Bitcoin ist am 21. Januar 2026 unter die psychologisch wichtige Marke von 90.000 US-Dollar gefallen und handelt aktuell bei rund 89.300 US-Dollar. Sechs Handelstage in Folge ging es abwärts – ein Zeichen dafür, dass die Nervosität an den Märkten zunimmt. Über 1 Milliarde US-Dollar an Liquidationen bei gehebelten Positionen zeigen: Viele Trader wurden auf dem falschen Fuß erwischt.
Liquidationswelle trifft gehebelte Positionen
Die Zahlen sind beeindruckend: Innerhalb von 24 Stunden wurden laut CoinGlass 183.066 Trader liquidiert, das Volumen erreichte 1,09 Milliarden US-Dollar. Besonders brisant: 92 Prozent der Liquidationen betrafen Long-Positionen. Offenbar hatten viele Marktteilnehmer auf weiter steigende Kurse gesetzt – und wurden nun ausgestoppt. Die größte Einzelliquidation war eine BTCUSDT-Order auf Bitget im Volumen von 13,52 Millionen US-Dollar.
Seit dem Hoch Mitte Januar bei 95.099 US-Dollar hat Bitcoin kontinuierlich an Boden verloren. Zwischenzeitlich fiel die Kryptowährung sogar auf 87.800 US-Dollar, bevor eine leichte Erholung einsetzte.
Makro-Faktoren belasten Risikoassets
Die Bitcoin-Schwäche steht nicht isoliert da. Weltweit herrscht eine Risk-off-Stimmung, angetrieben von mehreren Faktoren:
- Handelspolitik: Donald Trumps erneute Drohungen mit Zöllen gegen europäische Staaten sorgen für Verunsicherung und beleben Erinnerungen an frühere Handelskonflikte.
- Japanische Anleihen: Ein Ausverkauf bei japanischen Staatsanleihen treibt die Renditen auf Mehrjahreshochs. Die Rendite 40-jähriger Papiere kletterte auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten – ein Signal, dass die Bank of Japan ihre Zinsen weiter anheben könnte.
- Gold als Gewinner: Während Bitcoin strauchelt, steigt Gold auf Rekordhochs von 4.850 US-Dollar pro Unze, ein Plus von 260 US-Dollar in nur 48 Stunden. Die Divergenz zeigt: Bitcoin verhält sich in Stressphasen weiterhin wie ein Risikoasset, nicht wie „digitales Gold“.
Institutionelle Käufer bleiben aktiv
Trotz fallender Kurse setzen große Investoren auf Bitcoin. Strategy (ehemals MicroStrategy) von Michael Saylor hat 22.305 BTC für rund 2,13 Milliarden US-Dollar gekauft – der größte Einzelkauf seit über neun Monaten. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 95.284 US-Dollar. Damit hält Strategy nun 709.715 BTC im Gesamtwert von 53,92 Milliarden US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 75.979 US-Dollar.
Bei den US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs zeigt sich ein gemischtes Bild: Nach Abflüssen Ende 2025 stabilisieren sich die Zuflüsse zwar, doch die jüngsten zwei Tage brachten erneut Nettoabflüsse – ein Hinweis auf nachlassende kurzfristige Nachfrage.
On-Chain-Daten und technischer Ausblick
Die Glassnode-Analyse zeigt, dass Bitcoin das Jahr 2026 nach einer Korrekturphase begonnen hat. Die Short-Term Holder MVRV-Ratio erholte sich von 0,79 auf 0,95 – das bedeutet: Kurzfristige Investoren liegen im Schnitt noch 5 Prozent im Minus. Solange dieser Wert nicht über 1,0 klettert, bleibt die Wahrscheinlichkeit für weitere Abwärtsbewegungen erhöht.
Wichtige Unterstützungszonen liegen bei 88.000 bis 93.000 US-Dollar sowie bei 80.000 bis 83.000 US-Dollar. Als Widerstand gelten die Bereiche um 98.000 bis 100.000 US-Dollar und das bisherige Allzeithoch bei 124.000 bis 126.500 US-Dollar.
Analysten wie Tom Lee von Fundstrat erwarten weiteren Druck durch Zölle und politische Spannungen, rechnen aber mit einer Erholung im Jahresverlauf 2026. Geoffrey Kendrick von Standard Chartered sieht langfristig ebenfalls Potenzial, sobald die aktuellen Belastungsfaktoren nachlassen. Coinbase-Chef Brian Armstrong bezeichnete die Korrektur auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos als temporär.
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