Meta Platforms Aktie: Warnschuss der EU

Die EU-Kommission wirft Meta Wettbewerbsbehinderung bei KI-Assistenten vor und prüft einstweilige Maßnahmen. Anleger fokussieren jedoch auf die massiven KI-Investitionen des Konzerns.

Kurz zusammengefasst:
  • EU-Kommission droht mit sofortigen Gegenmaßnahmen
  • Vorwurf der Wettbewerbsbehinderung bei KI-Assistenten
  • Meta plant Kapitalausgaben von bis zu 135 Milliarden USD
  • Solide Quartalszahlen stützen langfristige Wachstumserwartungen

Meta steht erneut im Visier der europäischen Wettbewerbshüter. Die EU-Kommission wirft dem Tech-Giganten vor, den Wettbewerb bei KI-Assistenten auf WhatsApp gezielt zu behindern, und droht mit seltenen sofortigen Gegenmaßnahmen. Doch während Brüssel die Zügel anzieht, zeigen sich die Anleger bemerkenswert gelassen. Was treibt den Kurs trotz der regulatorischen Gewitterwolken an?

Drohende Zwangsmaßnahmen

Der Konflikt eskalierte am Montag, dem 9. Februar 2026, als die EU-Kommission ihre offiziellen Beschwerdepunkte übermittelte. Im Kern geht es um ein Update der WhatsApp-Nutzungsbedingungen von Mitte Januar. Die Regulierer kritisieren, dass Meta rivalisierenden KI-Assistenten den Zugang zur Plattform verwehrt, während die hauseigene „Meta AI“ den Nutzern als einzige Option präsentiert wird.

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Brisant ist dabei die Drohung der Kommission, sogenannte „einstweilige Maßnahmen“ zu prüfen. Dies wäre ein ungewöhnlich scharfer Schritt, der Meta zwingen würde, seine Praxis sofort zu ändern, noch bevor das eigentliche Verfahren abgeschlossen ist. Vizepräsidentin Teresa Ribera betonte die Notwendigkeit, den Wettbewerb in diesem dynamischen Markt zu schützen. Meta wies die Vorwürfe zurück und argumentierte, Verbraucher hätten über andere Kanäle genügend Alternativen.

Massive Investitionen überlagern Risiken

Dass die Aktie, die aktuell bei rund 669,50 USD notiert, auf diese Nachrichten kaum reagierte, liegt am übergeordneten Fokus der Investoren. Das dominante Thema an der Wall Street ist nicht die Regulierung, sondern Metas aggressive Ausgabenpolitik für die Zukunft.

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Das Unternehmen plant für das Jahr 2026 Kapitalausgaben (Capex) zwischen 115 und 135 Milliarden USD – ein massiver Sprung im Vergleich zu den rund 72 Milliarden USD im Jahr 2025. Diese Mittel fließen fast vollständig in den Ausbau der KI-Infrastruktur und Rechenzentren, die CEO Mark Zuckerberg als Fundament für die „Meta Superintelligence Labs“ sieht.

Fundamentale Stärke stützt

Diese gigantische Wette auf künstliche Intelligenz wird durch solide Geschäftszahlen untermauert. Im vierten Quartal konnte Meta den Umsatz um 24 Prozent auf fast 60 Milliarden USD steigern und beim Gewinn die Erwartungen übertreffen. Analysten sehen in der aktuellen Kursstabilisierung ein Zeichen dafür, dass institutionelle Anleger das langfristige Wachstumspotenzial der KI-Sparte derzeit höher gewichten als kurzfristige Margendruck-Szenarien oder regulatorischen Ärger in Europa.

Solange Meta seine dominante Marktstellung durch massive Infrastruktur-Investitionen untermauert, scheinen Anleger bereit zu sein, politische Störfeuer aus Brüssel weitgehend zu ignorieren. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte sein, wie effizient Zuckerberg die angekündigten Milliardenbeträge tatsächlich monetarisieren kann.

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