Der Fleischersatz-Spezialist kommt nicht zur Ruhe. Mehrere Anwaltskanzleien haben am heutigen Donnerstag Sammelklagen wegen möglichen Wertpapierbetrugs eingereicht. Anleger werfen dem Unternehmen irreführende Angaben zur Vermögensbewertung vor, während der Aktienkurs weiter tief im Penny-Stock-Bereich verharrt.
Vorwürfe der Bilanzkosmetik
Die Kanzleien Portnoy Law Firm und Bernstein Liebhard LLP gaben bekannt, rechtliche Schritte im Namen geschädigter Investoren einzuleiten. Im Fokus stehen Anleger, die zwischen Februar und November 2025 Aktien erwarben. Die Kernvorwürfe wiegen schwer: Das Management soll falsche Aussagen über den tatsächlichen Wert langfristiger Vermögenswerte getätigt und notwendige Abschreibungen verschwiegen haben.
Laut der Klageschrift war der Buchwert bestimmter Anlagen höher als ihr fairer Wert, ohne dass dies kommuniziert wurde. Investoren hätten dadurch nicht absehen können, dass eine signifikante, nicht zahlungswirksame Wertberichtigung („Impairment Charge“) und damit verbundene Probleme bei der fristgerechten Bilanzvorlage drohten.
Chronologie des Absturzes
Die Klagen stützen sich auf eine Reihe negativer Überraschungen im Herbst 2025, die das Vertrauen der Märkte erschütterten:
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- Der Warnschuss: Ende Oktober warnte Beyond Meat vor massiven Abschreibungen für das dritte Quartal, woraufhin die Aktie um über 23 Prozent einbrach.
- Die Verzögerung: Anfang November musste das Unternehmen die Vorlage der Quartalszahlen verschieben, um die Bücher genauer zu prüfen. Dies drückte den Kurs um weitere 16 Prozent.
- Die Fakten: Am 10. November meldete der Konzern schließlich einen operativen Verlust von 112,3 Millionen Dollar, der Abschreibungen in Höhe von 77,4 Millionen Dollar auf Sachanlagen und Leasingwerte beinhaltete.
Aktie am Boden
Diese juristischen Auseinandersetzungen treffen auf ein Unternehmen, das an der Börse massiv an Boden verloren hat. Mit einem Schlusskurs von 0,71 Dollar am Mittwoch hat das Papier in den letzten zwölf Monaten rund 81 Prozent seines Wertes eingebüßt. Die Marktkapitalisierung ist auf gut 320 bis 340 Millionen Dollar zusammengeschmolzen.
Ein kurzer Hoffnungsschimmer im vierten Quartal 2025, als ein „Short Squeeze“ den Kurs kurzzeitig um 350 Prozent nach oben trieb, erwies sich laut Experten als nicht nachhaltig. Die Investmentfirma Deep Sail Capital bezeichnete diesen Ausbruch in einem aktuellen Anlegerbrief lediglich als „Sondersituation“.
Für Aktionäre bedeutet der Rechtsstreit eine zusätzliche Belastung in einer ohnehin kritischen Phase. Das Management muss nun nicht nur die operativen Probleme lösen, die zu den hohen Abschreibungen führten, sondern sich auch gegen die Klagen verteidigen. Der 24. März 2026 markiert als Frist für die Meldung als Hauptkläger den nächsten wichtigen Termin in dieser juristischen Auseinandersetzung.
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