Der Countdown für den Stahlhändler Klöckner läuft. Bis zum 12. März müssen sich die Aktionäre entscheiden, ob sie das Übernahmeangebot des US-Konzerns Worthington Steel annehmen. Doch kurz vor Ablauf der Frist bringen signifikante Umschichtungen bei großen institutionellen Investoren noch einmal Dynamik in die ohnehin fortgeschrittene Transaktion.
Die entscheidende Annahmequote
Die Bedingungen von Worthington Steel für den Deal sind strikt formuliert. Das Barangebot in Höhe von 11,00 Euro je Anteilsschein ist an eine Mindestannahmequote von 65 Prozent aller ausstehenden Aktien geknüpft. Da der Großaktionär Swoctem seine Beteiligung von rund 41,5 Prozent bereits im Vorfeld unwiderruflich zugesagt hat, hängt der Erfolg der Übernahme nun maßgeblich vom verbleibenden Streubesitz ab. Verfehlt der US-Konzern diese Schwelle bis zum Stichtag am Donnerstag, verfällt die Offerte ersatzlos. Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner raten den Aktionären zur Annahme.
Interessant ist in diesem Kontext ein Blick auf die aktuelle Marktbewertung. Mit 11,08 Euro notiert das Papier am Dienstag leicht über der offiziellen Offerte von 11,00 Euro. Diese Entwicklung krönt einen massiven Aufwärtstrend: Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel ein Plus von gut 35 Prozent und hat sich damit weit von seinem 200-Tage-Durchschnitt bei 7,26 Euro entfernt. Der Markt preist den Vollzug der Transaktion offensichtlich ein, auch wenn der minimale Aufschlag auf späte Arbitrage-Geschäfte hindeutet.
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Institutionelle positionieren sich
Auffällig sind zudem die jüngsten Stimmrechtsmitteilungen, die unmittelbar vor Fristende eintreffen. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre direkten Stimmrechte auf 5,25 Prozent ausgebaut und kommt inklusive Finanzinstrumenten nun auf einen Gesamtanteil von 7,72 Prozent. Parallel dazu meldete die UBS Group eine Gesamtposition von 3,93 Prozent. Solche Positionsverschiebungen in der absoluten Endphase eines Übernahmeangebots deuten darauf hin, dass sich institutionelle Adressen strategisch für den Ausgang der Transaktion in Position bringen.
Für die verbleibenden Anleger endet die Handlungsphase unwiderruflich am 12. März. Erreicht Worthington Steel an diesem Stichtag die geforderte 65-Prozent-Marke, wird die Transaktion ihren formalen Weg gehen. Ein Scheitern der Mindestannahmequote würde hingegen bedeuten, dass die aktuelle Übernahmeprämie aus dem Kurs entweicht und die Aktie künftig wieder ausschließlich nach ihren fundamentalen Geschäftsaussichten bewertet wird.
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