Stadler Rail und Siemens Mobility sichern sich gemeinsam den größten Auftrag für Kopenhagens S-Bahn-Netz: 226 vollautomatische Züge plus 30 Jahre Wartung für 2,9 Milliarden Franken. Die Dänischen Staatsbahnen setzen damit auf eine ungewöhnliche Allianz – denn die beiden Partner liefern sich auf dem Schweizer Heimatmarkt normalerweise erbitterte Konkurrenz um SBB-Aufträge.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Auftragsvolumen: 2,9 Milliarden Franken über 30 Jahre
- Umfang: 226 fahrerlose S-Bahn-Züge (GoA4-Standard)
- Inbetriebnahme: Ab 2032
- Zweiter Erfolg: 93 modernisierte Gelenktriebwagen für Ungarn
Pragmatismus statt Rivalität
Die Konstellation überrascht Branchenkenner. Während Stadler und Siemens in der Schweiz zuletzt als harte Rivalen auftraten, bündeln sie für das dänische Großprojekt ihre Kompetenzen. Die Kooperation minimiert Umsetzungsrisiken bei einem technologisch anspruchsvollen Vorhaben – ein Argument, das bei Infrastrukturprojekten dieser Größenordnung oft den Ausschlag gibt.
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Für Stadler bedeutet der Zuschlag langfristige Auslastung in einem wachsenden Segment. Der fahrerlose Betrieb gilt als Zukunftsstandard für Nahverkehrsnetze. Mit dem Wartungsvertrag über drei Jahrzehnte sichert sich das Unternehmen zudem kalkulierbare Einnahmen jenseits des zyklischen Neugeschäfts.
Refurbishment als zweites Standbein
Bereits am Montag hatte Stadler einen weiteren Erfolg vermeldet: 93 gebrauchte GTW-Gelenktriebwagen vom Schweizer Betreiber Thurbo werden technisch überholt und an die Ungarische Staatsbahn verkauft. Das Refurbishment-Geschäft entwickelt sich zum strategischen Pfeiler, der Schwankungen im Neugeschäft ausgleichen kann.
Charttechnische Erholung
Die Aktie stabilisiert sich nach einer schwachen Vorwoche. Nachdem das Papier auf Wochensicht rund 4 Prozent verloren hatte, verteidigt es nun die Marke um 19,50 Franken. Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über 20 Franken, könnte die jüngste Korrektur beendet sein. Analysten dürften in den kommenden Tagen ihre Modelle anpassen, um den Wertbeitrag des 30-jährigen Wartungsvertrags zu quantifizieren.
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