Der Essener Spezialchemiekonzern hat seine Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt – und enttäuscht Anleger mit einer deutlich reduzierten Dividende. Statt 1,17 Euro sollen nur noch 1,00 Euro je Aktie fließen. Gleichzeitig führt Evonik eine neue Ausschüttungspolitik ein, die künftig mehr Flexibilität verspricht, aber auch für Unsicherheit sorgt.
Zahlen im Rahmen, aber Umsatz rückläufig
Evonik erfüllte seine eigene Prognose: Das bereinigte EBITDA erreichte 1,87 Milliarden Euro und lag damit im Zielkorridor von rund 1,9 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg auf 265 Millionen Euro, nach 222 Millionen Euro im Vorjahr.
Doch der Umsatz sank um 7 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Die Cash Conversion Rate von 37 Prozent markierte das obere Ende der Zielspanne. Die Aktie reagierte mit einem Minus von 3,2 Prozent – bei überdurchschnittlich hohem Handelsvolumen.
Neue Dividendenpolitik: Zwischen 40 und 60 Prozent
Ab 2026 will Evonik jährlich zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Nettogewinns ausschütten. Diese Bandbreite soll dem Konzern mehr finanziellen Spielraum verschaffen. Für 2025 schlägt der Vorstand als Übergangslösung 1,00 Euro je Aktie vor – ein Rückgang gegenüber den vorherigen 1,17 Euro.
Die Hauptversammlung am 3. Juni 2026 wird über den Vorschlag entscheiden. Die Dividendenzahlung ist für den 8. Juni vorgesehen.
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Prognose 2026: Breite Spanne signalisiert Vorsicht
Für das laufende Jahr rechnet Evonik mit einem bereinigten EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro. Die Spanne von 300 Millionen Euro spiegelt die Unsicherheit im Branchenumfeld wider: Hohe Energiepreise, globale Überkapazitäten und Konjunkturflaute belasten die Chemiebranche weiterhin.
Das Strukturprogramm „Evonik Tailor Made“ soll 2026 abgeschlossen werden und dann jährlich rund 400 Millionen Euro einsparen. Bis zu 2.000 Stellen werden weltweit gestrichen, davon rund 1.500 in Deutschland. Mittelfristig strebt das Management eine Kapitalrendite von 11 Prozent an.
Die nächsten Quartalszahlen folgen am 8. Mai 2026.
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