Die Übernahmefantasie rund um Puma bekommt erste Risse. Nach Berichten über ein konkretes Angebot des chinesischen Sportartikelherstellers Anta Sports für den 29-Prozent-Anteil der französischen Luxus-Holding Artemis (Familie Pinault) herrscht nun Stillstand. Der Knackpunkt: Die Preisvorstellungen klaffen weit auseinander.
Die wichtigsten Fakten:
* Artemis fordert Berichten zufolge mehr als 40 Euro pro Aktie
* Anta Sports‘ Offerte liegt deutlich unter dieser Marke
* RBC Capital Markets bewertet einen Eigentümerwechsel als „zunehmend positiv“
* Nächster fundamentaler Meilenstein: Jahreszahlen am 26. Februar 2026
Bewertungslücke bremst Deal
Während die Artemis-Holding eine Prämie von rund 70 Prozent auf den aktuellen Börsenkurs anstrebt, scheint Anta Sports nicht bereit, diese Bewertung zu akzeptieren. Die Verhandlungen gelten laut Reuters als festgefahren. Die Familie Pinault sucht Liquidität und betrachtet den Puma-Anteil als nicht strategisch – doch zu jedem Preis verkaufen will sie offenbar nicht.
Für Puma selbst wäre Anta Sports strategisch attraktiv. Der chinesische Konzern verfügt über enorme Marktmacht in Asien und könnte frisches Kapital sowie Know-how einbringen. Dies würde dem Management um CEO Arthur Hoeld helfen, die angekündigte Turnaround-Strategie zu beschleunigen. RBC Capital Markets betonte in einer aktuellen Analyse, dass ein industrieller Partner deutlich mehr Synergien verspricht als der reine Finanzbesitz durch eine Luxus-Holding.
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Übergangsjahr belastet Bewertung
Die Übernahmespekulationen treffen auf ein Unternehmen im Umbruch. Hoeld hat 2026 als Übergangsjahr ausgerufen, in dem Puma sich auf Kosteneffizienz und Markenschärfung konzentrieren will. Der Abstand zu Wettbewerbern wie Nike oder Adidas bleibt beträchtlich – was sich auch in der Bewertung niederschlägt.
Diese operative Realität erschwert die Preisfindung zusätzlich. Fundamentale Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder die Margenentwicklung rechtfertigen aus Sicht vieler Analysten die von Artemis geforderte Prämie nicht.
Volatilität bleibt erhöht
Bis zur offiziellen Jahreszahlen-Vorlage am 26. Februar dürfte der Kurs weiter von Spekulationen getrieben werden. Anleger warten darauf, ob Anta Sports seine Offerte nachbessert oder Artemis von der 40-Euro-Forderung abrückt. Solange keine Seite ihre Position aufgibt, bleibt die Aktie ein Spielball des News-Flows.
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