Volkswagen Aktie: Angriff auf zwei Fronten

Neue staatliche Förderung beflügelt die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland, während VW in China mit 20 neuen Modellen gegen Marktanteilsverluste kämpft.

Kurz zusammengefasst:
  • Staatliche Förderung verzehnfacht Interesse an E-Autos
  • Volkswagen startet Offensive mit 20 neuen China-Modellen
  • Aktienkurs stabilisiert sich bei 103,70 Euro
  • Quartalszahlen am 10. März als nächster Prüfstein

Lange dominierte Skepsis das Bild beim Wolfsburger Autobauer, doch nun hellt sich die Lage auf. Die neue staatliche E-Auto-Förderung sorgt in Deutschland für einen sprunghaften Anstieg des Kaufinteresses, während der Konzern gleichzeitig in China eine massive Modelloffensive startet. Können diese Impulse den Abwärtstrend der Aktie nachhaltig stoppen?

  • Fördertopf: 3 Milliarden Euro stehen für E-Autos bereit.
  • Nachfrage-Boom: Online-Plattformen melden bis zu zehnmal mehr Traffic.
  • China-Strategie: 20 neue E-Modelle sollen 2026 Marktanteile zurückholen.
  • Kursreaktion: Aktie notiert bei 103,70 Euro.

Staatliche Spritze wirkt sofort

Die zum 1. Januar 2026 eingeführte Elektroauto-Förderung der Bundesregierung zeigt unmittelbare Effekte am Markt. Daten von Online-Vermittlern belegen eine drastische Belebung des Interesses: Auf Plattformen wie MeinAuto.de hat sich der Traffic für Stromer im Vergleich zum Dezember verzehnfacht, Wettbewerber Carwow verzeichnete eine Verdreifachung der Anfragen.

Volkswagen

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Treibende Kraft sind die attraktiven Konditionen. Bis zu 6.000 Euro Zuschuss winken für reine Elektroautos, wobei das Programm mit einem Volumen von drei Milliarden Euro für geschätzt 800.000 Fahrzeuge ausgelegt ist. Für Volkswagen kommt dieser Nachfrageschub zur rechten Zeit, da der Konzern zuletzt unter einer Kaufzurückhaltung im Heimatmarkt litt. Kritiker wie Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer warnen jedoch, dass die Förderung auch günstigen Importen aus China in die Hände spielen könnte und einkommensschwache Haushalte aufgrund fehlender Ladeinfrastruktur kaum profitieren dürften.

China: Die Aufholjagd beginnt

Während in Deutschland die Subventionen helfen, muss Volkswagen im wichtigsten Einzelmarkt China aus eigener Kraft das Ruder herumreißen. Die Bilanz für 2025 fiel ernüchternd aus: Der Absatz sank um acht Prozent auf unter 2,7 Millionen Fahrzeuge, womit VW hinter die lokalen Platzhirsche BYD und Geely auf Rang drei abrutschte.

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Die Antwort aus Wolfsburg ist eine aggressive Produktstrategie. Am 28. Januar stellte der Konzern in Berlin seine Pläne vor, allein im laufenden Jahr 20 neue Elektromodelle in China auf den Markt zu bringen. Bis 2030 sollen es insgesamt 50 neue Modelle sein. Mit dem bereits in Serie gegangenen VW ID.Unyx 07, dem ersten komplett vor Ort entwickelten Modell, zielt der Konzern spezifisch auf die technologischen Vorlieben der chinesischen Kundschaft ab.

Stabilisierung im Chartbild

Die operativen Lichtblicke spiegeln sich ansatzweise im Kurs wider. Die Aktie konnte sich zuletzt stabilisieren und notiert aktuell bei 103,70 Euro. Zwar liegt das Papier seit Jahresanfang noch mit 2,45 Prozent im Minus, doch der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt ist auf minimale -0,24 Prozent geschrumpft. Ein technisches Indiz für eine mögliche Bodenbildung liefert zudem der RSI (Relative Strength Index) von 27,8, der auf eine überverkaufte Situation hindeutet.

Blick auf die Zahlen

Ob die Strategieanpassungen und die staatlichen Hilfen auch in den Bilanzen greifen, wird sich zeitnah zeigen. Am 10. März 2026 legt Volkswagen die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Investoren werden hier besonders darauf achten, ob der Margendruck nachlässt und wie sich die Auftragseingänge im Januar konkret entwickelt haben. Gelingt hier eine positive Überraschung, könnte der Angriff auf das 52-Wochen-Hoch bei knapp 110 Euro starten.

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