SoftBank liefert den vierten Quartalsgewinn in Folge – und ein Name sticht dabei heraus: OpenAI. Bewertungsgewinne aus der milliardenschweren Beteiligung haben die Zahlen deutlich angeschoben. Parallel treibt der Konzern die Monetarisierung seines Portfolios voran: PayPay hat die Unterlagen für einen US-Börsengang öffentlich eingereicht.
Wichtige Punkte in Kürze:
– Quartalsgewinn: 248,6 Mrd. Yen (Vorjahr: –369 Mrd. Yen)
– OpenAI: kumuliertes Investment 34,6 Mrd. US-Dollar, Anteil rund 11%
– Verschuldungskennzahl (Loan-to-Value): 20,6% (zuvor 16,5%)
– PayPay: US-IPO-Anmeldung, profitabler Neunmonatszeitraum
Gewinnsprung dank Bewertungsplus
Im Oktober–Dezember-Quartal meldete SoftBank laut Reuters einen Nettogewinn von 248,6 Milliarden Yen (umgerechnet 1,62 Milliarden US-Dollar). Im gleichen Vorjahreszeitraum stand noch ein Verlust von 369 Milliarden Yen in den Büchern – der Vergleich unterstreicht, wie stark sich das Bild gedreht hat.
Ein zentraler Treiber war der Vision Fund: Er verbuchte laut CNBC einen quartalsweisen Gewinn von 2,4 Milliarden US-Dollar. Besonders ins Gewicht fiel OpenAI. Für das dritte Geschäftsquartal wies SoftBank allein auf diese Beteiligung einen Gewinn von 4,2 Milliarden US-Dollar aus.
Auf Neunmonatssicht bis Ende Dezember lag der Nettogewinn laut Unternehmenspräsentation bei 3,17 Billionen Yen – ein Plus von 2,54 Billionen Yen gegenüber dem Vorjahr. Reuters bezifferte den gesamten Investmentgewinn auf OpenAI zum Jahresende auf 19,8 Milliarden US-Dollar.
OpenAI-Ausbau und höhere Hebel
SoftBank hat inzwischen mehr als 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert und kommt auf eine Beteiligung von etwa 11%. Laut Earnings-Präsentation schloss der Konzern im Dezember eine Folgeinvestition über 22,5 Milliarden US-Dollar ab. Damit stieg das kumulierte Investment auf 34,6 Milliarden US-Dollar.
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CFO Yoshimitsu Goto sagte in der Ergebnispräsentation zudem, 60% der Vermögenswerte entfielen inzwischen auf „ASI-orientierte Investments“ – also Anlagen, die auf „Artificial Superintelligence“ ausgerichtet sind. Doch wie robust ist diese Strategie, wenn gleichzeitig die Finanzierung stärker gehebelt wird?
Denn auch die Bilanzkennzahlen bewegten sich: Die Loan-to-Value-Ratio lag Ende Dezember bei 20,6%, nach 16,5% drei Monate zuvor (Reuters). Die Cash-Position sank im gleichen Zeitraum auf 3,8 Billionen Yen.
Zur Finanzierung der KI-Investitionen weitete SoftBank einen Margin Loan aus, besichert mit Arm-Aktien, auf 20 Milliarden US-Dollar aus (zuvor 13,5 Milliarden US-Dollar). Zusätzlich stiegen die Kreditaufnahmen gegen die inländische Telekom-Einheit auf 1,2 Billionen Yen (zuvor 800 Milliarden Yen).
PayPay-IPO und neues KI-Segment
Am Tag der Zahlenvorlage reichte PayPay laut Reuters seine Unterlagen für einen US-Börsengang öffentlich ein. Für die neun Monate bis Ende Dezember erzielte PayPay einen Gewinn von 103,3 Milliarden Yen bei 278,5 Milliarden Yen Umsatz. Ein Jahr zuvor waren es 29 Milliarden Yen Gewinn bei 220,4 Milliarden Yen Umsatz. Ende Dezember lag die Zahl der registrierten Nutzer bei rund 72 Millionen. Der Handel soll an der Nasdaq unter dem Kürzel „PAYP“ laufen.
Neu in der Berichterstattung ist außerdem ein „AI Computing Segment“, das Arm sowie die zugekauften Halbleiterfirmen Graphcore und Ampere umfasst. Laut CNBC wies dieses Segment in den neun Monaten bis Ende Dezember einen Verlust von 91,8 Milliarden Yen aus – begründet mit höherem Personalaufbau und akquisitionsbedingten Kosten.
Mit dem OpenAI-getriebenen Bewertungsplus liefert SoftBank zwar starke Ergebnisimpulse, gleichzeitig steigt aber der finanzielle Hebel spürbar. Operativ rückt als nächster konkreter Meilenstein der PayPay-Börsengang in den USA in den Vordergrund, während das neue „AI Computing“-Segment zunächst noch rote Zahlen schreibt.
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