Crown Capital Partners verschiebt eine fällige Zinszahlung in Millionenhöhe. Als Grund nennt das Unternehmen knappe Liquidität und Einschränkungen aus seiner vorrangig besicherten Kreditlinie. Gleichzeitig setzt das Management auf den Verkauf von Beteiligungen und Vermögenswerten, um frisches Geld zu beschaffen.
Doch wie viel Zeit verschafft sich Crown Capital damit tatsächlich?
Zinszahlung um 3,2 Mio. Dollar verschoben
Laut Mitteilung von Ende Dezember hat Crown Capital eine geplante Zinszahlung über 3,2 Mio. US-Dollar aufgeschoben. Fällig gewesen wäre der Betrag zum Jahresende für die 11% besicherten nachrangigen Schuldverschreibungen (secured subordinated debentures), die Ende 2026 auslaufen.
Das Unternehmen führt den Schritt auf aktuelle Liquiditätsengpässe zurück. Hinzu kommen Restriktionen aus der bestehenden Senior Secured Credit Facility, die den finanziellen Spielraum offenbar zusätzlich begrenzen.
Schonfrist – aber keine Garantie
Wichtig: Nach den Bedingungen der Schuldverschreibungen löst die ausbleibende Zinszahlung nicht sofort einen Ausfall (Event of Default) aus. Stattdessen greift eine 30-tägige Nachfrist ab dem geplanten Zahlungstermin. Damit gewinnt Crown Capital Zeit, um seine kurzfristigen Verpflichtungen zu ordnen.
Gleichzeitig macht das Unternehmen klar, dass der Erfolg der Maßnahmen nicht sicher ist: Es gebe keine Gewissheit, dass Verkäufe rechtzeitig abgeschlossen werden oder dass die Erlöse am Ende ausreichen, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu bedienen.
Asset-Verkäufe als zentraler Hebel
Crown Capital arbeitet nach eigener Darstellung daran, mehrere Geschäfte und Vermögenswerte zu veräußern. Die erwarteten Erlöse sollen die Liquidität schaffen, um anstehende Verpflichtungen zu erfüllen – darunter die aufgeschobene Zinszahlung sowie ausstehende Beträge aus der vorrangig besicherten Kreditlinie.
Ein weiterer Eckpunkt: Der aktuell ausstehende Nennbetrag der genannten nachrangigen Schuldverschreibungen liegt bei 20,0 Mio. US-Dollar.
- Maßnahme: Aufschub einer Zinszahlung
- Volumen: 3,2 Mio. US-Dollar
- Betroffene Papiere: 11% besicherte nachrangige Schuldverschreibungen
- Endfälligkeit: Ende 2026
- Begründung: Liquiditätsengpässe und Vorgaben aus der Senior-Credit-Finanzierung
- Geplante Gegenmaßnahme: Verkäufe von Unternehmen/Assets
Innerhalb der 30-tägigen Schonfrist dürfte damit vor allem entscheidend sein, ob Crown Capital zeitnah konkrete Erlöse aus den angekündigten Veräußerungen realisieren kann – denn genau darauf stützt das Unternehmen seine geplante Finanzierung der nächsten Zahlungen.
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