PayPal hat gleich zwei Baustellen auf einmal: enttäuschende Quartalszahlen und ein überraschender Chefwechsel. Beides verstärkt den Eindruck, dass der Konzern operativ hinter den Erwartungen zurückbleibt. Entscheidend ist nun, ob die angekündigte Führungskorrektur mehr ist als nur ein personeller Schnitt.
Warum Cantor Fitzgerald das Kursziel senkt
Am Montag hat Cantor Fitzgerald das Kursziel für die PayPal-Aktie deutlich von 60 auf 42 US-Dollar reduziert und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Die Botschaft dahinter ist klar: Nach den jüngsten Enttäuschungen traut der Markt der kurzfristigen Erholung nur begrenzt.
Auslöser für die neue Skepsis waren vor allem die Zahlen zum vierten Quartal 2025 und der anschließende Ausblick. PayPal blieb bei wichtigen Kennzahlen unter den Erwartungen:
– Umsatz: 8,68 Mrd. US-Dollar (unter den Schätzungen von rund 8,78–8,80 Mrd. US-Dollar)
– Bereinigter Gewinn je Aktie (EPS): 1,23 US-Dollar (unter dem Konsens von 1,29–1,33 US-Dollar)
Nach der Veröffentlichung am 3. Februar folgte ein kräftiger Abverkauf. Zusätzlich enttäuschte der Ausblick für 2026, unter anderem bei den erwarteten Transaction-Margin-Dollars und beim Gewinn – beides lag unter dem, womit viele Modelle zuvor gerechnet hatten.
Chefwechsel als Signal für mehr Tempo
Parallel zu den Zahlen hat der Verwaltungsrat eine überraschende Personalentscheidung getroffen: Enrique Lores soll ab 1. März 2026 als President und CEO übernehmen und Alex Chriss ablösen. Übergangsweise führt Jamie Miller als Interim-CEO.
Die Begründung des Boards fällt dabei ungewöhnlich deutlich aus: Das Tempo der Transformation und die Umsetzung in den vergangenen zwei Jahren hätten die Erwartungen nicht erfüllt. Das ist mehr als eine kosmetische Veränderung – und soll offensichtlich Druck aus dem System nehmen und neue Dynamik bringen.
Doch was bedeutet das konkret für das Geschäft? PayPal steht in einem hart umkämpften Fintech-Umfeld, in dem Wettbewerber wie Stripe und Adyen den Preisdruck und den Innovationsdruck erhöhen. Für Lores wird es deshalb schnell darum gehen, Wachstum und Profitabilität wieder glaubwürdiger zusammenzubringen.
Kurs bleibt im Abwärtstrend
Auch wenn sich die Aktie zu Wochenbeginn etwas stabilisiert zeigte, ist das Gesamtbild angeschlagen: Mit 34,61 € notiert der Titel heute nur knapp über dem frisch markierten 52-Wochen-Tief und liegt seit Jahresbeginn deutlich im Minus.
In den kommenden Wochen dürfte vor allem eines zählen: ob der Wechsel an der Spitze bis zum Starttermin am 1. März 2026 mit einem klaren Plan zur Umsetzung verbunden wird – und ob PayPal damit die zuletzt gesenkten Erwartungen wieder nach oben drehen kann.
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