Die Aktionäre von Plug Power haben grünes Licht für eine Verdoppelung der genehmigten Stammaktien gegeben. Mit der Erhöhung auf drei Milliarden Aktien verschafft sich das Wasserstoff-Unternehmen deutlich mehr finanziellen Spielraum – und wehrt vorerst einen möglichen Reverse Split ab.
Abstimmung mit klarer Mehrheit
Bei der Hauptversammlung am 12. Februar 2026 stimmten rund 90 Prozent der abgegebenen Stimmen für die Erhöhung der autorisierten Aktien von etwa 1,5 Milliarden auf drei Milliarden Stück. Lediglich 8,6 Prozent votierten dagegen, 0,8 Prozent enthielten sich.
Der Erfolg kam nicht beim ersten Anlauf. Bereits im Sommer scheiterte ein ähnlicher Versuch bei der Jahreshauptversammlung – trotz 90-prozentiger Zustimmung unter den abstimmenden Aktionären. Damals wurde die erforderliche Beteiligungsschwelle von 50 Prozent aller ausstehenden Aktien verfehlt.
Wichtige Fakten:
- Abstimmungsergebnis: ~90% Zustimmung für Aktienerhöhung
- Neue Obergrenze: 3 Milliarden autorisierte Aktien (zuvor 1,5 Milliarden)
- Aktien im Umlauf: 1.146.559.359
- Bereits gebundene Aktien: 346.317.670
- Letzter Schlusskurs: 1,89 US-Dollar
- 52-Wochen-Hoch: 4,58 US-Dollar
Internationale Aktionäre erschwerten Prozess
CEO Andy Marsh und sein Team hatten mit erheblichen Hürden zu kämpfen. Knapp ein Drittel der Plug-Power-Aktien liegt in ausländischen Depots, rund 40 Prozent sind verliehen. Diese Konstellation machte die Stimmabgabe kompliziert.
Bei der Abstimmung Ende Januar wurden 652.862.960 Aktien für die Erhöhung registriert, 73.653.746 dagegen. Etwa 6,2 Millionen Aktien blieben ohne Stimmabgabe.
Wozu der zusätzliche Spielraum?
Die erweiterte Aktiendecke gibt Plug Power Luft für Kapitalerhöhungen, Wandelanleihen-Umwandlungen, Mitarbeitervergütungen und mögliche Transaktionen. Laut Unternehmensunterlagen waren bereits 99,5 Prozent der bisherigen Kapazität durch ausstehende Aktien, Optionsrechte, Wandelanleihen und andere Verpflichtungen belegt.
Ein zweiter Vorschlag zur Modernisierung der Abstimmungsstandards fand dagegen keine Mehrheit. Künftig werden bestimmte Satzungsänderungen weiterhin die Zustimmung von mehr als der Hälfte aller ausstehenden Aktien benötigen – nicht nur der tatsächlich abgegebenen Stimmen.
Führungswechsel steht bevor
Die Abstimmung fällt in eine Übergangsphase. Im März übergibt Andy Marsh die CEO-Position an Jose Luis Crespo, den bisherigen Chief Revenue Officer. Das Unternehmen aus Slingerlands im Bundesstaat New York arbeitet daran, die Gewinnzone zu erreichen.
Der Aktienkurs notiert mit 1,89 US-Dollar deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 4,58 US-Dollar. Die erweiterte Aktiendecke verschafft dem Unternehmen nun mehr Optionen für die weitere Finanzierung.
Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
