BASF Aktie: Ungemach voraus?

BASF korrigiert seine Prognose für 2026 deutlich nach unten und kündigt beschleunigte Kostensenkungen an. Die Aktie reagierte mit deutlichen Verlusten auf die enttäuschenden Ziele.

Kurz zusammengefasst:
  • Erwartungen für 2026 deutlich unter Analystenkonsens
  • Beschleunigtes Sparprogramm mit Stellenabbau
  • Unveränderte Dividende trotz schwachem Cashflow
  • Investitionen und Portfolioumbau werden forciert

BASF schraubt die Erwartungen deutlich zurück. Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen verfehlte mit seinem Ausblick für 2026 die Markterwartungen spürbar – die Prognose liegt rund 7 Prozent unter dem Analystenkonsens. Die Reaktion folgte prompt: Die Aktie verlor merklich an Wert.

Ausblick enttäuscht die Märkte

Für das laufende Geschäftsjahr peilt BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro an. Der Mittelpunkt von 6,6 Milliarden Euro liegt unter der Konsensschätzung von 7,0 Milliarden Euro. Hinzu kommt ein prognostizierter Währungsgegenwind von rund 200 Millionen Euro allein im ersten Quartal.

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Vorstandschef Markus Kamieth zeigt sich für die nahe Zukunft skeptisch: Weder eine konjunkturelle Belebung noch eine Entspannung geopolitischer Spannungen seien kurzfristig absehbar. Die Nachfrage bleibe herausfordernd.

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 untermauert diese Einschätzung. Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 9,5 Prozent auf 6,55 Milliarden Euro, der Umsatz ging um 2,9 Prozent auf knapp 60 Milliarden Euro zurück.

Kostenschraube wird weiter angezogen

BASF reagiert auf das schwierige Umfeld mit einem beschleunigten Sparprogramm. Ende 2025 erreichten die Kosteneinsparungen eine jährliche Run-Rate von 1,7 Milliarden Euro – 100 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. Bis Ende 2026 sollen es 2,3 Milliarden Euro werden.

Der Personalabbau bildet einen Schwerpunkt: Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen gestrichen. Weitere Kürzungen in Verwaltung und IT folgen. Zudem verlagert der Konzern Funktionen in kostengünstigere Hubs nach Indien und Malaysia. Im ersten Quartal 2026 öffnet ein globaler Digital Hub in Hyderabad.

Die Sachinvestitionen für 2026 bis 2029 werden um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro gekürzt. Gleichzeitig treibt BASF den Portfolioumbau voran: Der Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel ist bereits abgeschlossen. Die Lacksparte soll im zweiten Quartal folgen, die Agrarsparte wird für einen möglichen Börsengang bis 2027 vorbereitet.

Dividende trotz schwachem Cashflow

Trotz der operativen Schwäche schlägt BASF eine unveränderte Dividende von 2,25 Euro je Aktie vor. Der Free Cashflow von 1,34 Milliarden Euro deckt die Ausschüttungssumme von rund 2 Milliarden Euro allerdings nicht vollständig ab. Die Erlöse aus Portfolioverkäufen fließen teilweise in ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1,5 Milliarden Euro, das bis Ende Juni 2026 läuft.

CFO Dirk Elvermann vermeldete einen leichten Rückgang der Nettoverschuldung auf 18,33 Milliarden Euro – das entspricht dem 3,2-fachen des bereinigten EBITDA. Über die Dividende entscheidet die Hauptversammlung am 30. April 2026 in Mannheim.

Der nächste Quartalsbericht Ende April wird zeigen, ob die eingeleiteten Maßnahmen greifen. Bis dahin bleiben Entwicklungen in China und mögliche Auswirkungen geopolitischer Konflikte auf die Energiepreise entscheidende Faktoren für die weitere Kursentwicklung.

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