Rekorderlöse, ein prall gefülltes Auftragsbuch und ein Kursanstieg von über 500 Prozent innerhalb eines Jahres — und ausgerechnet jetzt stuft Zacks Research die Aktie von „Strong Buy“ auf „Hold“ herab. Bloom Energy liefert derzeit eine der widersprüchlichsten Storys an der Börse.
Der Treiber: KI-Rechenzentren brauchen Strom — sofort
Was Bloom Energy von klassischen Energieversorgern unterscheidet, ist Geschwindigkeit. Die Festoxid-Brennstoffzellen des Unternehmens lassen sich in wenigen Monaten installieren, während der Anschluss ans öffentliche Netz oft Jahre dauert. Diesen Vorteil demonstrierte Bloom eindrucksvoll, als es im vergangenen Jahr eine Brennstoffzellenlösung für eine Oracle-KI-Fabrik in nur 55 Tagen lieferte.
Das Interesse der Hyperscaler ist entsprechend groß. Zum Kundenstamm zählen neben Oracle auch Walmart, Verizon, Equinix und CoreWeave. Besonders gewichtig ist eine strategische Partnerschaft mit Brookfield Asset Management über fünf Milliarden US-Dollar, in der Bloom als bevorzugter Stromanbieter für Brookfields KI-Fabriken vorgesehen ist.
Zahlen, die beeindrucken — und eine Bewertung, die polarisiert
Die Finanzzahlen für 2025 sind bemerkenswert: Der Umsatz stieg um 37 Prozent auf 2,02 Milliarden US-Dollar, das Unternehmen erzielte zum zweiten Mal in Folge einen positiven freien Cashflow von 113,9 Millionen US-Dollar. Im letzten Quartal übertraf Bloom die Gewinnerwartungen der Analysten mit 0,45 US-Dollar je Aktie deutlich — der Konsens hatte lediglich 0,25 US-Dollar erwartet. Für 2026 peilt das Management Erlöse zwischen 3,1 und 3,3 Milliarden US-Dollar an, weit über der bisherigen Wall-Street-Schätzung von 2,58 Milliarden.
Das Auftragsbuch ist auf rund 20 Milliarden US-Dollar angewachsen, der Produktrückstand allein auf sechs Milliarden — ein Anstieg von 140 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Genau diese Dynamik hat die Aktie in schwindelerregende Bewertungsregionen getrieben. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei rund 16 — mehr als das Vierfache des Branchendurchschnitts und weit über dem eigenen Fünfjahresmittel von 3. Unter GAAP-Gesichtspunkten schreibt Bloom noch rote Zahlen. Bank of America mahnt, die Brookfield-Partnerschaft stecke noch in der Frühphase und die aktuelle Bewertung lasse wenig Spielraum nach oben.
Andere Häuser sehen das anders: Morgan Stanley hat das Kursziel auf 184 US-Dollar angehoben und bewertet die Aktie mit „Overweight“. Citigroup startete die Abdeckung mit „Neutral“ und einem Ziel von 162 US-Dollar.
Ausblick: Wachstum trifft Umsetzungsrisiko
Auffällig ist auch, dass CEO KR Sridhar Ende Februar Aktien im Wert von 34 Millionen US-Dollar verkaufte — zum damaligen Kurs von 170 US-Dollar je Aktie. Insider-Verkäufe auf erhöhten Niveaus sind nicht ungewöhnlich, doch das Volumen der Transaktion hat Aufmerksamkeit erregt.
Bloom muss nun liefern: Die Produktionskapazität soll bis Ende 2026 von einem auf zwei Gigawatt verdoppelt werden — ein kapitalintensiver Prozess mit realen Risiken bei Kosten und Lieferketten. Analysten erwarten, dass der GAAP-Gewinn je Aktie bis 2028 auf 4,31 US-Dollar steigen könnte. Ob das gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie reibungslos Bloom seinen Auftragsbestand in tatsächliche Ergebnisse verwandelt.
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