Canopy Growth Aktie: Übernahme vor Abschluss

Canopy Growth schließt die Akquisition von MTL Cannabis an und meldet einen reduzierten Quartalsverlust, während die Aktie weiter unter Druck steht.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktionäre stimmen mit überwältigender Mehrheit für Übernahme
  • Quartalsverlust je Aktie deutlich gesunken
  • Aktienkurs verliert im Jahresvergleich 40 Prozent
  • Unternehmen strebt positive EBITDA-Marge für 2027 an

Canopy Growth steht vor einem wichtigen Meilenstein: Die Übernahme von MTL Cannabis soll noch im März abgeschlossen werden. Gleichzeitig notiert die Aktie weiter unter 2 Dollar, während das Unternehmen nach wie vor Quartalsverluste schreibt. Die jüngsten Zahlen zeigen zwar Fortschritte bei der Verlustreduzierung, doch der Weg zur Profitabilität bleibt steinig.

Aktionäre stimmen Übernahme zu

Die Aktionäre von MTL Cannabis haben der geplanten Übernahme durch Canopy Growth auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 17. Februar zugestimmt. Das Ergebnis war eindeutig: 99,97 Prozent der abgegebenen Stimmen votierten für die Transaktion. Die Beteiligung lag bei rund 89 Prozent.

Canopy Growth

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Der Abschluss der Übernahme wird noch vor Ende März erwartet. Dafür müssen jedoch noch übliche Bedingungen erfüllt werden, darunter finale Genehmigungen durch Gerichte und Dritte.

Canopy Growth verspricht sich von der Übernahme vor allem Margenverbesserungen. CFO Thomas Stewart erklärte, MTL Cannabis erziele historisch höhere Bruttomargen als Canopy selbst. Die Transaktion soll sich sowohl auf die Bruttomarge als auch auf das bereinigte EBITDA positiv auswirken. Mittelfristig strebt das Unternehmen eine Bruttomarge im mittleren bis hohen 30-Prozent-Bereich an.

Gemischte Quartalszahlen

Am 6. Februar präsentierte Canopy Growth die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026, das am 31. Dezember endete. Der Nettoumsatz blieb mit 74,5 Millionen kanadischen Dollar praktisch unverändert zum Vorjahr.

Beim Ergebnis zeigte sich ein deutlich verbessertes Bild: Der Nettoverlust je Aktie lag bei 0,18 kanadischen Dollar, verglichen mit 1,11 Dollar im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBITDA wies mit minus 3 Millionen kanadischen Dollar den geringsten Verlust in der Unternehmensgeschichte aus.

Das kanadische Geschäft entwickelte sich positiv. Die Umsätze im medizinischen Cannabis-Segment stiegen um 15 Prozent auf 23 Millionen kanadische Dollar. Im Freizeitbereich legte der Umsatz um 8 Prozent auf ebenfalls 23 Millionen Dollar zu. Wachstumstreiber waren vor allem mit Cannabis angereicherte Pre-Roll-Joints und neue All-in-One-Vapes der Marken Tweed, 7ACRES und Claybourne.

Die Tochtergesellschaft Storz & Bickel verzeichnete einen sequenziellen Umsatzanstieg von 45 Prozent, getrieben durch starke Verkäufe des neuen VEAZY Vaporizers. Das internationale Cannabis-Geschäft litt hingegen unter anhaltenden Lieferkettenherausforderungen in Europa.

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Die Bruttomarge sank um 300 Basispunkte auf 29 Prozent. Verantwortlich dafür waren geringere Verkäufe margenstarker internationaler Cannabis-Produkte sowie erhöhte Bestandsrückstellungen.

Aktie unter Druck

Am 4. März notierte die Canopy Growth-Aktie bei 1,08 Dollar und verlor damit binnen einer Woche knapp 8 Prozent. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 398 Millionen Dollar.

Im Jahresvergleich hat das Papier 40 Prozent an Wert verloren. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 2,38 Dollar, das Tief bei 0,77 Dollar. Der langfristige Wertverlust ist dramatisch: Vor fünf Jahren kostete eine Aktie noch über 300 Dollar.

US-Regulierung mit begrenztem Effekt

Präsident Donald Trump hat Cannabis per Dekret von Schedule I in Schedule III umgestuft. Damit wird der Substanz offiziell ein medizinischer Nutzen zuerkannt, und sie gilt als weniger missbrauchsanfällig. Cannabis-Unternehmen können dadurch leichter Bankdienstleistungen nutzen und normale Betriebsausgaben steuerlich absetzen.

Für Canopy Growth ist der Effekt jedoch begrenzt. Die Umstufung legalisiert Cannabis in den USA nicht bundesweit. Der Transport über Staatsgrenzen bleibt verboten. Zudem steht das Unternehmen vor intensivem Wettbewerb auf einem stark fragmentierten Markt.

Ausblick auf Geschäftsjahr 2027

Canopy Growth erwartet weiteres Wachstum im kanadischen Cannabis-Geschäft, getrieben durch Innovationen bei Pre-Rolls und Vapes sowie verbesserte Produktqualität. Das medizinische Segment soll von stetigem Patientenwachstum profitieren.

Mit den Skaleneffekten aus der MTL-Übernahme will das Management die Margen verbessern und im Geschäftsjahr 2027 ein positives bereinigtes EBITDA erreichen. Für das vierte Quartal rechnet Canopy allerdings mit Herausforderungen bei Storz & Bickel, da das traditionell starke dritte Quartal schwer zu übertreffen sein dürfte.

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