Aixtron liefert für 2025 solide Zahlen und überrascht mit einer deutlichen Cashflow-Wende. Doch ausgerechnet der Blick nach vorn dämpft die Stimmung: Für 2026 stellt der Vorstand eine weiter verhaltene Nachfrage in Aussicht – und das besonders schwache erste Quartal fällt im Vergleich zu den Markterwartungen auf. Wie stark wiegt der vorsichtige Start ins Jahr wirklich?
2025: Umsatz besser als befürchtet, Ergebnis schwächer
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Aixtron 556,6 Mio. Euro Umsatz. Das lag am oberen Ende der eigenen Prognose (530 bis 565 Mio. Euro) und über dem von Reuters zitierten Analystenkonsens von 545 Mio. Euro – allerdings 12% unter Vorjahr.
Beim operativen Ergebnis zeigte sich mehr Gegenwind: Das EBIT sank um 24% auf 100,3 Mio. Euro, die EBIT-Marge ging von 21% auf 18% zurück. Als Gründe nannte das Unternehmen das geringere Volumen sowie negative Währungseffekte.
Auffällig stark fiel dagegen das vierte Quartal aus: 187,1 Mio. Euro Umsatz bei 31% EBIT-Marge. Auch der Auftragseingang zog an und lag mit 169,6 Mio. Euro deutlich über dem dritten Quartal.
Cashflow dreht kräftig ins Plus
Das Highlight der Zahlen steckt weniger in der Marge, sondern im Geldfluss. Der operative Cashflow sprang 2025 auf 208,4 Mio. Euro (Vorjahr: 26,2 Mio. Euro). Der freie Cashflow drehte von -72,4 Mio. Euro auf +181,9 Mio. Euro.
Als Treiber nennt Aixtron vor allem den Abbau von Lagerbeständen um 85,5 Mio. Euro sowie deutlich niedrigere Investitionen nach der Fertigstellung des Innovation Centers. Entsprechend stiegen die liquiden Mittel inklusive Finanzanlagen zum Jahresende auf 224,6 Mio. Euro (Ende 2024: 64,6 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote lag bei 88%.
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2026: Schwaches Q1, SiC bleibt Problemfeld
Für 2026 plant Aixtron mit einem Umsatz von rund 520 Mio. Euro (±30 Mio.), einer Bruttomarge von 41 bis 42% und einer EBIT-Marge von 16 bis 19%. Besonders der Auftakt dürfte zäh werden: Für Q1 stellt das Unternehmen lediglich rund 65 Mio. Euro Umsatz (±10 Mio.) in Aussicht. Laut Reuters lag der Analystenkonsens hier bei 111 Mio. Euro. Jefferies ordnete die niedrige Q1-Prognose als saisontypisch ein.
Inhaltlich zeigt sich ein gemischtes Bild nach Segmenten: Optoelektronik soll am stärksten wachsen, GaN moderat. Bei SiC erwartet Aixtron hingegen schwache Nachfrage – begründet mit erheblichen Überkapazitäten im Markt. LED/Micro LED soll stabil bleiben.
Trotz des vorsichtigen Ausblicks markiert die Aktie heute mit 25,03 Euro ein neues 52‑Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang summiert sich das Plus auf 27,87%.
Zum Personal: 2025 sank die Mitarbeiterzahl um 7% auf 1.117, überwiegend durch ein freiwilliges Abfindungsprogramm. Für Anfang 2026 wurde zudem eine weitere Reduzierung am Standort Herzogenrath vereinbart; dafür erwartet Aixtron Kosten im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich.
Im Mai steht zudem die Dividende auf der Agenda: Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 13. Mai 2026 erneut 0,15 Euro je Aktie vor – unverändert trotz rückläufigem Gewinn.
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