Bloom Energy hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt – getrieben von der Hoffnung auf den KI-Boom und den Energiehunger neuer Rechenzentren. Doch während der Kurs bei knapp 145 Dollar notiert, setzt ein Analyst das faire Bewertungsziel deutlich darunter an. Die Diskrepanz zwischen Markteuphorie und fundamentaler Einschätzung könnte kaum größer sein.
Kursziel deutlich unter aktuellem Niveau
Clear Street hat das Kursziel für Bloom Energy von 68 auf 80 Dollar angehoben – und gleichzeitig die Einstufung „Hold“ bestätigt. Die Botschaft dahinter: Trotz verbesserter Aussichten im Rechenzentrumsgeschäft ist die Aktie überbewertet. Mit einem aktuellen Kurs von rund 145 Dollar liegt der Titel etwa 80 Prozent über dem Analystenziel.
Die Zahlen zeigen das Ausmaß der Bewertungslücke:
- Kurs-Umsatz-Verhältnis: Rund 18,9 – verglichen mit einem Branchendurchschnitt von etwa 2,5
- Marktkapitalisierung: Circa 34,3 Milliarden Dollar
- Kursanstieg: Über 440 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten
Anleger zahlen damit eine erhebliche Prämie für zukünftiges Wachstum, das sich bislang nicht in den Bilanzen widerspiegelt.
KI-Rechenzentren als Treiber
Der zentrale Hoffnungsträger bleibt die Energieversorgung für KI-Rechenzentren. Bloom Energy produziert Festoxid-Brennstoffzellen, die als Lösung für das Stromproblem der datenintensiven Anlagen gelten. Das kürzlich unterzeichnete 1-Gigawatt-Rahmenabkommen mit American Electric Power und die geplanten 500 Megawatt in Wyoming unterstreichen das Potenzial.
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Clear Street rechnet vor: Ein einzelnes Rechenzentrum mit 1 Gigawatt Kapazität benötigt etwa 3.000 Server-Einheiten von Bloom Energy. Die Fähigkeit, solche Anlagen in unter 50 Tagen zu installieren, verschafft dem Unternehmen einen Vorsprung gegenüber Kernkraft oder klassischem Netzausbau.
Allerdings: Die Umsetzung dieser Großprojekte dauert – und bis dahin bleibt die Bewertung spekulativ.
Quartalszahlen im Fokus
Am 5. Februar 2026 legt Bloom Energy die Zahlen für das vierte Quartal vor. Investoren erwarten konkrete Hinweise darauf, wie sich das AEP-Abkommen im Auftragsbestand niederschlägt und ob die anvisierte Kapazitätserweiterung auf 2 Gigawatt bis Jahresende realistisch ist. Bis dahin handelt die Aktie vor allem auf Basis von Erwartungen – nicht auf Grundlage bereits erzielter Erträge.
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