Apple hat zum Jahresauftakt geliefert – und zwar so, dass selbst verwöhnte Anleger kurz aufhorchen. Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn je Aktie treffen auf einen Treiber, der gerade wieder den Ton angibt: das iPhone. Doch was steckt hinter der überraschend starken Dynamik – und wo könnte es im laufenden Quartal haken?
iPhone zieht – China auch
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (bis 27. Dezember 2025) meldete Apple neue Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis je Aktie. Der wichtigste Grund: eine außergewöhnlich starke iPhone-Nachfrage in der Holiday-Saison.
Besonders deutlich wird das am iPhone-Geschäft: Die Erlöse stiegen auf 85,27 Mrd. US-Dollar – ein Plus von 23% und klar über den Erwartungen. CEO Tim Cook sprach von „schlicht überwältigender“ Nachfrage. Als Treiber nannte Apple die im September 2025 eingeführte iPhone-17-Reihe, darunter ein neu designtes, dünnes Modell („iPhone Air“) sowie ein überarbeitetes Pro-Modell.
Für zusätzliche Schlagkraft sorgte Greater China (inklusive Taiwan und Hongkong): In der Region sprang der Umsatz um 38% auf 25,53 Mrd. US-Dollar. Cook verwies dabei auf Rekordwerte bei Upgradern in Festlandchina sowie zweistelliges Wachstum bei Wechslern von anderen Marken – aus seiner Sicht klar „produktgetrieben“.
Services stabil, Marge stark – aber nicht jedes Segment glänzt
Auch das Service-Geschäft blieb ein verlässlicher Wachstumsmotor: 30,01 Mrd. US-Dollar Umsatz bedeuten +14% und einen weiteren Rekord. Zudem wächst Apples installierte Basis weiter: über 2,5 Milliarden aktive Geräte – ein wichtiger Hebel, weil sich darauf Services, Abos und Ökosystem-Umsätze aufbauen lassen.
Nicht überall lief es rund. iPad lag über den Erwartungen, während Mac sowie Wearables/Home/Accessories die Schätzungen verfehlten. Unterm Strich reichte die Mischung dennoch für Stärke bei der Profitabilität: Die Bruttomarge lag bei 48,2% und damit über dem Konsens.
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Wichtige Eckpunkte aus dem Quartal:
- Umsatz: 143,8 Mrd. US-Dollar (+16%)
- Gewinn je Aktie (verwässert): 2,84 US-Dollar (+19%)
- Nettoergebnis: 42,1 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 36,33 Mrd.)
- Operativer Cashflow: knapp 54 Mrd. US-Dollar
- Rückflüsse an Aktionäre: knapp 32 Mrd. US-Dollar
Ausblick: starkes Wachstum – mit Lieferketten-Bremse
Für das laufende Quartal stellte CFO Kevan Parekh ein Umsatzwachstum von 13 bis 16% in Aussicht und liegt damit über den Markterwartungen. Gleichzeitig dämpfte das Management die Euphorie mit einem handfesten Punkt: Lieferengpässe beim iPhone. Apple arbeite im „Supply-Chain-Modus“, um die sehr hohe Nachfrage zu bedienen – begrenzt unter anderem durch Kapazitäten bei fortschrittlicher Chipfertigung für Apples Prozessoren.
Dazu kommt ein Kostenfaktor, der erst jetzt stärker durchschlagen könnte: steigende Speicherpreise. Im berichteten Quartal war der Effekt noch gering, für die aktuelle Periode erwartet Cook jedoch spürbar mehr Druck, weil die Marktpreise „deutlich steigen“.
Parallel investiert Apple weiter in Zukunftsthemen. Die F&E-Ausgaben stiegen auf 10,89 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 8,27 Mrd.). Zudem hatte Apple im Januar eine Partnerschaft mit Google angekündigt, um das Gemini-Modell für „Apple Intelligence“ zu nutzen – verbunden mit der Aussage, dass KI zusätzliche Investitionen über die normale Produkt-Roadmap hinaus erfordert.
Beim Kurs zeigte sich zuletzt moderate Bewegung: Der Titel schloss am Freitag bei 257,82 US-Dollar.
Zum Schluss noch ein konkreter Termin für Aktionäre: Apple zahlt eine Dividende von 0,26 US-Dollar je Aktie am 12. Februar 2026 (Record Date: 9. Februar 2026). Entscheidend für die nächsten Wochen bleibt operativ, ob Apple die iPhone-Nachfrage trotz Engpässen ausreichend bedienen kann – und wie stark die steigenden Speicherpreise die Marge im laufenden Quartal tatsächlich belasten.
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