Symrise Aktie: Kreditbewertungen eingeordnet

Der Duftstoffhersteller setzt sein erstes Aktienrückkaufprogramm mit hohem Tempo um und investierte allein in einer Woche fast 12 Millionen Euro. Der Vorstand will die Kapitalstruktur straffen und das Vertrauen der Investoren stärken.

Kurz zusammengefasst:
  • Massiver Aktienrückkauf vor Quartalszahlen
  • Investition von 11,7 Millionen Euro in fünf Tagen
  • Programm mit Gesamtvolumen von 400 Millionen Euro
  • Entscheidender Geschäftsbericht erscheint am 4. März

Die Symrise AG macht ernst bei der Stützung des eigenen Aktienkurses. Wenige Tage vor der Veröffentlichung des Jahresberichts treibt der Duftstoff- und Aromenhersteller sein Aktienrückkaufprogramm mit hohem Tempo voran. Das Management nutzt die aktuelle Marktphase, um das erste Rückkaufprogramm der Unternehmensgeschichte konsequent umzusetzen und so Vertrauen bei den Investoren zurückzugewinnen.

Millionen-Investition in eigene Papiere

In der vergangenen Handelswoche kaufte der Konzern massiv eigene Anteile zu. Konkret erwarb Symrise zwischen dem 16. und 20. Februar rund 156.000 Aktien zu einem Durchschnittskurs von gut 75 Euro. Das Investitionsvolumen allein in diesen fünf Tagen belief sich auf rund 11,7 Millionen Euro.

Symrise

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Damit summieren sich die Rückkäufe seit dem Startschuss am 2. Februar bereits auf über 471.000 Stück. Dass das Unternehmen bei einem Kurs von aktuell 75,78 Euro so beherzt zugreift, ist auch charttechnisch interessant: Mit einem RSI-Wert von 27,5 gilt der Titel aktuell als überverkauft, was den Zeitpunkt für die Kurspflege aus Sicht des Managements günstig erscheinen lässt.

Historisches Novum und Strategie

Das laufende Programm markiert eine Zäsur in der Finanzstrategie der Holzmindener. Mit einem Gesamtvolumen von bis zu 400 Millionen Euro bis Oktober 2026 will der Vorstand die Kapitalstruktur straffen. Die erworbenen Aktien sollen eingezogen werden, was den Gewinn pro Aktie für die verbleibenden Anteilseigner perspektivisch erhöhen dürfte.

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Begleitet wird diese finanzielle Maßnahme von einer operativen Bereinigung. Die Trennung vom Terpengeschäft und Wertberichtigungen bei der Beteiligung Swedencare zeigen, dass Symrise sein Portfolio aktiv neu ordnet. Rückenwind gab es zuletzt auch von juristischer Seite: Die Einstellung der Kartellermittlungen durch das US-Justizministerium (DOJ) hat ein erhebliches Risiko aus dem Markt genommen.

Blick auf die Fundamentaldaten

Trotz einer Erholung seit Jahresanfang von rund 10 Prozent liegt die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten noch immer mit knapp 23 Prozent im Minus. Investoren warten nun darauf, ob sich die operative Entwicklung stabilisiert hat. Nach der Senkung der Wachstumsprognose im dritten Quartal 2025 liegt die Messlatte für das organische Wachstum nun bei 2,3 bis 3,3 Prozent.

Die entscheidende Bestandsaufnahme folgt am 4. März 2026. Dann wird Symrise den Geschäftsbericht für 2025 vorlegen. Anleger werden genau prüfen, ob die bestätigten Margenziele erreicht wurden und ob der Ausblick für das laufende Jahr die jüngste Erholung rechtfertigt.

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