Die Barrick Gold Aktie durchlebt turbulente Tage. Nach einem zwischenzeitlichen Einbruch von 8,4 Prozent am 4. März folgte eine kurze Erholung, bevor erneute Verkäufe die Notierung um weitere 3 Prozent auf 45,35 US-Dollar drückten. Hinter der Volatilität steht mehr als nur Gewinnmitnahmen: Der Goldriese steht vor einem strategischen Umbau – und deutlich steigenden Kosten.
Institutionelle Anleger positionieren sich neu
Die jüngsten Kursbewegungen fallen zusammen mit massiven Umschichtungen auf institutioneller Ebene. Während CIBC Asset Management seine Position um 316 Prozent auf über 13,8 Millionen Aktien aufstockte und Contrarius Group Holdings 81 Prozent mehr Anteile hält, reduzierte Victory Capital Management seine Beteiligung um 36,2 Prozent. Insgesamt kontrollieren institutionelle Investoren etwa 91 Prozent aller ausstehenden Aktien – ein ungewöhnlich hoher Wert, der die Bedeutung der aktuellen Weichenstellung unterstreicht.
Das Handelsvolumen schoss am 4. März auf 9,13 Millionen Aktien hoch. Die Marktkapitalisierung liegt bei 78,36 Milliarden US-Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei knapp 16.
Starke Zahlen, teure Zukunft
Operativ lieferte Barrick Gold im vierten Quartal überzeugende Ergebnisse: Der bereinigte Gewinn je Aktie von 1,04 US-Dollar übertraf die Erwartungen von 0,85 US-Dollar deutlich. Der Umsatz kletterte um 44,6 Prozent auf 5,98 Milliarden US-Dollar. Der operative Cashflow sprang im Gesamtjahr um 71 Prozent auf 7,69 Milliarden US-Dollar – genug, um die Quartalsdividende um 140 Prozent auf 0,42 US-Dollar je Aktie anzuheben.
Doch die Freude über die starken Zahlen wird durch düstere Aussichten getrübt. Für 2026 prognostiziert das Management All-in-Sustaining-Costs zwischen 1.760 und 1.950 US-Dollar je Unze Gold – deutlich über den 1.637 US-Dollar von 2025. Verantwortlich sind sinkende Erzgehalte und gestiegene Verbrauchsmaterialpreise.
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Kupfer als strategisches Gegengewicht
Um der Kostenfalle zu entkommen, forciert Barrick den Einstieg ins Kupfergeschäft. Das Reko-Diq-Projekt in Pakistan soll in seiner zweiten Phase jährlich 460.000 Tonnen Kupfer liefern. Parallel investiert das Unternehmen 2 Milliarden US-Dollar in die Erweiterung der Lumwana-Mine in Sambia. Die Diversifikation könnte mittelfristig die Margen stabilisieren – vorausgesetzt, die Kupferpreise spielen mit.
Zusätzlich treibt der neue CEO Mark Hill, der den langjährigen Chef Mark Bristow ersetzt hat, einen umstrittenen Plan voran: Für Ende 2026 ist ein Börsengang der nordamerikanischen Goldanlagen geplant. Der aktivistische Investor Elliott Investment Management, der kürzlich eine bedeutende Beteiligung aufbaute, drängt auf diese Maßnahme zur Wertfreisetzung.
Die kommenden Quartale werden zeigen, ob Barrick die Kostensteigerungen durch höhere Verkaufspreise und die Kupferstrategie kompensieren kann. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben – die institutionellen Umschichtungen deuten darauf hin, dass sich die Investoren auf verschiedene Szenarien vorbereiten.
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