Der einstige Börsenliebling Salesforce hat Anleger in diesem Jahr auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Doch ausgerechnet pünktlich zum wichtigsten Shopping-Event des Jahres keimt Hoffnung auf: Starke interne Daten aus der „Cyber Week“ stehen im krassen Gegensatz zur trüben Marktstimmung. Am Mittwoch fällt nun die Entscheidung – wird der anstehende Quartalsbericht zur langersehnten Wende oder zum nächsten Nackenschlag für die Aktie?
KI-Status unter der Lupe
Verantwortlich für die jüngste Nervosität war unter anderem eine Klarstellung aus dem Hause Wedbush. Analyst Dan Ives dämpfte die Erwartungen, indem er Salesforce nicht zur absoluten KI-Spitze („Top 3“), sondern lediglich zum erweiterten Kreis der „AI 30“ zählte.
Diese Unterscheidung ist entscheidend: Der Markt pumpt Geld derzeit vorrangig in die Hardware- und Infrastruktur-Giganten der ersten Welle. Software-Anbieter wie Salesforce werden zwar als langfristige Profiteure gesehen, stehen aber aktuell in der zweiten Reihe. Genau diese Zurückhaltung erklärt, warum der Titel Schwierigkeiten hat, aus dem massiven Abwärtstrend auszubrechen.
Großinvestoren uneins
Hinter den Kulissen tobt ein Tauziehen um die richtige Strategie. Die jüngsten Offenlegungen zeigen eine tiefe Spaltung bei den institutionellen Anlegern:
* Das Bullen-Lager: Boston Partners nutzt die Schwäche als Einstiegschance und setzt darauf, dass der Ausverkauf übertrieben war.
* Das Bären-Lager: Im Gegensatz dazu zieht Neuberger Berman Kapital ab und reduziert das Risiko.
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Die Skepsis der Verkäufer ist begründet in der Frage, ob und wann Salesforce seine neuen KI-Agenten („Agentforce“) tatsächlich monetarisieren kann. Solange hier der Beweis fehlt, fließt das „Smart Money“ tendenziell eher in reine Hardware-Werte.
Mittwoch fällt die Entscheidung
Alle Augen richten sich nun auf den kommenden Mittwoch, den 3. Dezember. Dann öffnet der Konzern seine Bücher für das dritte Quartal. Analysten erwarten nicht nur solide Gewinne, sondern vor allem einen Ausblick, der die starken Online-Verkäufe der Cyber Week widerspiegelt. Börsenexperte Jim Cramer vermutet bereits, dass viel Negatives im Kurs eingepreist ist – selbst eine moderate positive Überraschung könnte daher eine Erleichterungsrallye auslösen.
Ein Blick auf die nackten Zahlen verdeutlicht den Ernst der Lage: Die Aktie notiert aktuell bei 198,50 Euro und hat damit seit Jahresanfang satte 38,40 Prozent an Wert verloren. Gelingt keine baldige Trendwende, droht ein Test weiterer Tiefststände.
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