Lumen Technologies hat die Phase der internen Stabilisierung offiziell für beendet erklärt. Auf dem Investorentag 2026 präsentierte CEO Kate Johnson eine Neuausrichtung, die das Unternehmen konsequent auf KI-Infrastruktur und moderne Konnektivitätsdienste fokussiert. Nach Jahren der Restrukturierung soll der Netzwerkbetreiber nun wieder auf einen nachhaltigen Pfad des Umsatzwachstums einschwenken.
Finanzielle Basis gestärkt
Das Fundament für den neuen Kurs bildet eine deutlich verbesserte Bilanz. Durch den Verkauf des Glasfasergeschäfts für Privatkunden an AT&T für rund 5,75 Milliarden US-Dollar konnte Lumen die Nettoverschuldung auf unter 13 Milliarden US-Dollar senken. Dieser strategische Schritt führt laut Management zu jährlichen Zinseinsparungen von etwa 500 Millionen US-Dollar und entlastet das Budget für Investitionen um eine Milliarde US-Dollar pro Jahr.
Mittelfristig strebt das Unternehmen ambitionierte Ziele an: Die bereinigte EBITDA-Marge soll von 27,1 % im Jahr 2025 bis zum Ende des Jahrzehnts auf einen Wert im mittleren 30-Prozent-Bereich steigen. Während das Unternehmen derzeit mit einer kurzfristigen Konsolidierung an der Börse kämpft – der Kurs sank heute um 2,72 % auf 6,16 € – honorieren die Ratingagenturen die Fortschritte bereits mit Heraufstufungen der Kreditwürdigkeit.
KI-Boom als Wachstumstreiber
Der zentrale Pfeiler der Wachstumsstrategie ist die steigende Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Lumen konnte bereits Verträge für sogenannte Private Connectivity Fabrics (PCF) im Volumen von fast 13 Milliarden US-Dollar sichern. Ein prominenter Partner ist dabei das KI-Forschungsunternehmen Anthropic, für das Lumen das nordamerikanische Glasfasernetz ausbaut.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lumen?
Um diesen Bedarf zu decken, plant das Management eine massive Erweiterung der Kapazitäten. Kann der Fokus auf künstliche Intelligenz die Wende damit dauerhaft festigen? Die Pläne sind zumindest weitreichend: Von aktuell 17 Millionen Meilen Glasfaser im Jahr 2025 soll das intercity-Netzwerk bis 2028 auf 47 Millionen Meilen und bis 2031 schließlich auf 58 Millionen Meilen anwachsen.
Fortschritte bei Netzwerklösungen
Auch im operativen Geschäft mit Unternehmenskunden zeigen sich erste Erfolge der Transformation. Die Kundenbasis im Bereich Network-as-a-Service (NaaS) hat sich seit dem dritten Quartal 2025 auf über 2.000 Kunden verdoppelt. Neue Software-Lösungen wie das „Multi-Cloud Gateway“ sollen den Datenaustausch in hybriden Cloud-Umgebungen vereinfachen und neue Kundengruppen, wie zuletzt den Seattle Sounders FC, erschließen.
Für Anleger wird der Auftakt des Geschäftsjahres 2026 besonders relevant, da das Unternehmen ab dem ersten Quartal eine neue Struktur für die Umsatzberichterstattung einführt. Diese soll die operativen Fortschritte der Neuausrichtung transparenter machen, bevor das Corporate-Segment im Jahr 2028 wieder zu einem beständigen Umsatzwachstum zurückkehren soll.
Lumen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lumen-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Lumen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lumen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lumen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...