Volatus Aerospace sammelt diese Woche gleich mehrere Pluspunkte ein – und der Markt reagiert prompt. Neben einer Auszeichnung der Börse kommen politische Impulse aus Ottawa und ein neuer NATO-Auftrag hinzu. Wie viel Substanz steckt hinter dem Rückenwind?
Wichtige Punkte auf einen Blick:
– Aufnahme in die TSX Venture 50 (2026) nach starken Kennzahlen für 2025
– Kanadas Defence Industrial Strategy mit CAD 81,8 Mrd. Reinvestitionsrahmen
– Neuer NATO-Vertrag für RPAS-Training, zusätzlich zu einem CAD-9-Mio.-Deal aus Dezember
– Aktie am Mittwoch +20%, Umsatz deutlich über dem Durchschnitt
TSX Venture 50: Starke 2025-Kennzahlen
Am Mittwoch meldete das Unternehmen die Aufnahme in die TSX Venture 50 – eine Rangliste der Top-Performer an der TSX Venture Exchange. Laut Mitteilung legte der Aktienkurs im Jahr 2025 um 279% zu, die Marktkapitalisierung wuchs um 441%.
Im Gesamtranking erreichte Volatus Platz 16 unter mehr als 1.600 Emittenten. In der Technologiekategorie landete die Firma in den Top 3. Die Bewertung basiert zu gleichen Teilen auf Marktkapitalisierungswachstum, Kursentwicklung und Handelswert.
CEO Glen Lynch führte die Auszeichnung in der Mitteilung auf „Disziplin“ und konsequente Umsetzung zurück. Er verwies zudem auf eine gestärkte Bilanz, integrierte Abläufe und eine geschärfte kommerzielle Ausrichtung in den Bereichen Verteidigung, öffentliche Sicherheit und kritische Infrastruktur.
Kanadas Verteidigungsstrategie: Mehr Geld, schnellere Beschaffung
Bereits am Dienstag reagierte Volatus auf die neue Defence Industrial Strategy (DIS) der kanadischen Regierung. Das Unternehmen bezeichnete die Initiative als strukturelle Verschiebung hin zu stärkerer nationaler industrieller Fähigkeit, beschleunigter Beschaffung und langfristigen Verteidigungsinvestitionen.
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Konkret nennt die Strategie CAD 6,6 Mrd. innerhalb eines größeren Reinvestitionsrahmens von CAD 81,8 Mrd. für die Streitkräfte. Zudem schafft die Regierung eine Defence Investment Agency und führt ein neues Beschaffungsmodell („BUILD–PARTNER–BUY“) ein. Als priorisierte Fähigkeitsfelder werden unter anderem unbemannte/autonome Systeme, Aerospace-Plattformen, digitale Systeme und Sensorik, Weltraum sowie Training und Simulation aufgeführt. Ein Ziel: 70% der Verteidigungsbeschaffungen sollen an kanadische Firmen gehen.
Volatus sieht hier eine inhaltliche Nähe zum eigenen operativen Modell. In der Stellungnahme hob das Unternehmen unter anderem regulierte Luftfahrtoperationen in Kanada und international, Remote-Command-and-Control-Fähigkeiten sowie eine Ausbauplattform in Mirabel (Québec) für gesicherte Fertigung hervor. Zusätzlich kündigte Volatus an, kurzfristig mehr als CAD 10 Mio. zu investieren, um in Mirabel die Produktionskapazität auszubauen und die Systemintegration zu stärken.
NATO-Trainingsauftrag: Zweiter Baustein in kurzer Zeit
Ebenfalls am Mittwoch wurde ein neuer Auftrag bekannt: Volatus erhielt einen Vertrag einer NATO-Verteidigungsorganisation für fortgeschrittenes RPAS-Training in abgelegenen und extremen Umgebungen. Der Auftrag wurde wettbewerblich vergeben und kombiniert Unterricht mit praktischen Flugübungen – unter anderem für Einsätze wie Notfallhilfe, Patrouillen, Überwachung, Search-and-Rescue und Aufklärung.
Der Deal folgt auf einen bereits im Dezember veröffentlichten CAD-9-Mio.-Vertrag für ein NATO-ISR-Trainingssystem. Zusammen deutet das auf wachsende NATO-bezogene Trainings- und Systemarbeit hin.
Zum Handel: Am Mittwoch schloss die Aktie laut Kursdaten bei CAD 0,66 (+20%). Das Handelsvolumen lag bei 5,15 Mio. Aktien und damit deutlich über dem Durchschnitt von rund 1,2 Mio. Stück. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 16,81%, auf Sicht von zwölf Monaten +266,67% zu Buche.
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