Nach dem US-Rückzug des Chikungunya-Impfstoffs IXCHIQ hängt bei Valneva nun alles an einem einzigen Programm: dem Borreliose-Kandidaten VLA15, entwickelt gemeinsam mit Pfizer. Die Aktie verlor zu Wochenbeginn über 6 Prozent – Investoren warten auf die entscheidenden Phase-3-Daten, die 2026 erwartet werden.
Die Fakten im Überblick
- US-Markt verloren: Freiwilliger Rückzug der Zulassungsanträge für IXCHIQ am 19. Januar 2026
- Hintergrund: FDA-Lizenzstopp seit August 2025 wegen Sicherheitsbedenken; neues schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis außerhalb der USA
- Pipeline-Fokus: VLA15 (Lyme-Borreliose) mit Partner Pfizer – Ergebnisse der Phase-3-Studie „VALOR“ für 2026 angekündigt
- Marktreaktion: Kursrückgang von 6,38 Prozent am 26. Januar auf rund 4,10 Euro
Warum der Markt verzögert reagierte
Die Meldung über den IXCHIQ-Rückzug kam bereits in der Vorwoche. Doch erst am Montag dieser Woche setzte eine deutliche Verkaufswelle ein. Offenbar brauchten institutionelle Investoren Zeit, um die Tragweite einzuordnen: Mit den USA fällt ein Schlüsselmarkt komplett weg.
Der Auslöser für den endgültigen Schritt war ein neu gemeldetes schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis, das zu einem klinischen Stopp durch die FDA führte. Für Valneva bedeutet das wegfallende Umsatzpotenzial einen massiven Einschnitt in die mittelfristigen Ertragsaussichten.
VLA15 trägt die gesamte Last
Der Borreliose-Impfstoff ist nun der alleinige Hoffnungsträger. Da es bislang keinen zugelassenen Impfstoff gegen Lyme-Borreliose für Menschen gibt, trauen Analysten dem Kandidaten Blockbuster-Potenzial zu – vorausgesetzt, die Phase-3-Studie liefert überzeugende Ergebnisse.
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Die Partnerschaft mit Pfizer verschafft Valneva Zugang zu Ressourcen und Vertriebsstrukturen. Gleichzeitig bedeutet sie Abhängigkeit: Scheitert VLA15 oder verzögern sich die Zulassungen, fehlt ein Plan B.
Analysten uneins: 3,25 oder 10 Euro?
Die Unsicherheit spiegelt sich in den Kurszielspannen wider. Stifel sieht Anfang Januar 2026 noch Potenzial bis 10 Euro und hebt das Lyme-Programm hervor. Goldman Sachs hingegen senkte das Ziel bereits Ende 2025 auf 3,25 Euro – ein Signal, dass die wegfallenden IXCHIQ-Umsätze schwer wiegen.
Die Ergebnisse der VALOR-Studie dürften diese Diskrepanz auflösen. Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für volatile Reaktionen auf jede neue Nachricht aus der Pfizer-Kooperation.
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