SK Hynix-Konzernchef Chey Tae-won hat auf der NVIDIA GTC 2026 in San Jose erstmals persönlich bestätigt, dass das Unternehmen eine Notierung an der US-Börse via American Depositary Receipts aktiv prüft. Der Schritt soll die hartnäckige Bewertungslücke gegenüber amerikanischen Halbleiterkonzernen schließen — und die Aktie reagierte prompt.
Das Bewertungsproblem
Trotz starker Gewinne, die maßgeblich vom KI-Boom getrieben werden, notiert SK Hynix mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 11 — während der US-Wettbewerber Micron Technology auf etwa 29 kommt. Das, obwohl SK Hynix im dritten Quartal 2025 einen operativen Gewinn von 11,38 Billionen Won erzielte, ungefähr doppelt so viel wie Micron im gleichen Zeitraum.
Genau hier setzt die ADR-Strategie an. Eine US-Notierung würde globalen institutionellen Investoren den Zugang erheblich erleichtern — ohne Währungskonversion, fremde Abwicklungssysteme oder regulatorische Hürden. Als Vehikel sollen eigene Aktien dienen: rund 17,4 Millionen Stück aus dem Bestand eigener Aktien, entsprechend etwa 2,4 Prozent des Grundkapitals. Das Modell orientiert sich an TSMC und ASML, die über ADRs erfolgreich US-Kapital erschlossen haben.
Cheys Aussage auf der GTC — „Wir prüfen eine Notierung“ — markiert dabei eine neue Qualität. Frühere Hinweise stammten aus regulatorischen Pflichtmitteilungen; nun sprach der Konzernvorsitzende selbst. Die Aktie legte daraufhin um 3,7 Prozent zu.
HBM4 und die Lieferengpässe
Die ADR-Pläne werden durch die starke Marktstellung im HBM-Segment untermauert. SK Hynix hält rund zwei Drittel von NVIDIAs HBM4-Zuteilung für 2026 und präsentierte auf der GTC den weltweit ersten 16-Layer-Stack der sechsten HBM-Generation. NVIDIA-CEO Jensen Huang besuchte den Stand persönlich.
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Chey sprach auf der Konferenz auch den anhaltenden Wafer-Engpass an: Es werde mindestens vier bis fünf Jahre dauern, ausreichend Kapazitäten aufzubauen. Bis 2030 rechnet er mit einem Angebotsdefizit von mehr als 20 Prozent. Gleichzeitig kündigte er Maßnahmen zur Stabilisierung der DRAM-Preise an — der CEO werde dazu in Kürze einen konkreten Plan vorlegen. Hintergrund: DRAM- und NAND-Preise stiegen zuletzt auf rund 13 Dollar, gegenüber 1 bis 2 Dollar noch ein Jahr zuvor.
Was bis April entscheidend wird
Eine US-Notierung bringt auch Risiken: höhere Offenlegungspflichten, mögliche rechtliche Haftungsrisiken und kurzfristige Kursschwankungen durch veränderte Liquiditätsströme. Zudem warnen einige Marktbeobachter, dass HBM-Preise nach 2026 unter Druck geraten könnten, sobald Wettbewerber ihre Kapazitäten ausgebaut haben.
Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert SK Hynix am 29. April 2026 mit dem Quartalsbericht — dann wird sich zeigen, ob die starke Gewinnentwicklung der vergangenen Quartale anhält und die Bewertungslücke zu US-Peers weiter Diskussionsstoff liefert.
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