SAP Aktie: Schwere Wolken!

Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat seine Stimmrechte an SAP leicht verringert. Die Anpassung folgt auf einen deutlichen Kursrutsch nach verfehlten Prognosen und einem enttäuschenden Current Cloud Backlog.

Kurz zusammengefasst:
  • BlackRock reduziert SAP-Anteil auf 6,47 Prozent
  • Aktienkurs nach Quartalszahlen deutlich unter Druck
  • Cloud-Backlog verfehlt eigene Wachstumsprognose
  • Vorstand kündigt Aktienrückkäufe über 10 Milliarden Euro an

Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat seine Beteiligung an SAP verringert. Laut einer Stimmrechtsmitteilung vom 9. Februar sank der Anteil auf 6,47 Prozent, nachdem er zuletzt bei 6,55 Prozent gelegen hatte. Die Schwellenberührung erfolgte am 4. Februar.

Timing wirft Fragen auf

Die Reduzierung fällt zeitlich mit massiven Kursverlusten der SAP-Aktie zusammen. Der Titel war nach enttäuschenden Quartalszahlen deutlich unter Druck geraten und notiert aktuell im XETRA-Handel bei 173,14 Euro – rund 13 Prozent unter dem Vor-Quartalszahlen-Niveau von etwa 200 Euro.

SAP

DE0007164600
-
Heute: -
7 Tage: -

BlackRock hält nun insgesamt 79,5 Millionen SAP-Stimmrechte über verschiedene Tochtergesellschaften. Der Großteil entfällt auf passive Indexfonds, darunter BlackRock Fund Advisors mit Zugriff auf Millionen von Aktien. Zusätzlich verfügt der Vermögensverwalter über Instrumente wie Differenzkontrakte (Contracts for Difference) im Umfang von 444.107 Stimmrechten.

Belastung durch verfehlte Prognose

SAP hatte Investoren mit dem Current Cloud Backlog enttäuscht. Diese zentrale Kennzahl für künftige Abo-Einnahmen wuchs währungsbereinigt um 25 Prozent und verfehlte damit die eigene Prognose um einen Prozentpunkt. Die Reaktion fiel heftig aus: Analysten wie JPMorgans Toby Ogg sprechen von einem Branchenumfeld, in dem Unternehmen „verurteilt werden, bevor der eigentliche Prozess beginnt“.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?

Die Sorge: Massive KI-Investitionen zahlen sich nicht schnell genug aus. Obwohl SAP-Chef Christian Klein betont, dass „SAP Business AI“ bereits in zwei Dritteln der Cloud-Vertragsabschlüsse im vierten Quartal enthalten war, gewichtet der Markt die Wachstumsverlangsamung schwerer. Der Nettogewinn verdoppelte sich zwar 2025 auf 7,5 Milliarden Euro, doch das reicht nicht mehr.

Aktienrückkäufe als Gegenmittel

Um das Vertrauen zu stabilisieren, kündigte der Vorstand ein Rückkaufprogramm über 10 Milliarden Euro an, verteilt auf zwei Jahre. Kritiker wie Jefferies-Analyst Charles Brennan verweisen jedoch auf tieferliegende Probleme wie gesunkene Kundenzufriedenheit im Kerngeschäft.

Trotz der aktuellen Schwäche bleiben 15 von 16 Analysten bei „Buy“-Empfehlungen, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 257,50 Euro. Ob BlackRocks Positionsabbau ein taktischer Schritt oder eine Neubewertung der SAP-Perspektiven darstellt, bleibt offen. Die nächsten wichtigen Termine für Anleger sind die Bilanzvorlage am 23. April und die Hauptversammlung am 5. Mai.

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 9. Februar liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu SAP

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu SAP

Neueste News

Alle News

SAP Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten