Die Rohstoffriesen Glencore und Rio Tinto verhandeln erneut über einen Megadeal. Fast ein Jahr nach dem Scheitern der ersten Gespräche bestätigten beide Konzerne am Donnerstagabend, dass man sich wieder an einen Tisch gesetzt habe. Die Märkte reagierten prompt: Glencore-Papiere sprangen nachbörslich auf Tradegate um mehr als 7 Prozent nach oben.
Bei einem erfolgreichen Zusammenschluss würde der weltgrößte Bergbaukonzern entstehen – mit einem Gesamtwert inklusive Verbindlichkeiten von über 260 Milliarden US-Dollar. Glencore erklärte, man spreche über eine mögliche Kombination einzelner oder sämtlicher Geschäftsbereiche. Im Raum steht auch eine Komplettfusion per reinem Aktientausch.
Kupfer-Rally als Treiber
Was hat die Wiederannäherung ausgelöst? Der Rohstoffmarkt spielt verrückt. Kupfer kletterte diese Woche auf ein Allzeithoch von über 13.300 US-Dollar je Tonne. Auch Gold und Silber notieren nahe Rekordniveaus. Analysten warnen bereits vor erheblichen Versorgungsengpässen bei Kupfer bis 2040.
Diese Verknappung wirbelt die Branche durcheinander. Erst kürzlich schlossen sich Anglo American und der kanadische Konzern Teck Resources zusammen – ohne Aufschlag, freundschaftlich. Dieser Deal setzt offenbar Schwergewichte wie BHP und Rio Tinto unter Zugzwang.
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Unsichere Verhandlungsdetails
Glencore betonte in der Mitteilung, es gebe keinerlei Gewissheit über eine Einigung. Weder zu den Konditionen noch zur Struktur eines möglichen Deals könnten derzeit verlässliche Aussagen getroffen werden. Die derzeitige Erwartung sei, dass eine Fusion über ein gerichtlich genehmigtes Arrangement ablaufen würde – Rio Tinto würde dabei formal Glencore übernehmen.
Die Gespräche fanden Berichten zufolge erst in dieser Woche statt. Beide Seiten kündigten an, sich „zu gegebener Zeit“ weiter zu äußern. Rio Tinto selbst reagierte zurückhaltender auf die Nachrichten – die Aktie verlor nachbörslich sogar rund 2 Prozent.
Ob der zweite Anlauf erfolgreich verläuft, bleibt abzuwarten. Der Zeitpunkt erscheint strategisch klug gewählt: Die Jagd nach Kupfer und anderen kritischen Rohstoffen dürfte in den kommenden Jahren noch intensiver werden.
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