Nel ASA tritt Ende Januar 2026 in eine entscheidende Phase. Die Investoren blicken auf zwei zentrale Entwicklungen: die anstehenden Quartalszahlen und die Umsetzung der genehmigten Produktionserweiterung am norwegischen Standort Herøya.
Quartalszahlen am 26. Februar
Laut Nel’s offiziellem Finanzkalender veröffentlicht das Unternehmen am 26. Februar 2026 die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 sowie den Jahresbericht. Die Erwartungen sind nach einem schwierigen dritten Quartal gedämpft.
Die Q3-Zahlen vom 29. Oktober 2025 zeigten Erlöse von 303 Millionen Norwegischen Kronen (NOK) – ein Rückgang von 17 Prozent im Jahresvergleich. Besonders problematisch: Der Auftragseingang brach um 64 Prozent auf nur 57 Millionen NOK ein. Der Auftragsbestand lag bei 984 Millionen NOK, während Nel über eine Liquidität von rund 1,8 Milliarden NOK verfügte.
Investitionsentscheidung im Dezember
Am 12. Dezember 2025 genehmigte Nel’s Verwaltungsrat die finale Investitionsentscheidung zur Industrialisierung der „Next Generation Pressurized Alkaline“-Elektrolyseur-Plattform in Herøya. Die Technologie befindet sich seit 2018 in der Entwicklung und hat die Prototypentests im Vollmaßstab abgeschlossen.
Die wichtigsten Eckdaten:
- EU-Innovationsfonds-Unterstützung von bis zu 135 Millionen Euro
- Zielproduktionskapazität von bis zu 4 GW jährlich
- Erstphaseninvestition von rund 300 Millionen NOK für 1 GW Kapazität
- Kommerzielle Markteinführung in der ersten Jahreshälfte 2026
- Serienauslieferungen ab 2027 geplant
Die EU-Förderung ist meilensteinbasiert strukturiert. Mit der Investitionsentscheidung dürfte Nel eine erste Zahlung von über 10 Millionen Euro freischalten.
Jüngste Auftragserfolge
Nel konnte Ende 2025 mehrere Aufträge verbuchen. Am 5. November erhielt das Unternehmen einen PEM-Auftrag für die HyFuel- und Kaupanes-Wasserstoffprojekte. Am 10. November folgte die Auswahl als Technologielieferant für die GreenH-Wasserstoffprojekte in Kristiansund und Slagentangen.
Branchenumfeld bleibt schwierig
Europäische Aufsichtsbehörden stellten im Dezember 2025 fest, dass anhaltend hohe Produktionskosten und die schleppende Infrastrukturentwicklung das Wachstum im Wasserstoffsektor weiterhin bremsen. Nel’s neue Plattform zielt darauf ab, diese Herausforderung durch niedrigere Systemkosten und verbesserte Energieeffizienz anzugehen.
Ausblick auf Februar
Am 26. Februar werden Investoren vor allem prüfen, ob sich der Auftragseingang nach dem schwachen dritten Quartal stabilisiert hat. Zudem wird erwartet, dass Nel konkretere Angaben zur zeitlichen Umsetzung der Herøya-Expansion macht. Die kommerzielle Produktion soll in der ersten Jahreshälfte 2026 beginnen, Serienauslieferungen werden für 2027 angepeilt.
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