Redcare Pharmacy Aktie: Machtwechsel vollzogen!
Redcare Pharmacy vollzieht Führungswechsel und meldet starkes Umsatzwachstum bei rezeptpflichtigen Medikamenten. Hohe Logistikinvestitionen belasten jedoch die mittelfristige Profitabilität.
Kurz zusammengefasst
- Neuer Finanzvorstand mit Amazon-Erfahrung
- Umsatz mit Rezeptmedikamenten steigt um 55 Prozent
- Investitionen in Logistikzentrum drücken Margenziele
- Aktie erholt sich nach deutlichem Kurseinbruch
Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. Auf der Hauptversammlung von Redcare Pharmacy passierten alle Tagesordnungspunkte ohne Gegenwind. Damit ist der Umbau der Führungsebene rechtlich bindend abgeschlossen. Hendrik Krampe rückt als neuer Finanzchef in den Vorstand auf, während der Aufsichtsrat gleich drei neue Mitglieder begrüßt.
E-Commerce-Expertise für das Wachstum
Krampe bringt zwei Jahrzehnte Erfahrung aus dem digitalen Handel mit. Zuletzt steuerte er acht Jahre lang als Finance Director das europäische Marktplatzgeschäft von Amazon. Zuvor war er in leitenden Positionen bei eBay aktiv. Er tritt die Nachfolge von Jasper Eenhorst an, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt.
Parallel dazu erneuert die Online-Apotheke ihr Kontrollgremium. Anja Hendel, Max Müller und Peter Schmid von Linstow ersetzen bisherige Aufsichtsratsmitglieder. Das frische Team übernimmt in einer Phase starken operativen Wachstums.
Das erste Quartal lieferte dem neuen Management eine solide Basis. Der Umsatz mit rezeptpflichtigen Medikamenten schoss um 55 Prozent auf 168 Millionen Euro nach oben. Auf Konzernebene kletterten die Erlöse zweistellig, getragen von einer auf über 14 Millionen gewachsenen Kundenbasis.
Hohe Investitionen drücken die Marge
Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Vorstand weiterhin ein Umsatzplus von 13 bis 15 Prozent an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei mindestens 2,5 Prozent liegen.
Indes drückt ein massives Investitionsprogramm auf die mittelfristige Profitabilität. Redcare baut ein neues Logistikzentrum im tschechischen Pilsen, das die Jahreskapazität enorm erweitern wird. Wegen dieser Ausgaben senkte das Management das mittelfristige Margenziel von über acht auf mehr als fünf Prozent.
Zusätzliche Fantasie bringt eine mögliche Gesetzesänderung. Eine Expertenkommission empfiehlt, die gesetzliche Zuzahlung für rezeptpflichtige Medikamente spürbar anzuheben. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken signalisierte bereits, entsprechende Initiativen rasch voranzutreiben. Analyst Felix Dennl vom Bankhaus Metzler kalkuliert, dass höhere Eigenbeteiligungen preissensible Kunden verstärkt zu den günstigeren Online-Apotheken treiben werden.
Erholung auf wackeligen Beinen
Analysten reagieren positiv auf die operative Entwicklung. Jefferies bestätigt die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 150 Euro.
An der Börse zeigt die Aktie nach einem tiefen Fall erste Lebenszeichen. Auf Monatssicht steht ein Plus von rund 30 Prozent auf dem Kurszettel. Mit aktuell 48,84 Euro notiert das Papier allerdings noch immer 27 Prozent unter dem Niveau vom Jahresbeginn.
Am 6. Mai veröffentlicht Redcare Pharmacy die vollständigen Quartalszahlen. Dann muss das neu formierte Führungsteam belegen, dass der jüngste Wachstumsschub im Rezeptgeschäft keine Eintagsfliege war, sondern die hohen Logistikinvestitionen rechtfertigt.
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