XRP: Umsatzziele übertroffen!

Die XRP-Bestände an Kryptobörsen sind auf ein Acht-Jahres-Tief gefallen, während institutionelle Anleger über ETFs massiv investieren. Technische Signale deuten auf eine mögliche Erholung.

Kurz zusammengefasst:
  • Börsenreserven von XRP auf historischem Tiefstand
  • Institutionelle ETFs verzeichnen starke Kapitalzuflüsse
  • Technische Indikatoren zeigen überverkaufte Lage
  • Regulatorische Entscheidungen könnten als Katalysator wirken

XRP startet vorsichtig stabilisiert ins neue Jahr. Nach einem schwachen Dezember zieht sich das handelbare Angebot an den Börsen deutlich zurück, während institutionelle Investoren ihre Positionen ausbauen. Im Zusammenspiel mit technischen Signalen und anstehenden Regulierungsentscheidungen entsteht damit ein Setup, das für die kommenden Wochen durchaus Brisanz hat.

Technische Lage nach schwachem Jahresende

Ende 2025 hatte XRP über 15 % an Wert eingebüßt und zeitweise seinen Rang als viertgrößte Kryptowährung an BNB verloren. Inzwischen hat sich der Kurs um rund 1,89 US‑Dollar eingependelt, was auf Wochensicht einer leichten Erholung, auf 30‑Tage-Sicht aber noch einem Minus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich entspricht.

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Technisch bleibt das Bild gemischt, aber nicht ohne Chancen. Der vielbeachtete TD-Sequential-Indikator hat laut Analyst Ali Martinez ein „macro buy signal“ geliefert – ein Signal, das in der Vergangenheit häufig größeren Erholungsphasen vorausging. Ergänzend dazu zeigen MACD und RSI eine positive Divergenz: Während der Kurs seitwärts beziehungsweise leicht schwächer tendiert, bilden die Indikatoren höhere Tiefs aus.

Mit einem RSI von 28,8 notiert XRP zudem im überverkauften Bereich. Aus technischer Sicht spricht das eher für eine mögliche Gegenbewegung als für einen unmittelbar bevorstehenden weiteren Abverkauf. Entscheidend bleibt jedoch die Marke von 2,00 US‑Dollar, die als psychologischer und charttechnischer Widerstand gilt. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde eine Trendwende plausibel untermauern.

On-Chain-Daten: Börsenbestände auf 8-Jahres-Tief

Die markanteste Veränderung zum Jahreswechsel zeigt sich auf der On-Chain-Seite. Die auf zentralen Börsen gehaltenen XRP-Bestände sind auf den niedrigsten Stand seit acht Jahren gefallen.

  • Rückgang der Börsenreserven seit Oktober 2025: ca. 57 %
  • Von rund 3,76 Mrd. XRP auf etwa 1,6 Mrd. XRP Ende Dezember
  • Damit deutlich weniger sofort verfügbare Token für den Verkauf

Solch starke Abflüsse werden üblicherweise so interpretiert, dass Anleger ihre Bestände in Cold Wallets oder Verwahrungslösungen verlagern. Das verringert das unmittelbar handelbare Angebot und kann in Phasen steigender Nachfrage zu dynamischeren Kursbewegungen führen, weil weniger Verkaufsliquidität im Orderbuch steht.

Routinemäßige Escrow-Freigabe ohne Kursschock

Am 1. Januar 2026 wurde turnusgemäß 1 Mrd. XRP aus dem Escrow freigegeben – ein Standardmechanismus des Netzwerks. Für kurzzeitige Irritation sorgte ein sarkastischer Vermerk eines Dritten zur Transaktion, der fälschlich auf massive Verkäufe durch Ripple hindeutete.

Die Marktdaten sprechen jedoch eine andere Sprache: Die zusätzliche Liquidität wurde ohne auffälligen Preisrutsch aufgenommen, die Volatilität blieb moderat. Damit bleibt das Bild konsistent zu den rückläufigen Börsenbeständen – von einem panikartigen Abverkauf kann keine Rede sein.

