E.ON bekommt gleich von zwei Seiten Unterstützung: frische Unternehmenszahlen und ein spürbar angehobenes Kursziel der Deutschen Bank. In einem insgesamt eher neutralen Marktumfeld sticht der Versorger damit heraus – und schiebt sich charttechnisch an eine entscheidende Marke. Wie nachhaltig ist dieser Optimismus vor dem Hintergrund der regulatorischen Debatten im Energiemarkt?
Zahlen und Analysten geben den Takt vor
Gestern schloss die Aktie bei 19,71 Euro – gleichzeitig das 52‑Wochen‑Hoch. Damit setzt sich die Aufwärtsbewegung fort: +6,14% in sieben Tagen, +10,91% in 30 Tagen und seit Jahresanfang +19,85%. Auf 12‑Monats‑Sicht steht sogar ein Plus von 60,74%.
Ein zusätzlicher Treiber kam von der Analystenseite: Die Deutsche Bank Research erhöhte das Kursziel von 18 auf 20 Euro und ließ die Einstufung bei „Buy“. Als Begründung verwies Analyst James Brand auf einen positiven Ausblick bis 2030.
Energiemarkt: Regeln in Bewegung
Parallel dazu läuft der Energiesektor durch eine Phase mit vielen offenen Stellschrauben. Diskussionen rund um die AgNes‑Netzentgeltreform und eine mögliche Aufhebung der Netzentgeltbefreiung für Großbatteriespeicher treffen vor allem Infrastrukturbetreiber – weil solche Änderungen direkt die Planbarkeit von Investitionen beeinflussen können.
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Zusätzlich sorgt ein Arbeitsentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium für Debatte: Die Solarförderung für neue kleine Anlagen bis 25 Kilowatt soll demnach gestrichen werden, mit dem Argument, dass solche Anlagen bei gesunkenen Kosten und hohem Eigenverbrauch bereits wirtschaftlich seien. Branchenverbände und Teile der Regierungskoalition kritisieren das als möglichen Bremsklotz für den Photovoltaik‑Ausbau – gerade mit Blick auf das Ziel, den Ökostromanteil von 58% (2025) auf 80% bis 2030 zu erhöhen.
Charttechnik: Stark – aber überdehnt?
Der Kurs liegt klar über wichtigen Durchschnittslinien: rund +12,91% über dem 50‑Tage‑Durchschnitt und +22,10% über dem 200‑Tage‑Durchschnitt. Gleichzeitig fällt der RSI (14 Tage) mit 17,4 sehr niedrig aus – ein Wert, der häufig auf eine kurzfristig „überverkaufte“ Lage hindeutet, auch wenn der übergeordnete Trend nach oben zeigt.
Unterm Strich trifft bei E.ON gerade positiver Analysten‑Rückenwind auf einen Sektor, in dem die Regulierung viele Themen neu sortiert. Nach dem Schlusskurs auf dem Jahreshoch (19,71 Euro) rückt damit vor allem die Frage in den Vordergrund, ob der Markt die 20‑Euro‑Marke durch fundamental gute Perspektiven untermauert sieht – oder ob die politischen Rahmenbedingungen kurzfristig wieder mehr Vorsicht erzwingen.
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