Tesla Aktie: Richterin im Visier
Tesla-Aktionäre sehen sich mit einem juristischen Nebenkriegsschauplatz und einer sich wandelnden Geschäftsstruktur konfrontiert. Während die Autosparte schrumpft, wachsen Energie- und Dienstleistungsbereiche deutlich.

Kurz zusammengefasst
- Befangenheitsantrag gegen Richterin McCormick gestellt
- Autoumsätze sinken, Energiesparte wächst stark
- Insider verkaufen Aktien im Wert von 38 Mio. USD
- Aktie notiert mit deutlichem Jahresminus
Ein simpler Klick auf LinkedIn sorgt bei Tesla für juristische Verwicklungen. Die Anwälte von Elon Musk fordern den Rückzug von Richterin Kathaleen McCormick aus laufenden Verfahren, nachdem diese positiv auf ein Urteil gegen den CEO reagiert haben soll. Während sich das Management mit diesem Nebenschauplatz beschäftigt, zeigen die jüngsten Geschäftszahlen einen fundamentalen Wandel im Konzern.
Der Streit um das LinkedIn-Herz
Im Zentrum des Befangenheitsantrags steht ein „Herz“-Emoji. Dieses tauchte unter dem Beitrag eines Jury-Beraters auf, der eine Milliardenstrafe gegen Musk in einem separaten Betrugsprozess feierte. Die Richterin spricht von einem versehentlichen Klick oder verdächtigen Aktivitäten und deaktivierte ihr Profil vorübergehend. Für Musks Anwälte ist diese Interaktion ein weiteres Indiz für Voreingenommenheit.
McCormick ist in Delaware keine Unbekannte. Sie kippte bereits 2024 das 56 Milliarden Dollar schwere Vergütungspaket des Tesla-Chefs, welches später vom Supreme Court teilweise wieder in Kraft gesetzt wurde. Aktuell leitet sie Verfahren zur Vergütung des Verwaltungsrats sowie Klagen rund um das KI-Projekt xAI.
Licht und Schatten in der Bilanz
Abseits der Gerichtssäle offenbart die Bilanz eine Verschiebung der Einnahmequellen. Der Gesamtumsatz sank im vierten Quartal um 3,1 Prozent auf 24,9 Milliarden US-Dollar. Verantwortlich dafür ist das schwächelnde Kerngeschäft: Die Auto-Sparte verzeichnete einen Rückgang von 11 Prozent. Gleichzeitig wächst der Druck durch neue Konkurrenten wie den chinesischen Hersteller Leapmotor, der mit Modellen wie dem C10 Sports+ und aggressiver Preispolitik Marktanteile angreift.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?
Als Ausgleich fungieren zunehmend andere Geschäftsbereiche. Die Energiesparte wuchs im gleichen Zeitraum um 25 Prozent, während die Dienstleistungen um 18 Prozent zulegten.
Insider verkaufen, Institutionen halten
Am Kapitalmarkt zeichnet sich ein gemischtes Bild ab. Während Unternehmensinsider in einem dreimonatigen Fenster Aktien im Wert von über 38 Millionen US-Dollar abstießen, stocken einige Großinvestoren auf. So erhöhte die schwedische Avanza Fonder AB ihre Position zuletzt um 2,3 Prozent. Die Aktie notiert aktuell bei 330,15 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von 11,70 Prozent.
Der Ausgang des aktuellen Befangenheitsantrags hat direkte finanzielle Konsequenzen für den Konzern und den Zeitplan der laufenden Verfahren. Bleibt McCormick im Amt, rückt ein 900 Millionen US-Dollar schwerer Vergleich zur Verwaltungsratsvergütung wieder in den Fokus. Analysten bewerten die Papiere derzeit mehrheitlich mit „Halten“ und sehen das durchschnittliche Kursziel bei 389,12 US-Dollar.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...