NVIDIAs Ankündigung, zwei Milliarden Dollar in das KI-Cloud-Unternehmen Nebius zu investieren, hat die gesamte Neocloud-Branche beflügelt — und IREN Limited mittendrin. Die Aktie legte am Mittwoch um knapp 9 Prozent zu. Dass Analysten IREN als mögliches nächstes Investitionsziel des Chipriesen sehen, befeuert die Fantasie zusätzlich.
Massiver GPU-Ausbau als Wachstumswette
Anfang März 2026 schloss IREN Kaufverträge über mehr als 50.000 Nvidia-B300-GPUs ab. Ziel ist eine Gesamtflotte von 150.000 Einheiten, die bis Ende 2026 in Rechenzentren in British Columbia und Texas aufgebaut werden soll. Das Management prognostiziert, dass diese Kapazität einen annualisierten Umsatz von über 3,7 Milliarden Dollar im KI-Cloud-Segment ermöglichen könnte.
Finanziert wird der Ausbau über ein breites Paket: In den vergangenen acht Monaten hat IREN 9,3 Milliarden Dollar aus verschiedenen Quellen gesichert — darunter Kundenzahlungen im Voraus, Wandelanleihen und GPU-Finanzierungen. Allein der Microsoft-Vertrag brachte eine Vorauszahlung von 1,9 Milliarden Dollar, die rund 95 Prozent der GPU-bezogenen Investitionskosten abdeckt.
Das 6-Milliarden-Programm und seine Schattenseite
Parallel dazu hat IREN sein At-the-Market-Aktienprogramm auf sechs Milliarden Dollar ausgeweitet — etwa die Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung. Die Ankündigung ließ die Aktie in einer einzigen Handelssitzung um 8,5 Prozent einbrechen. Verwässerungssorgen treffen hier auf ein Unternehmen, das ohnehin mit hoher Volatilität kämpft: Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei über 100 Prozent.
Die Kursentwicklung der vergangenen Wochen spiegelt diesen Widerspruch wider. Auf Sicht von sieben Tagen legte die Aktie rund 14 Prozent zu, notiert mit etwa 36 Euro aber noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 66,51 Euro vom November 2025.
Übergang mit Schmerzen
Die jüngsten Quartalszahlen zeigen, wie kostspielig der Umbau von Bitcoin-Mining zu KI-Cloud ist. Der Gesamtumsatz sank gegenüber dem Vorquartal um 23 Prozent auf 184,7 Millionen Dollar, der Nettoverlust belief sich auf 155,4 Millionen Dollar — nach einem Gewinn von 384,6 Millionen Dollar im Vorquartal. Wesentlichen Anteil daran hatten nicht zahlungswirksame Sondereffekte von insgesamt 219,2 Millionen Dollar sowie Abschreibungen auf Mining-Hardware in Höhe von 31,8 Millionen Dollar.
Das KI-Cloud-Segment wuchs im gleichen Zeitraum um 137 Prozent. Die Richtung ist klar, der Weg dorthin bleibt teuer.
Analysten mit Vorbehalten
Elf Analysten vergeben aktuell ein Kaufvotum für IREN. Die Prognosen wurden zuletzt jedoch deutlich nach unten korrigiert: Die Umsatzerwartungen für das Geschäftsjahr 2026/27 sanken von 1,3 Milliarden auf 569 Millionen Dollar — getrieben von rückläufigen Bitcoin-Mining-Erlösen und Verzögerungen beim GPU-Ausbau.
IRENs eigene Mittelfristplanung sieht bis 2028 einen Umsatz von 1,5 Milliarden Dollar und einen Gewinn von einer Milliarde Dollar vor. Das würde ein jährliches Umsatzwachstum von 45,6 Prozent erfordern. Ob der Zeitplan für den GPU-Rollout eingehalten wird und das Kapital diszipliniert eingesetzt bleibt, entscheidet darüber, ob diese Ziele erreichbar sind.
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