Micron Aktie: Ausverkauft bis 2028
Micron meldet Rekordumsatz und -marge, da die Nachfrage nach KI-Speichern alle Kapazitäten bis 2028 bindet. Analysten sind überwiegend optimistisch, sehen aber auch Risiken.

Kurz zusammengefasst
- HBM-Kapazitäten bis 2028 vollständig verplant
- Lynx Equity setzt Rekordkursziel von 825 Dollar
- Rekordbruttomarge von 75 Prozent im letzten Quartal
- Dividende wird um 30 Prozent erhöht
Microns Kapazitätsengpass reicht inzwischen weiter als der Markt erwartet hatte. Das Unternehmen hat seine HBM-Kapazitäten nicht nur bis 2026, sondern bereits bis 2027 vollständig verplant — und verhandelt laut Lynx Equity bereits Lieferverträge für 2028. Die Analystenreaktionen darauf fallen eindeutig aus.
Lynx Equity setzt neues Kursziel-Rekordhoch
Lynx Equity hat sein Kursziel für Micron von 700 auf 825 US-Dollar angehoben — das höchste Ziel aller Analysten auf dem Markt. Begründung: Der Markt unterschätze sowohl die Stärke als auch die Dauer des KI-getriebenen Nachfragezyklus für Hochleistungsspeicher. Neben HBM-Kapazitäten seien auch DDR5- und LPDDR5-Produkte bis 2027 ausgebucht.
Für das Geschäftsjahr 2028 prognostiziert Lynx Equity ein Umsatzwachstum von 40 Prozent — während der Konsens der Analysten derzeit mit stagnierenden oder rückläufigen Erlösen rechnet.
Rekordmargen, Rekordkasse
Die Zahlen aus dem zweiten Fiskalquartal 2026 unterstreichen die These. Micron erzielte einen Rekordumsatz von 23,86 Milliarden US-Dollar, die Bruttomarge kletterte auf 75 Prozent. Für das laufende Quartal peilt das Management rund 81 Prozent Bruttomarge und einen Umsatz von 33,5 Milliarden US-Dollar an.
CFO Mark Murphy verwies auf den höchsten Nettocashandbestand der Unternehmensgeschichte: 6,5 Milliarden US-Dollar netto, bei einer Gesamtliquidität von 16,7 Milliarden. Parallel dazu genehmigte der Vorstand eine Dividendenerhöhung um 30 Prozent — Aktionäre erhalten am 15. April 2026 eine Quartalsdividende von 0,15 US-Dollar je Aktie.
Breite Zustimmung, aber auch Gegenwind
Von 28 Analysten empfehlen 25 die Aktie mit „Kaufen“, drei mit „Halten“ — ein klares Bild. KeyBanc bestätigte sein Overweight-Rating mit einem Kursziel von 600 US-Dollar und hob verbesserte Langfristverträge mit Hyperscalern hervor, die Preisuntergrenzen und Vorauszahlungen beinhalten. DRAM- und NAND-Preise könnten im zweiten Quartal 2026 um 30 bis 50 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigen.
Kritischere Stimmen gibt es dennoch. Citigroup senkte sein Ziel von 510 auf 425 US-Dollar — trotz beibehaltener Kaufempfehlung — und verwies auf einen Preisrückgang von sechs Prozent bei Standard-DDR5-Speicher seit Mitte März. Erste Group stufte die Aktie von „Kaufen“ auf „Halten“ herab, mit Verweis auf die hohen Kapitalinvestitionen, die den freien Cashflow belasten.
Ein weiteres Risiko kommt von Google: Der Konzern hat eine Technologie vorgestellt, die den Speicherbedarf von KI-Modellen reduzieren soll. Sollte sich das breit durchsetzen, könnte die langfristige Nachfrage nach Hochleistungsspeicher unter Druck geraten.
Mit einem Forward-KGV von 5,03 — gegenüber einem Sektordurchschnitt von 23,43 — ist die Aktie trotz des starken Kurslaufs der vergangenen zwölf Monate vergleichsweise günstig bewertet. Der Quartalsbericht im Juni 2026 wird zeigen, ob die angestrebte Marge von 81 Prozent tatsächlich erreicht wird.
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