Am kommenden Mittwoch legt IBM seine Quartalszahlen vor – und die Erwartungen sind hoch. Während das Unternehmen gerade erst eine milliardenschwere KI-Offensive gestartet hat, schwebt noch immer die Erinnerung an eine Warnung der Ratingagentur S&P Global über der Aktie. Die Frage ist nun: Können die neuen KI-Dienste die Zweifel zerstreuen?
An der New York Stock Exchange schloss die IBM-Aktie am Freitag bei 292,44 US-Dollar. Das entspricht einem Minus von 0,76 Prozent. Der Kurs liegt damit rund zehn Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 324,90 US-Dollar, das im Januar erreicht wurde.
KI-Turbo: „Enterprise Advantage“ gestartet
Am 19. Januar 2026 hat IBM seinen neuen Service „Enterprise Advantage“ offiziell an den Markt gebracht. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, die sogenannte „Agentic AI“ – autonom agierende künstliche Intelligenz – in ihre Prozesse integrieren wollen.
Die Plattform kombiniert Beratungsleistungen mit vorkonfigurierten KI-Agenten und funktioniert über verschiedene Cloud-Umgebungen hinweg, darunter AWS, Google Cloud und Microsoft Azure. IBM verspricht deutliche Effizienzgewinne: Interne Tests zeigten Produktivitätssteigerungen von bis zu 50 Prozent bei Beratern. Die hauseigenen KI-Assistenten sollen bereits Einsparungen von geschätzten 35 Millionen US-Dollar erbracht haben.
Der Consulting-Bereich macht rund 32 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Mit „Enterprise Advantage“ will IBM dieses Segment durch KI-Technologie profitabler machen.
S&P Global: Alte Warnung belastet noch
Trotz der jüngsten Fortschritte wirkt eine Entscheidung der Ratingagentur S&P Global nach. Am 8. Dezember 2025 bestätigte S&P das Langfrist-Rating von IBM mit „A-„, änderte den Ausblick jedoch auf „negativ“. Hintergrund waren Bedenken zur Verschuldung nach der Übernahme von Confluent.
Für institutionelle Investoren bleibt diese negative Einschätzung ein Warnsignal, das die Aufmerksamkeit auf die Bilanzqualität in den anstehenden Quartalszahlen lenkt.
Analysten setzen auf Kursgewinne
Die Aktienseite zeichnet ein anderes Bild. Am 22. Januar 2026 bekräftigte Stifel Nicolaus seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 325 US-Dollar. Auch andere Häuser sehen Potenzial: Evercore ISI hat ein Ziel von 330 US-Dollar ausgegeben, die Bank of America liegt mit 335 US-Dollar noch darüber. Der Konsens unter Analysten lautet „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel zwischen 306 und 321 US-Dollar.
Quartalszahlen am 28. Januar entscheiden
Die Antwort auf die offenen Fragen kommt am Mittwoch, den 28. Januar 2026. Die Wall Street erwartet einen Gewinn je Aktie von 4,33 US-Dollar – ein Plus von 10,5 Prozent im Jahresvergleich. Beim Umsatz rechnen Analysten mit 19,2 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 9,4 Prozent entspräche.
Besonders interessant wird die Frage sein, ob die angekündigten Effizienzgewinne aus den KI-Initiativen bereits in höheren Margen sichtbar werden oder ob die Anlaufkosten für „Enterprise Advantage“ zunächst belasten. Die Diskrepanz zwischen optimistischen Analystenzielen und der vorsichtigen Haltung von S&P Global definiert die aktuelle Gemengelage.
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