Mitten im Sturm aus FDA-Regulierungen und Patentklagen wagt das Telemedizin-Unternehmen einen großen strategischen Schritt. Mit der heute angekündigten Übernahme von Eucalyptus für bis zu 1,15 Milliarden US-Dollar will Hims & Hers die internationale Präsenz massiv ausbauen. Doch kann diese Expansion die gravierenden Probleme im US-Kerngeschäft kompensieren?
Teure Wette auf Wachstum
Am heutigen Donnerstag gab der Konzern bekannt, das internationale Digital-Health-Unternehmen Eucalyptus zu kaufen. Der Deal zielt darauf ab, die Märkte in Australien, Japan, Deutschland und Großbritannien aggressiv zu erschließen. Eucalyptus bringt etablierte Marken wie Juniper und Pilot sowie über 775.000 Kunden in die neue Struktur ein.
Finanziell ist der Zukauf komplex strukturiert. Von der Bewertungssumme fließen zunächst rund 240 Millionen US-Dollar in bar. Der Großteil besteht aus erfolgsabhängigen Zahlungen und aufgeschobenen Beträgen bis zum Jahr 2029. Attraktiv erscheint vor allem das Wachstumstempo des Übernahmeziels: Eucalyptus verzeichnete im Jahr 2025 durchgehend dreistellige Umsatzsteigerungen und nähert sich der Profitabilität bei einem Jahresumsatz von über 450 Millionen US-Dollar.
Regulatorischer Gegenwind hält an
Die Expansion erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem das US-Geschäft unter erheblichem Druck steht. Erst Anfang Februar kündigte die FDA entschiedene Schritte gegen nicht zugelassene GLP-1-Präparate an – ein wichtiges Segment für Hims & Hers. Eine erst kurz zuvor eingeführte, günstige Version der Wegovy-Abnehmpille musste das Unternehmen daraufhin vom Markt nehmen.
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Erschwerend kommt ein Rechtsstreit mit dem Pharma-Riesen Novo Nordisk hinzu. Die Dänen reichten am 9. Februar eine Patentklage ein und fordern erheblichen Schadenersatz. Hims & Hers bezeichnete dies zwar als Angriff auf die Patientenversorgung, doch die juristische Unsicherheit lastet schwer auf der Stimmung der Anleger.
Aktie unter Druck
An der Börse hinterließen diese Nachrichten tiefe Spuren. Die Papiere verloren seit Anfang Februar zeitweise bis zu 27 Prozent an Wert und notieren weit unter ihren Hochs aus dem Jahr 2025. Investoren reagierten nervös auf die Kombination aus regulatorischem Eingreifen und Klagerisiken, die das Geschäftsmodell bedrohen.
Klarheit über die finanziellen Auswirkungen des Gegenwinds dürfte der kommende Montag bringen. Am 23. Februar legt das Unternehmen seine Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob die Strategie der internationalen Diversifizierung das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen kann.
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