Nordex meldet zum Wochenstart einen Rahmenvertrag, der die Auftragsbasis bis 2030 deutlich verbreitern kann. Der Hersteller von Onshore-Windkraftanlagen bindet sich eng an VERBUND Green Power – eine der zentralen Adressen für erneuerbare Energien in Österreich und Europa. Kann diese Partnerschaft die ohnehin schon starke operative Dynamik weiter verstärken?
Rahmenvertrag mit VERBUND im Fokus
Am Montag hat Nordex einen mehrjährigen Rahmenvertrag mit VERBUND Green Power, einer Tochter des österreichischen Energieversorgers VERBUND, bekannt gegeben. Die Vereinbarung läuft bis 2030 und umfasst die potenzielle Lieferung und Errichtung von bis zu 105 Onshore-Windturbinen mit einer Gesamtkapazität von bis zu 700 Megawatt.
Die Turbinen sind für Projekte in sechs europäischen Kernmärkten vorgesehen:
- Österreich
- Deutschland
- Spanien
- Italien
- Rumänien
- Albanien
Nach Angaben der Unternehmen könnte der Vertrag rund 50 % der aktuellen Windprojekt-Pipeline von VERBUND Green Power abdecken. Das unterstreicht den strategischen Charakter der Partnerschaft: Nordex sichert sich langfristig Zugang zu einem großen Projektvolumen, VERBUND erhält Planungssicherheit bei Technologie und Lieferketten.
Nordex-CEO José Luis Blanco stellte heraus, dass beide Partner bis 2030 bis zu 700 MW Windenergie mit der neuesten Turbinengeneration bereitstellen wollen. Finanzielle Details des Rahmenvertrags wurden nicht veröffentlicht, der Abschluss signalisiert aber klaren Rückhalt für die europäische Expansionsstrategie von Nordex.
Operative Dynamik und Marktposition
Der neue Vertrag kommt nicht isoliert, sondern reiht sich in eine Serie positiver operativer Meldungen ein. Bereits am 13. Januar hatte Nordex einen Rekord-Auftragseingang von 10,2 Gigawatt für das Gesamtjahr 2025 gemeldet. Das entspricht einem Plus von 22,5 % gegenüber dem Vorjahr und zeigt die anhaltend hohe Nachfrage nach Windkraftanlagen.
Der Deal mit VERBUND stärkt in diesem Umfeld gleich mehrere Punkte:
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- Auslastung: Zusätzliche Projekte bis 2030 unterstützen eine hohe Kapazitätsauslastung.
- Marktposition: Nordex festigt seine Rolle als wichtiger Anbieter im europäischen Onshore-Windmarkt.
- Planungssicherheit für Kunden: VERBUND sichert sich Technologie und Lieferkapazitäten für seine „Mission V“.
Für VERBUND ist die Zusammenarbeit ein Baustein zur Umsetzung der eigenen Wachstumsstrategie in erneuerbaren Energien. Bis 2030 sollen Photovoltaik und Windkraft 25 % der gesamten Stromerzeugung des Konzerns erreichen. Eine langfristige Lieferbeziehung mit einem etablierten Windturbinenhersteller ist dafür ein zentraler Hebel.
An der Börse bleibt der Titel auf einem erhöhten Niveau. Gestern schloss die Aktie bei 32,22 Euro und notiert damit nur rund 3 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 33,32 Euro. Auf Zwölf-Monats-Sicht steht ein Kursplus von über 160 %, was die Erwartungen an das Wachstum im Windsegment widerspiegelt.
Analysten, Konferenz und Kennzahlen
Mit dem Rahmenvertrag und dem Rekord-Auftragseingang im Rücken richtet sich der Blick nun auf die nächsten Termine und Bewertungen. Bereits heute nimmt Nordex an der German Corporate Conference von Kepler Cheuvreux teil. Solche Veranstaltungen bieten dem Management die Gelegenheit, die Investmentstory zu präzisieren und Fragen zu Margen, Kapazitäten und Projektpipeline zu adressieren.
Ein wichtiger nächster Meilenstein werden die vorläufigen Jahreszahlen 2025 sein. Besonders im Fokus steht dann die Margenentwicklung: Nach starken Volumina dürfte der Markt genau hinsehen, wie effizient Nordex das Wachstum in Erträge umsetzen kann.
Die jüngsten Analystenurteile zeichnen ein gemischtes, aber in Teilen konstruktives Bild:
- RBC hat das Kursziel auf 26 Euro angehoben, bleibt aber bei „Underperform“.
- mwb research bestätigte nach den starken Auftragseingängen eine Kaufempfehlung.
- Jefferies stufte die Aktie zuletzt ebenfalls mit „Buy“ ein.
Charttechnisch spiegelt sich die Stärke der vergangenen Monate im Abstand zu den gleitenden Durchschnitten wider. Der Schlusskurs von 32,22 Euro liegt rund 10 % über dem 50-Tage-Durchschnitt von 29,17 Euro und gut 40 % über dem 200-Tage-Durchschnitt von 22,91 Euro. Der 14-Tage-RSI von 32 signalisiert dabei, dass die jüngste Konsolidierung schon einen Teil des vorherigen Anstiegs verarbeitet hat, ohne dass es bislang zu einer deutlichen Trendwende gekommen wäre. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von gut 64 % macht zugleich klar, dass die Aktie schwankungsanfällig bleibt.
Fazit: Starke Pipeline, nächster Test steht an
Nordex untermauert mit dem Rahmenvertrag über bis zu 700 MW mit VERBUND Green Power die eigene Wachstumsstory in Europa. Zusammen mit dem Rekord-Auftragseingang von 10,2 GW für 2025 ergibt sich eine gut gefüllte Pipeline, die die Kapazitätsauslastung auf Jahre stützen kann. Kurzfristig rücken nun die Auftritte auf Investorenkonferenzen und vor allem die vorläufigen Jahreszahlen 2025 in den Mittelpunkt – dort wird sich zeigen, ob die hohe Nachfrage auch nachhaltig in profitables Wachstum übersetzt wird.
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