Glencore Aktie: Großer Umbau läuft

Der Rohstoffkonzern übertrifft Erwartungen und treibt einen Milliarden-Verkauf voran, während die Aktie seit Jahresbeginn deutlich zulegt.

Kurz zusammengefasst:
  • Bereinigtes EBITDA sinkt, übertrifft aber Analystenschätzungen
  • Potentieller Verkauf von Kazzinc-Beteiligung für Milliardenbetrag
  • Aktie notiert mit deutlichem Plus seit Jahresanfang
  • Strikte Effizienzprogramme zur Kostensenkung laufen

Der Rohstoffriese Glencore liefert Zahlen, die auf den ersten Blick enttäuschen könnten – das dritte Jahr mit Gewinnrückgang in Folge. Doch der Schein trügt: Hinter den Kulissen treibt CEO Gary Nagle die Neuausrichtung des Konzerns aggressiv voran. Neben einem soliden Ergebnis über Markterwartungen steht nun ein potenzieller Milliarden-Verkauf kurz vor dem Abschluss, der die Kassen füllen könnte.

Zahlen besser als befürchtet

Zwar sank das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2025 um 6 Prozent auf 13,51 Milliarden US-Dollar, doch Analysten hatten im Vorfeld mit noch schwächeren Werten gerechnet. Entscheidend für die Stimmung an den Märkten ist die Dynamik: Nach einer schwächeren ersten Jahreshälfte legte der Kerngewinn im zweiten Halbjahr um satte 49 Prozent zu.

Glencore

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Verantwortlich für diesen Schub waren vor allem gestiegene Kupferpreise und höhere Produktionsvolumina, die den Preisdruck bei Energie- und Kokskohle kompensierten. Anleger profitieren direkt von dieser robusten Cash-Generierung: Trotz einer Nettoverschuldung von 11,2 Milliarden US-Dollar kündigte der Konzern eine Ausschüttung von insgesamt 2 Milliarden US-Dollar an.

Strategische Weichenstellungen

Parallel zu den Geschäftszahlen verdichten sich die Hinweise auf eine massive Portfolio-Bereinigung. Berichten zufolge steht Glencore kurz vor dem Verkauf seiner 70-Prozent-Beteiligung an der kasachischen Kazzinc. Der Deal mit dem Geschäftsmann Shakhmurat Mutalip könnte ein Volumen von bis zu 4,5 Milliarden US-Dollar erreichen.

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CEO Gary Nagle lässt zudem keinen Zweifel daran, dass Glencore auch nach den gescheiterten Fusionsgesprächen mit Rio Tinto aktiv nach strategischen Optionen sucht. Marktbeobachter werten die Bereitschaft, operative Kontrolle abzugeben, als Signal, dass eine Fusion mit einem großen Wettbewerber weiterhin auf dem Tisch liegt. Um den Konzern dafür fit zu machen, läuft ein striktes Effizienzprogramm mit dem Ziel, bis Ende 2026 eine Milliarde US-Dollar einzusparen.

Der Markt honoriert den aktuellen Kurs der Unternehmensführung: Die Aktie notiert heute bei 5,81 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang bereits ein Plus von rund 22 Prozent.

Glencore befindet sich in einer entscheidenden Übergangsphase. Gelingt der Kazzinc-Verkauf zu den kolportierten Konditionen, würde dies die Bilanz signifikant entlasten und neuen Spielraum für die angestrebte Branchenkonsolidierung schaffen. Der Fokus liegt nun auf der disziplinierten Umsetzung der Kostensenkungen im laufenden Geschäftsjahr.

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