Der deutsche Leitindex versucht sich am Mittwoch an einer Stabilisierung. Nach dem gestrigen Absturz um 3,44 Prozent auf 23.790,65 Punkte signalisiert der X-DAX eine nahezu unveränderte Eröffnung bei 23.822 Zählern. Doch die Nervosität an den Weltmärkten bleibt hoch – ein Blick nach Asien zeigt das deutlich.
Trump verspricht Marine-Eskorte
US-Präsident Donald Trump kündigte am Dienstagabend an, Öl- und Gastanker notfalls mit der US-Marine durch die Straße von Hormus zu eskortieren. „Um jeden Preis“ werde Amerika den freien Energiefluss sicherstellen, schrieb er auf Truth Social. Zusätzlich wies er die Entwicklungsfinanzierungsbehörde DFC an, Risikoversicherungen für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten.
Diese Ankündigung bremste den freien Fall an der Wall Street am Vorabend. Doch Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners bleibt skeptisch: „Bislang überzeugt der Plan die Börsen nicht. Noch ist unklar, ob sich dieser tatsächlich umsetzen lässt.“ Die Ölpreise ziehen nach einer kurzen Delle bereits wieder an.
Asien im Panikmodus
Während sich der DAX stabilisiert, rauschen die asiatischen Märkte weiter ab. Besonders heftig traf es Südkorea und Japan, die stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten abhängen. Der südkoreanische Kospi brach um fast zehn Prozent ein, der japanische Nikkei 225 verlor 3,61 Prozent. Auch in China und Hongkong dominierten deutliche Verluste.
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Die Warnung von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane im Financial Times-Interview macht die Dimension der Krise deutlich: Ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten könnte zu einem „substanziellen Inflationssprung“ und einem „scharfen Einbruch der Wirtschaftsleistung“ in der Eurozone führen. Iranische Medien zitierten einen Kommandeur der Revolutionsgarden mit der Aussage, die Straße von Hormus sei geschlossen – Schiffe, die die Route versuchten, würden in Brand gesetzt.
DAX-Konzerne mit gemischten Signalen
Am Mittwochmorgen rücken mehrere Schwergewichte mit Zahlen in den Fokus. Adidas enttäuschte mit dem Ausblick fürs Betriebsergebnis – die Aktie fiel vorbörslich um mehr als drei Prozent. Continental meldete eine Sonderbelastung von 1,2 Milliarden Euro aus dem Verkauf des Automobilsegments Aumovio. Auch hier ging es vorbörslich drei Prozent nach unten.
Symrise legte dagegen stärker zu als erwartet und notierte leicht im Plus. Bayer gab nach, da die operative Gewinnprognose für 2026 unter den Konsensschätzungen blieb. Vom Allzeithoch bei 25.507,79 Punkten am 13. Januar hat sich der DAX mittlerweile deutlich entfernt. Ob die heutige Stabilisierung mehr als eine kurze Verschnaufpause ist, hängt vor allem von der Entwicklung im Nahen Osten ab.
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