Die Schweizer Großbank lieferte für das abgelaufene Jahr historische Milliardenprofite und feiert die fast abgeschlossene Credit-Suisse-Integration. An der Börse herrscht trotzdem Katerstimmung. Ein drohender Konflikt mit den heimischen Aufsichtsbehörden über drastisch verschärfte Eigenkapitalregeln überschattet die operativen Erfolge komplett.
Gegenwind aus Bern
Der Kern der aktuellen Kursschwäche liegt nicht im operativen Geschäft. Das Eidgenössische Finanzdepartement plant neue Vorgaben, die die Bank im Extremfall zum Aufbau von zusätzlichen 26 Milliarden US-Dollar an Kernkapital zwingen könnten. Die Konzernführung kritisiert diese Pläne als unfair, da die Bank erst auf Geheiß der Regierung die strauchelnde Credit Suisse gerettet hatte. Diese Unsicherheit spiegelt sich direkt im Chart wider: Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits 19,53 Prozent an Wert eingebüßt.
Inzwischen zeichnet sich auf politischer Ebene eine Entschärfung ab. Das Schweizer Parlament diskutiert einen Vorschlag, der den Einsatz von AT1-Wandelanleihen zur Erfüllung der Kapitalanforderungen erlauben würde. Das reduziert den tatsächlichen Eigenkapitalbedarf erheblich. Da mögliche Änderungen ohnehin nicht vor 2027 in Kraft treten, hält das Management an seinem Renditeziel von rund 15 Prozent bis Ende 2026 fest.
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Operativ auf Kurs
Fundamental steht das Institut glänzend da. Im vergangenen Jahr sprang der Nettogewinn um 53 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar. Zudem kletterten die verwalteten Vermögen erstmals über die Marke von sieben Billionen Dollar. Die Integration der Credit Suisse läuft planmäßig, wobei bereits 85 Prozent der Schweizer Konten migriert wurden. Anleger sollen über eine auf 1,10 Dollar erhöhte Dividende an diesem operativen Erfolg teilhaben.
Prominente Neuzugänge
Parallel zur regulatorischen Debatte ordnet das Management die Führungsebene neu. Um die Expertise in den Bereichen Geldpolitik und Finanzsteuerung zu stärken, schlägt die Bank der kommenden Generalversammlung zwei prominente Kandidaten für den Verwaltungsrat vor:
- Agustín Carstens: Ehemaliger Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)
- Luca Maestri: Langjähriger CFO und aktueller Vice President von Apple
Die Weichen für das Frühjahr sind damit klar gestellt. Am 15. April stimmt die Generalversammlung über diese personelle Neuausrichtung ab, bevor am 29. April die Geschäftszahlen für das erste Quartal folgen. Bis zu diesen Terminen bleibt der politische Kompromiss bei den Eigenkapitalvorschriften der dominierende Faktor für die weitere Kursentwicklung.
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