Nasdaq 100: Intel stürzt ab

Der Nasdaq 100 schloss trotz eines massiven Kursverlusts bei Intel im Plus. Während der Chiphersteller abstürzte, trieben KI-Schwergewichte wie Microsoft und Nvidia den Index an.

Kurz zusammengefasst:
  • Intel stürzt nach schwacher Prognose um 17 Prozent ab
  • Microsoft und Nvidia gleichen Verluste durch starke Zuwächse aus
  • Index hält sich stabil knapp unter der 26.000-Punkte-Marke
  • Entscheidende Quartalszahlen von Tech-Giganten stehen bevor

Der Nasdaq 100 zeigte am Freitag bemerkenswerte Stärke und legte um 0,34 Prozent auf 25.605 Punkte zu – trotz eines dramatischen Einbruchs bei Intel um 17 Prozent. Während der Chipriese nach schwacher Prognose abstürzte, stützten KI-Schwergewichte wie Microsoft und Nvidia den Index. Die Frage: Wie stabil ist diese Spaltung des Tech-Sektors?

Intel im freien Fall, AI-Aktien im Aufwind

Die Handelssitzung offenbarte eine brutale Rotation innerhalb der Technologiebranche. Intel brach nach enttäuschender Umsatzprognose für das erste Quartal 2026 (11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar) regelrecht ein. CEO Lip-Bu Tan sprach von „mehrjährigen“ Sanierungsbemühungen und schweren Lieferengpässen – eine Aussage, die Anleger zur Flucht bewegte. Das Handelsvolumen lag 96 Prozent über dem Durchschnitt.

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Völlig anders das Bild bei den KI-getriebenen Werten:

  • Microsoft schoss um 3,28 Prozent nach oben, nachdem das neue „Rho-alpha“ Roboter-KI-Modell für Aufsehen sorgte
  • Nvidia kletterte um 1,53 Prozent, gestützt von Meldungen über genehmigte Chipexporte nach China
  • Fortinet führte die Gewinnerliste mit plus 5,18 Prozent an

Die Divergenz könnte kaum deutlicher sein: Legacy-Hardware unter Druck, KI-Infrastruktur gefragt.

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Technisch solide, psychologisch blockiert

Der Index hält sich stabil über seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten und schloss das fünfte Mal in Folge knapp unter der 26.000-Punkte-Marke. Diese psychologische Barriere erweist sich als hartnäckiger Widerstand. Die Fähigkeit, trotz Intels Kollaps im Plus zu schließen, deutet jedoch auf robuste Nachfrage hin.

Unterstützend wirkte das Abflauen der Renditen am Anleihemarkt – die Zehnjahresrendite sank unter 4,24 Prozent. Gleichzeitig kletterte Gold auf Rekordhöhe nahe 4.980 Dollar je Unze, ein Zeichen dafür, dass Investoren ihre Tech-Wetten parallel absichern.

Entscheidende Woche voraus

Ab Montag wird es ernst: Die kommende Woche bringt die Fed-Sitzung sowie Quartalszahlen von Microsoft, Meta, Apple und Tesla. Diese Konstellation dürfte die Volatilität deutlich erhöhen. Sollten Microsofts Zahlen die KI-Investitionsthese bestätigen, könnte der Ausbruch über 26.000 Punkte gelingen. Ein enttäuschendes Ergebnis oder ein Signal der Fed für eine Zinspause würden dagegen die Unterstützungszone testen.

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