Institutionelle Nachfrage: ETF-Zuflüsse legen zu

Parallel zur Angebotsverknappung an den Börsen mehren sich Signale institutioneller Unterstützung. Besonders im Fokus steht Franklin Templeton, ein Vermögensverwalter mit mehr als 1,6 Billionen US‑Dollar an betreutem Kapital.

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Kurz vor Jahresende stufte Franklin Templeton XRP explizit als „fundamental building block“ seiner Digital-Asset-Strategie ein. Ausschlaggebend sei vor allem die Nutzungsmöglichkeit des XRP Ledgers für kostengünstige Echtzeit-Zahlungen, so Roger Bayston, Head of Digital Assets des Hauses.

Diese Haltung spiegelt sich im Franklin Templeton XRP ETF (Ticker: XRPZ) wider, der seit seinem Start an der NYSE Arca im November 2025 klare Zuflüsse verzeichnet:

  • Nettomittelzuflüsse seit Auflage: 239 Mio. US‑Dollar
  • Gehaltene Menge: 118 Mio. XRP

Auch über diesen ETF hinaus zeigt sich in den USA ein deutlicher Trend: Die Spot-XRP-ETFs dort summierten sich im Dezember 2025 auf Zuflüsse von fast 500 Mio. US‑Dollar. Während die Stimmung im Retail-Segment zuletzt eher verhalten war, nutzten institutionelle Anleger die Schwächephase offensichtlich zur Positionierung – jedenfalls legen das die dokumentierten ETF-Ströme nahe.

Regulierung und Stimmung: Katalysatoren in Sicht

Auf der regulatorischen Ebene stehen in den kommenden Wochen Weichenstellungen an, die zusätzliche Impulse liefern könnten. Am 15. Januar 2026 ist im US-Kongress die Beratung des Market Structure Bill angesetzt. Eine klarere gesetzliche Einordnung von Kryptowerte-Märkten könnte das Umfeld für institutionelle Investoren weiter aufhellen und damit auch XRP indirekt stützen.

International trat am 1. Januar 2026 zudem das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) der OECD in 48 Jurisdiktionen in Kraft. Die strengeren Meldepflichten für Kryptobörsen erhöhen zwar den administrativen Aufwand, signalisieren aber zugleich, dass digitale Assets stärker in den regulierten Finanzrahmen integriert werden. Für große Marktteilnehmer ist genau diese institutionelle Einbettung häufig eine Voraussetzung für Engagement.

Die Marktstimmung hellt sich langsam, aber von niedrigem Niveau aus, auf. Der Fear-&-Greed-Index für Kryptowährungen ist von „extremer Angst“ (20 Punkte) auf 28 Punkte („Angst“) gestiegen – ein Hinweis auf eine vorsichtige Stabilisierung. XRP selbst notiert zwar weiter unter dem 50‑Tage-Durchschnitt von 2,03 US‑Dollar und rund 38 % unter seinem 52‑Wochen-Hoch von gut 3 US‑Dollar, bewegt sich aber nur knapp über dem jüngsten Jahrestief.

Fazit: Enges Zusammenspiel von Angebot, Nachfrage und Regulierung

Für das erste Quartal 2026 treffen bei XRP mehrere Faktoren aufeinander: ein technisch überverkaufter Markt mit ersten Kaufsignalen, historisch niedrige Börsenbestände und gleichzeitig kräftige ETF-Zuflüsse von institutioneller Seite. Auf der anderen Seite steht ein Kurs, der den Widerstand bei 2,00 US‑Dollar bisher nicht zurückerobern konnte und damit den Trendwechsel noch nicht bestätigt.

Konkrete Katalysatoren zeichnen sich bereits ab: Die weitere Entwicklung der ETF-Ströme im Januar, mögliche Signale aus der Kongressberatung zum Market Structure Bill am 15. Januar und die Auswirkungen des neuen OECD-Reportingrahmens auf das Handelsvolumen. In Summe entsteht damit ein Umfeld, in dem schon moderate Nachfrageimpulse ausreichen könnten, um den aktuell knappen Börsenbestand stärker im Kurs widerzuspiegeln – vorausgesetzt, XRP gelingt der Sprung über zentrale technische Marken.

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