MP Materials läutet eine neue Ära ein. Das Unternehmen meldete nicht nur den ersten Quartalsgewinn seit Jahren, sondern kündigte parallel eine der größten Seltene-Erden-Investitionen der US-Geschichte an.
Rückkehr in die Gewinnzone
Das vierte Quartal 2025 markiert einen Wendepunkt. MP Materials erzielte einen Nettogewinn von 9,4 Millionen Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 39,2 Millionen Dollar – eine klare Trendwende nach den Verlusten der Vormonate.
Der Gewinn je Aktie lag bei 0,09 Dollar und übertraf die Erwartungen. Entscheidend für das positive Ergebnis war ein Preisschutzabkommen mit dem US-Verteidigungsministerium über 51 Millionen Dollar. Die Vereinbarung unterstreicht die strategische Rolle von MP Materials für die heimische Lieferkette.
Die Produktionszahlen sprechen für sich: 2.599 Tonnen NdPr-Oxid im Jahr 2025 – ein Plus von 101 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verkauft wurden 1.994 Tonnen, 75 Prozent mehr als 2024. Auch die Konzentratproduktion erreichte mit 50.692 Tonnen REO einen Rekordwert.
Das Magnetik-Segment erwirtschaftete 66,9 Millionen Dollar Umsatz. Lieferungen magnetischer Vorprodukte begannen im ersten Quartal 2025 – im Vorjahr hatte dieser Bereich noch keine Erlöse generiert.
China-Ausstieg belastet Materialsegment
Nicht alle Zahlen zeigen nach oben. Die Umsätze im Materialsegment brachen um 42 Prozent auf 35,6 Millionen Dollar ein. Hauptgrund: Der vollständige Verkaufsstopp von REO-Produkten nach China ab Juli 2025. Im vierten Quartal wurden null Dollar mit Seltene-Erden-Konzentrat erlöst.
Höhere NdPr-Verkäufe federten den Rückgang teilweise ab. Ein um 20 Prozent gestiegenes Volumen und bessere Marktpreise brachten zusätzliche 11,1 Millionen Dollar.
1,25 Milliarden Dollar für Texas-Werk
Die wichtigste Nachricht neben den Quartalszahlen: MP Materials investiert über 1,25 Milliarden Dollar in einen neuen Produktionskomplex. Der „10X“-Campus entsteht auf einem 120 Hektar großen Gelände in Northlake, Texas – keine zehn Meilen von der bestehenden Anlage in Fort Worth entfernt.
Das Projekt soll mehr als 1.500 Arbeitsplätze schaffen. Der Staat Texas und lokale Behörden unterstützen die Ansiedlung mit Anreizpaketen. Das Pentagon sichert Abnahmen für zehn Jahre zu.
Nach Fertigstellung soll die Anlage zur Gesamtproduktionskapazität von etwa 10.000 Tonnen NdFeB-Magneten jährlich beitragen. MP Materials bezeichnet das Werk als größte und strategisch wichtigste Magnet-Produktionsstätte für Seltene Erden in der US-Geschichte.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei MP Materials?
Im vierten Quartal produzierte das Unternehmen erstmals NdFeB-Magnete auf kommerziellen Anlagen in Fort Worth. Zudem wurde ein bedeutendes NdPr-Oxid-Abnahmeabkommen mit einem neuen OEM-Partner unterzeichnet.
Pentagon sichert Preisboden
Die Texas-Investition ist Teil einer langfristigen Strategie zur Unabhängigkeit von China. Das Verteidigungsministerium garantiert für zehn Jahre einen Mindestpreis von 110 Dollar je Kilogramm NdPr. Nach Inbetriebnahme des Texas-Werks verpflichtet sich die Regierung, 100 Prozent der dort produzierten Magnete abzunehmen – entweder für Rüstungszwecke oder kommerzielle Kunden.
Die Regierung beteiligte sich zudem mit 400 Millionen Dollar am Unternehmen. China kontrolliert derzeit 60 Prozent der globalen Seltene-Erden-Förderung und über 90 Prozent der Magnetproduktion. Exportbeschränkungen und Zölle verstärken westliche Bemühungen um eigene Lieferketten.
Kursverlauf gedämpft
Die Aktie reagierte verhalten auf die Nachrichten. Am Freitag fiel der Kurs um 1,7 Prozent. Die Titel erreichten ein Tagestief von 57,01 Dollar und schlossen bei 58,98 Dollar. Das Handelsvolumen lag bei 6,8 Millionen Aktien – 20 Prozent unter dem Durchschnitt.
Die Marktkapitalisierung beträgt rund 10,45 Milliarden Dollar. Die Aktie bewegte sich in den vergangenen zwölf Monaten zwischen 18,64 und 100,25 Dollar.
Institutionelle Investoren bleiben aktiv. Intech Investment Management stieg im dritten Quartal mit 52.266 Aktien ein, Vanguard erhöhte seinen Bestand um 2,7 Prozent auf 14 Millionen Aktien.
Geschäftsjahr 2025 in Zahlen
Für das Gesamtjahr meldete MP Materials einen Umsatz von 275,5 Millionen Dollar – ein Anstieg von 35 Prozent. Der Verlust belief sich auf 85,9 Millionen Dollar, 31 Prozent mehr als 2024.
Ende 2025 verfügte das Unternehmen über 1,83 Milliarden Dollar Liquidität. Das Verhältnis von Schulden zu Kapital verbesserte sich auf 0,33. Für 2026 sind Investitionen zwischen 500 und 600 Millionen Dollar geplant – für Expansion, Recycling und Schwermetall-Separation.
Der Spatenstich für das 10X-Werk soll 2026 erfolgen, die Inbetriebnahme für 2028 geplant. Die Magnetproduktion in Fort Worth wird hochgefahren, unter anderem für General Motors. Die nächsten Quartalszahlen erscheinen am 30. April 2026.
MP Materials-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue MP Materials-Analyse vom 2. März liefert die Antwort:
Die neusten MP Materials-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für MP Materials-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
MP Materials: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...