Fiserv Aktie: Angriff nach Absturz

Der Finanzdienstleister Fiserv reagiert auf starke Kursverluste mit einer umfassenden Technologie-Offensive, die auf KI, Biometrie und einer Partnerschaft mit Microsoft basiert.

Kurz zusammengefasst:
  • Strategische Allianz mit Microsoft für KI-Integration
  • Biometrische Zahlungen via Gesichts- und Handflächenerkennung
  • Aktie notiert deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt
  • Insider-Käufe signalisieren Vertrauen des Managements

Der Fintech-Riese hat ein brutales Jahr hinter sich – rund 66 Prozent Kursverlust sprechen eine deutliche Sprache. Nun nutzt das Management die große Bühne der National Retail Federation (NRF) in New York, um mit einer umfassenden Produkt-Offensive das Ruder herumzureißen. Kann die Flucht nach vorn in Richtung KI und Biometrie das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen?

Strategische Allianz mit Microsoft

Im Zentrum der Neuausrichtung steht eine vertiefte Zusammenarbeit mit Microsoft, die am 8. Januar verkündet wurde. Fiserv integriert KI-Funktionen tief in seine Entwicklungsplattformen, um vor allem die Betrugserkennung und das Risikomanagement zu verbessern.

Fiserv

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Die Umsetzung erfolgt massiv: Über 8.000 Software-Ingenieure nutzen nun den GitHub Copilot, während die globale Belegschaft Zugriff auf Microsoft 365 Copilot erhält. Vice Chairman Guy Chiarello beschreibt diesen Schritt als Entwicklung hin zu einer „agentischen Intelligenz“, die weit über bloße Automatisierung hinausgeht.

Biometrie und neue Daten-Tools

Parallel dazu rüstet die Tochtergesellschaft Clover auf. Eine Integration mit Wink ermöglicht künftig Zahlungen per Gesichts- und Handflächenerkennung in Restaurants und Stadien. Der Rollout ist für das laufende Jahr 2026 geplant und erfordert keine neue Hardware für bestehende Händler-Terminals.

Zudem adressiert das am 9. Januar vorgestellte Analysetool „Unknown Shopper“ ein altes Problem des stationären Einzelhandels. Es liefert Händlern auf Basis historischer Transaktionsdaten Einblicke in das Kundenverhalten, ohne dass eine Registrierung für Treueprogramme notwendig ist.

Günstige Bewertung trifft auf Skepsis

Diese Innovationen treffen auf eine extrem angeschlagene Aktie. Die Papiere notieren aktuell nahe 68 Dollar und damit weit unter dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 116 Dollar. Der Absturz vom Hoch bei knapp 238,59 Dollar im März 2025 hat die Bewertung auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 10,8 gedrückt.

Analysten reagieren gemischt auf die Lage. Tigress Financial senkte das Kursziel kürzlich drastisch von 250 auf 95 Dollar, behielt aber die Kaufempfehlung bei. Der Marktkonsens liegt bei „Halten“, wobei das mittlere Kursziel von 114 Dollar theoretisch erhebliches Potenzial impliziert.

Insider greifen zu

Ein positives Signal kommt indes aus der Führungsetage. In den letzten 90 Tagen erwarben Insider insgesamt 34.900 Aktien. Finanzvorstand Paul M. Todd kaufte Stücke bei etwa 62,41 Dollar, Adam L. Rosman griff bei rund 63,19 Dollar zu. Marktbeobachter werten solche Transaktionen in Schwächephasen oft als Indiz dafür, dass das Management die eigene Aktie für unterbewertet hält.

Die nächste konkrete Bewährungsprobe steht am 4. Februar 2026 an, wenn Fiserv die Zahlen zum vierten Quartal vorlegt. Nach der enttäuschenden Verfehlung im Vorquartal erwarten Analysten nun einen Gewinn je Aktie von 1,91 Dollar. Diese Zahlen werden zeigen, ob die operative Basis stabil genug ist, um die ambitionierten Technologie-Pläne zu tragen.

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