Die Medizintechnik-Tochter von Siemens hat heute ihre Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres vorgelegt – und enttäuscht dabei vor allem beim Wachstumstempo. Mit einem vergleichbaren Plus von 3,8 Prozent blieb Siemens Healthineers deutlich hinter den Analystenerwartungen von 4,3 Prozent zurück. Nominal sank der Umsatz sogar um 1,5 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro.
Verantwortlich für die Schwäche ist vor allem das Diagnostikgeschäft. Während die Bereiche Bildgebung und Strahlentherapie zulegen konnten, brachen die Einnahmen mit Labortechnik ein. Besonders bitter: In China ging es „erheblich“ bergab, wie der Konzern vor seiner heutigen Hauptversammlung einräumte. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank parallel zum Umsatz um 1,5 Prozent auf 809 Millionen Euro – belastet von Zöllen und Währungseffekten.
Marge gehalten, Prognose bestätigt
Immerhin eine gute Nachricht für Anleger: Die operative Marge konnte Healthineers bei 15,0 Prozent stabil halten. Analysten hatten hier im Schnitt nur mit 14,4 Prozent gerechnet. Vorstandschef Bernd Montag sprach dennoch von einem „sehr guten Start“ und verwies auf höhere Gewinne im Kerngeschäft mit Bildgebung sowie beim US-Krebsspezialisten Varian.
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Die Jahresprognose bestätigte der DAX-Konzern trotz des verhaltenen Starts. Weiterhin angestrebt wird ein organisches Wachstum von 5 bis 6 Prozent sowie ein bereinigter Gewinn je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro. In der Mitte dieser Spanne läge das Ergebnis allerdings 9 Cent unter dem Vorjahreswert – ein klares Signal, dass die Herausforderungen in China nicht von heute auf morgen verschwinden werden.
China bleibt Problemzone
Montag räumte ein, dass die Diagnostik-Sparte „weiterhin die Auswirkungen einer Übergangsphase auf dem chinesischen Markt“ spüre. Wie lange diese Phase andauern wird und wann mit einer Erholung zu rechnen ist, ließ der Konzernchef offen. Für Anleger bedeutet das: Geduld ist gefragt, denn ohne Trendwende in China dürfte das ambitionierte Wachstumsziel für das Gesamtjahr schwer zu erreichen sein.
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