BayWa Aktie: Plan B gescheitert

Der geplante Verkauf der Energietochter BayWa r.e. ist durch US-Politik wertlos geworden, wodurch der gesamte Restrukturierungsplan neu kalkuliert werden muss. Die ersten harten Zahlen folgen Ende März.

Kurz zusammengefasst:
  • US-Energiepolitik zerstört Wert der BayWa r.e.
  • Sanierungsziel von 4 Milliarden Euro gefährdet
  • Stillhaltevereinbarung mit Banken bis Herbst 2026
  • BaFin beanstandet Jahresabschluss 2023

Trumps Energiewende hat BayWas Sanierung in den Grundfesten erschüttert. Die kalkulierten 1,7 Milliarden Euro aus dem Verkauf der Energietochter BayWa r.e. sind nicht mehr erreichbar — und damit muss der gesamte Restrukturierungsplan neu gerechnet werden. Am 26. März folgen die ersten harten Zahlen.

Wie eine US-Entscheidung die Münchner Krise verschärfte

Im Januar 2025 stoppte Präsident Trump Fördermittel für erneuerbare Energien in Höhe von über 300 Milliarden Dollar. Wenige Wochen später erklärte er Treibhausgase für nicht mehr gesundheitsschädlich — womit zentrale Auflagen für fossile Energieträger entfallen. Für BayWa r.e., die im Jahr 2024 allein in den USA 534,7 Megawatt verkaufte, brach damit die Bewertungsgrundlage weg. Die erzielbaren Verkaufspreise für die Energiesparte sind seither erheblich gesunken.

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Vom Gesamtsanierungsziel von 4 Milliarden Euro bis 2028 stehen bislang knapp 33 Prozent auf der Habenseite. Den größten Brocken lieferte der Verkauf der Handelstochter Cefetra, der Bankverbindlichkeiten von über 600 Millionen Euro tilgte. Der neue Mittelfristplan zeigt ab 2027 zwar weiterhin positive operative Ergebnisse — das bereinigte EBITDA-Ziel liegt dann bei gut 140 Millionen Euro, für 2030 bei rund 150 Millionen Euro. Der Planungshorizont verschiebt sich damit um zwei Jahre nach hinten, die Niveaus liegen deutlich unter den ursprünglichen Annahmen.

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Zeitfenster bis Herbst 2026

Das Management verhandelt mit den Kernbanken über eine Stillhaltevereinbarung bis Herbst 2026 — und erkauft sich damit die Zeit, ein vollständig überarbeitetes Sanierungskonzept vorzulegen. Die Jahresprognose für 2026 ist bereits gestrichen. Der Jahresabschluss 2025 könnte sich bis ins vierte Quartal 2026 verzögern, weil die Bewertung der BayWa r.e.-Beteiligung neu aufgesetzt werden muss. Auf die laufende Liquidität habe dies laut Unternehmensangaben vorerst keine negativen Auswirkungen.

Zur finanziellen Belastung kommen behördliche Verfahren. Die BaFin beanstandete den Jahresabschluss 2023 formell: BayWa hatte Aktionäre über wesentliche Finanzierungsrisiken im Unklaren gelassen — darunter die Bedingungen eines Milliardenkredits, Refinanzierungsrisiken einer 500-Millionen-Euro-Anleihe sowie kurzlaufender Schuldverschreibungen über 632 Millionen Euro. Parallel ermittelt die Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Untreue gegen ehemalige Verantwortliche, darunter Ex-Vorstandschef Marcus Pöllinger.

Was die Q4-Zahlen entscheiden

Am 26. März legt BayWa die Ergebnisse für das vierte Quartal vor. Sie werden erstmals das genaue Ausmaß der Abschreibungen bei der Energiesparte beziffern — und dürften maßgeblich beeinflussen, ob die Gläubigerbanken bereit sind, den neu kalkulierten Kurs mitzutragen. Bis Herbst 2026 muss ein tragfähiges Konzept stehen. Das ist der Termin, an dem die Stillhaltevereinbarung ausläuft — und an dem BayWa zeigen muss, ob die Sanierung noch zu retten ist.

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