Newmont Aktie: Blockade droht

Der Goldkonzern Newmont verweigert Barrick die Zustimmung für einen geplanten IPO und fordert zuvor operative Verbesserungen im gemeinsamen Joint Venture Nevada Gold Mines.

Kurz zusammengefasst:
  • Newmont nutzt Vetorecht gegen Barricks Börsenpläne
  • Streit um Management des größten Goldminenkomplexes
  • IPO für 2026 droht ohne Einigung zu scheitern
  • Newmont-Aktie zeigt sich robust trotz Marktturbulenzen

Newmont Mining stellt sich quer. Der zweitgrößte Goldproduzent der Welt verweigert dem Rivalen Barrick Gold die Zustimmung zu einem geplanten Börsengang – zumindest vorerst. Bedingung: Barrick muss erst die Probleme in der gemeinsamen Nevada-Mine in den Griff bekommen.

Der Streit um Nevada Gold Mines

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht Nevada Gold Mines, der weltweit größte Goldminenkomplex. Seit der Gründung des Joint Ventures 2019 hält Barrick 61,5 Prozent und führt die Geschäfte, Newmont besitzt 38,5 Prozent. Doch die Zusammenarbeit knirscht gewaltig.

Newmont Mining

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Newmont wirft Barrick vor, das Gemeinschaftsunternehmen in den vergangenen sechs Jahren heruntergewirtschaftet zu haben. Die Rede ist von sinkender Produktivität und Wertverlust. Bevor Barrick seine nordamerikanischen Gold-Assets – darunter die Mehrheitsbeteiligung an Nevada Gold Mines, die Fourmile-Entdeckung und die Pueblo Viejo-Mine – bündelt und 10 bis 15 Prozent davon an die Börse bringt, fordert Newmont nachprüfbare operative Verbesserungen.

Das Druckmittel sitzt: Newmont verfügt über Zustimmungs- und Vorkaufsrechte bei der geplanten Umstrukturierung. Das Nevada-Joint-Venture macht rund 60 Prozent von Barricks Marktkapitalisierung aus. Ohne Newmonts Segen wird der für 2026 geplante IPO schwierig.

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Starke Zahlen trotz Sektor-Turbulenzen

Die Spannungen zwischen den beiden Konzernen fallen in eine volatile Phase am Edelmetallmarkt. Ende Januar und Anfang Februar 2026 erlebten Gold- und Silberpreise eine scharfe Korrektur, die Marktbeobachter als „Great Metal Reset“ bezeichneten. Ein erstarkender US-Dollar und Margenanpassungen setzten der Branche zu.

Die Newmont-Aktie zeigte sich davon weitgehend unbeeindruckt. Am 10. Februar schloss sie bei 121,53 US-Dollar, im nachbörslichen Handel am 11. Februar pendelte sie sich um die 124-Dollar-Marke ein. Analysten halten mehrheitlich an „Buy“- und „Strong Buy“-Empfehlungen fest und verweisen auf solide Fundamentaldaten nach den jüngsten Quartalszahlen.

Die Nevada-Frage dürfte in den kommenden Wochen entscheidend werden: Entweder Barrick liefert die geforderten Verbesserungen – oder der IPO-Plan gerät ins Stocken.

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