IBM Aktie: Durchbruch bei KI!

IBM überrascht mit dreifach höherem KI-Auftragsvolumen als erwartet und starken Quartalszahlen. Die Aktie steht vor Bewährungsprobe bei hoher Bewertung.

Kurz zusammengefasst:
  • Generative KI erreicht 9,5 Milliarden Dollar Volumen
  • Starker Quartalsumsatz von 16,33 Milliarden Dollar
  • Erfolgreiche SAP-Migration für Toyota abgeschlossen
  • Quantencomputing-Partnerschaft mit Cisco vereinbart

Über 9,5 Milliarden Dollar – diese Zahl hat Analysten und Investoren gleichermaßen aufhorchen lassen. IBM, lange Zeit als schwerfälliger Tech-Riese belächelt, hat sein generative-AI-Geschäft in einem Tempo hochgefahren, das selbst optimistische Beobachter überrascht. Während der Markt anfangs von gerade einmal 3 Milliarden Dollar Auftragsvolumen ausging, zeigt die Realität: Big Blue spielt im Rennen um Unternehmens-KI eine weitaus größere Rolle als gedacht. Doch kann die Aktie die Rekordhöhen halten – oder ist die Rally überhitzt?

Toyota-Deal bestätigt operative Stärke

Der Wochenabschluss brachte eine weitere gute Nachricht: IBM hat erfolgreich die SAP S/4HANA-Migration für Toyota South Africa Motors abgeschlossen. Die Modernisierung der IT-Infrastruktur des Autobauers gilt als Paradebeispiel für IBMs Fähigkeit, komplexe Hybrid-Cloud-Transformationen zu stemmen. Solche Großprojekte sind für die Consulting-Sparte entscheidend – sie demonstrieren Kompetenz in einem Markt, in dem Konzerne verzweifelt nach Wegen suchen, ihre veralteten Systeme in die KI-Ära zu überführen.

Zwar wurden keine finanziellen Details genannt, doch die symbolische Wirkung ist enorm: Wer Toyota modernisiert, hat das Vertrauen der globalen Industrie. Und genau diese Art von Referenzkunden ist es, die IBMs Beratungsgeschäft trotz konjunktureller Unsicherheiten am Laufen hält.

KI-Auftragsvolumen explodiert

Die eigentliche Überraschung kam jedoch bereits mit den Q3-Zahlen Ende Oktober: Das generative-AI-Geschäft hat die 9,5-Milliarden-Dollar-Marke geknackt – dreimal so viel wie ursprünglich angenommen. Diese Zahl umfasst sowohl gebuchte Aufträge als auch bereits realisierte Umsätze aus Consulting- und Softwarebereichen. Das Herzstück ist die watsonx-Plattform, IBMs Antwort auf die KI-Offensive von Microsoft, Google und Co.

Anders als die Consumer-KI-Hypes der Konkurrenz zielt IBM auf das Unternehmensgeschäft: Banking, Versicherungen, Logistik – Branchen, die auf verlässliche, sichere und skalierbare Lösungen angewiesen sind. Genau hier spielt IBM seine Stärken aus. Die Geschwindigkeit, mit der aus Interessenbekundungen harte Verträge werden, deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Enterprise-KI massiv unterschätzt wurde.

Die Q3-Zahlen unterstrichen diese Dynamik eindrücklich: 16,33 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 9 Prozent im Jahresvergleich, und ein bereinigter Gewinn pro Aktie von 2,65 Dollar – 20 Cent über den Erwartungen.

Quantencomputing als Langfrist-Joker

Noch vor wenigen Tagen, am 20. November, legten IBM und Cisco eine strategische Partnerschaft für Quantencomputing vor. Das Ziel: fehlertolerante Quantensysteme bis Anfang der 2030er Jahre. Das ist zwar keine unmittelbare Umsatzstory, festigt aber IBMs Ruf als Technologieführer. In einer Zeit, in der langfristige Innovationskraft wieder zählt, ist das nicht zu unterschätzen.

Bewertung am Limit?

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 36 ist die Aktie alles andere als günstig. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei etwa 291 Dollar – der Titel handelt also deutlich darüber. Die technische Widerstandszone bei 324 Dollar, die Mitte November erreicht wurde, bleibt vorerst unangetastet. Die entscheidende Frage: Kann IBM die hohen Erwartungen in harte Zahlen gießen?

Die Antwort wird Ende Januar 2026 kommen, wenn die Q4-Ergebnisse vorgelegt werden. Dann wird sich zeigen, wie schnell das 9,5-Milliarden-Dollar-Auftragsvolumen tatsächlich in Umsatz umgewandelt wird. Bleibt IBM über der psychologisch wichtigen 300-Dollar-Marke, dürfte die Story intakt bleiben. Rutscht die Aktie darunter, könnte Gewinnmitnahme einsetzen.

IBM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IBM-Analyse vom 30. November liefert die Antwort:

Die neusten IBM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IBM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

IBM: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Weitere Artikel zu IBM

Neueste News

Alle News

IBM Jahresrendite