Esprit blickt auf die schwerste Krise der Unternehmensgeschichte zurück. Nach der Insolvenz im Jahr 2024 und der anschließenden Schließung sämtlicher deutschen Filialen versucht die Marke nun, sich unter völlig neuen Vorzeichen zu behaupten. Der Fokus liegt dabei auf einer entkernten Struktur und einer neuen strategischen Ausrichtung.
Markenrechte und Führungswechsel
Der Kern des europäischen Geschäfts hat sich grundlegend gewandelt. Die Markenrechte wurden an einen Finanzinvestor veräußert, wobei dieser das operative Geschäft ausdrücklich nicht übernahm. Dieser Schritt markierte das Ende der klassischen Filialpräsenz in Deutschland, wo bis Ende 2024 alle 56 Standorte geschlossen wurden. Rund 1.300 Mitarbeiter verloren in diesem Zuge ihre Anstellung.
Um den Neuanfang zu forcieren, vollzog das Unternehmen Ende 2025 zudem einen Wechsel an der Spitze. Die neue Führung steht nun vor der Aufgabe, die Marke in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld neu zu positionieren, nachdem die Verfahren für die Esprit Europe GmbH und weitere Töchter die Bilanz bereinigt haben.
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Fokus auf neue Vertriebswege
Die künftige Strategie zielt auf eine deutlich schlankere Organisation ab. Dabei stehen folgende Punkte im Mittelpunkt:
* Etablierung neuer digitaler und indirekter Vertriebskanäle.
* Schärfung des Markenprofils zur Abgrenzung vom Wettbewerb.
* Nutzung strategischer Partnerschaften zur Stärkung der Marktposition.
Kann dieses reduzierte Geschäftsmodell ausreichen, um Esprit dauerhaft stabil aufzustellen? Die Herausforderungen im globalen Modesektor bleiben angesichts hoher Kosten und volatiler Nachfrage erheblich. Das Unternehmen muss nun beweisen, dass die Marke auch ohne eigenes Filialnetz in Europa Strahlkraft besitzt.
Die Umsetzung der neuen Vertriebsstrukturen und die ersten messbaren Ergebnisse der im Dezember 2025 installierten Führung werden die Richtung für das laufende Geschäftsjahr vorgeben. Entscheidend bleibt die Frage, wie schnell die neuen Partnerschaften skaliert werden können.
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