BayWa Aktie: CEO geschasst!

Der Aufsichtsrat der BayWa AG trennt sich überraschend von CEO Frank Hiller. Michael Baur übernimmt die Führung in der kritischen Sanierungsphase des Agrar- und Baukonzerns.

Kurz zusammengefasst:
  • Vorstandschef nach nur zehn Monaten Amtszeit entlassen
  • Sanierungschef Baur übernimmt die strategische Führung
  • Konzern in heikler Phase der Schuldenrestrukturierung
  • Aktie steht vor volatilen Tagen nach Führungswechsel

Die BayWa AG muss einen herben Rückschlag verkraften: Vorstandschef Dr. Frank Hiller wurde am Freitagabend mit sofortiger Wirkung entlassen – nach gerade einmal zehn Monaten im Amt. Der Aufsichtsrat begründet die Trennung mit „unterschiedlichen Auffassungen zur strategischen Ausrichtung“. Für den ohnehin angeschlagenen Agrar- und Baukonzern bedeutet dies erneute Unsicherheit mitten im laufenden Sanierungsprozess.

Baur übernimmt die Macht

Die Entlassung ist das Ende eines gescheiterten Experiments: Das „Tandem-Modell“ aus strategischem CEO Hiller und hartem Sanierer Michael Baur funktionierte nicht. Berichten zufolge kam es wiederholt zu Kompetenzstreitigkeiten, die Entscheidungen blockierten.

BayWa

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Nun übernimmt Baur, ursprünglich von der Beratungsfirma AlixPartners als Chief Restructuring Officer (CRO) geholt, faktisch das Kommando:

  • Michael Baur: CRO plus Strategie, Recht und Baustoffe
  • Prof. Matthias Rapp (CFO) und Dr. Marlen Wienert: Erweiterte Zuständigkeiten in ihren bisherigen Ressorts

Ein externer Nachfolger ist nicht vorgesehen. Die Macht liegt damit beim dreiköpfigen Rumpfvorstand, der die harte Sanierungslinie der Gläubigerbanken durchsetzen soll.

Kritische Phase für die Sanierung

Der Führungswechsel trifft die BayWa in einem heiklen Moment. Der Konzern kämpft weiterhin mit einem massiven Schuldenberg. Zwar gelang im Dezember 2025 mit dem Verkauf der niederländischen Tochter Cefetra ein wichtiger Schritt zur Liquiditätsbeschaffung, doch die langfristige Profitabilität bleibt fraglich.

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Dass die Gläubigerbanken und Großaktionäre nun auf einen harten Sanierer ohne interne Reibungsverluste setzen, zeigt die Dringlichkeit: Der bis 2028 angelegte Sanierungsplan duldet keine Verzögerungen mehr. Die schnelle Trennung von Hiller deutet darauf hin, dass Führungsschwäche nicht mehr toleriert wird.

Was die Börse erwartet

Die BayWa-Aktie, zuletzt im Bereich von 3,20 bis 3,40 Euro stabilisiert, steht vor volatilen Tagen. Die Konsolidierung der Macht bei Baur beendet zwar die interne Blockade, wirft aber auch Fragen auf: Kann ein Berater ohne operative Führungserfahrung den Konzern langfristig stabilisieren? Und wie attraktiv ist BayWa noch für Top-Manager, wenn selbst Hoffnungsträger nach zehn Monaten scheitern?

Entscheidend wird nun die Umsetzung weiterer Desinvestitionen. Gelingt es dem verkleinerten Vorstand, rasch Ruhe in den Konzern zu bringen, könnte die Aktie sich stabilisieren. Scheitert die Restrukturierung jedoch an fehlender Führungskontinuität, droht ein erneuter Test der Tiefststände.

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