Paramount kontert mit 30 Dollar pro Aktie für den gesamten Konzern. Laut WBD signalisierte ein hochrangiger Paramount-Vertreter inoffiziell sogar 31 Dollar, sollten die Gespräche wieder aufgenommen werden. Das letzte Wort sei damit noch nicht gesprochen.
Netflix verfügt allerdings über ein Vorkaufsrecht und könnte jedes konkurrierende Angebot angleichen.
Aktionäre stimmen im März ab
Für den 20. März hat Warner Bros. Discovery eine außerordentliche Hauptversammlung angesetzt. Der Vorstand empfiehlt nach wie vor einstimmig die Netflix-Transaktion. CEO David Zaslav betonte: „Unser einziger Fokus liegt darauf, Wert und Sicherheit für die WBD-Aktionäre zu maximieren. Wir haben Paramount in jedem Schritt klar aufgezeigt, wo deren Angebote Schwächen haben.“
Doch nicht alle Investoren folgen dieser Linie. Der Aktivist Ancora Holdings, der WBD-Aktien im Wert von 200 Millionen Dollar hält, sprach sich öffentlich gegen den Netflix-Deal aus und favorisiert das Paramount-Angebot.
Schwieriges Börsenjahr für Netflix
Die Netflix-Aktie steht 2026 erheblich unter Druck. Seit Jahresbeginn verlor der Titel bis Mitte Februar rund 18 Prozent. Am 12. Februar markierte er mit 75,23 Dollar ein neues 52-Wochen-Tief – weit entfernt vom Allzeithoch bei 133,91 Dollar, das im Juni 2025 erreicht wurde.
Das Handelsvolumen am Freitag lag bei 32,4 Millionen Aktien, was auf erhöhtes Anlegerinteresse in der heißen Phase der Verhandlungen hindeutet.
Was als Nächstes kommt
Die kommenden Tage werden zeigen, ob Paramount ein bindendes Höchstgebot vorlegt – und ob Netflix bereit ist, nachzuziehen. Mit der Aktionärsabstimmung am 20. März tickt die Uhr. Für Netflix geht es um deutlich mehr als ein paar Streaming-Rechte: Die Übernahme würde die strategische Position im härter werdenden Wettbewerb um Premium-Inhalte grundlegend verändern.
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