Ocugen rückt mit neuen Studiendaten zu seinem Gentherapie-Kandidaten OCU410ST ins Rampenlicht. Die Ergebnisse der Phase-1-Studie bei Stargardt-Erkrankung zeigen funktionale Verbesserungen – ein wichtiger Schritt für das noch junge Biotech-Unternehmen. Gleichzeitig hat Ocugen die Kasse mit frischem Kapital aufgefüllt. Doch wie belastbar sind die Daten wirklich?
Phase-1-Studie mit messbaren Erfolgen
Im Mittelpunkt steht OCU410ST, eine AAV-basierte Gentherapie zur Behandlung der Stargardt-Krankheit, einer erblichen Netzhautdegeneration. Die im Fachjournal Eye veröffentlichten Daten der GARDian1-Studie (NCT05956626) zeigen nach zwölf Monaten klare Verbesserungen: Sechs von neun Patienten gewannen mindestens sechs Buchstaben in der bestkorrigierten Sehschärfe (BCVA) hinzu.
Im Durchschnitt verbesserte sich die Sehleistung der behandelten Augen um 4,5 Buchstaben, während die unbehandelten Kontrollaugen 1,5 Buchstaben verloren. Noch aussagekräftiger sind die strukturellen Daten: Die Ausbreitung atrophischer Läsionen wurde um 54 Prozent reduziert (0,55 mm² versus 1,19 mm² in der Kontrollgruppe). Die Expansionsrate selbst verlangsamte sich um rund 50 Prozent.
Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse blieben aus. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte bereits im August 2025 eine positive Stellungnahme zur Verwendung der Daten für weitere regulatorische Schritte abgegeben. Die laufende Phase-2/3-Studie GARDian3 soll die Befunde nun weiter untermauern.
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Finanzspritze sichert Pipeline-Fortschritt
Parallel zur klinischen Entwicklung sicherte sich Ocugen am 23. Januar 2026 frisches Kapital. Über eine Direktplatzierung von Stammaktien und Warrants flossen dem Unternehmen brutto 22,5 Millionen US-Dollar zu – vor Abzug von Gebühren und Kosten.
Das Geld dürfte vor allem in die Weiterentwicklung der Gentherapie-Programme fließen. Neben Stargardt arbeitet Ocugen auch an OCU410 zur Behandlung der geografischen Atrophie. Hier zeigte eine vorläufige Auswertung der ArMaDa-Studie Mitte Januar eine Reduktion des Läsionswachstums um 46 Prozent.
Ausblick bleibt an Studiendaten gekoppelt
Die GARDian3-Studie wird entscheidend sein, ob sich die frühen Erfolge bestätigen lassen. Für Biotech-Investoren bleibt das Timing regulatorischer Meilensteine der zentrale Bewertungsfaktor – insbesondere in einem Sektor, der stark von einzelnen Datenpunkten abhängt. Die EMA-Stellungnahme vom Vorjahr bietet zumindest eine solide Basis für den weiteren Zulassungsprozess in Europa.
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